Anlagekommentar Februar 2016 – Dramatischer Beginn im Börsenjahr 2016

Anlagetipp

Die Aktien- und Rohstoffmärkte standen von Jahresbeginn an unter einem enormen Druck. Durch die Zahlungsbilanzkrise in China, sowie die Abflachung der US-Konjunktur gerieten die Anleihemärkte deutlich unter Druck und sorgten für Nervosität und Überraschung bei den Investoren. Trotz massiver Interventionen konnte die chinesische Notenbank eine unkontrollierte Abwertung des Renmimbi zwar verhindern, dennoch keine deutliche Verbesserung erzielen. Die Zinsen in China steigen weiter und lassen die Vermutung zu, dass eine Bankenkrise nicht ausgeschlossen werden kann.

Reaktion der Finanzmärkte auf Notenbanken kaum spürbar
Während die Notenbanken in Europa und Japan expansiv agieren, reagiert der Markt kaum auf Ankündigungen und Veränderungen. Die europäische Zentralbank (EZB) hat für den Monat März neue Maßnahmen in Aussicht gestellt und auch die Bank of Japan überraschte kürzlich mit negativen Zinsen für Einlagen von Banken bei der Notenbank. Auch diese Maßnahmen haben die positiven Auswirkungen auf die Realwirtshaft vermissen lassen, sodass sie sich in der Performance nicht von im Vorfeld unternommenen Aktivitäten unterschieden. Die Risikoaversion an den Kapitalmärkten sinkt lediglich für einen kurzen Zeitraum, sodass eine spürbare Veränderung ausbleibt. Auf den weltweiten Aktienmärkten erlitten Investoren herbe Rückschläge. Die Sorge um die chinesische Wirtschaft und das deutlich verlangsamte Wachstum am US Markt, vor allem bei Unternehmen aus zyklischen Branchen, sorgten für einen spürbar negativen Druck. Ein geeigneter Katalysator ist notwendig, um diese Negativtendenz zu unterbrechen und für einen Aufschwung zu sorgen. Derzeit konzentriert man sich primär auf Maßnahmen der Notenbanken und hofft, dass die Dividendensaison besser als die vorangehende Saison wird und sich mit spürbarer Entlastung entwickelt. Eine wirkliche Erholung scheint derzeit ausgeschlossen und ist laut Expertenmeinung nicht in Sicht.

DAX Entwicklung

Anleihenmärkte tendieren zu sicheren Häfen
Die internationalen Renditemärkte führen Anleger in der Regel in den sicheren Hafen. Derweil erhöhen sich die Spekulationen darüber, ob neue EZB Maßnahmen notwendig sind oder die Leitzinsanhebung in den USA verschoben wird. Auch erneute Verwerfungen an den chinesischen Aktienmärkten und ein weiterer Absturz des Rohölpreises führen zum Fokus auf Assets, die weitaus risikoärmer und überschaubarer sind. Vor allem US-Staatsanleihen, auch wenn die Rendite gesunken ist, erfreuen sich bei Investoren aufgrund der überschaubaren Sicherheit wachsender Beliebtheit. Fakt ist, dass riskante Anleihen gemieden und die Sicherheit an den Aktienmärkten bevorzugt wird. Abzuwarten bleibt, welche Maßnahmen die EZB ergreift und ob es zu spürbaren Veränderungen auf den Finanzmärkten und somit für Anleger kommt.

Die Finanzmärkte bleiben vorerst durch eine Reihe von Unwägbarkeiten geprägt. Dazu gehören das Das globale Wirtschaftswachstum, wirtschaftliche Ungleichgewichte und die Währungspolitik in China, eine mögliche spätzyklische Abschwächung oder gar Rezession in den USA und rekordtiefe Ölpreise prägen die aktuelle Situation. Gleichzeitig sind in den Industrieländern sowohl fiskal- als auch geldpolitisch die Möglichkeiten zur Ankurbelung des Wachstums sehr eingeschränkt.

Anlagemärkte Entwicklung

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Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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