Fondsidee des Monats Januar 2018

Anlageideen

Der Nordea 1 – Stable Return Fund wurde September 2016 für Neuanleger auf unbestimmte Zeit geschlossen, da sich das Fondsvolumen rasant bis auf 18 Milliarden Euro an Kundengeldern erhöht hat. Diese Maßnahme wurde vom Fondsmanagement zum Schutz der bis dahin existierenden Anleger vorgenommen und wird als Soft Closing bezeichnet. Im Dezember 2017 wurde das Soft Closing teilweise gelockert.

An der Spitze des Mischfonds der skandinavischen Fondsgesellschaft Nordea stehen seit 2005 die Fondsmanager Asbjorn Trolle Hansen, Claus Vorm und Kurt Kongstedt. Das Anlageteam setzt auf eine Strategie, mit der sie die Risiken im Portfolio gut austarieren möchte. Dabei ist es für sie nicht von Belang, in möglichst viele Anlageklassen zu investieren. Wichtig ist für das Anlageteam, dass der Nordea Stable Return Fund tatsächlich einen Diversifikationseffekt bietet. Sie investieren daher in Anlagen, die sich sowohl in der Hausse als auch in der Baisse gut entwickeln.

Der Nordea 1 – Stable Return Fund wurde im Jahr 2005, mit dem Ziel ins Leben gerufen, langfristige und stabile Erträge zu erwirtschaften. Mit einem Zuwachs von ca. 168 Prozent seit der Auflegung des Fonds, sind die Ergebnisse des Nordea 1 – Stable Return Fund beeindruckend. Nur wenige ausgewogene Mischfonds erzielten in dieser Zeit höhere Erträge. Dazu kommt, dass der Nordea 1 – Stable Return Fund auch sehr schwankungsarm ist, was kein vergleichbarer Mischfonds schaffte.

Die Wertentwicklung des Nordea  1 – Stable Return Fund der letzten zwölf Jahre zeigt die folgende Grafik:

Nordea 1 - Stable Return Fund

Beim Nordea 1 – Stable Return Fund handelt es sich um einen Long Only-Fonds mit moderatem Risiko, der Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente erfolgreich miteinander kombiniert. Dieser Fonds bietet einen langfristig stabilen Ertrag, indem er in nicht miteinander korrelierte Anlage-Klassen investiert. Gleichzeitig wird dadurch auch angestrebt, das Kapital zu schützen. Der Nordea 1 – Stable Return Fund eignet sich deshalb optimal für Anleger, die konstante, moderate Erträge wünschen und darüber hinaus auf der Suche nach einem Kern-Investment für ihr Portfolio sind. Dieser Fonds setzt einen konservativen Investmentansatz um und basiert auf einem bewährten und robusten Investmentprozess. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar Januar 2018 – Weltwirtschaft geht in ihr zehntes Aufschwungjahr

Anlagetipp

Die Weltwirtschaft sollte im Jahr 2018 insgesamt auf demselben Niveau wie im Jahr 2017 weiterwachsen. Bei der globalen Inflation, wird es getragen von etwas höheren Werten in den USA und in Asien eine moderate Zunahme geben. Für den Euroraum kann nach einem vergleichsweise soliden Wachstums von einer Fortsetzung ausgegangen werden. Die US-Wirtschaft dürfte ihre positive Dynamik beibehalten, wobei nur unwesentliche Impulse von den Steuersenkungen resultieren.

Entwicklung der Anlagemärkte
An den Börsen der Schwellenländer ging es zum Jahresende deutlich aufwärts. Der MSCI-Emerging-Markets-Index in US-Dollar erhöhte sich um 3,5 Prozent. Insbesondere die Börsen der asiatischen Tigerstaaten Indonesien mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent und Malaysia mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent machten von sich reden. Die europäischen Titel verabschiedeten sich uneinheitlich aus dem vergangenen Jahr. Der EuroSTOXX 50-Index gab um 1,9 Prozent nach. Die Börse in Madrid verlor im Dezember 1,6 Prozent, was auf den klaren Sieg der katalonischen Separatisten bei den Regionalwahlen zurückzuführen ist. Hingegen gab es getrieben durch die erzielten Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen einem kräftigen Kurszuwachs britischer Aktien, wodurch der STOXX-600-Index um 0,6 Prozent anstieg. Italiens Staatspapiere wurden durch die guten Konjunkturzahlen beflügelt, hingegen der Aktienindex FTSE MIB-40 wegen der Auflösung des Parlaments und den daraus resultierenden Neuwahlen 2,3 Prozent verlor.

Die europäische Zentralbank beließ den Leitzins und die Anleihekäufe unverändert. Die Wachstumsprognose wurde von der EZB für 2018 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent deutlich angehoben. In Deutschland stieg die Inflationsrate mit 1,8 Prozent auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Dadurch ging die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatstitel nach oben, woraus leichte Kursverluste resultierten.DAX EntwicklungEin langer Wirtschaftszyklus
Die Weltwirtschaft wird im Laufe des Jahres 2018 in ihr zehntes Jahr des Aufschwungs eintreten. In den meisten Ländern wurde der Höhepunkt der Rezession nach der Finanzkrise in der ersten Jahreshälfte 2009 erreicht. Die Länge des aktuellen Konjunkturzyklus ist historisch gesehen nicht untypisch. Jedoch bekommen viele Anleger Sorgenfalten, da der aktuelle Konjunkturzyklus bereits deutlich länger dauert als der vorherige. Dieser endete nach nur sechs Jahren und ging in Deutschland von 2002 bis 2008. Dabei wird oft vergessen, dass die Konjunkturzyklen in den 1980er und 1990er Jahren deutlich länger waren. Der gegenwärtige Aufschwung könnte sich sogar zum längsten Zyklus in der Nachkriegszeit entwickeln. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Grosse Rezession ungewöhnlich tief war. Dadurch dauert es länger bis wieder normale Beschäftigungs- und Produktionsniveaus erreicht sind.

 

Witschaftszyklenvergleich

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Für die erste Jahreshälfte 2018 basiert die Strategie darauf, dass weiterhin von einem positiven konjunkturellen Szenario ausgegangen werden kann. Nachdem Anzug des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2017, befindet es sich nun auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt unteranderem auch für den Euroraum. Von Bedeutung ist zudem, dass der Aufschwung weiterhin breit abgestützt bleibt und auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen wird. Allerdings gibt es auch Gefahrenherde für 2018, bei der die Liste ist etwas länger als üblich. Neben einer möglichen Abkühlung der US-Wirtschaft steht wieder ein eventuelles negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im Raum, was wieder die Euro-Mitgliedschaft des Landes in Frage stellen könnte. Auch ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte oder eine invertierende Zinsertragskurve in den USA, was meist ein Vorbote schwächerer Finanzmärkte ist, sind als mögliche Stolpersteine für 2018 zu nennen. Allerdings ist deren Wahrscheinlichkeit derzeit als nicht hoch genug einzustufen, um die bisherige Anlagepolitik zu verändern. Aber auch China sollte bezüglich wirtschaftspolitischer Fehltritte, wie beispielsweise der gescheiterten Renminbi-Abwertung im August 2015 im Auge behalten werden. Dies gilt ebenso für die NAFTA-Gespräche und die Entwicklung in Nordkorea. Insgesamt deutet das allgemeine Umfeld jedoch darauf hin, dass Risikoanlagen, d.h. Aktien und Unternehmensanleihen, weiterhin übergewichtet bleiben sollten.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Mit der Long-Short-Strategie unabhängig von der Marktentwicklung werden

Ertrag

Bei schwierigen und volatilen Marktphasen am Kapitalmarkt sind alternative Lösungen gefragt. Um auch in solchen Marktphasen eine Rendite zu erzielen, ist die Long-Short-Strategie eine Möglichkeit. Die Stärke der Long-Short-Strategie liegt in der Unabhängigkeit vom Markt. Schwankende Aktienkurse, niedrige Zinsen und kaum Aussicht auf Ertrag. So könnten die Erwartungen für das Jahr 2018 zusammengefasst werden. Für Anleger entsteht dadurch ein Dilemma, denn höhere Erträge auf der Zinsseite sind nur durch höhere Risiken erzielbar, beispielsweise im High Yield Bereich. Aufgrund kaum gegebener Alternativen sind hier jedoch die Renditeunterschiede (Spreads) zu sicheren Staatsanleihen immer weiter am Sinken. Und auch die Aktienseite liefert keine Lösungen. Zwar sind die Aktienkurse im Jahr 2017 deutlich gestiegen, doch wie es jedoch 2018 weitergeht, kann niemand vorhersagen.

Alternative Anlageklassen können helfen
Um diesem Dilemma zu entgehen, bieten sich sogenannte marktneutrale Strategien an. Deren Wertentwicklung ist von den Märkten weitestgehend losgelöst. Hedgefonds-Strategien wie zum Beispiel Long/Short Equity, Convertible (Bond) Arbitrage, Global Macro oder Übernahme-Arbitrage sind eine solche Möglichkeit. Obwohl Hedgefonds-Strategien bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts angewendet werden, sind sie deutschen Privatanlegern erst seit einigen Jahren über klassische Publikumsfonds zugänglich. Eine solche Strategie stellt der Long-Short-Ansatz dar.

Long-Short-Strategie

Wie funktioniert Long/Short?
Anders als der Name suggeriert, ist die Funktionsweise vergleichsweise einfach. Im Gegensatz zu einem klassischen Aktieninvestment setzt diese Strategie sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse. Der Manager einer solchen Strategie kauft eine unterbewertete Aktie (Long-Position) und verkauft im Gegenzug eine überbewertete Aktie (Short-Position). Die Vorteile liegen auf der Hand. Selbst wenn die Kurse beider Aktien verlieren, steht im  Ergebnis ein positiver Ertrag – zumindest solange wie sich die Long-Position besser entwickelt als die Short-Position. Entspricht der Umfang der Long-Position dem Umfang der Short-Position, so spricht man von einem Pair Trade. Ein Long Bias (Short Bias) liegt vor, wenn ein Positionsübergewicht der Long-Position (Short Position) vorliegt. Damit ist theoretisch in jeder Marktsituation ein positiver Ertrag möglich.

Ob eine Long-Short-Strategie aber tatsächlich zum Erfolg führt, ist abhängig von der Fähigkeit des Managements, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen:

  • Long- und Short-Position richtig: Es wird ein positiver Ertrag erzielt
  • Long-Position richtig, Short-Position falsch: Beide Positionen heben sich gegenseitig auf, Ergebnis ist weitestgehend neutral
  • Long-Position falsch, Short-Position richtig: Beide Positionen heben sich gegenseitig auf, Ergebnis ist weitestgehend neutral
  • Long- und Short-Position falsch: Anleger erleidet massive Verluste

Zusammenfassend kann man sagen, dass in Zeiten gegebener Unsicherheiten Anleger gut daran tun, ihr Portfolio zumindest teilweise gegen starke Schwankungen zu schützen. Die Long-Short-Strategie liefert hierfür einen interessanten Baustein, da mit ihr eine marktunabhängige Rendite möglich ist. Dadurch kann eine Risikoreduktion  erreicht werden bei gleichzeitiger Erzielung einer positiven Rendite. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Manager einer solchen Strategie bei der Auswahl der Long- und Short-Position richtig liegt.

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Geldanlagen im 4. Quartal 2017 – Feuerwerk an den Börsen

Kursschwankungen

Im vierten Quartal hatten Anleger wie auch in den vergangenen zwölf Monaten Grund zur Freude, denn die Aktienmärkte legten mehr als deutlich zu und bescherten ihnen hohe Gewinne. Doch das Beste daran: Auslöser für diese Entwicklung waren gute Konjunktur- und Unternehmensdaten. Politische Risiken hingegen waren für die Börsen kein Hindernis.

Deutschland: Konjunkturerwartungen legen deutlich zu
Das vierte Quartal konnte fortsetzen, was sich bereits das ganze Jahr über gezeigt hatte: Weltweit stiegen die Kurse. So legte der DAX um rund 1 Prozent zu, der Dow Jones deutlich um rund 10 Prozent und auch Schwellenländerindizes konnten überzeugen. Eines stach dabei besonders hervor: Das weltweit synchrone Wachstum. Nur selten hat es dies vorher gegeben. Dafür gibt es gute Gründe. Sowohl in den Industrie- wie auch in den Schwellenländern waren die Wirtschaftsdaten insgesamt sehr positiv. China blieb auf dem Wachstumspfad und ist nach wie vor wichtiges Zugpferd. Für die Eurozone korrigierte die OECD ebenfalls mehrfach die Wachstumsprognosen nach oben. Mit Auswirkungen für Deutschland: Die gute Entwicklung im wichtigsten Absatzmarkt beflügelte die heimischen Unternehmen und sorgte hier für sehr gute Ergebnisse, die sich auch durch politische Unruhen nicht beeinflussen ließen. Ob Brexit oder Nordkorea: Nichts davon machte die Börsen nachhaltig nervös.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Ausgewählte Märkte im Überblick

Small Caps waren herausragend
Herausragend war die Entwicklung der Small Caps. Aufgrund guter Unternehmenszahlen gab es eine deutliche Kursentwicklung. Dem kam zugute, dass deutsche Mittelständler grundsätzlich äußerst gut aufgestellt sind und international nicht selten deutliche Wettbewerbsvorteile haben. Aber auch andere Small Cap Indizes, wie beispielsweise der US-amerikanische Russell 2000, entwickelten sich positiv.

Keine Blase trotz hoher Kurse
Befürchtungen, der starke Zuwachs könnte eine Blasenbildung hervorrufen, bestätigten sich nicht. Im Gegenteil: Die hohen Kurse sind gestützt durch fundamentale Unternehmensdaten. Auch in den USA lieferten in 2017 die konjunkturellen Daten und die Unternehmensbewertungen die notwendige Voraussetzung für das Börsenwachstum. Ob dies angesichts der Aktienhöchststände weiter anhalten wird, bleibt abzuwarten. Immerhin hat US-Präsident Donald Trump mit seiner unternehmerfreundlichen Politik die Weichen dafür gestellt. Die von ihm versprochene und umgesetzte Steuerreform dürfte sich mittelfristig positiv auf die Unternehmensgewinne niederschlagen.

Auch Rohstoffe positiv
Auch Rohstoffe lieferten 2017 positive Ergebnisse. Beim Erdöl beispielsweise legten die Kurse über das ganze Jahr betrachtet deutlich zu. Trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen konnte sich der Preis bei über 60 US-Dollar zum Jahresende stabilisieren. Bemühungen der OPEC –Staaten sowie der abfallende Angebotsüberhang waren die Hauptgründe dafür.

Erdöl Preisentwicklung (Brent, in USD)

Zentralbanken erfüllen Erwartungen
Die amerikanische FED ist in ihrer Einschätzung äußerst positiv und war somit ein weiterer Faktor für die positive Börsenentwicklung. Es ist durchaus bemerkenswert, wie sie es geschafft hat, die Zinswende geräuscharm über die Bühne zu bringen. Janet Yellen hat lehrbuchmäßig gezeigt, wie dies gelingen kann. Mehr noch: In ihrer Begründung sprach sie immer wieder die sehr guten Konjunkturdaten und die ebenso guten Aussichten an – sehr zur Freude der Börsianer. Die EZB hingegen zeigt sich fest entschlossen, von ihrer Nullzinspolitik zunächst nicht abzurücken. Erwartungsgemäß blieb der Hauptzins unangerührt. Auch wenn Mario Draghi das Anleihenprogramm sukzessive zurückfahren möchte, scheint sicher: Mit ihm wird es auch 2018 keinen Zinsschritt geben. Die EZB hat ganz klar signalisiert, dass 2,5 Prozent Wachstum p.a. und Inflation leicht über 1 Prozent nicht ausreichen, um Zinserhöhungen auch nur in Erwägung zu ziehen. Vereinfacht zusammengefasst: Die beiden Zentralbanken taten das, was die Märkte von Ihnen erwartet hatten.

Ausblick für das Jahr 2018
Wohin steuert das Jahr 2018? Wird die Dynamik der Märkte weiter anhalten? Auf der fundamentalen Bewertungsseite spricht im Moment nichts für eine Blase, so dass positive Erwartungen an das neue Jahr durchaus angebracht sind. Die FED wird die gute konjunkturelle Lage nutzen, um ihren expansiven Zinspfad weiter aufrecht zu erhalten. Bei der EZB ist eine Zinswende hingegen auch 2018 nicht zu erwarten. Sie wird zwar ihr Anleihenprogramm herunterfahren, den Leitzins jedoch voraussichtlich erst 2019 in den Fokus rücken. Das könnte dann Druck auf die Anleihenmärkte ausüben, die ohnehin schon stark gelitten haben.

Eine Ausnahme bilden hier Schwellenländeranleihen, die in näherer Zukunft ihre Attraktivität behalten dürften. Trotz guter Aussichten wird das Jahr 2018 auch Herausforderungen bringen. Politische Risiken wie der Nordkorea-Konflikt oder die anstehenden Wahlen in Italien, konjunkturelle Risiken oder die realökonomische Auswirkungen der expansiven Geldpolitik – all das gilt es im neuen Jahr zu meistern. Das dies gelingen kann, ist sehr realistisch. Beispielhaft zeigte sich bereits beim „Brexit“, dass sich Börsen durchaus von politischen Ereignissen abkoppeln können. Bei diesem Thema kann im Übrigen 2018 eine Lösung erwartet werden.

Fazit:
Die robuste weltweite Konjunktur lässt in Verbindung mit relativ niedrigen Zinsen Aktien weiterhin attraktiv erscheinen.

Quartalsbericht Q4 2017

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Fondsidee des Monats Dezember 2017

Anlageideen

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten ist nach wie vor sehr schwankend und wer als Anleger bereits sehr gute Aktiengewinne erzielt hat, sollte nach einer Absicherungsmöglichkeit suchen. Eine solche Möglichkeit möchte ich nachfolgend etwas näher vorstellen. Es geht um die Bündelung vieler Strategien in einem Investmentfonds mit dem Ziel: Absolute Renditen.

Es handelt sich dabei um den Global Absolute Return Strategies (GARS) von Fondsgesellschaft Standard Life Investments und er soll ähnliche Renditen erwirtschaften, wie sie in der Vergangenheit traditionelle Aktieninvestments brachten, dabei jedoch ein deutlich geringeres Risiko eingehen.

Konkret verfolgt das Fondsmanagement von GARS das Ziel, über jeden beliebigen Drei-Jahres-Zeitraum um fünf Prozent pro Jahr über der Geldmarkt-Benchmark Euribor zu liegen und gleichzeitig einen Volatilitätskorridor von vier bis acht Prozent nicht zu überschreiten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Fondsmanagement 25 bis 30 voneinander unabhängige Strategien in den unterschiedlichsten Assetklassen parallel ein. Dazu gehören sowohl traditionelle als auch alternative Investments.

Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Strategien untereinander wenig korreliert sind. Denn dadurch sinkt das Risiko für das Gesamtportfolio. Bei der Zusammenstellung des Portfolios spielt also das Risikomanagement eine ganz entscheidende Rolle. Von den Spezialisten der einzelnen Anlageklassen und der volkswirtschaftlichen Strategieabteilung kommen viele gute Investmentideen, aber nicht alle finden den Weg in das Portfolio. Die Kombination von Risiko und Ertrag muss stimmen. Es ist wichtig, dass es sich um unterschiedliche Risikoquellen handelt: Auch beim Risiko setzt Standard Life Investments also gewissermaßen auf Streuung.

Die Wertentwicklung des Global Absolute Return Strategies (GARS) Fonds der letzten sieben Jahre zeigt die folgende Grafik:

Global Absolute Return Strategies (GARS)

Mit GARS liefert Standard Life Investments ein herausragendes Konzept, das auch unter schwierigsten Marktbedingungen seine Qualität bereits unter Beweis gestellt hat. Um seine Ziele zu erreichen, bemüht sich GARS um eine echte Diversifizierung durch die aktive Allokation in eine breite Auswahl an Engagements in Anlageklassen. So kann GARS neben traditionellen Anlagen in Aktien, festverzinslichen Anlagen und Immobilien auch durch Devisen, Zinsen und Volatilität Rendite erzielen. Moderne Absolute-Return-Strategien wie GARS bieten eine interessante Lösung, das Risiko der Kapitalanlage zu minimieren. Über eine breite Diversifikation von Strategien und das konsequente Management der Risiken leisten sie einen deutlichen Beitrag zur Stabilisierung des Portfolios. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

 

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Anlagekommentar Dezember 2017 – Die Kapitalmärkte wieder im Bann der Politik

Anlagetipp

Für die Kapitalmärkte waren in den letzten Wochen die treibenden Kräfte auf beiden Seiten des Atlantiks von politischer Natur geprägt. In Europa war der belastete Aspekt der Abbruch der Jamaika-Koalitionsverhandlungen in Deutschland und in den USA wirkten die Hoffnungen und auch die letztendliche Verabschiedung der Steuerreform unterstützend auf die Börsen.

Überblick von der Entwicklung der Anlagemärkte
Die positiven Wirtschaftsdaten in den USA sorgten dafür, dass der S&P 500-Index den vergangenen Monat mit einem kräftigen Zuwachs von 2,8 Prozent abschlossen hat. Die Daten für die Industrieproduktion, Bauausgaben, Einzelhandelsumsätze und die Frühindikatoren fielen besser aus als erwartet. Dagegen verflachte sich jedoch die Zinsstrukturkurve merklich, da mit einer Leitzinserhöhung der FED im Dezember gerechnet wurde, welche dann auch in dem erwarteten Rahmen umgesetzt wurde. Auch die Wirtschaftsdaten in der Eurozone blieben im November stark. Die Einkaufsmanagerindizes, dass Verbrauchervertrauen, die Industrieindikatoren und der Ifo-Index markierten neue Mehrjahreshöchststände. Auch die Erklärung des EZB-Präsidenten Mario Draghi zeigte eine Wirkung, dass eine Normalisierung der Geldpolitik nicht zu erwarten sei, solange die Inflation nicht nachhaltig auf die 2 Prozentmarke ansteige. Die europäischen Aktienindizes verbuchten dennoch deutliche Verluste. So gab der  STOXX Europe 600-Index 2,2 Prozent nach und der deutsche Aktienindex DAX wertete um 1,6 Prozent ab. Hierbei drückte vor allem der starke Euro die Kurse, wobei die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar 2,2 Prozent und zum japanischen Yen 1,2 Prozent auf wertete. Der schwedische Index OMX verlor aus Sorge vor einer Überhitzung des Häusermarktes überproportional um 3,7 Prozent. Auch der der Shanghai Stock Exchange Composite Index SSE gab um 2,2 Prozent nach. Die Kurse wurden belastet, durch die enttäuschenden Fundamentaldaten und die Bereitschaft der chinesischen Regierung, kurzfristig Wachstum zu opfern, um die ausufernde Kreditvergabe zu bremsen.

DAX Entwicklung

Die US-Steuerreform beherrscht die Schlagzeilen
Für Erleichterung an den Märkten sorgte die Nominierung von Jerome Powell als nächster Vorsitzender der US-Notenbank FED, denn der 64jährige steht für eine Kontinuität in der Geldpolitik und einer entschärften Bankenregulierung. Im Fokus stand jedoch die geplante und auch verabschiedete US-Steuerreform, denn sie sorgt für eine Senkung der Unternehmenssteuern auf 21 Prozent, eine Entlastung der meisten Bürger zumindest in den kommenden zehn Jahren, wobei Bezieher höherer Einkommen mehr sparen und die Abschaffung der Strafsteuer für US-Bürger ohne Krankenversicherung. Dies bedeutet allerdings auch eine Ausweitung des Staatsdefizits um 150 Mrd. US-Dollar jährlich. In der Bevölkerung kommt die Steuerreform jedoch nicht gut an, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Danach lehnen 55 Prozent das Reformwerk ab, nur 33 Prozent befürworten die Steuerreform.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Im Jahr 2018 sollte das Wachstum der Weltwirtschaft vergleichsweise hoch bleiben, denn es wird unterstützt von günstigen monetären Rahmenbedingungen, einer fortgesetzten Zunahme der Beschäftigung und einer guten Wirtschaftsstimmung. Auch der private Konsum bleibt voraussichtlich robust. Es kann eine weitere spürbare Zunahme der Investitionen und der Industrieproduktion erwartet werden, was von steigenden Unternehmensgewinnen und einer soliden Nachfrageentwicklung gestützt wird. Unter den wichtigen Volkswirtschaften könnte lediglich China mit einer etwas schwächeren Konjunktur aufwarten, da die Politik das Kreditwachstum weiter eindämmen wird. Die Schwellenländer profitieren generell von den vorteilhaften Kreditbedingungen und vergleichsweise stabilen Rohstoffpreisen. Das wichtigste wirtschaftliche Risiko bleibt jedoch eine Überhitzung des US-Arbeitsmarktes, was zu einer beschleunigten Straffung der Geldpolitik führen würde.

Die Anlagestrategie basiert deshalb weiterhin auf einem positiven konjunkturellen Basisszenario, wobei aber auch die Risiken klar im Auge behalten werden sollten. Obwohl das Wachstum der Weltwirtschaft vergleichsweise verhalten ist, befindet es sich dennoch auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt insbesondere für den Euroraum und auch das Weltwachstum ist breit abgestützt und wird nun auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen. An den meisten Wirtschaftstrends wird sich im Jahr 2018 aus wirtschaftlicher Sicht vergleichsweise wenig ändern. Viele Anleger betrachten jedoch mit dem Eintritt in das zehnte Jahr der Markterholung nach der Großen Rezession argwöhnischer die Märkte. Ein negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im nächsten Jahr, oder ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte, sind mögliche Stolpersteine.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
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Investmentsteuerreform 2018 – Chancen durch Teilfreistellungen

Steuern und Abgaben

Anfang 2018 tritt die Reform des Investmentsteuergesetzes in Kraft. Für Anleger bedeutet dies, dass sie ihre bisherige Anlagestrategie, bzw. die aktuelle Portfoliostruktur in Bezug auf die sich neu ergebenen steuerlichen Optimierungen überprüfen sollten. Denn durch die neu eingeführte Möglichkeit der Teilfreistellung ergeben sich durch eine gezielte Fondsauswahl steuerliche Optimierungschancen.

Wegfall des Bestandsschutzes und Freibetrag
Von der Bundesregierung wurde das neue Investmentsteuergesetz bereits 2016 auf den Weg gebracht. Die Steuerbefreiung für Fondsaltbestände von getätigten Anlagen vor 2009 fällt zwar weg, jedoch gibt es für die Anleger dennoch auch Vorteile und Chancen. So genießt beispielsweise jeder Anleger bei Altbeständen vor 2009 einen Steuerfreibetrag in Höhe von 100.000 Euro. Hinzu kommt eine Besonderheit: Die Teilfreistellung. Sie stellt eine Art Kompensation für die Steuervorbelastung auf der Fondsebene dar. Teile der Ausschüttung, der Vorabpauschale und des Veräußerungsgewinnes bleiben dadurch steuerfrei.

Entwicklung der Bargeldlosen Transaktionen weltweit

Quelle der Grafik: smava

Teilkompensation der Doppelbelastung durch Teilfreistellungen
Die Höhe der Teilfreistellung ergibt sich aus der der Fondsart. Bei einem Mischfonds mit einem Mindestaktienanteil von 25 Prozent sind 15 Prozent der Erträge steuerfrei. Liegt der Aktienanteil hingegen bei 51 Prozent, steigt auch die Teilfreistellung an. Die Teilfreistellung erreicht dann einen Wert von 30 Prozent. Gegenüber einer Direktanlage in Aktien stellt dies einen deutlichen Vorteil dar. Da die steuerliche Belastung von der Fondsauswahl abhängt, ergeben sich für Anleger interessante Möglichkeiten für eine Optimierung. Sie sollten daher die Zusammensetzung ihrer aktuellen Portfolien überprüfen und unter Umständen Umschichtungen in Erwägung ziehen. Beispielsweise kann die Zusammenlegung einer Aktien‐ und Rentenposition zu einem Mischfonds mit festgelegter Mindestaktienquote von 51 Prozent einen steuerlichen Vorteil erzeugen.

Fazit:
Durch eine gezielte Fondsauswahl ergeben sich durch das neue Investmentsteuergesetz für Anleger beim Portfolio hinsichtlich der steuerlichen Komponente Optimierungsmöglichkeiten, da unterschiedliche Fondstypen eine unterschiedliche Teilfreistellung mit sich bringen. Anleger sollten daher ihre Portfolien kritisch überprüfen, mit spitzem Bleistift nachrechnen und gegebenenfalls Umschichtungen vornehmen.
Eines bleibt dabei jedoch beachten: Für die Auswahl eines Fonds bleibt als Hauptkriterium nach wie vor die Qualität!

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Fondsidee des Monats November 2017

Anlageideen

Bei Investmentfonds gibt es viele, sehr viele die Anlegern ihre Dienste anbieten. Es stellt sich jedoch die Frage, nach welchen Kriterien können die guten Fonds gefunden werden? Die gern genommenen Hitlisten reichen nicht aus. Die Lösung ist viel einfacher, als es viele Anleger sich vorstellen können. Ranglisten und Tabellen sind bei der Fondsanlage für den Profi nur von geringfügiger Bedeutung.

Doch genau sie sind es, die Anlegern immer wieder suggerieren sollen, dass der Erfolg eines Fonds allein in der Performance einer Periode zu suchen ist. Dass viele Anleger dem folgen liegt wohl an der Einfachheit, denn wer in der Rangliste oder Tabelle oben steht ist nun mal sehr gut! Doch gilt das auch für Fonds? Sind Spitzenreiter automatisch empfehlenswert? Das Problem ist einfach umschrieben: Wie ist der Fonds auf die Spitzenposition gekommen? Lief der Markt für ihn? Hat er nur Glück gehabt? Oder steckt eine kontinuierliche Leistung des Fondsmanagers dahinter? Und genau das ist der Punkt, in dem sich langfristig erfolgreiche von weniger erfolgreichen  Fondsmanagern unterscheiden. Erfolgreiche Fondsmanager zeichnen sich durch eine hohe Erfolgskontinuität aus. Ihr Ziel liegt nicht in der kurzfristigen Platzierung in irgendwelchen Ranglisten. Das erreichen sie beispielsweise durch den Fokus auf werthaltige Unternehmen. Also solche, die eine sehr gute Substanz und Aussicht auf überdurchschnittliche Ergebnisse in der Zukunft haben.

Ein solcher Fondsmanager ist Marc Siebel. Mit seinem Fonds Peacock European Best Value Fonds der Fonds Gesellschaft Peacock Capital erregt er aufgrund seiner Ergebnisse hohe Aufmerksamkeit. Sein Geheimnis ist, dass er sich auf Qualität bzw. auf solche Unternehmen fokussiert, die unterbewertet sind und stabile Dividenden liefern. Mit seinem Value-Ansatz verfolgt er eine ganzheitliche Sichtweise auf die zu investierenden Unternehmen. Trends, irgendwelche Branchen die en Vogue sind – all das findet bei Perlensucher Marc Siebel keine Berücksichtigung. Stattdessen setzt er auf qualitativ hochwertige Small und Micro Caps in Europa mit einem deutlichen Bewertungsabschlag zum Markt. Das ist logisch, denn immerhin 70% des Börsenvolumens liegen nicht in den großen Titeln sondern in kleinen, eher unbekannten Unternehmen. Der Erfolg gibt Marc Siebel Recht, denn mit seinem Ansatz managt er seit Jahren höchst erfolgreich Portfolien. Seit 2016 ist sein Ansatz nun auch als Fonds für Privatanleger zugänglich.

Die Wertentwicklung des Peacock European Best Value Fonds der letzten siebzehn Monate zeigt die folgende Grafik:

Peacock European Best Value Fonds

Ziel des Fonds ist es, Unternehmen mit einem deutlichen Bewertungsabschlag zum Markt und zum eigenen Fair Value zu erwerben (‚Value Investing‘). Der Peacock European Best Value Fonds investiert vornehmlich in europäische Nebenwerte. Die Titelselektion erfolgt auf Basis fundamentaler Bewertungskriterien, die einem quantitativen und qualitativen Filterprozess unterliegen. Eine starke und nachhaltige Wettbewerbsposition, ein Shareholder Value-orientiertes Management sowie ein hohes Free Cash Flow-Potential sind von besonderer Bedeutung. Die Erträge des Fonds werden ausgeschüttet. Dieser Fonds ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar November 2017 – Starke Konjunkturdaten beflügeln die Kurse

Anlagetipp

Im Oktober erlebten die Aktien- und Anleihemärkte der westlichen Welt weiter steigende Kurse. Die Grundlage dafür waren starke Konjunkturdaten aus Europa, China und den USA. Die US-Aktienindizes kletterten auf neue Rekordstände, wobei der Technologieindex Nasdaq Composite mit plus 3,6 Prozent den S&P 500 mit plus 2,2 Prozent klar übertrumpfte. Beim europäischen STOXX Europe 600 Index gab es einen Zuwachs von 1,8 Prozent , ebenfalls von guten Konjunkturdaten getragen. Besonders deutlich ging es an der Tokioter Börse aufwärts, nachdem Japans Premier Abe überraschend einen haushohen Sieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen erzielen konnte. Der Nikkei-225 stieg um 8,1 Prozent, der höchste Stand seit Anfang der 1990er Jahre verzeichnet werden.

Wo ist der Wert an den Aktienmärkten?
Der aktuelle Aufschwung der US-Konjunktur währt nun schon seit Mitte 2009, an der auch ein großer Teil der restlichen Welt hängt. Dies sind ca. 100 Monate und normal ist das nicht, denn die durchschnittliche Dauer aller Aufschwünge betrug im Durchschnitt seit 1954 ca. 64 Monate. Dabei ist auffällig, dass das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) sowie die Inflationsraten hinter der durchschnittlichen Entwicklung zurück blieben. Ein Teil der Erklärung dürfte die niedrige Produktivitätsentwicklung sein.
Der Aktienmarkt hat in der gleichen Zeit über den gesamten Zeitraum überdurchschnittlich zugelegt. Dadurch ist beispielsweise auch das Netto-Vermögen der Haushalte um ca. 9 Prozent pro Jahr angewachsen. Die Weltwirtschaft weist zwar aktuell eine nachlassende Kursbewegung auf, ist aber trotzdem noch auf einem zwar niedrigerem, dennoch soliden Wachstumskurs. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollte sich eine langsame Normalisierung bei der Geldpolitik und den Inflationsraten einspielen.

DAX Entwicklung

Anleihenrendite versus Dividendenrendite
Aufgrund eines stabilen Wachstumsausblicks und der Erwartung eines lediglich geringen Inflationsanstiegs, bleibt der Aufwärtsdruck auf die Anleihen-Renditen in den USA gering. Und dies trotz des Abbaus der Notenbankbilanz und weiterer Fed-Zinserhöhungen. Umgekehrt dazu sind die Anleihen-Renditen in Deutschland weiterhin sehr niedrig. Im Gegensatz dazu bleiben die Dividendenrenditen auf den Aktienmärkten weiterhin attraktiv. Dies ist am deutlichsten in Europa zu sehen, insbesondere wenn man die Dividenden mit den enorm tiefen Renditen von Anleihen vergleicht. Bei den Unternehmen in den USA ist zu berücksichtigen, dass fast ebenso viel für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben wird, wie für die Dividendenzahlungen. Als Anleger sollte man darauf achten, dass die Dividenden langfristig etwa die Hälfte des Gesamtertrages von Aktien ausmachen.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit dem weiterhin weltweit besten Wirtschaftswachstum seit Jahren und den positiven Ergebnissen bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Obwohl das globale Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2017 das höchste seit 2010 war, dürfte sich das Wachstum der Unternehmensgewinne im zweiten Halbjahr verlangsamen.
Die fundamentalen Rahmenbedingungen bleiben dennoch gut, um auch weiterhin übergewichtet in Risikoanlagen zu bleiben. Während die Erstarkung des Euro die Börsen in Europa unlängst etwas belastet hat, kann dies jedoch als vorübergehendes Phänomen in einem ansonsten intakten Umfeld angesehen werden. Die Bewertungen der wichtigsten Aktienmärkte liegen zweifellos über den langfristigen Mittelwerten und auch die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen befinden sich in einem historischer Tief. Zudem sind die impliziten Aktienvolatilitäten tief. Aus empirischen Analysen kann man allerdings erkennen, dass die aktuellen Aktienbewertungen und tiefen Volatilitäten weitgehend im Einklang mit dem insgesamt guten fundamentalen Daten stehen und damit keinesfalls zwingend Hinweise auf Übertreibungen darstellen.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten sich die Schwellenländermärkte in 2016 und 2017 erholen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Geldanlagen im 3. Quartal 2017 – Krisenfeste Aktienmärkte

Kursschwankungen

Die Ergebnisse der Bundestagswahl sorgen für Stabilität und Beruhigung an den Märkten. Auch die äußerst positiven Konjunkturaussichten spielen den Börsen zu. Der Dow Jones erreicht sogar ein neues Allzeithoch.

Deutschland: Konjunkturerwartungen legen deutlich zu
Trotz zwischenzeitlicher Verluste haben sich die Aktienmärkte im dritten Quartal 2017 positiv entwickelt. Mit rund 4% konnte der DAX Anlegern ein erfreuliches Ergebnis liefern. Ein Grund liegt in den Ergebnissen der Bundestagswahl, die Stabilität und Kontinuität versprechen. Der zweite Grund liegt in den positiven Konjunkturerwartungen. Die OECD setzte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 2,2% für 2017 hoch. Damit liegt Deutschland über der Prognose für die Eurozone. Aber auch für diese ist die OECD optimistisch: Erwartet wird ein Anstieg in Höhe von 2,1% in diesem Jahr. Für Deutschland ist das eine erfreuliche Nachricht, denn die Eurozone ist der wichtigste Absatzmarkt für die deutsche Wirtschaft. Und auch das Münchener ifo-Institut erwartet ein stabiles Wachstum. Es begründet dies insbesondere mit anziehendem Konsum und Investitionen in den Krisenländern, die endlich Früchte tragen. Der Export zeigt sich grundsätzlich als Motor der deutschen Wirtschaft. Weltweit steigt die Nachfrage nach deutschen Maschinen, Autos und Ausrüstungsgegenständen. Vor diesem Hintergrund ist die Prognose der OECD für das globale Wachstum mit 3,5% äußerst positiv zu werten.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Ausgewählte Märkte im Überblick

USA: Dow Jones mit Allzeithoch
Jenseits des Ozeans erringen die Aktienmärkte neue Allzeithochs. Das überrascht nicht, denn die Konjunkturdaten der USA sind weiterhin positiv. So haben die Hurrikans Harvey und Irma nur kurzfristig negative Auswirkungen gezeigt, den mittelfristigen Wachstumstrend haben sie nicht negativ beeinflusst. Und auch die geopolitischen Risiken, wie etwa Nordkoreas Atomprogramm, haben die Börsen nicht signifikant tangiert. Die guten Konjunkturaussichten dürften die Fed in ihren Absichten bestärken, sowohl weitere Zinsschritte mittelfristig ins Auge zu fassen als auch ihre Bilanzen abzubauen. Das Wirtschaftswachstum lag im zweiten Quartal – das ist der aktuellste Datenstand – bei rund 3% (ann.).

Rohstoffe: Erdöl gestiegen
Eine ebenfalls deutlich positive Entwicklung zeigt das Erdöl. An den Märkten liegt der Preis mittlerweile bei 57,47 USD. Die Gründe liegen hauptsächlich in der – wenn auch nur leicht – gestiegenen Nachfrage und dem schwachen US-Dollar. Geopolitische Risiken, zu denen auch die kurdische Unabhängigkeitsbewegung und die damit verbundenen türkischen Drohungen gehören, waren nur ein peripherer Faktor. Beim Gold hingegen waren geopolitische Risiken die entscheidenden Faktoren für den Anstieg im dritten Quartal. Allerdings war dieser nur von kurzer Dauer.

DAX Entwicklung von 2012 bis 2017

Schwellenländer auf der Überholspur
Der schwache US-Dollar und steigende Rohstoffpreise verhalfen den Schwellenländern im dritten Quartal zu einem positiven Gesamtbild. Durch die Schwäche des US-Dollars konnte beispielsweise die Bedienung von Fremdwährungsschulden erleichtert und die Liquidität im heimischen Finanzsystem verbessert werden. Laut IWF dürfte das Wachstum in 2017 mit 4,6% über den Erwartungen ausfallen. Das haben die Börsen honoriert.

Schwellenmärkte wirtschaftlich stabil
Schwellenländer nehmen an Wichtigkeit in der Weltwirtschaft immer weiter zu. Betrug ihr Anteil am globalen BIP im Jahr 1990 rund ein Drittel, so lag die Quote nach Angaben des IWF vergangenes Jahr bereits bei 60%. Aktuell zeigt der MSCI Emerging Markets mit +12,6% (12 Monate) eine deutlich positive Entwicklung. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Da sind die hohen Liquiditätsreserven, die es den Emerging Markets erlaubt haben, ihre eigenen Währungen zu stabilisieren und Kapitalabflüssen entgegenzuwirken. Hinzu kommt, dass viele Länder ihre Leistungsbilanzen in jüngerer Zeit ausgeglichener gestalten konnten. Das gelang ihnen durch teilweise schwache Heimatwährungen. Dank der niedrigen Energiepreise konnten zumindest Erdöl importierende Länder Vorteile einfahren. Zwischen den einzelnen Ländern gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Indien beispielsweise führt im beeindruckenden Tempo Reformen durch. Andere asiatische Länder wie Südkorea oder Taiwan verfügen bereits über eine entwickelte Hightech-Industrie und könnten in Zukunft noch mehr von der voranschreitenden Digitalisierung in den Industrienationen profitieren. Für Anleger stellt diese Anlageklasse auch in Zukunft einen entscheidenden Faktor dar.

Fazit:
Mit neuen Rekordmarken hat die US-Börse den Weg aufgezeigt. Und sie hat auch gezeigt, dass politische Risiken nicht überbewertet werden dürfen. Entsprechend haben die Börsen im dritten Quartal trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen positiv abgeschlossen. Auch die Wiederwahl Merkels sorgt für Entspannung und Kontinuität. Gute Konjunkturaussichten sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland und die USA runden das positive Bild ab.

Quartalsbericht Q3 2017

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