Fondsidee des Monats November 2017

Anlageideen

Bei Investmentfonds gibt es viele, sehr viele die Anlegern ihre Dienste anbieten. Es stellt sich jedoch die Frage, nach welchen Kriterien können die guten Fonds gefunden werden? Die gern genommenen Hitlisten reichen nicht aus. Die Lösung ist viel einfacher, als es viele Anleger sich vorstellen können. Ranglisten und Tabellen sind bei der Fondsanlage für den Profi nur von geringfügiger Bedeutung.

Doch genau sie sind es, die Anlegern immer wieder suggerieren sollen, dass der Erfolg eines Fonds allein in der Performance einer Periode zu suchen ist. Dass viele Anleger dem folgen liegt wohl an der Einfachheit, denn wer in der Rangliste oder Tabelle oben steht ist nun mal sehr gut! Doch gilt das auch für Fonds? Sind Spitzenreiter automatisch empfehlenswert? Das Problem ist einfach umschrieben: Wie ist der Fonds auf die Spitzenposition gekommen? Lief der Markt für ihn? Hat er nur Glück gehabt? Oder steckt eine kontinuierliche Leistung des Fondsmanagers dahinter? Und genau das ist der Punkt, in dem sich langfristig erfolgreiche von weniger erfolgreichen  Fondsmanagern unterscheiden. Erfolgreiche Fondsmanager zeichnen sich durch eine hohe Erfolgskontinuität aus. Ihr Ziel liegt nicht in der kurzfristigen Platzierung in irgendwelchen Ranglisten. Das erreichen sie beispielsweise durch den Fokus auf werthaltige Unternehmen. Also solche, die eine sehr gute Substanz und Aussicht auf überdurchschnittliche Ergebnisse in der Zukunft haben.

Ein solcher Fondsmanager ist Marc Siebel. Mit seinem Fonds Peacock European Best Value Fonds der Fonds Gesellschaft Peacock Capital erregt er aufgrund seiner Ergebnisse hohe Aufmerksamkeit. Sein Geheimnis ist, dass er sich auf Qualität bzw. auf solche Unternehmen fokussiert, die unterbewertet sind und stabile Dividenden liefern. Mit seinem Value-Ansatz verfolgt er eine ganzheitliche Sichtweise auf die zu investierenden Unternehmen. Trends, irgendwelche Branchen die en Vogue sind – all das findet bei Perlensucher Marc Siebel keine Berücksichtigung. Stattdessen setzt er auf qualitativ hochwertige Small und Micro Caps in Europa mit einem deutlichen Bewertungsabschlag zum Markt. Das ist logisch, denn immerhin 70% des Börsenvolumens liegen nicht in den großen Titeln sondern in kleinen, eher unbekannten Unternehmen. Der Erfolg gibt Marc Siebel Recht, denn mit seinem Ansatz managt er seit Jahren höchst erfolgreich Portfolien. Seit 2016 ist sein Ansatz nun auch als Fonds für Privatanleger zugänglich.

Die Wertentwicklung des Peacock European Best Value Fonds der letzten siebzehn Monate zeigt die folgende Grafik:

Peacock European Best Value Fonds

Ziel des Fonds ist es, Unternehmen mit einem deutlichen Bewertungsabschlag zum Markt und zum eigenen Fair Value zu erwerben (‚Value Investing‘). Der Peacock European Best Value Fonds investiert vornehmlich in europäische Nebenwerte. Die Titelselektion erfolgt auf Basis fundamentaler Bewertungskriterien, die einem quantitativen und qualitativen Filterprozess unterliegen. Eine starke und nachhaltige Wettbewerbsposition, ein Shareholder Value-orientiertes Management sowie ein hohes Free Cash Flow-Potential sind von besonderer Bedeutung. Die Erträge des Fonds werden ausgeschüttet. Dieser Fonds ist unter Umständen für Anleger nicht geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar November 2017 – Starke Konjunkturdaten beflügeln die Kurse

Anlagetipp

Im Oktober erlebten die Aktien- und Anleihemärkte der westlichen Welt weiter steigende Kurse. Die Grundlage dafür waren starke Konjunkturdaten aus Europa, China und den USA. Die US-Aktienindizes kletterten auf neue Rekordstände, wobei der Technologieindex Nasdaq Composite mit plus 3,6 Prozent den S&P 500 mit plus 2,2 Prozent klar übertrumpfte. Beim europäischen STOXX Europe 600 Index gab es einen Zuwachs von 1,8 Prozent , ebenfalls von guten Konjunkturdaten getragen. Besonders deutlich ging es an der Tokioter Börse aufwärts, nachdem Japans Premier Abe überraschend einen haushohen Sieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen erzielen konnte. Der Nikkei-225 stieg um 8,1 Prozent, der höchste Stand seit Anfang der 1990er Jahre verzeichnet werden.

Wo ist der Wert an den Aktienmärkten?
Der aktuelle Aufschwung der US-Konjunktur währt nun schon seit Mitte 2009, an der auch ein großer Teil der restlichen Welt hängt. Dies sind ca. 100 Monate und normal ist das nicht, denn die durchschnittliche Dauer aller Aufschwünge betrug im Durchschnitt seit 1954 ca. 64 Monate. Dabei ist auffällig, dass das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) sowie die Inflationsraten hinter der durchschnittlichen Entwicklung zurück blieben. Ein Teil der Erklärung dürfte die niedrige Produktivitätsentwicklung sein.
Der Aktienmarkt hat in der gleichen Zeit über den gesamten Zeitraum überdurchschnittlich zugelegt. Dadurch ist beispielsweise auch das Netto-Vermögen der Haushalte um ca. 9 Prozent pro Jahr angewachsen. Die Weltwirtschaft weist zwar aktuell eine nachlassende Kursbewegung auf, ist aber trotzdem noch auf einem zwar niedrigerem, dennoch soliden Wachstumskurs. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollte sich eine langsame Normalisierung bei der Geldpolitik und den Inflationsraten einspielen.

DAX Entwicklung

Anleihenrendite versus Dividendenrendite
Aufgrund eines stabilen Wachstumsausblicks und der Erwartung eines lediglich geringen Inflationsanstiegs, bleibt der Aufwärtsdruck auf die Anleihen-Renditen in den USA gering. Und dies trotz des Abbaus der Notenbankbilanz und weiterer Fed-Zinserhöhungen. Umgekehrt dazu sind die Anleihen-Renditen in Deutschland weiterhin sehr niedrig. Im Gegensatz dazu bleiben die Dividendenrenditen auf den Aktienmärkten weiterhin attraktiv. Dies ist am deutlichsten in Europa zu sehen, insbesondere wenn man die Dividenden mit den enorm tiefen Renditen von Anleihen vergleicht. Bei den Unternehmen in den USA ist zu berücksichtigen, dass fast ebenso viel für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben wird, wie für die Dividendenzahlungen. Als Anleger sollte man darauf achten, dass die Dividenden langfristig etwa die Hälfte des Gesamtertrages von Aktien ausmachen.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit dem weiterhin weltweit besten Wirtschaftswachstum seit Jahren und den positiven Ergebnissen bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Obwohl das globale Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2017 das höchste seit 2010 war, dürfte sich das Wachstum der Unternehmensgewinne im zweiten Halbjahr verlangsamen.
Die fundamentalen Rahmenbedingungen bleiben dennoch gut, um auch weiterhin übergewichtet in Risikoanlagen zu bleiben. Während die Erstarkung des Euro die Börsen in Europa unlängst etwas belastet hat, kann dies jedoch als vorübergehendes Phänomen in einem ansonsten intakten Umfeld angesehen werden. Die Bewertungen der wichtigsten Aktienmärkte liegen zweifellos über den langfristigen Mittelwerten und auch die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen befinden sich in einem historischer Tief. Zudem sind die impliziten Aktienvolatilitäten tief. Aus empirischen Analysen kann man allerdings erkennen, dass die aktuellen Aktienbewertungen und tiefen Volatilitäten weitgehend im Einklang mit dem insgesamt guten fundamentalen Daten stehen und damit keinesfalls zwingend Hinweise auf Übertreibungen darstellen.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten sich die Schwellenländermärkte in 2016 und 2017 erholen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Geldanlagen im 3. Quartal 2017 – Krisenfeste Aktienmärkte

Kursschwankungen

Die Ergebnisse der Bundestagswahl sorgen für Stabilität und Beruhigung an den Märkten. Auch die äußerst positiven Konjunkturaussichten spielen den Börsen zu. Der Dow Jones erreicht sogar ein neues Allzeithoch.

Deutschland: Konjunkturerwartungen legen deutlich zu
Trotz zwischenzeitlicher Verluste haben sich die Aktienmärkte im dritten Quartal 2017 positiv entwickelt. Mit rund 4% konnte der DAX Anlegern ein erfreuliches Ergebnis liefern. Ein Grund liegt in den Ergebnissen der Bundestagswahl, die Stabilität und Kontinuität versprechen. Der zweite Grund liegt in den positiven Konjunkturerwartungen. Die OECD setzte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 2,2% für 2017 hoch. Damit liegt Deutschland über der Prognose für die Eurozone. Aber auch für diese ist die OECD optimistisch: Erwartet wird ein Anstieg in Höhe von 2,1% in diesem Jahr. Für Deutschland ist das eine erfreuliche Nachricht, denn die Eurozone ist der wichtigste Absatzmarkt für die deutsche Wirtschaft. Und auch das Münchener ifo-Institut erwartet ein stabiles Wachstum. Es begründet dies insbesondere mit anziehendem Konsum und Investitionen in den Krisenländern, die endlich Früchte tragen. Der Export zeigt sich grundsätzlich als Motor der deutschen Wirtschaft. Weltweit steigt die Nachfrage nach deutschen Maschinen, Autos und Ausrüstungsgegenständen. Vor diesem Hintergrund ist die Prognose der OECD für das globale Wachstum mit 3,5% äußerst positiv zu werten.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Ausgewählte Märkte im Überblick

USA: Dow Jones mit Allzeithoch
Jenseits des Ozeans erringen die Aktienmärkte neue Allzeithochs. Das überrascht nicht, denn die Konjunkturdaten der USA sind weiterhin positiv. So haben die Hurrikans Harvey und Irma nur kurzfristig negative Auswirkungen gezeigt, den mittelfristigen Wachstumstrend haben sie nicht negativ beeinflusst. Und auch die geopolitischen Risiken, wie etwa Nordkoreas Atomprogramm, haben die Börsen nicht signifikant tangiert. Die guten Konjunkturaussichten dürften die Fed in ihren Absichten bestärken, sowohl weitere Zinsschritte mittelfristig ins Auge zu fassen als auch ihre Bilanzen abzubauen. Das Wirtschaftswachstum lag im zweiten Quartal – das ist der aktuellste Datenstand – bei rund 3% (ann.).

Rohstoffe: Erdöl gestiegen
Eine ebenfalls deutlich positive Entwicklung zeigt das Erdöl. An den Märkten liegt der Preis mittlerweile bei 57,47 USD. Die Gründe liegen hauptsächlich in der – wenn auch nur leicht – gestiegenen Nachfrage und dem schwachen US-Dollar. Geopolitische Risiken, zu denen auch die kurdische Unabhängigkeitsbewegung und die damit verbundenen türkischen Drohungen gehören, waren nur ein peripherer Faktor. Beim Gold hingegen waren geopolitische Risiken die entscheidenden Faktoren für den Anstieg im dritten Quartal. Allerdings war dieser nur von kurzer Dauer.

DAX Entwicklung von 2012 bis 2017

Schwellenländer auf der Überholspur
Der schwache US-Dollar und steigende Rohstoffpreise verhalfen den Schwellenländern im dritten Quartal zu einem positiven Gesamtbild. Durch die Schwäche des US-Dollars konnte beispielsweise die Bedienung von Fremdwährungsschulden erleichtert und die Liquidität im heimischen Finanzsystem verbessert werden. Laut IWF dürfte das Wachstum in 2017 mit 4,6% über den Erwartungen ausfallen. Das haben die Börsen honoriert.

Schwellenmärkte wirtschaftlich stabil
Schwellenländer nehmen an Wichtigkeit in der Weltwirtschaft immer weiter zu. Betrug ihr Anteil am globalen BIP im Jahr 1990 rund ein Drittel, so lag die Quote nach Angaben des IWF vergangenes Jahr bereits bei 60%. Aktuell zeigt der MSCI Emerging Markets mit +12,6% (12 Monate) eine deutlich positive Entwicklung. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Da sind die hohen Liquiditätsreserven, die es den Emerging Markets erlaubt haben, ihre eigenen Währungen zu stabilisieren und Kapitalabflüssen entgegenzuwirken. Hinzu kommt, dass viele Länder ihre Leistungsbilanzen in jüngerer Zeit ausgeglichener gestalten konnten. Das gelang ihnen durch teilweise schwache Heimatwährungen. Dank der niedrigen Energiepreise konnten zumindest Erdöl importierende Länder Vorteile einfahren. Zwischen den einzelnen Ländern gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Indien beispielsweise führt im beeindruckenden Tempo Reformen durch. Andere asiatische Länder wie Südkorea oder Taiwan verfügen bereits über eine entwickelte Hightech-Industrie und könnten in Zukunft noch mehr von der voranschreitenden Digitalisierung in den Industrienationen profitieren. Für Anleger stellt diese Anlageklasse auch in Zukunft einen entscheidenden Faktor dar.

Fazit:
Mit neuen Rekordmarken hat die US-Börse den Weg aufgezeigt. Und sie hat auch gezeigt, dass politische Risiken nicht überbewertet werden dürfen. Entsprechend haben die Börsen im dritten Quartal trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen positiv abgeschlossen. Auch die Wiederwahl Merkels sorgt für Entspannung und Kontinuität. Gute Konjunkturaussichten sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland und die USA runden das positive Bild ab.

Quartalsbericht Q3 2017

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Anlagekommentar Oktober 2017 – Aktienmärkte im schwierigsten Börsenmonat auf Erfolgskurs

Anlagetipp

Historisch betrachtet ist der September der schwierigste Börsenmonat. Doch in diesem Jahr haben die Märkte vor allem durch die starken europäischen Wirtschaftszeiten und das ereignislose EZB-Treffen sowie die Herabstufung Portugals im Rating in der Gunst der Anleger gewonnen. Mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent zeigte der DAX den größten Plus-Sprung auf. Doch auch die Hauptindizes in Frankreich und Italien steigen um über 4 Prozent. Der Spanische IBEX 35 litt hingegen unter dem Unabhängigkeitsreferendum von Katalonien und verzeichnete nur ein marginales Plus von 0,8 Prozent. Der großbritannische FTSE 100 Index verlor hingegen 0,8 Prozent. Auch beim STOXX Europe 600 mit 3,8 Prozent Plus und beim amerikanischen S&P 500 Index mit 1,9 Prozent zeichnete sich ein Aufschwung ab.

Geldpolitik normalisiert sich langsam
Nichts konnte die Kaufkraft der Anleger bremsen, weder die nordkoreanische Krise noch die Hurrikan Auswirkungen in den USA. Ebenso einflusslos blieb die angekündigte Bilanzkürzung der FED und die schwächeren Fundamentaldaten aus China. Ungewöhnlich aber wahr: Selbst die Bundestagswahl beeinflusste die Börsenwerte nicht negativ. Aktuell kauft die EZB monatlich Anleihen für 60 Milliarden Euro an. Von einer konkreten Einstellung der Anleihekäufe ist bisher noch keine Rede und doch munkeln Experten, dass sich die Käufe in 2018 im Verlauf des Jahres gen Null bewegen werden. Nicht zuletzt bleibt dazu der Wechselkurs im Fokus der Notenbänker, die eine zu frühe Straffung der monetären Begleiterscheinungen verhindern möchten. Bei der amerikanischen Notenbank FED wurde bereits am 20. September 2017 darüber gesprochen, dass es ab Oktober keine zusätzlichen Käufe von Staatsanleihen und Pfandbriefen geben wird. Auf die Finanzmärkte sollte diese Änderung keine spürbaren Auswirkungen haben.

DAX Entwicklung

Anleihen sind stark untergewichtet
Aktuell ist die Rede von einem tendenziellen Zinsanstieg. Anleihen sind untergewichtet, um eine Beeinflussung durch höhere Marktzinsen auszuschließen. Aktuell hegen einige Anleger die Sorge, dass sich die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten nach unten dividieren und vom aktuellen Wachstumskurs Abstand nehmen wird. Eine gewisse Skepsis lässt sich nicht von der Hand weisen, was sich vor allem auf den Aktienmärkten äußert. Inwieweit die Prognosen eintreten oder weiteres Wachstum vorherrscht, werden die nächsten Monate bis zum Jahresanfang 2018 zeigen.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit dem weiterhin weltweit besten Wirtschaftswachstum seit Jahren und den positiven Ergebnissen bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Das globale Wirtschaftswachstum war im zweiten Quartal 2017 das höchste seit 2010. Während die Erstarkung des Euro die Börsen in Europa unlängst etwas belastet hat, kann dies jedoch als vorübergehendes Phänomen in einem ansonsten intakten Umfeld angesehen werden. Die Bewertungen der wichtigsten Aktienmärkte liegen zweifellos über den langfristigen Mittelwerten und auch die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen befinden sich in einem historischer Tief. Zudem sind die impliziten Aktienvolatilitäten tief. Aus empirischen Analysen kann man allerdings erkennen, dass die aktuellen Aktienbewertungen und tiefen Volatilitäten weitgehend im Einklang mit dem insgesamt guten fundamentalen Daten stehen und damit keinesfalls zwingend Hinweise auf Übertreibungen darstellen.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten sich die Schwellenländermärkte in 2016 und 2017 erholen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
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Fondsidee des Monats Oktober 2017

Anlageideen

Wenn man langfristig erfolgreich investieren möchte, muss man mehrere Regeln beherzigen. Es gilt Risiken zu managen, eine vernünftige Allokation zu bilden und Opportunitäten am Markt erfolgreich auszunutzen. Und das sind auch exakt die Vorteile eines aktiven Managers gegenüber einem passiven Investment. Letzteres folgt nur einem starren Reglement, während der aktive Manager Risiken proaktiv managen kann.

Wie wichtig das ist, haben die vergangenen Jahre gezeigt. Speziell in turbulenten Marktphasen ist aktives Risikomanagement das Nonplusultra. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass langfristig der Anlageerfolg umso stärker ausgeprägt ist, je besser Fondsmanager in der Lage waren, Verluste zu vermeiden. Was in der Sache auch logisch ist. Denn wer weniger verliert, muss in Zukunft auch weniger Verlust aufholen. Ebenso wichtig ist eine grundsätzlich vernünftige Allokation. Denn auch hier beweist die Wissenschaft wie entscheidend es ist, sich beim Investment strategisch richtig zu positionieren. Dazu gehört es auch, Opportunitäten am Markt auszunutzen oder spezielle Strategien einzusetzen. Passives Investment hingegen funktioniert regelbasiert. Investiert wird prozyklisch in die gerade am besten gelaufenen Titel.

Ein Fonds der einen solchen vermögensverwaltenden Ansatz proaktiv verfolgt ist der Wachstum Global I der Fondsgesellschaft BNY Mellon. Die beiden Fondsmanager Torben Peters und Matthias Witte haben dabei eine vergleichsweise einfache Philosophie: Es soll eine mittlere einstellige Rendite jährlich erzielt werden. Ihre Strategie fußt auf mehreren Säulen. Die beiden Manager sind von Haus aus risikoavers. Durch ihren aktiven Stockpickingansatz konzentrieren sie sich nur auf qualitativ hochwertige Unternehmen, die keine starken Draw Downs erwarten lassen. Einen Fokus stellen dabei Mid und Small Caps dar. Denn Torben Peters und Matthias verfolgen mit einem Teil des Fondsvolumens eine Spezialstrategie, denn Sie setzen auf sogenannte Abfindungs- und Übernahmekandidaten, womit sie eine signifikante Überrendite erzielen können.

Die Wertentwicklung des Wachstum Global I der letzten neun Jahre zeigt die folgende Grafik:

Wachstum Global I

Hinzu kommt ihre flexible Allokation. Je nach Einschätzung der Marktentwicklung wird das Fondsvermögen zwischen Aktien und Anleihen allokiert. Dabei geht es nicht um Market Timing, denn das beherrscht kein Marktteilnehmer wirklich erfolgreich. Vielmehr geht es darum, den Gedanken einer vernünftigen Vermögensverwaltung strategisch in Erfolg umzumünzen. Ein weiterer Vorteil besteht in dem noch niedrigen Fondsvolumen von 72 Millionen Euro. Das erlaubt dem Hamburger Vermögensverwalter auch in Zukunft, mit seiner Spezialstrategie eine deutliche Überrendite zu erzielen.

Fazit:
Das Anlageziel ist ein mittel- bis langfristig hoher Ertrag. Zur Verwirklichung dieses Ziels kann in Investmentfonds investiert werden. Bei der Auswahl der Anlagewerte stehen die Aspekte Wachstum und Liquidität im Vordergrund der Überlegungen. Der Fonds kann auch Derivategeschäfte tätigen, um Vermögenspositionen abzusichern oder höhere Wertzuwächse zu erzielen. Hierzu wird der Fonds nur in solche internationalen Vermögensgegenstände (z.B. Investmentanteile) von Ausstellern bzw. Schuldnern mit guter Bonität und in Geldmarktinstrumente sowie Bankguthaben investieren, die Ertrag und/oder Wachstum erwarten lassen. Priorität hat die Substanzerhaltung, wobei kurzfristige Chancen durch aktives Management genutzt werden sollen

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Mit dem Zinseszins die Zeit für sich arbeiten lassen
Informationen zur Investmentsteuerreform 2018
Sicher ist sicher. Wirklich?

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Investmentsteuerreform 2018 – Licht im Dschungel

Steuern und Abgaben

Im letzten Jahr haben Bundestag und Bundesrat die Reform des Investmentsteuergesetzes beschlossen. Ziel der Änderung sind beispielsweise eine steuerliche Gleichbehandlung von in- und ausländischen Investmentfonds (Anpassung an EU-Recht) sowie die Verringerung des Aufwands zur Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen.

Die Neuregelungen zum 01.01.2018 in kurzer Zusammenfassung
In Zukunft kommt es sowohl auf Fonds- als auch auf Anlegerebene zur Versteuerung bei Fondsinvestments. Auf Fondsebene fallen 15% Körperschaftssteuer auf inländische Dividenden an. Bei ausländischen Fonds führt die Gesellschaft die Quellensteuer automatisch ab.

Überblick: Besteuerung aller Fondsanteile ab 2018

Auf Fondsebene

  • 15% Körperschaftssteuer auf inländische Dividenden und inländische Immobilienerträge
  • Bei ausländischen Fonds führt die Gesellschaft Quellensteuer automatisch ab. Eine Anrechnung ist für Anleger nicht möglich.

Auf Anlegerebene

  • Abgeltungssteuer: 25% auf Zinsen, Dividenden, Kursgewinne, Zuflussbesteuerung, keine Zurechnung von tatsächlichen Erträgen bei Thesaurierung
  • Bei ausschüttenden Fonds führt die Depotbank die Steuer automatisch aus der Ausschüttung ab
  • Thesaurierende Fonds: Depotbank zieht die Steuer auf die Vorabpauschale vom Verrechnungskonto des Anlegers ab
  • Depotbank zieht auf alle Kursgewinne die Abgeltungssteuer automatisch ab
  • Teilfreistellung: Bei Aktienfonds (30%) und Mischfonds (15%) werden Ausschüttung, Vorabpauschale und Kursgewinne in der Besteuerung reduziert
  • Bei Altanteilen (vor 2009) sind Kursgewinne bis 100.000,- EUR steuerfrei (via Steuererklärung)

Besteuerung auf der Anlegerebene: Wie funktioniert die Vorabpauschale?
Bei ausschüttenden Fonds zieht die Depotbank die Steuer automatisch ab. Bei thesaurierenden Fonds hingegen wird eine Vorabpauschale erhoben. Hierbei handelt es sich um eine vorgezogene, laufende Besteuerung auf Anlegerebene. Sie wird dann vorgenommen, wenn keine ausreichend hohe Ausschüttung des Fonds im vorangegangenen Kalenderjahr stattgefunden hat und ersetzt die bisherige Besteuerung der sogenannten „ausschüttungsgleichen Erträge“.

Zur Berechnung der Vorabpauschale wird der erste Rücknahmekurs mit dem festgeschriebenen Zinssatz langlaufender öffentlicher Anleihen multipliziert. Positiv für Anleger ist, dass dieser Zinssatz (aktuell 1,1% p.a.) um 30% reduziert wird.

Somit beträgt der Faktor: 0,7 x 1,1% = 0,77%
Berechnungsformel: Vorabpauschale = Erster NAV x 0,77%
Beispiel: Liegt der erste NAV bei 100,- EUR, so ergibt sich für die Vorabpauschale folgender Wert:
100 x 0,77% = 0,77 EUR

Für den Anleger ergibt sich also eine Vorabsteuer in Höhe von 0,77 EUR die sofort abgeführt wird. Das Positive: Bei der späteren Festlegung der Bemessungsgrundlage für die 25%ige Kapitalertragssteuer wird diese Pauschale um eine sogenannte Teilfreistellung reduziert (siehe unten). Bei einem Aktienfonds z.B. sinkt die für die Kapitalertragssteuer angesetzte Bemessungsgrundlage um 30%, was einer Steuererleichterung entspricht. Zu beachten ist folgendes: Die Zinsen können sich in Zukunft ändern, somit ändert sich auch der Faktor von 0,77%. Die Vorabpauschale ist auf die Wertsteigerung im Kalenderjahr begrenzt. Somit wird eine Substanzentnahme vermieden. Anleger müssen für eine ausreichend hohe Liquidität auf dem Depotgegenkonto sorgen. Denn die Vorabpauschale wird von dort gebucht und nicht aus dem Fondsvermögen. Sie wird mit späteren Versteuerungen verrechnet, so dass es zu keiner Doppelbesteuerung kommt.

investmentsteuerreform 2018

Teilfreistellungen
Um Doppelbesteuerungen zu vermeiden bzw. abzumildern, kommen Teilfreistellungen zur Anwendung. Diese betragen bei Aktienfonds beispielsweise 30% oder bei Mischfonds 15%.

Bestandsschutz
Darüber hinaus sieht die Reform vor, den Abgeltungssteuer-Bestandsschutz für Altfondsanteile (Kauf vor dem 01.01.2009) abzuschaffen. Somit werden etwaige Erlöse steuerpflichtig. Allerdings sieht der Gesetzgeber hier einen Freibetrag in Höhe von 100.000,- EUR vor. Veräußerungsgewinne bis zu dieser Höhe bleiben also weiterhin steuerfrei.

Notwendige Angaben
Insgesamt wird die steuerliche Behandlung aus Sicht der Anleger einfacher. In Zukunft benötigen sie nur noch folgende Angaben:

  • die Höhe der Ausschüttung
  • den Fondsanteilswert zu Beginn des Jahres
  • den Fondsanteilswert zum Ende des Jahres
  • die Qualifikation des Fonds als Aktien-, Misch-, Immobilien- oder sonstigen Fonds.

Die neuen Regelungen gelten für alle in Deutschland zugelassenen offenen Publikumsfonds.

Leseempfehlungen

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Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2017
Flexibilität ist für junge Sparer wichtig
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Mit dem Zinseszins die Zeit für sich arbeiten lassen

Vermögensaufbau

Schon Albert Einstein soll es gewusst haben: Der Zinseszins ist das achte Weltwunder, denn seine Effekte können gewaltig sein. Wer Vermögen aufbauen will, sollte sich dessen bewusst sein. Wie in vielen Lebenslagen gilt auch beim Sparen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, kommt am regelmäßigen Sparen nicht vorbei. Wie wichtig es ist, schon frühzeitig damit anzufangen, zeigt der sogenannte Zinseszinseffekt. Der Grundgedanke dabei ist einfach. Je früher ein Anleger mit Sparen beginnt, desto mehr holt er später raus, beispielsweise im wohlverdienten Ruhestand.

Je länger die Spardauer desto stärker die Zinseszinseffekte
Die Effekte lassen sich anhand der gegebenen Renditen an den Kapitalmärkten in den vergangenen Jahren verdeutlichen. Wer seit Anfang 1990 monatlich beispielsweise 300,00 Euro in deutsche oder internationale Aktien spart, hat bis heute, also 27 Jahre später, rund 100.000,00 Euro eingezahlt. Sein Vermögen beläuft sich gerundet allerdings auf ca. stattliche 270.000,00 Euro.

Sparplanentwicklung

Wer hingegen erst 2004, also nach der Hälfte der Zeit, mit regelmäßigem Sparen angefangen hat, hat das Nachsehen: Er hat zwar die Hälfte eingezahlt in seinen Sparplan. Sein angespartes Vermögen beträgt jedoch nicht die Hälfte, sondern gerade einmal etwas mehr als ein Viertel: ca. 85.00,00 Euro. Das liegt nicht nur an der Marktentwicklung, sondern auch am Zinseszinseffekt, der in der zweiten Variante nicht so stark ausgeprägt ist.

Sparplanentwicklung

Der Zugewinn gegen Ende des Sparplans verdeutlicht den Zinseszinseffekt: Bei der ersten Variante liegt der Zugewinn in den letzten zwölf Monaten – auch dank positiver Märkte – bei rund 40.000,00 Euro. Anleger die nur die zweite Hälfte der Sparphase mitgemacht haben, konnten innerhalb der letzten 12 Monate nur ca. 15.000,00 Euro an Einnahmen erzielen.

Wer zu spät beginnt, muss überproportional viel einzahlen
Für das langfristige Sparen, beispielsweise für das Alter, ist der Zinseszinseffekt von zentraler Bedeutung. Wer zu spät beginnt, muss überproportional viel aufwenden, um auf den gleichen Endbetrag zu kommen. Der Grund: Er muss nicht nur die verpassten Sparraten aufholen, sondern auch die bis dahin angesammelten Erträge inklusive Zinseszinsen.

Fazit:
Durch den Zinseszinseffekt kann der langfristige Sparer deutlich mehr Vermögen aufbauen. Wichtig ist dabei, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen. Denn je länger die Sparphase, desto größer die Effekte. Fonds eignen sich besonders gut für Sparpläne, da sie es Sparern erlauben, auch mit kleinen Beträgen die Chancen internationaler Märkte auszunutzen.

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Fondsidee des Monats September 2017

Anlageideen

Als Anleger kennt man das Problem, dass seit Jahren die Zinsentwicklung nur eine Richtung zeigt: Nach unten. Ob Sparbuch, Tagesgeld, Anleihen oder Festgeld – wer heute sein Geld sicher anlegen möchte, hat es schwer, auch nur eine im Ansatz attraktive Verzinsung zu erhalten. Ein Vergleich der Tageskonten verdeutlicht das Problem. Nur selten gibt es Angebote, die mit Müh und Not grob in Richtung 1% Verzinsung gehen. Schlimmer noch: Schon melden sich erste Banken, die sogar einen Negativzins erheben. Für Anleger sind das keine rosigen Aussichten, zumal die EZB von ihrer Niedrigzinspolitik so schnell nicht abrücken wird.

Doch was sind die Alternativen?
Hochzinsanleihen sind im Anleihen Bereich eine der wenigen Möglichkeiten, attraktive Rendite zu erzielen. Ihre Aufschläge gegenüber sicheren AAA-Anleihen betragen teilweise mehrere Prozentpunkte. Ein besonders interessantes Segment sind hier US-amerikanische Unternehmensanleihen. Und genau hier setzt der Allianz US Short Duration High Income Bond der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors an. Während klassische Hochzinsanlagen danach streben, irgendwelche Vergleichsindizes zu schlagen, fokussiert sich dieser Fonds mit seinen Zielen auf das Wesentliche: Die Erzielung attraktiver und stabiler Erträge bei gleichzeitigem Kapitalerhalt. Investiert wird in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit von 3,5 bis 4 Jahren, die in der Regel nur 2 bis 2,5 Jahre im Portfolio verbleiben. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Stabilität. Steigen die Zinsen, wären Anleger davon kaum betroffen.

Die Wertentwicklung des Allianz US Short Duration High Income Bond Fund
der letzten achtzehn Monate zeigt die folgende Grafik:

Allianz US Short Duration High Income Bond Fund

Fazit:
Mit dem Allianz US Short Duration High Income Bond Fund hat das Fondsmanagement unter Beweis gestellt, dass er Risiken dieses Segments nicht nur beherrscht, sondern hier auch zu den besten Managern weltweit gehört. Anstatt sich auf eine riskante Outperformancestrategie einzulassen, verfolgt das Fondsmanagement eine stabile Einkommensstrategie. Für Anleger, die Kapitalerhalt, Stabilität und attraktive laufende Einnahmen erzielen wollen, ist dieser Fonds daher ein echtes Substitut für klassische Rentenanlagen. Selbst nach Abzug von Absicherungskosten verspricht die Zielsetzung Euroanlegern eine Rendite von 2% pro Jahr. Die Historie gibt dem Fonds Recht: In den USA ist diese Anlagestrategie bereits seit 1996 erfolgreich im Einsatz – mit einer erzielten Rendite von 5% bis 6% pro Jahr in USD.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar September 2017 – Politisches Chaos im Weißen Haus belastet

Anlagetipp

Die Kapitalmärkte haben derzeit einige Belastungen zu verkraften. Insbesondere gehören dazu der wieder aufflammende Nordkoreakonflikt, die chaotischer agierende US-Regierung, ein steigendes handelspolitisches Konfliktpotenzial und der anhaltend starke Euro. Die weiterhin positive volkswirtschaftliche Lage und das gute Unternehmensumfeld wird von den politischen Sorgen überdeckt.

Viele Zweifel an geplanter Steuerreform und geopolitische Einflüsse sind aktuell erschreckend
Ob der Rücktritt von Steve Bannon, die Auflösung des Beratungsgremiums der Wirtschaft oder Kritiken und Drohungen in den Medien sowie die von Donald Trump angekündigte Grenzmauer zu Mexiko: Derzeit geht es im geopolitischen Sektor mehr als rund. Nordkorea und die USA heizen einen unaufhaltsamen Streit an, die Handelspraktiken von China sind bei Trump ins Visier geraten und ein Handelsabbruch soll erpresst werden, wenn sich China weiterhin im Handel mit Nordkorea bemühen wird. Sowohl der asiatische wie der europäische Markt haben sichtbare Spuren von den politischen Auseinandersetzungen davon getragen. Der STOXX Europe 600 sank zum Monatsende August um 1,1% und auch der DAX ging mit 0,5% Verlust aus dem Abschluss hervor. Ungewöhnlich aber wahr: Der S&P 500 Index bliebt vom „Absacker“ unberührt.

DAX Entwicklung

Asien und Europa im Wirtschaftswachstum – Unkonstante Signale aus den USA
Lenken Sie den Blick auf die Volkswirtschaft, spricht weiterhin alles für ein Investment auf dem europäischen oder asiatischen Markt. Nachhaltige Preisentwicklungen und ein hohes Wirtschaftswachstum setzen deutliche Zeichen. Anders sieht es in der US-Wirtschaft aus. Die Einzelhandelsumsätze stiegen in diesem Quartal anfänglich, doch zum Halbjahr drehte sich die Performance um und die Konsumschwäche ließ sich nicht mehr von der Hand weisen. Ersichtlich ist auch, dass der Immobilienmarkt bereits über dem Gipfel ist und aktuell nur noch mit einer Stagnierung oder einem Rückgang gerechnet werden kann. Der amerikanische Markt ist derzeit besonders volatil und daher nichts für Anleger mit dem Wunsch nach einem möglichst niedrigen Risiko.

Staatsanleihen und Gold steigen im Wert
Der schwache Dollar und die Unsicherheit auf den Finanzmärkten haben den Goldpreis gepusht. Mit einem prozentualen Anstieg von 4,1 pro Unze hat er sich nicht nur erholt, sondern einen enormen Aufschwung erlebt. Ebenso attraktiv sind derzeit Staatsanleihen einzuschätzen, wodurch sie wie Gold zum sicheren Hafen werden.

Inflation ist immer noch tief
Betrachtet man die Kerninflation (in der die schwankungsanfälligen Komponenten Lebensmittel und Energie ausgeschlossen sind), dann ist diese niedriger als im letzten Konjunkturzyklus. Dies kann man sowohl in Europa als auch in den USA sehen. Die tiefe Inflation in der Eurozone lässt sich dabei immer noch mit der hohen Arbeitslosenquote begründen. In den Vereinigten Staaten von Amerika kann ein hoher Anteil des Gesundheitssektors und von Mietausgaben zumindest teilweise erklären, warum die Inflation zurzeit nicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung im Einklang steht. Aber auch der Lohndruck durch steigender Löhne, ist in den USA verhalten.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit dem weiterhin weltweit besten Wirtschaftswachstum seit Jahren und den positiven Ergebnissen bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Während die Erstarkung des Euro die Börsen in Europa unlängst etwas belastet hat, kann dies jedoch als vorübergehendes Phänomen in einem ansonsten intakten Umfeld angesehen werden. Die Bewertungen der wichtigsten Aktienmärkte liegen zweifellos über den langfristigen Mittelwerten und auch die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen befinden sich in einem historischer Tief. Zudem sind die impliziten Aktienvolatilitäten tief. Aus empirischen Analysen kann man allerdings erkennen, dass die aktuellen Aktienbewertungen und tiefen Volatilitäten weitgehend im Einklang mit dem insgesamt guten fundamentalen Daten stehen und damit keinesfalls zwingend Hinweise auf Übertreibungen darstellen.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte sind weiterhin als Beimischung zu empfehlen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Mit Dividenden der Zinsflaute trotzen

kurswert und nennwert

In der aktuellen Niedrigzinsphase haben Anleger, die regelmäßige Einnahmen erzielen wollen, keine Freude. Um diesem Dilemma zu entkommen sind Dividendenfonds eine Alternative. Sie investieren in ertragsstarke Titel und helfen Anlegern so die Zinsdürrephase zu überstehen. Natürlich sind sie kein direkter Zinsersatz, aber sie sind doch zumindest eine gute Alternative für einen Anleger, der ohnehin in Aktienfonds investieren möchte und auch einen längeren Anlagehorizont verfolgt.

Die Deutschen gelten als Sparweltmeister
Doch hat diese Auszeichnung einen Haken: Ein Großteil des Ersparten landet auf dem Sparbuch oder in Festzinsanlagen. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist das besonders prekär da sich (Real-)Vermögen so nicht aufbauen lässt. Daher ist es kein Wunder, dass sich Dividendenfonds immer größerer Beliebtheit bei Anlegern erfreuen. Sie haben durchaus ihren Charme: Neben den üblichen Aktienmarktchancen versprechen sie auch, den Zinsdurst zu lindern. Erfolgreiche Dividendenmanager verfolgen dabei eine spezielle Strategie. Sie haben nicht nur die Dividendenrendite im Blick, denn das ist nicht ausreichend. Sie investieren in solche Unternehmen, die ihre Dividenden nachhaltig erzielen. Das ist wichtig, da nur eine nachhaltig ausgezahlte Dividende langfristig Sinn macht.

DAX-Unternehmen legen bei der Ausschüttung von Dividenden zu

Grundsätzlich sind Unternehmen mit stabilen Dividenden bekannt für ihre konstante Geschäftsentwicklung. Sie agieren nachhaltig und mit dem Ziel, ihren Aktionären dauerhaft einen Mehrwert zu bieten. Das ist ein entscheidender Vorteil dieser Fonds. Durch die regelmäßigen Dividendenzahlungen können sie etwaige Kursrückgänge zumindest teilweise abfedern. Gleichzeitig partizipieren sie in steigenden Marktphasen nicht selten vollumfänglich. Mit positiver Wirkung auf die Risikostruktur: Nachhaltige Dividendentitel sind im Vergleich zu klassischen Aktienfonds insgesamt mit weniger Schwankungen behaftet. Und sie bieten langfristig Schutz vor Geldentwertung.

Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Dividendenfonds?
Dividendenfonds ist nicht gleich Dividendenfonds. Wie bei klassischen Aktienfonds auch, unterscheiden sich die Fonds in puncto Anlagepolitik, Selektion, Ausrichtung, Manager, Erfolg usw…
Hinzu kommt die geographische Ausrichtung. Es gibt beispielsweise global anlegende Dividendenfonds und solche mit Fokus auf Europa.

Können Dividendenfonds als Zinsersatz gesehen werden?
Zinsen sind laufende Verpflichtungen eines Kreditnehmers bzw. Emittenten von Anleihen. Dividenden hingegen sind freiwillige Leistungen. Insofern gibt es einen gewaltigen Unterschied. In einer Phase extrem niedriger Zinsen, so wie sie aktuell vorherrscht, können Dividendenfonds allerdings eine interessante Möglichkeit sein, laufende Einnahmen zu generieren. Zumindest insofern dies in die Anlagestrategie des Anlegers passt oder er ohnehin ein Aktieninvestment tätigen will. Wie es weitergeht ist naturgemäß schwer zu sagen. Historisch betrachtet ist allerdings ein deutlicher Trend erkennbar. Die Dividendenausschüttungen der DAX-Unternehmen nehmen im Schnitt zu, wie folgende Graphik zeigt.

Entwicklung der Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen

Fazit:
Besonders in Zeiten niedriger Zinsen sind Dividendenfonds eine interessante Möglichkeit, neben der Partizipation an Kurssteigerungen auch regelmäßige Erträge zu erzielen. Besonders erfolgreiche Fonds setzen dabei nicht nur auf die Dividendenhöhe bzw. Rendite sondern auch auf Nachhaltigkeit. Für Anleger ist das ein entscheidender Vorteil, da sich dadurch die Risikostruktur verbessert. Allerdings ist zu beachten, dass Dividendenfonds grundsätzlich auch die üblichen Aktienrisiken mit sich bringen.

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