Mit Gold das Portfolio stabilisieren

Goldbarren

Nach Ansicht vieler Experten könnte die lang anhaltende Phase niedriger Volatilitäten an den Aktienmärkten in absehbarer Zeit zu Ende gehen. Doch wie soll man ein Portfolio gegen mögliche Schwankungen immunisieren? Eine Möglichkeit ist Gold, das bereits in der Dotcom-Blase von 2000 bis 2003 sowie in der Eurokrise 2011 Anlegerportfolien vor Verlusten schützen konnte.

Inflationsängste, Strafzölle und die ultra lockere Geldpolitik der EZB
Die Zeiten niedriger Volatilitäten könnten in absehbarer Zeit vorbei sein. So warnen bereits nicht wenige Experten vor bevorstehenden Marktkorrekturen. Möglicherweise zu hohe Aktienbewertungen in den USA, Strafzölle durch Trump und weltweit politische Unsicherheiten verstärken das momentane Krisenszenario. Hinzu kommen Inflationsängste durch die ultralockere Geldpolitik der EZB und die Sorgen um den Euro, der unter einer Zerreißprobe zwischen Norden und Süden leidet. So ist es nicht verwunderlich, dass Gold als ultimative Krisenwährung immer mehr Zuspruch bekommt.

Gold hat zudem die Eigenschaft, sich in Krisenzeiten konträr zu den klassischen Aktienmärkten zu entwickeln. „Negative Korrelation“ nennen das die Experten. Wie das genau funktioniert, lässt sich am Beispiel der Dotcom-Blase zu Beginn dieses Jahrhunderts zeigen. Während sämtliche Aktienkurse purzelten, legte Gold phasenweise sogar um über 40 Prozent zu. Genau diese Eigenschaft macht Gold für den Einsatz im Rahmen einer Portfoliooptimierung interessant.

Goldnachfrage nach Verwendungszweck

Knappheit von Gold steigt
Seit jeher dienst Gold als Wertaufbewahrungsmittel in Krisenzeiten. Das ist auch heute nicht anders. Während Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium in der Industrie eingesetzt werden, wird Gold nach wie vor als Stabilisator in Krisenzeiten gehandelt. Gold ist keine unendliche Ressource. Es wird immer schwieriger und aufwendiger Quellen zu finden, was gleichzeitig die Förderung von Gold verteuert. Hinzu kommt, dass Goldminen immer weniger Mengen an Gold fördern. Diese Entwicklung stützt den Goldpreis zusätzlich, denn das Angebot kann die Nachfrage langfristig nicht mehr ausreichend bedienen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass auch wenn die Märkte aktuell von niedrigen Volatilitäten geprägt sind, ist aufgrund gegebener Risiken eine Zunahme der Kursschwankungen an den Börsen mittelfristig nicht auszuschließen. Um diese im eigenen Portfolio zu minimieren, kann Gold einen Beitrag als Stabilisierungsfaktor leisten. Hier bieten sich Fonds an, die den Goldpreis kosteneffizient nachbilden können. Hinzu kommt: Aufgrund immer niedrigerer Realzinsen sind Alternativen rar. Auch das macht Gold als Anlage attraktiver.

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Kursschwankungen

Nach einem vielversprechenden Start zum Jahresbeginn, haben die internationalen Anlagemärkte im Verlauf des ersten Quartals nachgegeben. Die Schwächephase ist allerdings eindeutig das Ergebnis von Ängsten, welche hauptsächlich durch die amerikanische Zins- und Handelspolitik verursacht wurden. Fundamentale Gründe hat die Korrektur jedoch nicht.

Aktienmärkte im Minus
So lag der DAX mit -6,4 Prozent im Minus, und auch der US-amerikanische Leitindex Dow Jones gab 2,5 Prozent nach. Rohstoffe entwickelten sich im Gegensatz dazu positiv. Erdöl stieg auf rund 70 USD, Gold zeigte mit 1,9 Prozent ebenfalls ein Plus. Trotz fundamental guter Daten ist die Nervosität in den Märkten gestiegen. Sehr gute US-Arbeitsmarktdaten schürten bei Anlegern die Befürchtung, die Fed könnte ihre Zinszügel stärker anziehen als geplant. Mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 4 Prozent ist fast Vollbeschäftigungsniveau erreicht, was wiederum für Inflationsdruck sorgt. Yellen-Nachfolger Jerome Powell hat allerdings mit seiner Ankündigung, den moderaten Zinspfad beibehalten zu wollen, bereits für Beruhigung gesorgt. Sein Fazit: Die US-Wirtschaft wird 2018 mit 2,7 Prozent die Wachstumserwartungen übertreffen. Die Inflationserwartungen sieht er stabil auf dem gewünschten Niveau von 2 Prozent. Mit einem Zielkorridor von 1,5 bis 1,75 Prozent sieht Powell noch Spielraum für zwei Zinsentscheidungen in diesem Jahr.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Drohender Handelskrieg und Steuerreform
Ein weiterer Grund für die Nervosität im Markt ist Trumps Ankündigung, Strafzölle auf Stahl und Aluminium einzuführen, um die amerikanische Wirtschaft zu schützen. Nicht nur die Börsen, sondern auch Experten reagieren hier sehr verhalten. Ob die Gesamteffekte auf die US-Wirtschaft tatsächlich signifikant positiv ausfallen, ist fraglich. Ein Handelskrieg – insbesondere mit China – hätte dagegen unabsehbare Folgen für die globale Wirtschaft.
Abzuwarten bleibt auch, welche Effekte die Steuerreform bringt. Hochrechnungen von unabhängigen Wirtschaftsinstituten zeigen, dass mittel- bis langfristig lediglich ein zusätzliches Wachstum von 0,1 Prozent im Jahr generiert werden kann – bei fehlender Gegenfinanzierung.

VDAX: Kurzfristig hoch, langfristig im Soll
Wie stark die aktuelle Nervosität an den Märkten ist, zeigt die Entwicklung des VDAX. Er gilt als Barometer für die im Markt erwartete Volatilität. Kurzzeitig stieg der Wert im Februar auf über 40 Punkte, relativierte sich aber sehr schnell wieder auf ein niedrigeres Niveau um 20. Der hohe Ausschlag sollte in Relation zu seiner langfristigen Entwicklung betrachtet werden. Historisch betrachtet liegt der VDAX nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Von einem dauerhaften Anstieg kann daher aktuell keine Rede sein.

VDAX-New Entwicklung

Der VDAX ist ein  Maßstab für die erwartete Volatilität des deutschen Leinindex DAX. Die Deutsche Börse  führte den Index am 5. Dezember 1994 ein,  der allerdings mittlerweile durch den VDAX-New abgelöst wurde. Der Unterschied: Der VDAX-New basiert auf den tatsächlich gehandelten Optionen der Eurex und ist somit replizierbar. Er gibt die aktuell vom Markt erwartete Volatilität über die nächsten 30 Tage wieder. Dafür wird die implizite Volatilität von Optionen auf den DAX gemessen und zu einer Kennzahl verdichtet. Der  Blick auf eine längere Historie zeigt, dass die aktuell gegebenen Kurse des VDAX-New vergleichsweise niedrig sind. Deutliche Kursausschläge gab es beispielsweise während der Finanzkrise 2008. Von diesen Höchstständen ist der Index aktuell sehr weit entfernt.

Rohstoffe positiv
Eine positive Entwicklung ist bei Rohstoffen zu verzeichnen. Gold beispielsweise stieg leicht um 1,7 Prozent und auch die Erdölsorte Brent legte mit rund 5 Prozent einiges zu. Somit sorgten Rohstoffe im ersten Quartal für positive Diversifikationseffekte.

Anstieg bei Anleihenrenditen
Die Anleihenrenditen sind im ersten Quartal gestiegen. So notierte beispielsweise die 10-jährige USD-Staatsanleihe mittlerweile bei rund 2,8 Prozent, was einem deutlichen Anstieg seit Jahressbeginn entspricht. Experten verweisen darauf, dass damit möglicherweise der für 2018 erwartete Anstieg bereits vorweggenommen worden ist.

Fazit
Für die Nervosität im ersten Quartal gibt es psychologische Gründe, die allesamt nachvollziehbar sind. An der grundsätzlich positiven fundamentalen Bewertung hat sich aber nichts geändert. Die Fed hat gut daran getan, die Märkte zu beruhigen. Europa ist aktuell attraktiv bewertet. Anlegern bietet sich daher eine günstige Möglichkeit, Aktienpositionen aufzustocken.

Quartalsbericht Q1 2018

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Anlageideen

Sind Aktien- und Rentenanlagen zu hoch bewertet? Wohin bewegen sich die Anlagemärkte? Steht eine Korrektur kurz bevor? Über diese Fragen machen sich derzeit viele Anleger Gedanken. Vor allem Rendite und Risiko auch in unsicheren Marktphasen in Einklang zu bringen, gehört jetzt zu den Herausforderungen. Wer im aktuellen Marktumfeld anlegen möchte, hat es nicht einfach. Aktien haben bereits einen attraktiven und langen Zuwachs hinter sich. Die kurz- bis mittelfristige Aussicht muss deswegen nicht zwingend negativ sein. Aber die Gefahr von Kurskorrekturen steigt.

Und was machen die Zentralbanken?
Auch wenn die Fed bereits eine Kehrtwende eingeläutet hat, sind sich führende Experten einig: Die Notenbanken in den Industrienationen werden das Zinsniveau noch lange historisch niedrig halten. Was bleibt ihnen auch übrig? Die hoch verschuldeten Staatshaushalte lassen sich anderweitig langfristig kaum finanzieren. So sieht beispielsweise der 1998 gegründete Asset Manager Flossbach von Storch mit Sitz in Köln in der andauernd hohen Überschuldung vieler Staaten der Eurozone einen Hauptgrund dafür, dass die unkonventionelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin alternativlos bleibe.

Mit seinem defensiven Multi-Asset-Fonds Flossbach von Storch – Multi Asset – Defensive eröffnet der Asset Manager langfristig orientierten Anlegern die Möglichkeit, sich in der andauernden Niedrigzinsphase und unsicheren Marktentwicklung robust aufzustellen. Der Multi-Asset-Fonds steuert seine Investitionsquote flexibel in Abhängigkeit der erwarteten Marktentwicklung und identifizierten Risiken, hält sie aber mit einer Bandbreite von 10% bis 35% Aktien niedrig (27,93 %*). Den Hauptanteil stellen Anleihen mit 58,64 %* (Bandbreite 40% bis 75%), denen auch Gold (indirekt) und Wandelanleihen (jeweils 0% bis 10%) beigemischt werden können. In dieser Kombination ergibt sich ein defensives Portfolio, bei dem dennoch eine interessante Partizipation an der Wertentwicklung der Märkte möglich ist. Darüber hinaus ist auch eine Kassenhaltung von bis zu 20% (aktuell: 6,23%*) des Fondsvermögens möglich – so kann Fondsmanager Elmar Peters flexibel auf Marktentwicklungen reagieren. Maßgeblich bei jeder Investmententscheidung ist das Chance-Risiko-Verhältnis; Kursschwankungen sind nicht per se gefährlich. Sie können langfristig denkenden Investoren attraktive Opportunitäten offerieren.

Die Wertentwicklung des Flossbach von Storch – Multi Asset-Defensive der letzten elf Jahre zeigt die folgende Grafik:

Flossbach von Storch - Multi Asset-Defensive

Auch dieser Fonds basiert auf dem für diesen Asset Manager typischen Investmentansatz, bestehend aus den fünf Investmentleitlinien Diversifikation, Flexibilität, Qualität, Solvenz und Wert – ergänzt um ein anlagestrategisches Weltbild, das langfristige Trends an den weltweiten Kapitalmärkten bei der Anlageentscheidung berücksichtigt. Im Rahmen einer Portfoliooptimierung stellt dieser Fonds einen Stabilitätsbaustein mit einer aktiven Renditekomponente dar. Er eignet sich als Basisinvestment für defensiv ausgerichtete Anleger mit einem mittelfristigen Anlagehorizont. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.
* Stand: 28.02.2018

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagetipp

Die globalen Aktienmärkte haben, nach einem starken Jahresauftakt, Anfang Februar eine deutliche Kurskorrektur vollzogen. Andererseits haben die Märkte aber auch im Laufe des Februars wieder begonnen, sich zu stabilisieren bzw. zu erholen. Besonders in den USA fiel die Erholung kräftig aus und trieb die Jahresrendite der großen Indizes wieder in den positiven Bereich. Dies verursachte Überlegungen, dass die Abwärtsbewegung durch regelgebundene Verkäufe risikokontrollierter Anlagestrategien und passiver Investmentvehikel wie ETFs entscheidend verschärft wurde. Viele Marktteilnehmer fragen sich nun, ob es sich dabei lediglich um eine kurzfristige Marktkorrektur handelt oder ob womöglich mehr dahinter steckt.

Entwicklung der Anlagemärkte
Die Ängste vor einer steigenden Inflation, einer restriktiveren Geldpolitik sowie Zwangsverkäufe risikoadjustierter Anlagestrategien sorgten Anfang Februar für eine scharfe Korrektur an den Aktien- und Anleihemärkten. Der MSCI World-Index verlor im Monatsvergleich 4,3 Prozent. Auch die Antrittsrede des neuen Fed-Chefs Jerome Powell und stärker steigende Preise in den USA als dies erwartet wurde, ließen die Sorgen vor einem aggressiveren Handeln der US-Notenbank Fed aufkeimen. Der S&P 500-Index musste im Monatsvergleich 3,9 Prozent abgeben. Die Technologiewerte im NASDAQ Composite-Index kamen durch gute Quartalszahlen mit nur 1,9 Prozent Verlust etwas besser davon. Bei den europäischen Aktien blieb die Erholung nach dem Abverkauf verhalten. Der marktbreite europäische STOXX-600-Index musste 4 Prozent abgeben. Dagegen konnten die Indizes der skandinavischen Länder teilweise sogar mit einem positiven Monatsergebnis überraschten. Der Deutsche Aktienindex (DAX) verlor 5,7 Prozent und bildete damit das Schlusslicht unter den großen Länderindizes. Auch in Asien sorgten schwächere Makrodaten für stärkere Kursrückgänge. Dabei gab Chinas Shanghai Composite SSE nach der Neujahrsfests-Handelspause Ende Januar und eines stärkeren Rückgangs des offiziellen Einkaufsmanagerindexes um 6,4 Prozent nach. Schlechtere Aussichten auch in Japan, wo sich ein Monatsverlust von 4,5 Prozent für den Nikkei-225-Index ergab.

DAX Entwicklung

Steigende Teuerungsraten und die Unsicherheit über den zukünftigen geldpolitischen Weg der US-Notenbank belasten die Anleihemärkte in den USA
Aufgrund dieser Unsicherheiten stiegen in Folge die Renditen der zweijährigen US-Staatsanleihe auf das höchste Niveau seit dem Jahr 2008 an. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen rentierten in der Spitze bei 2,95 Prozent und waren so rasant seit der Wahl Donald Trumps Ende 2016 nicht mehr gestiegen. In Europa sorgten schwächere Inflationsdaten, die Flucht in Sicherheit und beruhigende Kommentare seitens der EZB dagegen dafür, dass die Rendite langlaufender deutscher Staatsanleihen um vier Basispunkte auf 0,65 Prozent sank.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Die wirtschaftlichen Rahmendaten sind also auch weiterhin als positiv zu bewerten und die eingeläutete Zinswende ist längst noch nicht zu einem nachhaltigen Belastungsfaktor geworden. Deshalb basiert die Strategie weiterhin auf einem positiven Wirtschaftsszenario. Da der Zinserhöhungs-Zyklus in den USA noch nicht so weit fortgeschritten ist, gibt es noch keine Anzeichen, dass die Konjunktur bereits sichtbar geschwächt wurde. Zudem ist von Bedeutung, dass der Aufschwung weiterhin breit abgestützt bleibt und auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen wird. Auch der jüngste Anstieg der Anleiherenditen und die Erwartung, dass mehr Zinserhöhungen der Fed erforderlich sein werden als bisher angenommen, ändern die Einschätzung nicht. Die Risiken steigen meist erst, sobald der Zinserhöhungszyklus beendet ist.

Durch eine Beschleunigung des U.S. Wachstums werden die konjunkturellen Risiken kurzfristig verringert, jedoch sinkt damit auch die Chance für eine sanfte Landung der U.S. Wirtschaft nach dem Ende des Konjunkturzyklus. Bei Qualitätsanleihen ist mit einer leicht negativen oder bestenfalls einer Null-Rendite zu rechnen. Dadurch dürften Aktienanlagen im Jahr 2018 erneut die primäre Quelle positiver Erträge darstellen. Dieses gilt besonders für Europa, da hier die Dividenden-Renditen deutlich über der Rendite von Anleihen liegen. Insgesamt deutet das allgemeine Umfeld weiter darauf hin, dass Risikoanlagen wie Aktien und Unternehmensanleihen weiterhin übergewichtet bleiben sollten.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Vermögensaufbau

Die so genannten „nachhaltigen Anlagen“ sind längst nicht mehr nur ein Modetrend. Dieser Anlagebereich zeigt vielmehr, dass es möglich ist, Rendite und soziale bzw. ökologische Wirkung zu vereinbaren.
Bei der Weltbevölkerung sind gut zwei Drittel von der klassischen Kreditvergabe abgeschnitten, da sie entweder zu arm sind oder es an der notwendigen Infrastruktur fehlt. Mikrofinanzfonds füllen diese Lücke und vergeben Kredite an Kleinstunternehmen in Entwicklungsländern. Auch deutsche Anleger können davon profitieren, denn Mikrofinanzfonds erzielen eine stabile und marktneutrale Rendite. Wer an Kredite und Finanzierungen denkt, hat in der Regel Großbanken vor Augen. Doch abseits dieser sichtbaren Welt gibt es auch Institute, die sich mit der sogenannten Mikrofinanzierung beschäftigen. Sie sind in den Entwicklungs- und Schwellenländern tätig, wo sie Kleinstkredite an Privatpersonen oder kleine Unternehmen vergeben.

Entstehung der Mikrofinanz
Die Idee ist, dass Kleinstunternehmen und auch Privatpersonen kleine Kredite zur Verfügung gestellt werden, damit sie für ihre Entwicklung notwendige Projekte realisieren können. Diese sogenannten Mikrokredite sind ein Teil der Entwicklungspolitik und haben das Ziel, Menschen und Unternehmen zu fördern, die ansonsten keinerlei Zugang zum Kapitalmarkt haben. Das Konzept wurde ursprünglich in den Ländern des Südens eingesetzt, um deren Entwicklung durch die Gründung von Kleinstunternehmen zu fördern. Mikrofinanz existiert jedoch auch in Industriestaaten, wo es eine Antwort auf das Problem der finanziellen Ausgrenzung bietet. Neu ist die Idee nicht. So hat Friedrich Wilhelm Raiffeisen bereits vor 150 Jahren das Genossenschaftsmodell entwickelt, welches auf dem Selbsthilfe- und Solidaritätsprinzip beruhte. Und in den 70er Jahren wurden erste Projekte in Togo und Bangladesch erfolgreich umgesetzt. Der Erfolg gibt dieser Idee Recht. Mittlerweile hat sich dieser Sektor stark weiterentwickelt. Was ursprünglich als Non-Profit-Projekt gedacht war, hat es heute in sich: Das weltweite Kreditvolumen beläuft sich mittlerweile auf über 70 Milliarden USD – mit steigender Tendenz.

Mikrofinanzfonds Entwicklung

Funktionsweise von Mikrofinanzfonds
Sogenannte Microfinancefonds gehen hier sogar einen Schritt weiter und bieten Privatanlegern die Möglichkeit, von den Chancen dieses Sektors zu profitieren. Sie investieren in solche Unternehmen, die vor Ort Mikrokredite vergeben. Die Rentabilität dieser Mikrofinanzfonds ist langfristig stabil. Die Kreditnehmer sind loyal und nehmen in der Regel mehrere kurzlaufende Kredite nacheinander auf, um ihre Projekte Schritt für Schritt umzusetzen. Für Anleger hat das gleich mehrere Vorteile. Erstens erzielen sie mit ihrem Engagement eine soziale Rendite. Zweitens winkt eine stabile Rendite, die über dem aktuellen Festzinsniveau liegt. Und drittens ist die Rendite abgekoppelt von der allgemeinen Marktentwicklung. Im Rahmen einer Portfolio-Optimierung kann eine solche Anlage wertvolle Dienste leisten.

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Silver Economy als Investmentidee

Während weltweit die Bevölkerungszahlen dramatisch ansteigen, haben Industrieländer mit rückgängigen Zahlen und einer zunehmenden Alterungsstruktur zu kämpfen. Der demographische Wandel führt auch zum Wandel in der Wirtschaft. Denn ältere Menschen brauchen andere Waren und Dienstleistungen. Einige Investments haben sich bereits auf dieses Segment spezialisiert.

Silver Economy – in den demografischen Wandel investieren
„Silver Economy“ lautet ein neues Thema in der Investmentbranche und ist einfach erklärt. Es handelt sich dabei um den Wirtschaftsbereich, der sich auf die Bedürfnisse älterer Menschen spezialisiert hat bzw. von der Änderung der Alterspyramide profitiert. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung ist gerade in Industrieländern ein wachsendes Problem. Dadurch entstehen einerseits enorme Herausforderungen für Gesellschaft und Unternehmen. So wird es nach Hochrechnungen der OECD bereits im Jahr 2025 mehr 60-jährige als unter 14-jährige geben. Andererseits bringt das aber auch interessante Chancen mit sich. Die zukünftigen Rentner gehören der sogenannten Baby-Boom-Generation an. Sie zeichnen sich durch eine hohe Kaufkraft mit entsprechendem Konsumpotenzial aus. So investieren sie beispielsweise überdurchschnittlich viel in Freizeit, haben aber auch ganz eigene Bedürfnisse, wie Gesundheit oder Sicherheit.

Prognose zur Entwicklung des Anteils der über 50-Jährigen Konsumenten

Interessante Wachstumsperspektiven
So entstehen spezielle Märkte für Bedürfnisse und Erwartungen von älteren Menschen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Bereich weiter expandieren wird, was für ein nachhaltiges Wachstumspotenzial bei solchen Unternehmen sorgen wird, die den Bereich „Silver Age“ abdecken. Bei den „Silver Agern“ verringern sich die Ausgaben für Bekleidung und Restaurantbesuche mit der Zeit. Ein größerer Teil wird dafür in Freizeitaktivitäten und Ferien investiert. Vor allem Kreuzfahrtanbieter dürften von dieser Entwicklung profitieren, da 66 Prozent der Nachfrage auf ältere Menschen entfällt. Aus Anlegersicht ist das eine mehr als interessante Möglichkeit, das Portfolio zu bereichern. So haben Unternehmen mit Fokus auf ältere Menschen zwischen 1996 und 2016 ein höheres Durchschnittswachstum erzielt als der breite Aktienmarkt.

Wichtige Erkenntnisse für Investoren zum demografischen Wandel
Hauptsächliche Nutznießer dieses Supertrends sind:

  • Online-Shopping-Anbieter, Lebensmittel-, Drogerie- und Detailhändler mit kleinen lokalen Geschäften, Anbieter von Smart-Home-Geräten, Hersteller von Elektrovelos, Freizeit- und Tourismusunternehmen, Glücksspielunternehmen und Casinobetreiber, Hersteller von Vitaminpräparaten, Nahrungsergänzungsmitteln, Körperflege- und Schönheitsprodukten, Brillen- und Kontaktlinsenhersteller
  • Pharmaunternehmen, die lipidsenkende Statine produzieren, Hersteller von künstlichen Herzklappen, Pharmaspezialisten für Onkologie und Biotechnologie
  • Anbieter von betreuenden Dienstleistungen, Betreiber von Seniorenheimen und Einrichtungen für Demenzkranke, Dienstleister in den Bereichen ambulante Pflege, Physiotherapie, Haushaltshilfe und Unterhaltung, Hersteller automatisierter Sicherheitseinrichtungen
  • Versicherungsunternehmen, Lebensversicherungen und Rentenversicherungen

Zusammenfassend kann man sagen, dass die zunehmende „Überalterung“ der Gesellschaft auch Chancen mit sich bringt . Anleger können von der Silver Economy profitieren, denn die demographische Entwicklung wird auch in Zukunft weiter anhalten. Im Rahmen einer Portfoliooptimierung kann dieses Thema ein interessanter Renditebaustein sein.

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Fondsidee des Monats Februar 2018

Anlageideen

Wohin steuern die Anlagemärkte im Jahr 2018? Welche Chancen haben Anleger und wie können sie die Risiken managen? Die Expertenmeinungen gehen hier teilweise deutlich auseinander. Fakt ist aber, dass dieses Jahr nicht einfach wird, wie die jüngsten Kursbewegungen gezeigt haben. In der Tat sind einige Risiken gegeben, die Turbulenzen nach sich ziehen könnten. So könnte beispielsweise die amerikanische Fed aufgrund steigender Inflation die Zinsen schneller anheben als es die Märkte erwarten. Das könnte zu einer Korrektur am US-Aktienmarkt führen mit Folgen für die weltweiten Märkte. Skeptiker sehen ohnehin eine deutliche Überbewertung im amerikanischen Aktienmarkt. Auf der europäischen Seite liegen die Risiken bei der EZB. Es wird zwar allgemein davon ausgegangen, dass das Anleihen Programm nicht zeitnah ausgesetzt wird. Sicher ist jedoch auch hier, dass ein Ende immer näher rückt.

Dabei gibt es auch Lichtblicke. In puncto Überbewertung der US-Aktien beispielsweise darf darauf hingewiesen werden, dass Gewinnbewertungen als Timingfaktor in der Vergangenheit nur selten funktioniert haben. Und die asiatischen Märkte zeigen tendenziell gute Aussichten So sieht das Investmenthaus DJE in einigen asiatischen Regionen attraktivere Aktienbewertungen als in Europa oder den USA. Ebenso sehen die DJE-Analysten China als eines der Zugpferde der globalen Wirtschaft. Real sei China bereits heute die größte Volkswirtschaft der Welt, was sich in Zukunft noch weiter verstärken dürfte.

Mit seinem Flaggschiff „Zins und Dividende“ berücksichtigt DJE diese Gegebenheiten. Aufgrund seiner flexiblen Strategie – immer den Absolut Return Gedanken vor Augen – agiert der Fonds benchmarkfrei und weitestgehend ohne Vorgaben. Das kommt Anlegern zugute, denn in der aktuellen Marktsituation ist ein flexibles Investment, welches global aufgestellt ist und verschiedene Anlageklassen berücksichtigt, die einzig sinnvolle Lösung. Der Fonds investiert global in verschiedene Anlageklassen. Aktien können einen Anteil zwischen 25 Prozent und 50 Prozent ausmachen. Dabei fokussiert sich das Fondsmanagement mit dem bewährten DJE-Dividendenansatz auf dividendenstarke Substanztitel. In seinem Selektionsprozess stehen Qualität und Stabilität der Unternehmen im Vordergrund.

Die Wertentwicklung des DJE – Zins & Dividende der letzten sieben Jahre zeigt die folgende Grafik:

DJE - Zins & Dividende - PA (EUR)

Der Anteil der Anleihen beträgt im Portfolio immer mindestens 50 Prozent. Das hauseigene Research selektiert aus allen Segmenten des Anleihenmarktes die aussichtsreichsten Anlageideen. Vornehmlich wird in Schuldtitel von öffentlichen Emittenten und Unternehmen mit guter bis sehr guter Bonität investiert. Dadurch schafft es der Fonds, nicht nur die Opportunitäten globaler Aktien- und Anleihenmärkte auszunutzen, sondern auch stetige Erträge zu erzielen. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar Februar 2018 – Steigende Zins- und Inflationserwartungen in den USA
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Anlagekommentar Februar 2018 – Steigende Zins- und Inflationserwartungen in den USA

Anlagetipp

Die Zinsen werden in diesem Jahr in den USA weiter angehoben. Auch wenn der Inflationsdruck derzeit noch moderat ist, so kann von einem Zinsschritt pro Quartal von der Fed ausgegangen werden. Eine Verschiebung der Markterwartungen hin zu einer restriktiveren Fed-Politik kann man auch seit einigen Monaten am steigenden Forward Rates ablesen. In Europa herrscht dagegen eine Aufbruchstimmung, denn die Wirtschaft wächst so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. In einer Zwischenprognose zum Wirtschaftswachstum in der EU veröffentlichte Anfang Februar die Europäische Kommission das Ergebnis, dass die Volkswirtschaften in Europa im Jahr 2017 mit 2,4 Prozent das schnellste Wachstum seit zehn Jahren verzeichneten.

Entwicklung der Anlagemärkte
Aus den entwickelten Volkswirtschaften kamen zum Jahresanfang gute Fundamentaldaten, wie beispielsweise die US-Steuerreform, positive Gewinnrevisionen und steigende Ölpreise, was für einen ausgezeichneten Jahresstart an den globalen Aktienmärkten sorgte. Der MSCI World-Index markierte ein neues Rekordhoch und schloss im Januar 2018 mit einem Plus von 5,2 Prozent ab. Der Antrieb dazu kam überwiegend von den US-Börsen, wo der S&P 500-Index um 5,6 Prozent und die Technologiewerte mit dem NASDAQ Composite-Index um 7,4 Prozent zulegten. Der Dow Jones Industrial Average hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Auch in Asien gab es gute Nachrichten vom chinesischen Aktienmärkt und der Shanghai Composite beendete den Monat Januar um 5,3 Prozent höher. Die europäischen Aktienbörsen wurden dagegen vom schwachen US-Dollar gebremst. Der teure Euro hat in vielen Unternehmen den Gewinn „verhagelt“, wodurch ein eher vorsichtigerer Ausblick erfolgte und dadurch wurden diese vom Markt entsprechend abgestraft. Der DAX einen Zuwachs von 2,1 Prozent und der europäische STOXX-600-Index legte nur 1,6 Prozent zu. Britische Aktien beendeten den Januar sogar im Minus, da sich die Brexit-Verhandlungen zunehmend schwieriger gestalten.

Obwohl kaum einen Grund für das Ende steigender Kurse zu sehen war, haben die übertriebene optimistische Stimmung der Anleger und die Realisation, dass sich die Makroentwicklung durch eine steigende Inflation ändert, die überfällige Korrektur Anfang Februar 2018 ausgelöst. Denn wenn Märkte schneller ansteigen als die zugrundeliegenden Wirtschaften potenziell wachsen können, korrigieren sie früher oder später. Seit 1945 gab es mehr als 22 Korrekturen von über 10 Prozent.

DAX Entwicklung

Ein Wandel an den Anlagemärkten liegt in der Luft
Die Zinsen und die Laufzeiten sind in den letzten fünf Monaten weltweit angestiegen. Auch kann man Vorboten einer anziehenden Inflation feststellen. Die erwarteten Leitzinserhöhungen in den USA werden zu Anleiheverkäufen führen, was den Aufwertungsdruck auf die Zinsen erhöhen wird. Während die EZB offenbar dabei ist, ihren Ausblick geringfügig anzupassen, sind die Markterwartungen für die Zinssätze relativ stabil geblieben und bewegen sich kaum. Mit einer ersten Anhebung der EZB-Leitzinsen kann man wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2019 rechnen.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Für die erste Jahreshälfte 2018 basiert die Strategie trotz des Einbruchs Anfang Februar weiter darauf, dass weiterhin von einem positiven konjunkturellen Szenario ausgegangen werden kann. Während der Zinserhöhungszyklus in den USA noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass die Konjunktur bereits sichtbar geschwächt wird, ist weiter von Bedeutung, dass der Aufschwung weiterhin breit abgestützt bleibt und auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen wird. Auch das globale Wirtschaftswachstum befindet sich weiter auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt unter anderem auch für den Euroraum. Bei den Gefahrenherden für 2018 bleibt die Liste weiter etwas länger als üblich. Neben einer möglichen Abkühlung der US-Wirtschaft steht wieder ein eventuelles negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im Raum, was wieder die Euro-Mitgliedschaft des Landes in Frage stellen könnte. Auch ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte oder eine invertierende Zinsertragskurve in den USA, was meist ein Vorbote schwächerer Finanzmärkte ist, sind als mögliche Stolpersteine für 2018 zu nennen. Allerdings ist deren Wahrscheinlichkeit derzeit als nicht hoch genug einzustufen, um die bisherige Anlagepolitik zu verändern. Insgesamt deutet das allgemeine Umfeld jedoch darauf hin, dass Risikoanlagen, d.h. Aktien und Unternehmensanleihen, weiterhin übergewichtet bleiben sollten.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Fondsidee des Monats Januar 2018

Anlageideen

Der Nordea 1 – Stable Return Fund wurde September 2016 für Neuanleger auf unbestimmte Zeit geschlossen, da sich das Fondsvolumen rasant bis auf 18 Milliarden Euro an Kundengeldern erhöht hat. Diese Maßnahme wurde vom Fondsmanagement zum Schutz der bis dahin existierenden Anleger vorgenommen und wird als Soft Closing bezeichnet. Im Dezember 2017 wurde das Soft Closing teilweise gelockert.

An der Spitze des Mischfonds der skandinavischen Fondsgesellschaft Nordea stehen seit 2005 die Fondsmanager Asbjorn Trolle Hansen, Claus Vorm und Kurt Kongstedt. Das Anlageteam setzt auf eine Strategie, mit der sie die Risiken im Portfolio gut austarieren möchte. Dabei ist es für sie nicht von Belang, in möglichst viele Anlageklassen zu investieren. Wichtig ist für das Anlageteam, dass der Nordea Stable Return Fund tatsächlich einen Diversifikationseffekt bietet. Sie investieren daher in Anlagen, die sich sowohl in der Hausse als auch in der Baisse gut entwickeln.

Der Nordea 1 – Stable Return Fund wurde im Jahr 2005, mit dem Ziel ins Leben gerufen, langfristige und stabile Erträge zu erwirtschaften. Mit einem Zuwachs von ca. 168 Prozent seit der Auflegung des Fonds, sind die Ergebnisse des Nordea 1 – Stable Return Fund beeindruckend. Nur wenige ausgewogene Mischfonds erzielten in dieser Zeit höhere Erträge. Dazu kommt, dass der Nordea 1 – Stable Return Fund auch sehr schwankungsarm ist, was kein vergleichbarer Mischfonds schaffte.

Die Wertentwicklung des Nordea  1 – Stable Return Fund der letzten zwölf Jahre zeigt die folgende Grafik:

Nordea 1 - Stable Return Fund

Beim Nordea 1 – Stable Return Fund handelt es sich um einen Long Only-Fonds mit moderatem Risiko, der Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente erfolgreich miteinander kombiniert. Dieser Fonds bietet einen langfristig stabilen Ertrag, indem er in nicht miteinander korrelierte Anlage-Klassen investiert. Gleichzeitig wird dadurch auch angestrebt, das Kapital zu schützen. Der Nordea 1 – Stable Return Fund eignet sich deshalb optimal für Anleger, die konstante, moderate Erträge wünschen und darüber hinaus auf der Suche nach einem Kern-Investment für ihr Portfolio sind. Dieser Fonds setzt einen konservativen Investmentansatz um und basiert auf einem bewährten und robusten Investmentprozess. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar Januar 2018 – Weltwirtschaft geht in ihr zehntes Aufschwungjahr

Anlagetipp

Die Weltwirtschaft sollte im Jahr 2018 insgesamt auf demselben Niveau wie im Jahr 2017 weiterwachsen. Bei der globalen Inflation, wird es getragen von etwas höheren Werten in den USA und in Asien eine moderate Zunahme geben. Für den Euroraum kann nach einem vergleichsweise soliden Wachstums von einer Fortsetzung ausgegangen werden. Die US-Wirtschaft dürfte ihre positive Dynamik beibehalten, wobei nur unwesentliche Impulse von den Steuersenkungen resultieren.

Entwicklung der Anlagemärkte
An den Börsen der Schwellenländer ging es zum Jahresende deutlich aufwärts. Der MSCI-Emerging-Markets-Index in US-Dollar erhöhte sich um 3,5 Prozent. Insbesondere die Börsen der asiatischen Tigerstaaten Indonesien mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent und Malaysia mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent machten von sich reden. Die europäischen Titel verabschiedeten sich uneinheitlich aus dem vergangenen Jahr. Der EuroSTOXX 50-Index gab um 1,9 Prozent nach. Die Börse in Madrid verlor im Dezember 1,6 Prozent, was auf den klaren Sieg der katalonischen Separatisten bei den Regionalwahlen zurückzuführen ist. Hingegen gab es getrieben durch die erzielten Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen einem kräftigen Kurszuwachs britischer Aktien, wodurch der STOXX-600-Index um 0,6 Prozent anstieg. Italiens Staatspapiere wurden durch die guten Konjunkturzahlen beflügelt, hingegen der Aktienindex FTSE MIB-40 wegen der Auflösung des Parlaments und den daraus resultierenden Neuwahlen 2,3 Prozent verlor.

Die europäische Zentralbank beließ den Leitzins und die Anleihekäufe unverändert. Die Wachstumsprognose wurde von der EZB für 2018 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent deutlich angehoben. In Deutschland stieg die Inflationsrate mit 1,8 Prozent auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Dadurch ging die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatstitel nach oben, woraus leichte Kursverluste resultierten.DAX EntwicklungEin langer Wirtschaftszyklus
Die Weltwirtschaft wird im Laufe des Jahres 2018 in ihr zehntes Jahr des Aufschwungs eintreten. In den meisten Ländern wurde der Höhepunkt der Rezession nach der Finanzkrise in der ersten Jahreshälfte 2009 erreicht. Die Länge des aktuellen Konjunkturzyklus ist historisch gesehen nicht untypisch. Jedoch bekommen viele Anleger Sorgenfalten, da der aktuelle Konjunkturzyklus bereits deutlich länger dauert als der vorherige. Dieser endete nach nur sechs Jahren und ging in Deutschland von 2002 bis 2008. Dabei wird oft vergessen, dass die Konjunkturzyklen in den 1980er und 1990er Jahren deutlich länger waren. Der gegenwärtige Aufschwung könnte sich sogar zum längsten Zyklus in der Nachkriegszeit entwickeln. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Grosse Rezession ungewöhnlich tief war. Dadurch dauert es länger bis wieder normale Beschäftigungs- und Produktionsniveaus erreicht sind.

 

Witschaftszyklenvergleich

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Für die erste Jahreshälfte 2018 basiert die Strategie darauf, dass weiterhin von einem positiven konjunkturellen Szenario ausgegangen werden kann. Nachdem Anzug des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2017, befindet es sich nun auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt unter anderem auch für den Euroraum. Von Bedeutung ist zudem, dass der Aufschwung weiterhin breit abgestützt bleibt und auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen wird. Allerdings gibt es auch Gefahrenherde für 2018, bei der die Liste ist etwas länger als üblich. Neben einer möglichen Abkühlung der US-Wirtschaft steht wieder ein eventuelles negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im Raum, was wieder die Euro-Mitgliedschaft des Landes in Frage stellen könnte. Auch ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte oder eine invertierende Zinsertragskurve in den USA, was meist ein Vorbote schwächerer Finanzmärkte ist, sind als mögliche Stolpersteine für 2018 zu nennen. Allerdings ist deren Wahrscheinlichkeit derzeit als nicht hoch genug einzustufen, um die bisherige Anlagepolitik zu verändern. Aber auch China sollte bezüglich wirtschaftspolitischer Fehltritte, wie beispielsweise der gescheiterten Renminbi-Abwertung im August 2015 im Auge behalten werden. Dies gilt ebenso für die NAFTA-Gespräche und die Entwicklung in Nordkorea. Insgesamt deutet das allgemeine Umfeld jedoch darauf hin, dass Risikoanlagen, d.h. Aktien und Unternehmensanleihen, weiterhin übergewichtet bleiben sollten.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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