Fondsidee des Monats Juni 2016

Anlageideen

Beim jährlichen Private-Banking-Test der €uro-Redaktion, erreicht die BHF-Bank mit ihren Depotvorschlägen für betuchte Kunden meist eine Top-Platzierung. Aber auch „Otto Normalanleger“ hat die Möglichkeit die Expertise der BHF-Bank nutzen. Dies geht über die Fondstocher Frankfurt Trust, wo beispielsweise im Jahr 2009 der BHF Value Leaders FT aufgelegt wurde. Der Fondsmanager Stefan Diehl verantwortet seither den aktienlastigen Mischfonds. Der Fondsmanager kann dort die Aktienquote zwischen 70 und 100 Prozent variieren. Eine Möglichkeit, die seit rund zwei Jahren aktiver eingesetzt wird, was sich beispielsweise Anfang des Jahres 2016 auszahlte, als die Aktienkurse weltweit einbrachen und die Aktienquote mit Terminkontrakten rasch auf 70 Prozent reduziert wurde.

Wichtiger sei für den Fonds jedoch das Stockpicking, betont Fondsmanager Stefan Diehl. Im BHF Value Leaders FT befinden sich 30 bis 35 Einzelwerte, die überwiegend aus Europa stammen. Es wird ein nachhaltiger Value-Ansatz verfolgt führende Unternehmen gesucht, die mittel- bis langfristig gut dastehen und auch in Krisenzeiten profitabel bleiben.

Die Wertentwicklung des BHF Value Leaders FT der letzten sieben Jahre zeigt die folgende Grafik:

BHF Value Leaders FT
Der BHF Value Leaders FT legt weltweit gestreut in Aktien an. Der Schwerpunkt liegt auf ausschüttungsstarken Werten aus Europa und den USA. Die Auswahl der Aktien erfolgt anhand eines nachhaltigen Value-Ansatzes, bei dem Stabilität, Profitabilität, Kapitaleffizienz und eine attraktive Bewertung im Vordergrund stehen. Die Mindestaktienquote liegt bei 70 Prozent. Ziel einer Anlage im BHF Value Leaders FT ist es, einen überdurchschnittlichen Vermögenszuwachs bei verminderten Wertschwankungen durch wertorientierte Anlagen zu erwirtschaften. Die Kombination aus hochwertigem Stockpicking und taktischer Asset Allocation hat sich bislang bewährt.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw . Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

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Anlagekommentar Juni 2016 – Solide Wachstumszahlen bringen Anlegern weniger Sorgen

Anlagetipp

Auf den ersten Blick könnte man beinahe an eine Stabilisierung der Weltwirtschaft glauben. Beruhigt haben die soliden Wachstumszahlen des europäischen und chinesischen Marktes zum Abschluss des 2. Quartals. Im Blick auf die USA zeigt sich allerdings, dass die Weltmacht von einem beschleunigten Aufschwung noch weit entfernt ist und die hohen Erwartungen unerfüllt lässt. Vielmehr gehen Experten von einer Abschwächung im zweiten Halbjahr 2016 aus und wird nicht zuletzt von der Inflationsrate und der restriktiven Geldpolitik untermauert. Ein erhöhtes Schuldenniveau kann in der strukturschwachen Wirtschaft als Auslöser für einen wirtschaftlichen Abschwung dienen. Die Wachsamkeit und Flexibilität beim Analysieren sollten in den Vordergrund geraten, um eine weitere Abschwächung der weltwirtschaftlichen Performance frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können.

Aktienmärkte stehen im Bann des Brexit und der US-Notenbank
Die internationalen Aktienmärkte bewegen sich primär seitwärts, wodurch die Präferenz nach wie vor bei stabilen und wirtschaftlich effizienten Unternehmen mit nachhaltiger Kontinuität in den Dividenden liegt. Seit Februar haben sich Aktien bereits erholt, auch wenn die negative Stimmung unter den Anlegern dem letzten Schritt, einer spürbaren Erholung noch im Wege steht. Die US-Indizes versprechen eine weitere Korrekturbewegung, die deutlich mehr Kapital in den Aktienmarkt ziehen und das Kursniveau erhöhen könnte. Allerdings ist diese Perspektive aktuell eher unwahrscheinlich und basiert ehr auf Spekulationen als auf realem Fundament. Bei den internationalen Aktienquoten ist von einer Reduktion allerdings nichts zu spüren, was nicht zuletzt in den mangelnden Alternativen auf dem Finanzmarkt begründet liegt. Bei der Frage Brexit oder nicht, gibt es immer noch keine klare Richtung. Während die Umfragen insgesamt noch keine deutliche Mehrheit erkennen lassen, liegen die Wahrscheinlichkeiten für einen Verbleib Großbritanniens in der EU bei den Wettbüros bei rund 75% (vor Ende Mai wurden allerdings noch knapp 85% registriert). Das Kopf- an Kopfrennen der beiden Lager sorgt jedoch für viel Unsicherheit an den Aktienmärkten.

DAX Entwicklung

Anleihemärkte weiterhin konstant
Anleihen pendeln seit Februar konstant in einer Handelsspanne zwischen 1,7 und 2 Prozent. Die EZB hat die monatlichen Anleihekäufe erhöht und auch der Brexit ist ein heikles Thema, welches die Nachfrage nach Bundesanleihen steigerte. Anleger suchen den sicheren Hafen fernab politischer Risiken und konzentrieren sich daher trotz niedrigem Niveau auf zehnjährige Renditen bei Bundesanleihen. Flaut die Risikoaversion in den Sommermonaten ab, zeigt sich die Empfehlung für hochwertige Anleihen durchaus wieder als rentable Entscheidung. Dabei sollten aber Ausfallrisiken schwacher Emittenten immer im Fokus bleiben und nicht unterschätzt werden.

Kurze Erholung oder Markt im Wandel?
Auch wenn der Mai eine kurze Verschnaufpause bot, gibt es aktuell keine Entwarnung auf dem Aktien- und Anleihemarkt. Politische Krisen, der eventuell bevorstehende Brexit und weitere äußere Einflüsse beeinträchtigen die Performance des Finanzmarktes und wirken sich nachhaltig auf die Rendite bei Börsenanlagen aus. Daran ändert sich auch nicht viel, wenn die EZB unter der Schirmherrschaft von Mario Draghi weiter zahlreiche Anleihen aufkauft und dadurch Stärkung erhofft.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Was ist der Nennwert?

kurswert und nennwert

Wie viel eine Anleihe oder auch Schuldverschreibung wert ist, dass erfahren die Anleger an der Börse. Denn dort werden die Kurse für Wertpapiere beim Handel bestimmt. Jedoch ist das nicht die ganze Wahrheit. Eine Anleihe hat neben dem Kurswert auch noch einen sogenannten Nennwert oder auch Nominalwert genannt. Der Kurswert und der Nennwert können jedoch voneinander abweichen.

Woher kommt die Abweichung zwischen Kurswert und Nennwert bei Anleihen
Bei einer Anleihe ist der Nennwert derjenige Betrag, den der Anleger (Gläubiger) vom Schuldner erhält, wenn die Anleihe zurückgezahlt wird. Wenn die Anleihe sehr attraktiv ist, weil etwa der Schuldner solide und der Zinssatz hoch ist, dann ist Kurswert ist meist deutlich höher als der Nennwert. Ist das Risiko hoch, dass der Schuldner seine Kredite nicht oder nicht vollständig bedienen kann, dann kann der Kurswert auch deutlich niedriger sein. Bei festverzinslichen Wertpapieren wird der Nennwert am Ende der Laufzeit an den Gläubiger zurückbezahlt, falls kein anderer Rückzahlkurs angegeben ist.

Deutsche Städte nach Börsenwert der dort ansässigen Unternehmen im Jahr 2015
Auch bei Aktien gibt es einen Nennwert

Bei Aktien entspricht der Nennwert dem auf der Urkunde der Aktie aufgedruckten Geldbetrag. Der Mindestnennwert beträgt 1 Euro. Multipliziert man den Nennwert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien erhält man das Grundkapital beziehungsweise gezeichnete Kapital einer Aktiengesellschaft. Nennwertaktien besitzen einen unveränderlichen Anteil am Grundkapital. Wenn ein Unternehmen Nennwertaktien ausgibt, kann es keine Stückaktien ausgeben. An der Börse weicht der Nennwert meist deutlich vom Kurswert der betreffenden Aktie ab. Zur Berechnung des Dividendenanspruchs wird der Nennwert (nicht der Kurswert der Aktie) herangezogen.

Bei Münzen und Banknoten steht der Nennwert auf dem Zahlungsmittel
Auch unserer Bargeld hat einen gesetzlich festgelegten Nennwert. Dieser entspricht dem auf der Münze oder der Banknote aufgedruckten Betrag. Die ausgebende Institution bestimmt in der Regel den Wert. Dabei handelt es sich meistens um eine Notenbank, wie beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) beim Euro. Anders kann dies bei Gedenkmünzen sowie alten und seltenen Münzen sein, die im Regelfall einen Sammlerwert haben, der oft weit über dem Nennwert liegt. Bei alten Münzen aus Gold oder Silber übersteigt schon der Materialwert den eingeprägten Nennwert.

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Ist die Inflation tot oder nur vergessen?

Geldentwertung

Die lockere Geldpolitik der letzten Jahre wird voraussichtlich nicht ohne Folgen bleiben. Sobald die Umlaufgeschwindigkeit und der Geldmengenmultiplikator wieder auf ihre alten Niveaus steigen, ist mit einem deutlichen Anstieg der Inflation zu rechnen. Viele Ökonomen und Beobachter sind der Meinung, die Weltwirtschaft stehe am Rand der Deflation, es gibt jedoch auch Experten die anderer Ansicht sind. Sie glauben, dass Deflationssorgen fehlgeleitet sind und dass ein Wiedererstarken der US-Wirtschaft entscheidend für globales Wachstum ist.

Zinserhöhungen in den USA ziehen sich hin
In den letzten Monaten hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik weiter gelockert und bekräftigt auch die Fortsetzung dieser Strategie. Ziel der verkündeten Maßnahmen ist unter anderem, die Inflation in Richtung des Inflationsziels der Notenbank von rund 2 Prozent zu bewegen. Auf der anderen Seite des Atlantiks geben sich die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen bedächtig, denn der nächste Zinsschritt war frühestens im Sommer erwartet worden. Dies hat sich durch die aktuellen Gegebenheiten relativiert und anstatt vier sind nur noch zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr wahrscheinlich. All dies zeigt deutlich, dass die Sorge vor einer Deflation nach wie vor hoch ist. Andere Analysten sind anderer Ansicht und gehen davon aus, dass sich die Inflation in absehbarer Zeit wieder auf einem normalen Niveau bewegen wird.

Euro-Zone Inflationsrate von April 2015 bis April 2016

Ölpreisverfall hat für Druck auf die Inflation ausgeübt
In den letzten Monaten wurde in vielen Industrieländern die Gesamtinflation durch den Einbruch der Rohstoffpreise und insbesondere des Ölpreises gedrückt. Allerdings ist das ein vorübergehender Effekt, und die Kerninflation ist nach wie vor stabil. Außerdem darf nicht vernachlässigt werden, dass in einigen Schwellenländern die Inflation deutlich oberhalb der jeweiligen Zielwerte liegt. Sowieso spielen globale Faktoren eine dominierende Rolle für die Inflationsentwicklung in den einzelnen Ländern. Berechnungen zeigen, dass sich die globale Produktionslücke allmählich vergrößert, und im Zuge der Erholung in den Schwellenländern dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen, was Aufwärtsdruck für die Inflationsraten bedeutet.

Europäische Union & Euro-Zone: Inflationsrate von 2005 bis 2015

US-Arbeitsmarkt und Lohndynamik
Als wichtigster Motor der Weltwirtschaft spielen die USA eine entscheidende Rolle für die weltweite Entwicklung der Inflation. Deshalb sollte eine detaillierte Analyse der dortigen Lohn- und Inflationstrends vorgenommen werden. Aktuell steht der US-Arbeitsmarkt kurz vor der Vollbeschäftigung, und noch vorhandene Überkapazitäten werden rasch wieder absorbiert. Das Wachstum der Durchschnittslöhne ist trotzdem mäßig geblieben, was oft als Beleg dafür angeführt wird, dass die Inflation extrem niedrig bleiben wird. Den Analysen nach beschleunigt sich der Lohnzuwachs jedoch allmählich. Außerdem verbessern sich die am stärksten mit dem Lohnzuwachs korrelierenden Arbeitsmarktkennzahlen, wie etwa die Kündigungsquote, stetig. Denn Arbeitnehmer kündigen in der Regel nur, wenn sie einen besseren und höher dotierten Job gefunden haben oder glauben, einen zu finden. Den Berechnungen nach ist bei den herrschenden Konjunkturbedingungen ein Lohnwachstum von rund 2,7 % wahrscheinlich. Eine stärkere Lohndynamik impliziert allerdings nicht gleich eine höhere Inflation, aber sie sollte den privaten Konsum und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage weiter ankurbeln, was die Verbraucherpreise unter sonst gleichen Bedingungen stützen dürfte.

USA Inflationsrate von 2006 bis 2016

Rohstoff- und US-Dollar-Effekte
Wie bereits erwähnt, hatte der Verfall des Ölpreises einen erheblichen Effekt auf die sogenannte Headline-Inflation, welche im Gegensatz zur Kerninflation die Preise für Lebensmittel und Energie einschließt. Allein im Jahr 2015 drückte der Rückgang des Ölpreises die Headline-Inflation in den USA um 1,3 % und die Kerninflation aufgrund von Sekundäreffekten um rund 0,6 %. Solch ein Inflationseffekt ist allerdings nicht von Dauer. Stabilisieren sich die Ölpreise, fallen die Basiseffekte weg und die Wirkung auf die Verbraucherpreise lässt nach, da sich auch diese auf dem jeweiligen Niveau einpendeln. Selbst wenn der Ölpreis langfristig bei rund 30 US-Dollar notieren sollte, sind die Basiseffekte bis Januar 2017 weg. Sollte sich der Ölpreis allerdings erholen, steigt die Inflation dementsprechend schneller an. Ähnliches gilt auch für den US-Dollar. Sollte sich der Greenback aufgrund der unterschiedlichen Geldpolitik weiter Richtung Parität zum Euro bewegen, sollte sich dies nur noch minimal auf den Preisdruck auswirken. Ansonsten dürften auch diese Basiseffekte mittelfristig nachlassen und sich nach und nach umkehren.

Notenbankpolitik und Geldumlaufgeschwindigkeit
Das Gespenst der Deflation ist kein neues Phänomen – schon seit geraumer Zeit herrscht weltweit Angst vor sinkenden Preisen. Mit verschiedenen geldpolitischen Maßnahmen versuchen daher die großen Notenbanken, dem entgegenzuwirken. Auch wenn die Fed inzwischen die Zügel wieder enger hält, darf nicht das Ausmaß der Ungleichgewichte und Verwerfungen vergessen werden, die durch mehrere Jahre Nullzinspolitik und quantitative Lockerung entstanden sind. Als Reaktion auf die globale Finanzkrise haben die Zentralbanken in den USA, der Eurozone und Japan ihre Bilanzen massiv erweitert. Gleichzeitig sind die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und der Geldschöpfungsmultiplikator rapide gefallen, was eine plötzliche Entschuldung und ein Einfrieren des Finanzsystems erkennen lässt. Wenn Umlaufgeschwindigkeit und Geldmengenmultiplikator allerdings wieder auf ihre Vorkrisenniveaus steigen, würde dies eine deutliche Zunahme der Inflation in den zweistelligen Bereich implizieren, selbst wenn die Entwicklung langsam verläuft. Auf kurze Sicht sind derartige Preissteigerungen unwahrscheinlich. Eine teilweise Korrektur der Umlaufgeschwindigkeit und Geldmengenmultiplikatoren in Richtung der historischen Norm ist jedoch plausibel und würde zusätzlichen Inflationsdruck bedeuten.

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Fondsidee des Monats Mai 2016

Anlageideen

Der BGF Natural Resources Growth & Income Fund der Fondsgesellschaft BlackRock Investment Management (UK) Limited musste im Jahr 2015 durch die fallende Nachfrage nach Energie-Ressourcen ziemliche Verluste einstecken. Seit Mitte Januar diesen Jahres konnte der Fonds mit einem gewaltigen Wachstum einiges wettmachen und Wachstumsraten oberhalb von 30 Prozent erreichen. Die drei großen Sektoren Agrar, Minen und Energie, in die der Fonds investiert ist, haben sich seit Jahresbeginn überproportional entwickelt.

Diese Entwicklung ist zum einen auf das reinvestierte Kapital zurückzuführen, aber auch die Bereitschaft Chinas über expansive Fiskal- und Geldpolitik einzugreifen, trug zu einer breiten Erholung bei. Zusätzlich kam es vermehrt zur Stärkungen innerhalb der Bilanzen von Unternehmen aus dem Bereich Ressourcen, um auf mögliche Schocks besser reagieren zu können. Die aktuell niedrigen Rohstoffpreise, die wirtschaftliche Entwicklung von aufstrebenden Ländern sowie der allgemeine Anstieg der Weltbevölkerung werden auch in Zukunft Aktientitel aus dem Bereich Ressourcen hochtreiben und zu einer Diversifikation des Portfolios beitragen.

Die Wertentwicklung des BGF Natural Resources Growth & Income Fund der letzten zwei Jahre zeigt die folgende Grafik:

BGF Natural Resources Growth & Income Fund
Der Fonds besitzt einen breiten Rohstoffkorb und eignet sich nur für risikofreudige Anleger, weil das Fondsmanagement über eine Aktienquote von mindestens 70 Prozent ein überdurchschnittliches Kapitalwachstum anstrebt. Über die Diversifikation zwischen den drei großen Bereichen Bergbau, Energie und Landwirtschaft sowie den möglichen Einsatz derivativer Instrumente, können Risiken minimiert und Erträge maximiert werden. Als Investor sollte man daher einen langfristigen Anlagehorizont anstreben.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw . Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

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Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2016

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Als Anleger hat man auch häufig mit steuerlichen Fragen rund um die gewählten Investmentfonds zu tun. So spielt es durchaus eine Rolle, ob man bei ausländischen Fonds eine ausschüttende oder thesaurierende Tranche wählt. Mit der steuerlichen Seite seiner Geldanlage sollte sich jeder Anleger befassen.

Der Fondsanbieter Allianz Global Investors stellt Ihnen eine aktualisierte verständliche und anschauliche Broschüre zu dem Thema „Investmentfonds und Steuern 2016″ für Privatanleger als PDF-Datei oder auch als Druckstück zur Verfügung. Eines der wichtigsten Anliegen war es, dem Verbraucher das zweifelsohne nicht immer ganz einfache Steuerrecht in einer verständlichen Form nahezubringen.

Funktion Investmentfonds

Dort finden Sie interessante Informationen zu:

  • Eine Art Gebrauchsanweisung für Investmentfonds
  • Investmentfonds und Steuern auf einen Blick
  • Die Berechnung der Abgeltungsteuer
  • Besteuerung von Ausschüttungen und Thesaurierungen
  • Befreiung von der Abgeltungsteuer
  • Ausländische Quellensteuern
  • Fondserträge in der Einkommensteuererklärung 2015
  • So füllen Sie die Anlage KAP für die Einkommensteuererklärung 2015 aus
  • Beantragen der Arbeitnehmer-Sparzulage
  • Beantragen der staatlichen „Riester-Förderung“
  • Häufig gestellte Fragen
  • Steuer-ABC

Das PDF-Dokument können Sie hier herunterladen.
Broschüre herunterladen

Für eine Bestellung des Druckstücks nutzen Sie bitte die eMail-Adresse info@anlage-top.de oder melden sich telefonisch unter +49 (621) 4608490 und hinterlassen Ihre Postanschrift.

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Anlagekommentar Mai 2016 – Weniger Pessimismus an den internationalen Finanzmärkten

Anlagetipp

Während sich der Jahresanfang eher verhaltend und mit einer nicht zu übersehenden pessimistischen Einstellung verhielt, zeigten sich die Reaktionen an den internationalen Finanzmärkten im April durchaus positiv. Als Grundlage diente sicherlich die Ausweitung der Kreditvergabe durch die chinesische Führung, wie auch die Erhöhung des Budgetdefizits. Allgemein hat sich diese Kombination positiv auf eine kurzfristige Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft ausgewirkt und auch die internationalen Finanzmärkte nicht unberührt gelassen. Die Konjunktur hat, auch wenn die Statistik das Wirtschaftswachstum mit nur 6,7 Prozent ab Jahresanfang beziffert, an Schwung gewonnen. Aber auch die Abstandnahme der US-Notenbank von einer weiteren Zinserhöhung kommt als Indikator für den Aufschwung in Frage und hat die Sorgen um eine bevorstehende Deflation gemindert. Vor allem Aktien und Rohstoffe haben sich im April gut behauptet und eine führende Position an den Kapitalmärkten eingenommen.

Risiken an den US-amerikanischen Aktienmärkten wachsen
Die Devise der internationalen Aktienmärkte basiert auf der Tatsache, das Rückschläge als temporär eingestuft und somit als Kaufgelegenheit betrachtet werden. Wer institutionell investiert und sich auf Anleihen bezieht, muss mit Negativzinsen rechnen und den historischen Tiefpunkt akzeptieren. Hier wird nur verkauft, wenn noch niedrigere Gewinnerwartungen oder sich verschlechternde Geschäftsmodelle für konstant nachgebende Kurse sprechen und eine Steigerung der Fundamentaldaten praktisch ausschließen lassen. Da dies nicht der aktuellen Tatsache entspricht, performt sich der amerikanische Aktienmarkt sukzessive in Richtung Allzeithoch und zeigt sich nach der Kurserholung der letzten Wochen mit einer guten Portion Optimismus. Diese Betrachtung könnte sich als trügerisch erweisen, sobald die Zahlen aus Unternehmen im Mai abebben und für Rücksetzer sorgen. Zu hohe Bewertungen im Kontext zu einer schwachen Gewinndynamik sorgen für eine latente Belastung der Märkte.

DAX Entwicklung

Gute Aussichten an den Anleihenmärkten
Bei Anleihen wirkt sich der Optimismus im Hinblick auf die Konjunktur positiv aus und könnte die Kurse drücken, wie die Renditen wachsen lassen. Da die globale Wirtschaftsentwicklung im Jahresverlauf vermutet schwach ausfallen könnte, ist dies eine praktische Kaufgelegenheit für all jene, die sich auf dem Anleihenmarkt etablieren und Renditen sichern möchten. Dabei sollte man die Brexit Diskussionen und auch die Situation in Griechenland nicht außer Acht lassen, da diese Faktoren einem nachhaltigen Anstieg der Bundesanleihen-Renditen entgegenstehen, aber auch keine niedrigere Rendite als bisher in die Wege leiten sollten. Vor allem Unternehmensanleihen werden vom bevorstehenden EZB Kaufprogramm profitieren. Hochwertige Emittenten erweisen sich langfristig, schlechte Bonitäten als kurzfristig gut kalkulierte Anlagemöglichkeit. Fakt ist, dass der Finanzmarkt keine großen Überraschungen und bahnbrechenden Veränderungen aufzeigen wird.

Arbeitslosenzahlen USA und Eurozone

Trotz schwachem Wirtschaftswachstum sinkende Arbeitslosenzahlen
Die Suche der Ökonomen für das verhaltene Wachstum hält an. Bei genauer Betrachtung ist es das schwache Produktivitätswachstum sowie demographische Faktoren, die das Angebot an Gütern und Dienstleistungen einschränken. Der Ruf nach dem „Helikoptergeld“ ist somit nicht zielführend. Die Angebotsseite einer Wirtschaft kann hauptsächlich nur durch eine Deregulierung der Arbeits-, Güter- und Dienstleistungsmärkte oder durch Anpassungen beim Steuersystem verändert werden. In der stetigen und deutlichen Reduzierung der Arbeitslosenzahlen in den USA und in der Eurozone kommt zum Ausdruck, dass es sich primär um Druck auf die Angebotsseite handelt. Die Arbeitsmärkte weisen tatsächlich darauf hin, dass es abgesehen vom niedrigeren Wirtschaftswachstum als in der Vergangenheit, um einen typischen Wirtschaftszyklus handelt.

Anlagemärkte Entwicklung

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Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

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  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
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Dividendenwerte bringen mehr Ertrag als Festgeld oder Bundesanleihen

Geldvermögen

Es gibt kaum noch Zinsen auf Sparbücher, Festgelder und Anleihen. Auch Bundesanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit erwirtschaften nur noch rund 0,1 Prozent Zinsen im Jahr ab. Dagegen haben die Aktien im DAX eine Dividendenrendite von aktuell rund 3 Prozent erwirtschaftet. Wer auf der Suche nach attraktiven Renditen ist, sollte deshalb Aktien und Aktienfonds mit starken Dividendenerträgen genauer betrachten.

Eine breite Streuung ist zu empfehlen
Wenn man sich als Sparer für Aktien oder Aktienfonds entscheidet, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sich an Unternehmen beteiligt. Entwickeln sich die Geschäfte der Unternehmen schlecht, müssen oftmals die Dividenden teilweise oder mitunter sogar ganz gestrichen werden. Anfang 2016 mussten die Aktionäre großer Energieversorger diese Erfahrung machen. Entscheidend ist also, dass die Unternehmen auch künftig dauerhaft Dividenden zahlen werden. Zudem schwanken auch die Kurse. Wer nur auf eine einzelne Aktie setzt, muss sich also bewusst sein, dass seine Ersparnisse allein von den Dividenden und der Wertentwicklung dieses Unternehmens abhängen. „Dividendenjäger“ sollten deshalb breit streuen und verschiedene Aktien mit hohen Dividenden aus mehreren Branchen berücksichtigen. Wem das zu kompliziert ist, kann in Aktienfonds mit dividendenstarken Werten investieren. Dann erhält man als Anleger ein breites Sortiment verschiedener Aktien. Gehen die Ausschüttungen einzelner Unternehmen zurück, können die Dividenden anderer Unternehmen den Rückgang ausgleichen.

Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2014

Auch wenn die Aktienkurse schwanken, die Dividende bringt einen stabilen Ertrag
In den letzten 40 Jahren stammte der Gesamtertrag europäischer Aktien gemessen am MSCI Europa zu über 40 Prozent aus Dividenden. Fast 60 Prozent der Wertentwicklung von Aktien steuerten Kursgewinne bei. Die Besitzer von Aktien profitierten nicht nur von Dividenden, sondern wurden langfristig mit zusätzlichen Kursgewinnen belohnt. Dividendenstarke Unternehmen sind besonders attraktiv, denn sie haben zumeist mehr Eigenkapital und stabilere Einnahmen. Deshalb schwanken ihre Kurse auch weniger stark als die Kurse anderer Werte.

Dividendenwerte eignen sich auch für Neu-Investoren
Dividendenstarke Aktien und Aktienfonds eignen sich auch für Sparer, die sich erstmals an den Aktienmarkt heranwagen. Welcher Anteil der Ersparnisse in Aktien oder Aktienfonds angelegt werden kann, sollte ein Sparer anhand seiner Sparziele und seiner Risikobereitschaft gemeinsam mit einem kompetenten Anlageberater bestimmen.

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Raus aus der Zinsfalle
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EZB Zinsentscheidung mit positiven Impulsen für den Mittelstand

Gewinn mit Geldanlagen

Auch wenn Mario Draghi mit seiner Zinsentscheidung für ein geteiltes Echo gesorgt hat – nicht alle Marktteilnehmer waren davon überrascht. Die deutschen Mittelstandsunternehmen erwarten positive Impulse. Durch den niedrigen Außenwert des Euro können insbesondere exportorientierte Unternehmen profitieren. Schon seit Jahren entwickelt sich die Auftragslage bei mittelständischen Unternehmen in Deutschland äußerst positiv. Sowohl die inländische Nachfrage als auch die Exporte steigen kontinuierlich.

Der deutsche Mittelstand sieht die Zukunft positiv
Auch wenn die Sorgen im Euro-Raum beispielsweise wegen der Brexit-Diskussion in jüngster Zeit zunehmen, bewerten Mittelständler ihre aktuelle Lage im Februar äußerst positiv. Für die Zukunft stellt sich die Situation ebenfalls positiv dar, denn die genaue Betrachtung der aktuellen Rahmenbedingungen zeigt, dass diese vielversprechend sind: Erstens wirken die extrem niedrigen Zinsen im Euro-Raum sowie die Ausweitung der Anleihekäufe durch die EZB, zusammen mit den immer noch niedrigen Rohstoffpreisen, wie ein Konjunkturprogramm für die deutsche Industrie. Zweitens ist die strukturelle Situation hervorragend: Die mit Abstand meisten Abnehmer deutscher Waren sitzen in Europa und sollten auch in 2016 für eine robuste Nachfrage sorgen. Aber auch Unternehmen mit hohen Exportquoten in das nicht europäische Ausland können erwartungsvoll nach vorne schauen.

Mittelstandsunternehmen Beschäftigungszahlen

Wechselkurs des Euro ist entscheidend
Die Abwertung des Euro sorgt nicht nur für einen Wettbewerbsvorteil und somit grundsätzlich vollere Auftragsbücher. Im Falle eines Nachfragerückgangs in China oder den USA würde sie für eine Kompensation sorgen und möglichen negativen Effekten entgegenwirken. Hinzu kommt, dass die besondere Stärke des Mittelstands schon immer die große Anzahl der sogenannten „Hidden Champions“ war. Diese Unternehmen besetzen häufig spezifische Nischen in ihrem Marktsegment und können sich auch gegen wesentlich größere Konkurrenten auf dem Weltmarkt behaupten. Auch wenn man von diesen Ausnahmekönnern nicht jeden Tag in der Zeitung liest, sind sie für die Stabilität der deutschen Konjunktur von enormer Bedeutung. Und etwas Stabilität könnten wir zurzeit alle gebrauchen.

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Anlagekommentar April 2016 – Erholung oder übereilte Höherbewertung am Aktienmarkt?

Anlagetipp

Während in den ersten beiden Monaten starke Rückschläge zu beobachten waren, ließ sich im März eine Erholung am Aktienmarkt spüren. Bessere Konjunkturdaten stärkten das Vertrauen von Anlegern und einige Stimmungsindikatoren ließen die Ansicht noch optimaler erscheinen. Eine deutliche Abschwächung des europäischen Wachstums wurde im ersten Quartal 2016 widerlegt und mit harten Daten untermauert. Anders sieht es auf dem US-amerikanischen Markt aus, sodass das Gesamtbild der Weltwirtschaft weiterhin wenig schwungvoll erscheint und Enttäuschungen mit sich bringt.

Kursanstieg bei Aktien höher bewertet
Experten meinen, dass die Erholung der Aktienmärkte weniger durch geldpolitische Tendenzen, sondern durch die Fundamentaldaten beeinflusst wurde. In den USA fallen die Unternehmensgewinne seit mittlerweile einem Jahr und auch die rückläufigen Margen sind nicht allein dem gestärkten US Dollar zuzuschreiben. Vielmehr zeigt sich das volkswirtschaftliche Umfeld in den USA nach wie vor schwach und die Kursanstiege der Aktien werden höher bewertet, als es eigentlich der realistische Fall ist. Temporäre Rückschläge sind daher nicht ausgeschlossen und kämen nicht überraschend. Verwunderlich ist allerdings, dass der Preisanstieg beim Rohöl heute mit einer positiven Interpretation untermauert wird und früher als negative Tendenz gewertet wurde.

DAX Entwicklung

Expansive Geldpolitik und ihr Einfluss auf Anleihen
Der Monat März zeigte die starken Einflüsse der Notenbankenentscheidung, welche die Rentenmärkte beeinflusste. Die EZB hat den Einlagesatz für Geldlagerungen bei der Notenbank auf 0,4 Prozent erhöht und die eigenen monatlichen Anleihekäufe von 60 Milliarden auf 80 Milliarden Euro angehoben. Weiter befindet sich das Kaufprogramm von Unternehmensanleihen in einer konstanten Ausweitung und die internationale Debatte zur expansiven Geldpolitik zeigt sich kontrovers. Von Helikoptergeld ist die Rede, welches eine spürbare Zinswende ausschließt und in ferner Zukunft keine positive Veränderung auf dem Anleihemarkt bringen wird. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld und die deflationäre Entwicklung werden nach Ansicht der Experten mittel- oder sogar langfristig unverändert bleiben.

Aussichten bleiben Positiv
Inwieweit sich eine für den Sparer, Anleger und Investor positive Zinswende in absehbarer Zeit einstellt, bleibt weiter abzuwarten. Derzeit ist keine spürbare Positivtendenz in Sicht. Zwar erholte sich die durch die Schuldenkrise verursachten Schwäche der EU- Wirtschaft, welche für 17% der Leistung der Weltwirtschaft aufkommt. Auch wenn die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2015 und auch Indikatoren für das Geschäftsklima (Ifo-Index, Einkaufsmanager Indices) unlängst etwas nachgelassen haben, ist eine Fortsetzung des Aufschwungs in Europa zu erwarten. In den USA war das Wachstum tiefer war als in der Vergangenheit, dennoch hat sich der Wirtschaftszyklus in den USA in vielen Aspekten bisher ähnlich wie früher verhalten. Dies gilt insbesondere für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist vom Höchststand von 10% im Jahr 2009 stetig auf 5% gesunken. Damit ist in etwa Vollbeschäftigung erreicht. Zudem weisen die Wirtschaftsdaten auf eine etwas bessere Konjunktur hin, was eine Fortsetzung des Aufschwungs in den USA erwarten lässt.

Anlagemärkte Entwicklung

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Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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