Geldanlagen im 2. Quartal 2017 – Zinswende ante portas?

Kursschwankungen

Gute Konjunkturaussichten und erfreuliche Wahlergebnisse in Frankreich: An den Börsen stimmt die grundsätzliche Richtung. Damit nicht genug. Auch aus den USA kommen gute Nachrichten: Dort lässt die gute wirtschaftliche Situation bereits die Zinsen steigen. Die EZB zeigt sich noch zurückhaltend. Noch…

Gute Konjunkturaussichten für Europa
Im zweiten Quartal 2017 zeigten die internationalen Märkte grundsätzlich ein leicht positives bis neutrales Bild. Sowohl der DAX als auch der US-amerikanische S&P 500 entwickelten sich erneut positiv und zeigten ein leichtes Plus, obwohl Rohöl rund 12 Prozent verlor. Dass sich Gold zum Ende wieder auf das Vorquartalsniveau einpendelte, wirkte als Kompensation.

USA: Anhebung des Leitzinses „alternativlos“
Die erneute Zinsanhebung zeigt, dass die US-amerikanische Notenbank der guten Konjunkturlage vertraut. Der von ihr festgelegte Leitzins liegt nun zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Seitens der Börse wurde dieser Schritt nicht nur erwartet, sondern gar als alternativlos gesehen. Viele Indikatoren belegen das: Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent herrscht in den USA nahezu Vollbeschäftigung und auch das Preisniveau bewegt sich langsam, aber sicher nach oben. Für den Herbst stellt die Fed bereits den nächsten Zinsschritt in Aussicht. Außerdem soll der Bestand an Staatsanleihen langsam abgebaut werden.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Ausgewählte Märkte im Überblick

Eurozone: Draghi nicht eindeutig
Die nach wie vor zurückhaltende Zinspolitik der EZB macht die Diskrepanz zur Fed immer deutlicher. Vielleicht ist dies ja der Grund für Draghis nebulöse Andeutung auf ein mögliches Ende der Geldschwemme. Dass einige seiner Formulierungen Spielraum für Interpretationen ließen, überraschte zumindest. So sei die nach wie vor niedrige Inflation grundsätzlich auf „zeitlich beschränkte Faktoren“ zurückzuführen. Gemeint ist damit beispielsweise der niedrige Ölpreis. Draghis Äußerungen dürften jedoch nicht bedeuten, dass die Zinserhöhung schnell kommt. Führende Investmentbanken rechnen eher damit, dass die EZB langsam das Volumen ihrer Anleihenkäufe herunterfährt. Draghi hat durchaus gute Argumente auf seiner Seite, wenn er von einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft in der Eurozone spricht.

Frühindikatoren zeigen klaren Trend
So wuchs diese im ersten Quartal mit 0,6 Prozent stärker als in den USA. Auch waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten – abgesehen von Griechenland – niedriger als befürchtet. Auch die Frühindikatoren zeigten ein positives Bild. Die Einkaufsmanagerindizes lassen für das zweite Quartal ebenfalls gute Ergebnisse erwarten. Das deckt sich mit dem ifo-Geschäftsklimaindex, der für Deutschland den höchsten Wert seit 1990 erreicht hat. So prognostizieren einige Forschungsinstitute für das zweite Quartal den höchsten BIP-Zuwachs seit 2007. Rund zwei Drittel der im DAX als auch im S&P 500 gelisteten Unternehmen zeigen zum wiederholten Mal in Folge positive Quartalszahlen. Befeuert wird die gute Stimmung durch den Wahlausgang in Paris. Die Wahl des europafreundlichen Macron wirkt sich bereits positiv auf Frankreichs Wachstumsaussichten und Europas Stabilität aus.

Erdöl – Langsamer Rückgang des Angebotsüberhanges
Dass der Erdölpreis im zweiten Quartal trotz OPEC-Interventionen nachgegeben hat, liegt an der rekordträchtigen Förderung in den USA. Hinzu kommt die psychologische Komponente: In der aktuellen Marktphase werden im Rohstoffsegment negative Nachrichten umgehend eingepreist, positive hingegen weitestgehend ignoriert. Immerhin: Langsam aber sicher nimmt der Angebotsüberhang ab – und somit auch die Lagerbestände.

Zentralbankbilanzen

Fed kündigt Bilanzreduktion an – US-Zentralbank auf Schrumpfkurs
Nach dem erfolgreichen Einläuten der Zinswende hat die Fed nun angekündigt, auch ihre Bilanzen abzubauen. Diese sollen im ersten Jahr monatlich zwischen 10 und 50 Milliarden Dollar schrumpfen und sich dann auf diesem Niveau einpendeln. Dieser Schritt ist logisch und wenig überraschend. Die in der Krise von 2007 ergriffenen Maßnahmen waren so unkonventionell, dass allen Beteiligten klar sein musste, dass sie nicht für ewig gelten.

Welche Konsequenzen hat das für Anleger?
Ein Grund zur Sorge ist grundsätzlich nicht gegeben. Zwar gaben kurzfristige US-Anleihen zunächst leicht nach, doch die Rendite der fünfjährigen Anleihen stieg auf 1,81 Prozent. Bei den richtungsweisenden zehnjährigen Treasuries ist ein Anstieg laut Analysten verschiedener Investmentbanken sogar auf über 3 Prozent möglich. Die Reaktion fiel dank der sehr offenen Kommunikationspolitik der Fed insgesamt sehr gelassen aus, so dass auch in Zukunft hier keine Verwerfungen zu erwarten sind.

Fazit
Mit seiner Ankündigung konnte Draghi die Märkte nicht nachhaltig verunsichern. Zu gut scheinen die konjunkturellen Aussichten zu sein. Deshalb überwiegt nach wie vor der Optimismus im Markt. Hinzu kommt, dass die Fed eine sehr hohe Transparenz an den Tag gelegt hat. Durch das Unterlassen jeglicher Irritationen und Spannungen hat sie die Zinswende ohne größere Verwerfungen eingeleitet und könnte damit der EZB als Vorbild dienen.

Quartalsbericht Q2 2017

Geldanlagen im Quartal als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2017
Mit Fondssparen positive Renditen erzielen
Der Durchschnittskosteneffekt

Bildnachweis

Die Unterschiede zwischen Indexfonds und Aktienfonds

Anlegerinformation

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld zwingt deutsche Sparer zum Beschreiten neuer Wege, da klassische Geldanlagen wie das Sparbuch nicht mehr rentieren. Die optimale Lösung wird durch Investments in Aktien in Form von Fonds geboten. Hierbei gibt es jedoch zwei völlig verschiedene Varianten: Aktienfonds und Indexfonds. Der nachfolgende Beitrag beschreibt Funktionsweise und Unterschiede.

Was sind Indexfonds?
Unter den seit 1998 auch in Deutschland verfügbaren Indexfonds sind, einfach ausgedrückt, Investmentfonds zu verstehen, welchen die Aufgabe zukommt, vorgegebene und meist sehr bekannte Indizes bestmöglich nachzubilden. Ein populäres und oft genutztes Beispiel hierfür ist der Deutsche Aktienindex DAX, der die Entwicklung von den 30 führenden Konzernen widerspiegelt. In der Regel werden die zugrunde liegenden Indizes in Indexfonds physisch nachgebildet. Das bedeutet weitgehend ähnliche Zusammensetzung bei Referenzindex und Indexfonds, wobei jedoch in der letzteren Variante nicht zwingend dieselben Aktien wie in der erstgenannten Version enthalten sein müssen. Um eine möglichst exakte Spiegelung des Basisindex zu gewährleisten, kann ein Indexfonds auch in die Aktien anderer Unternehmen investieren, sofern diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Funktionsweise von Investmentfonds

Was sind Aktienfonds?
Ein Aktienfonds ist ein Anlageinstrument, welches die Gelder der Investoren zu überwiegenden Teilen in die Aktien von Unternehmen mit nationalen oder internationalen Aktionsfeldern fließen lässt. Demnach partizipieren Anleger bei Aktienfonds sowohl am Erfolg als auch am Misserfolg der involvierten Aktiengesellschaften. In der Regel wird ein kleiner Teil des Fondsvermögens in bar vorbehalten, damit das Management effizient auf bestimmte Marktsituationen reagieren kann. Aktienfonds können beispielsweise auf Blue Chips ausgerichtet sein, also auf die Aktien weltweit operierender Unternehmen mit anerkannten Qualitätsstandards. Darüber hinaus kann ein Aktienfonds in Anteile kleinerer und mittelgroßer Unternehmen beziehungsweise in besondere Wirtschaftszweige, Regionen, Länder oder Branchen investieren. Wichtig ist zudem, dass Aktienfonds als Sondervermögen auch bei Insolvenz des Emittenten vor Gläubigerzugriffen geschützt sind.

Die Funktionsweise von Indexfonds
Weil es sich bei einem Indexfonds um ein passives Anlagevehikel handelt, entwickelt er sich ohne ständige Überwachung durch einen Fondsmanager. Seine einzige Aufgabe besteht in der möglichst genauen Nachbildung des zugrunde liegenden Referenzindex. Ein Eingreifen des Managements wird lediglich bei Veränderungen im Basisindex erforderlich, wenn beispielsweise ein Unternehmen ausscheidet und durch ein anderes ersetzt wird. Anleger erkennen die aktuelle Performance eines Indexfonds an einer möglichst klein ausfallenden Kennziffer, dem sogenannten Tracking Error. Da Indexfonds ohne permanentes Management auskommen, zeichnen sie sich durch vergleichsweise niedrige Kosten aus. Weitere Unterschiede bestehen in der Handelsart. Während klassische Indexfonds von Fondsgesellschaften verkauft und angekauft werden, sind so bezeichnete Exchange Traded Funds zu aktuellen Kursen an der Börse erhältlich.

wichtig beim fonds

Aktienfonds in der Funktionsweise
Als aktives Anlageinstrument wird ein Aktienfonds seitens der Performance permanent von Managern überwacht. Das Management ist auch für die Zusammensetzung zuständig und diesbezüglich an gesetzliche sowie hausinterne Anlagevorschriften gebunden. Entwickelt sich eine im Fondsvermögen enthaltene Aktie nicht dem Anlageziel entsprechen, kann sie der Manager durch eine andere Unternehmensbeteiligung ersetzen. Jeder Fondsmanager möchte optimale Ergebnisse für den von ihm betreuten Aktienfonds erzielen und dabei den Markt als Ganzes schlagen. Dieser Ansatz resultiert für engagierte Anleger in hohen Kosten, welche jedoch nicht immer gerechtfertigt sind.

Fazit:
Währende vergleichsweise teure Aktienfonds selten den Versprechen des Managements gerecht werden, erzielen Indexfonds bei niedrigen Gebühren attraktive Renditen. Ein weiterer Aspekt, der für Indexfonds spricht, ist die breite Streuung der Anlegergelder innerhalb eines bestimmten Index. Bestmögliche Diversifikation reduziert das Risiko, insbesondere bei volatilen Börsenzeiten erheblich. Gleichwohl setzen beide Fonds-Varianten zum Erzielen optimaler Erträge langen Anlagehorizont voraus.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2017
Mit Fondssparen positive Renditen erzielen
Der Durchschnittskosteneffekt

Bildnachweis

Fondsidee des Monats Juli 2017

Anlageideen

Der deutsche Aktienmarkt hat sich seit Jahresbeginn gut entwickelt. Noch besser ist die Wertentwicklung einzelner deutscher Hidden Champions. An den europäischen Aktienmärkten geht es generell wieder bergauf und das Vertrauen der nichteuropäischen Anleger wächst wieder. Dadurch gibt es signifikante Kapitalzuflüsse, beispielsweise aus den USA, in Europa und Deutschland. Wohl gibt es kleinere Korrekturen, dies sollte aber dem generellen Trend keinen Abbruch tun.

Volkswirtschaftliche Indikatoren wie der Arbeits- und Rohstoffmarkt haben eine gute Entwicklung
Es gibt keine Knappheit in den beiden Märkten, die auf einen möglichen Abschwung hindeutet. Auch das noch nicht abgeschlossene Quantitative Easing Anleihen Ankaufprogramm der EZB hat weiterhin mittelfristig Einfluss auf die deutsche Konjunktur. Sollte das Programm im Laufe des Jahres einen Abschluss finden, wirkt die extrem expansive Geldpolitik positiv nach, da Geldpolitik eine gewisse Zeit braucht, um sich durch die Transmissionskanäle zu entfalten.

Die Gesamtproduktion innerhalb Deutschlands unterstreicht die positiven Entwicklungen zusätzlich. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte mit, dass die Gesamtproduktion in Deutschland im Mai um 1,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen ist. Experten sind lediglich von einem leichten Anstieg um 0,2 % ausgegangen. Mittelfristig sehen die deutschen Konjunkturdaten solide aus und machen deutsche Aktien zunehmend interessanter. Eine Reihe von Einzelwerten, oft aus dem Bereich der sogenannten Hidden Champions – also deutsche mittelständische Unternehmen, die ein hohes Wachstumspotential haben – entwickeln sich insgesamt noch positiver. Hierzu gehören beispielsweise der Softwarehersteller Atoss, der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer oder der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr.

Um erfolgreich in solche mittelständischen Unternehmen investieren und von solch einer Performance profitieren zu können, muss man die Märkte und Unternehmen detailliert analysieren und ihre Entwicklung genau verfolgen. Der MainFirst Germany Fund der Fondsgesellschaft MainFirst Asset Management ist hierauf spezialisiert. Wie erfolgreich er diese Investmentstrategie umsetzt, zeigt sich in der kumulierten Wertentwicklung, die über fünf Jahre 192,5 % beträgt (Stand 30.06.2017).

Die Wertentwicklung des MainFirst Germany Fund der letzten acht Jahre zeigt die folgende Grafik:

MainFirst Germany Fund A

Dank seiner starken Mittelständler-Unternehmen ist Deutschland seit Langem das Zugpferd Europas. Ohne diese Anlageklasse kommt kein vernünftiges Aktienportfolio aus. Das Management des MainFirst Germany Fund selektiert die besten Unternehmen, wobei es überwiegend auf Small und Mid Caps setzt. Die Auswahl der Titel erfolgt fundamental über eine Bottom-up-Strategie, ausgiebiger Analyse und strenger Kriterien, um die vielversprechendsten Titel ins Portfolio zu nehmen. Durch das hohe Engagement in Aktien eignet sich die Anlage für risikoaffine Anleger mit langfristigem Anlagehorizont.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Fondssparen – Gelassenheit und Geduld bringt Geld
Mit ausschüttenden Fonds regelmäßige Erträge erzielen
Wie können sich Sparer vor Strafzinsen und Zinstief retten

Bildnachweis

Anlagekommentar Juli 2017 – Aufschwungsphase im Wirtschaftszyklus besorgt Investoren

Anlagetipp

Eigentlich müsste es ja umgekehrt sein. In 2017 geht die kontinuierliche Erholung der Rezession ins achte Jahr. Von einem Ende des Aufschwungs ist nichts erkennbar und der Aktienmarkt zeigt sich positiv. Alles in allem müsste diese Tendenz bei den Investoren für Zufriedenheit und Entspannung sorgen. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn viele Anleger sehen die Kontinuität eher skeptisch und warten auf einen Einbruch der Märkte.

Aufschwungsdauer schürt Unbehagen
Die innere Unruhe der Investoren basiert auf dem Rückblick zu vergangenen Aufschwungsperioden. Der letzte kontinuierliche Wirtschaftsaufschwung kam nach sechs Jahren zum Erliegen und ging mit einem rapiden Einbruch der Aktienmärkte einher. Wer ein Stück weiter in die Vergangenheit blickt, wird erkennen, dass acht Jahre noch keine wirklich lange Zeit sind. In den 80er und 90er Jahren konnten Aufschwungsphasen deutlich länger anhalten. Viele Experten meinen, dass dieser Aufschwung zur längsten Phase in der Nachkriegszeit werden und von den positiven Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, in der Geldpolitik und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung profitieren könnte. Von einer Rezession ist aktuell nichts zu erkennen, außer in den Köpfen der Anleger, die den Markt mit besonderer Skepsis und eher kritisch beobachten.

DAX Entwicklung

Vergleich zu früheren Börsenzyklen zeigt geringes Risikopotenzial
Im Zusammenhang mit den Zinserhöhungen gab es schon in der Vergangenheit keine deutlichen Rückschläge der Kurse. Lediglich eine geldpolitische Straffung mit Abschwächung der Wirtschaft könnte zum Risiko werden und in einer invasiven Zinskurve enden. Wer jetzt den Teufel nicht an die Wand malt und die Entwicklung der Märkte als positiven Effekt nutzt, profitiert von einem sehr geringen Risiko und dem wirtschaftlichen Aufschwung, der sich in absehbarer Zeit nicht ändern wird. Der Börsenzyklen-Vergleich liegt der Tendenz zugrunde.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit der weiterhin besten Konjunktur seit Jahren und den positiven Trends bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Auch wenn hochbewertete Technologieaktien, die zuvor auf neue Rekordstände geklettert waren, unter kräftigen Gewinnmitnahmen litten und die europäischen exportorientierten Titel die starke Gemeinschaftswährung zu schaffen machte, so kann man dennoch weiterhin von einem intakten Umfeld an den Börsen sprechen.

Politische Entwicklungen finden kaum Beachtung, denn weder der haushohe Wahlsieg von Macrons neuer Partei „La République en marche“, die gesunkene Wahrscheinlichkeit für italienische Neuwahlen in diesem Jahr oder der überraschend knappe Wahlsieg der konservativen Tories bei der britischen Parlamentswahl hat die Kapitalmärkte nur kurzfristig leicht bewegt. Auch dem sich ausweitenden Konflikt auf der arabischen Halbinsel oder die lehrbuchgerechte Abwicklung der spanischen Banco Popular und deren Übernahme durch die Großbank Santander schenkten die Anleger wenig Beachtung. Durch die Urlaubssaison sind die Handelsvolumen immer geringer, wodurch es trotz der guten Aussichten, dennoch die eine oder andere Korrektur geben kann. Aufgrund des intakten Umfelds an den Börsen sollten deshalb Rückschläge weiterhin als Kaufgelegenheit gesehen werden. In möglicherweise kommenden volatilen Marktphasen sollten Anleger ihre Disziplin wahren.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte sind weiterhin als Beimischung zu empfehlen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
Anlagekommentar als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Value Investing – Investieren mit Wert
Entscheidende Lebenssituationen beim Vermögensaufbau
Sicher ist sicher. Wirklich?

Bildnachweis

Fondsidee des Monats Juni 2017

Anlageideen

An den Börsen der Industrienationen gibt es weiterhin nur eine Richtung – nach oben. Die zweite US-Zinserhöhung wurde in den USA nicht als negativer Einfluss für die Wirtschaft, Wechselkurse und Märkte gewertet, sondern als positive Zeichen einer jahrelangen erfolgreichen expansiven Geldpolitik.

USA hat bereits hohe Bewertungen, Europa besitzt noch Aufholpotential
Die US-Wirtschaft scheint robust zu sein, weshalb die Marktteilnehmer positive Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung haben. Die Einspeisung der äußerst positiven Erwartungen hat in den US-Aktienmärkten zu höheren Bewertungen geführt als in Europa. Gemessen am KGV sind US-Aktien deutlich höher bewertet, als es in Europa der Fall ist. Was auch nicht unbedingt verwundert, denn die USA gilt als Vorreiter der am schnellsten aus der Krise von 2008 gewachsen ist. In Europa haben sich die Aktienmärkte seit 2008 zwar auch deutlich erholt, aber bieten noch deutliches Aufholpotential gegenüber den US-Aktien. Die gefürchteten politischen Ereignisse um die Wahl in den Niederlanden und Frankreich sind in Bezug auf eine pro europäische Sichtweise zufriedenstellend ausgegangen. Geldpolitisch hat die EZB scheinbar alles unter Kontrolle. Die Zinsen sind niedrig, die Kreditnachfrage und Geldmenge erhöht sich und unterstützt die konjunkturelle Entwicklung immens. Zwar flammen hin und wieder die Probleme um Griechenland und Italien auf, aber es ist aufgrund neuer Mechanismen und dem europäischen Zusammenhalt nicht von einer neuen Eurokrise auszugehen.

Aufgrund der aktuellen Marktgegebenheiten gibt es derzeit in Europa ein attraktiveres Rendite-Risiko-Verhältnis als in den USA. Deshalb möchte ich hier den Investmentfonds Value Opportunity Fund vorstellen, der als europäischer Mischfonds mit Spezialisierung auf Value-Titel eine sehr gute Investmentlösung darstellt. Der Fonds hat sich auf das Herauspicken von Investment-Rosinen spezialisiert. Das Ziel sind aktienähnliche Renditen bei geringerer Volatilität. Die Zwei-Säulen-Strategie des Fonds wählt Investments anhand von Fundamentaldaten (Value – Unterbewertung) oder Sondersituationen (Opportunity – Übernahmen, Restrukturierung etc.) aus. Die bisher äußerst erfolgreiche Strategie wurde 2016 mit dem Lipper Fund Award für die beste risikogewichtete 3-Jahresperformance in der Kategorie „Flexible Mischfonds Europa“ ausgezeichnet.

Die Wertentwicklung des Value Opportunity Fund der letzten acht Jahre zeigt die folgende Grafik:

Value Opportunity Fund

Zum Value Opportunity Fund kann man sagen, dass man mit ihm werthaltig investiert. Das Fondsmanagement des Value Opportunity Fund investiert überwiegend in Aktien und Anleihen deutscher und europäischer mittelständischer Unternehmen. Die Selektion erfolgt über die Value & Opportunity Strategie. Über Value Investing werden unterbewertete Unternehmen ausgemacht, die hohes Wachstumspotenzial aufweisen. Mit dem Opportunity Investing werden Spezialsituationen, z.B. Kapitalerhöhungen oder Übernahmen ins Auge gefasst, um an Kurssteigerungspotenzialen zu partizipieren. Der Fonds eignet sich für langfristig auf Wachstum ausgerichtete Anleger.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2017
Entscheidende Lebenssituationen beim Vermögensaufbau
Fondssparen – Gelassenheit und Geduld bringt Geld

Bildnachweis

Anlagekommentar Juni 2017 – Europa reagiert entspannt, in den USA herrscht Ernüchterung

Anlagetipp

Was hat sich an der geopolitischen Risikofront getan? Mit der Präsidentenwahl in Frankreich hat sich eine völlig neue Aufbruchsstimmung in Europa ausgebreitet. Emmanuel Macron ist ein europafreundlicher und den Finanzmarkt nicht unbeeindruckt lassender Präsident. Die „En Marche!“ Bewegung der kommenden Parlamentswahlen schüren ebenfalls Hoffnung und haben die Entspannung der Märkte begünstigt. Anders verhält es sich in den USA. Täglich neue Skandale um den US-Präsidenten Donald Trump lässt die angekündigten Infrastruktur- und Steuerreformen praktisch in den Hintergrund rücken. Aktuell stehen die Verbindungen von Trump und seinem Team zu Russland im Fokus und ziehen jegliche Aufmerksamkeit auf sich. Von einer Entlastung der Konsumenten wie Unternehmen kann aktuell keine Rede sein und Anleger zeigen sich diesbezüglich verunsichert. Ein weiterer Brennpunkt kommt in Brasilien nicht zum Erliegen. Der Skandal um die Korruption der brasilianischen Staatsmacht haben für einen Einbruch der Währung und des Aktienmarktes gesorgt.

Positive Quartalsergebnisse minimieren die Sorgen
Entspannung in Europa – Enttäuschung in den USA. Anleger haben die Zeit genutzt, sich intensiver mit der Entwicklung der Konjunktur zu befassen. Allein der Blick auf die Unternehmen und deren Gewinnprognosen haben für eine positive Saison gesorgt. Nahezu 80 % aller S&P 500 Unternehmen übertrafen ihre Prognosen und 64 % haben höhere Umsätze als erwartet erzielt. Vor allem im Bereich Technologie wurden 90 % aller Erwartungen übertroffen und rund 23 % Gewinnwachstum erreicht. Ebenso positiv zeigten sich Produktionsfirmen für Industriegüter und Pharmaunternehmen. In der Telekommunikation waren die Werte enttäuschend und reichten nicht annähernd an die anvisierte Zielsetzung heran. Die Aktienbörsen Europas nahmen die Saisonberichterstattung positiv auf, sodass 64 % der STOXX Europe 600 Unternehmen mit positiven Gewinnen und einer Übersteigung der ursprünglichen Umsatzprognosen aufwarteten. In Europa stehen Finanzen, Rohstoffe und Konsumgüter derzeit im Fokus, während die Technologie und Versorger Gewinnrückgänge verzeichneten. Die Öl- und Gasbranche konnte ebenfalls mit einem überraschenden Boom aufwarten.

DAX Entwicklung

Aktienmärkte haussieren und Realismus an den Rentenmärkten
Wegen der euphorischen Stimmung bei den Anlegern und den guten Unternehmenszahlen waren mehrjährige Höchststände und neue Rekordmarken die Regel. Der amerikanische NASDAQ-Composite stieg mit 2,5 % doppelt so stark wie der marktbreite S&P 500. Der TecDAX in Deutschland stieg um 9,5 % und stellte damit den DAX mit einem Zuwachs von 1,4 % deutlich in den Schatten. Ursache dafür war eine weiterhin starke Nachfrage nach Technologietiteln. Aber auch japanische Aktien konnten vom verbesserten Wachstumsausblick in China und dem schwächeren Yen profitieren und der NIKKEI 225 konnte um 2,4 % zulegen. Im Gegensatz dazu fokussierten sich die Rentenmärkte auf eher belastende Faktoren. Bei den zehnjährigen US-Staatspapieren sank die Rendite Ende Mai auf 2,20 % und bei den deutschen Pendants ging die Rendite ebenfalls auf 0,30 % herunter. Die gesunkenen Anleiherenditen zeigen, dass die Risikoneigung der Anleger deutlich abgenommen hat.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit der besten Konjunktur seit Jahren und positiven Trends bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Dies ist unabhängig davon, dass nach dem guten Marktverlauf der letzten Monate die Korrektur-Risiken zugenommen haben. Da durch die Urlaubssaison in den Sommermonaten die Handelsvolumen geringer werden, wäre es tatsächlich ungewöhnlich, wenn nicht die eine oder andere Korrektur in dieser Zeit stattfindet. Aufgrund des intakten Umfelds an den Börsen sollten Rückschläge weiterhin zu Kaufgelegenheiten genutzt werden. Die aktuellen Marktbewertungen sind zweifelsohne hoch, was sich in hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen von Aktien und tiefen Renditeaufschlägen von Unternehmens- gegenüber Staatsanleihen zeigt. Andererseits zeigt die Historie, dass die Bewertungen erst dann zum Risikofaktor werden, wenn sich das fundamentale Umfeld verschlechtert, was sich momentan nicht abzeichnet. In möglicherweise kommenden volatilen Marktphasen sollten Anleger ihre Disziplin wahren.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte sind weiterhin als Beimischung zu empfehlen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
Anlagekommentar als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Sicher ist sicher. Wirklich?
Pauschale Anlageregeln taugen nichts
Anlagestrategie in einem Umfeld negativer Realzinsen

Bildnachweis

Mit Nachhaltigkeit sein Geld sauber anlegen

ökologische Investments

Wenn es um nachhaltige bzw. ökologische Investments geht, sind diese nach wie vor ein Nischenthema. Als Anleger hat man aber gute Gründe, sich mit diesem Thema stärker zu befassen. Wer sein Geld nachhaltig investieren möchte tut dies, um ethisch und nachhaltig einwandfrei anzulegen. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit? Auch wenn dieser Begriff nicht eindeutig definiert ist, gibt es mittlerweile objektive und nachvollziehbare Kriterien.

Als Anleger steht man einem großen, unübersichtlichen Angebot gegenüber
Fondsanbieter setzen häufig feste Kriterien ein. So sollen bestimmte Kategorien wie Rüstung oder Tabak ausgeschlossen werden. Aber auch Kinderarbeit gehört in der Regel zu den Ausschluss Kriterien. Interessant ist jedoch eine andere Ebene der Nachhaltigkeitsbetrachtung. Hierbei geht es um die Unternehmen selbst und um die Frage, wie nachhaltig ihr Geschäftsmodell und ihr Agieren sind. Die Beurteilung übernehmen häufig Analysehäuser oder Ratingagenturen, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Die Überlegung dahinter: Neben der moralischen gibt es auch die finanzielle Seite. So können nachhaltig agierende Unternehmen langfristig einen Vorteil haben – auch auf der Risikoseite. Eine Studie der Harvard University zeigte, dass sich der Börsenwert von Firmen mit einem hohen Nachhaltigkeitswert langfristig besser entwickelt als bei solchen Firmen, die hier einen geringen Wert aufweisen.

Interesse an nachhaltigen Geldanlagen

Für eine ökologisch und ethisch korrekte Investition, muss man die Produkte an seinen Prinzipien messen
Fondsanbieter haben diese Chancen erkannt und bieten verschiedene Konzepte an, auch wenn nicht jedes sinnvoll ist. Fonds die nach dem „Best in Class“-Prinzip verfahren, investieren in die jeweils „besten“ Unternehmen. Das Manko: Nur weil ein Unternehmen beispielsweise nach ökologischen Kriterien besser ist als andere, ist es objektiv gesehen nicht zwingend wirklich ökologisch. Deutlich sinnvoller sind Konzepte, die nach strengen Kriterien arbeiten. Dazu gehört beispielsweise das Thema „Katholisches Investment“. Anders als der Name es suggeriert, geht es hier nicht um katholische Werte im strengen Sinn. Bei diesem Konzept stehen solche Werte im Fokus, die einen hohen Nachhaltigkeitswert haben und kirchlichen Wertevorstellungen nicht im Weg stehen

Fazit:
Das Thema Nachhaltigkeit ist in den vergangenen Jahren langsam aber stetig aus seinen Kinderschuhen gewachsen. Durch strengere und objektivierbare Kriterien ist es möglich, hier in Fonds zu investieren, die einen hohen Nachhaltigkeitsgrad aufweisen. Anleger haben dabei langfristig gute Chancen, ihr Portfolio attraktiver zu gestalten.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Fondssparen – Gelassenheit und Geduld bringt Geld
Investmentsteuerreformgesetzes 2018 – Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Bei der Geldanlage nicht auf Modetrends reinfallen

Bildnachweis

Fondsidee des Monats Mai 2017

Anlageideen

Seit Ende des letzten Jahrhunderts schreitet der technische Fortschritt zunehmend voran und findet sich unter anderem in Schlagwörtern wie Industrie 4.0, Internet of Things und Robotics wieder. Im Zuge der spannenden Entwicklungen um die Industrie 4.0 entwickeln sich auch für Anleger neue interessante Investmentchancen.

Die Digitalisierung hat in allen Lebensbereichen Einzug gehalten
Unser Alltag wird begleitet von modernen Technologien und zunehmender Digitalisierung. Tech-Giganten wie Facebook, Apple, Netflix und Google profitieren jetzt schon von der Entwicklung, was sich auch in den Börsenkursen niederschlägt. Facebooks Ausgabepreis lag vor knapp fünf Jahren bei 38 US-Dollar pro Aktie. Bis heute ist der Kurs um 100 Dollar gestiegen. Seit der ersten Präsentation des iPhone Anfang 2007 hat sich die Apple-Aktie mehr als verzwölffacht. Netflix ging 2002 an die Börse, und hat seinen Wert seit IPO verzehnfacht. Im Vergleich fast konservativ klingt da die Performance von Alphabet (ehemals Google). Die Aktie hat in den letzten zehn Jahren um knapp 300 Prozent zugelegt. Unternehmen, die Marktanteile im Bereich Digitalisierung für sich gewinnen können, bieten langfristig ausgesprochen hohe Wachstumschancen.

Die Wertentwicklung des Quint:Essence Strategy Social Media & Technology der letzten drei Jahre zeigt die folgende Grafik: 

Quint:Essence Strategy Social Media & Technology

Der Quint:Essence Strategy Social Media & Technology der Fondsgesellschaft Quint:Essence Capital setzt stark auf die Trends der Zukunft, wie zum Beispiel Social Media oder Digitalisierung. Dabei besitzt der Fonds leichte Charakterzüge eines vermögensverwaltenden Ansatzes, da ein Teil des Portfolios in klassische Standardwerte investiert wird. Dadurch ist ein thematischer Risikopuffer gegeben, der langfristigen Anlegern dennoch die Chance auf Partizipation zukunftsweisender Themen und Technologien bietet. Auch wird dadurch die Diversifikation erhöht, womit dieser Baustein das Risiko/Ertrags-Profil eines Portfolios effizienter macht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Sicher ist sicher. Wirklich?
Mit ausschüttenden Fonds regelmäßige Erträge erzielen
Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2017

Bildnachweis

Anlagekommentar Mai 2017 – Wirtschaftliche Risiken gesunken – Geldpolitik bleibt dennoch locker

Anlagetipp

Im März hat die EZB geäußert, dass sich die wirtschaftlichen Risiken in der Eurozone spürbar minimiert haben. Dennoch bleiben die Zinsen niedrig, ließ Mario Draghi verlautbaren und hält an seiner lockeren Geldpolitik fest. Anhand der günstigen Prognosen gehen Experten allerdings davon aus, dass das Kaufprogramm für Anleihen in 2018 endet und eine Anhebung der Leitzinsen für 2019 auf der Agenda steht. Einige Branchenkenner mutmaßen bereits, dass bereits Ende 2018 mit einer langsamen Erhöhung der Leitzinsen gerechnet werden kann.

Normalisierung der Geldpolitik im Fokus
Eine Normalisierung der Geldpolitik würde als positives Konjunktursignal aufwarten und die Mutmaßungen von Marktkritikern und Spekulanten eindämmen. In der Schweiz orientiert sich die Geldpolitik nach wie vor an der Währung, was eine Zinsanhebung vor der EZB unwahrscheinlich macht. Auch in den USA lässt sich die Notwendigkeit einer Straffung der Geldpolitik als Notwendigkeit erachten, die trotz dem Regierungswechsel bisher nicht erfolgt ist. Aus dem Fed-Protokoll ist aber erkennbar, dass im aktuellen Wirtschaftsjahr zwei Zinsschritte zu erwarten sind. Die Schrumpfung der Bilanz rückt ebenfalls in den Fokus und könnte angegangen werden, sobald im März 2018 ein neuer Fed-Vorsitzender ins Amt berufen wird. Positive Unternehmensgewinne prägen aktuell den Markt und bilden ein fundamentales Umfeld für Anlagen auf dem Risikosektor. Ein Zukauf nach Rallyes ist allerdings nicht ratsam, wobei Rückschläge durchaus eine gute Kaufgelegenheit offerieren und bei richtiger Entscheidung sich gute Kursgewinne erzielen lassen.

DAX Entwicklung

Trends für Anlagen im zweiten Halbjahr
Erfahrungen aus der Geschichte zeigen, dass eine Bewertung erst dann als Risikofaktor gilt, wenn eine Verschlechterung des fundamentalen Umfeldes sind Augenmerk gelangt. Die aktuelle Faktenlage an den Aktienmärkten spricht für eine zyklische Allokation, die sich auch außerhalb der USA zeigt. Verschlechterungen sind zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Form erkennbar.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Die allgemeine Lange an den Märkten hat sich normalisiert, nachdem bei den Wahlen in Frankreich Marine Le Pen nicht zum Zug gekommen ist. Dies sorgt zumindest auf dem europäischen Markt für Beruhigung. Andere Unwägbarkeiten bleiben jedoch noch. Bei US-Präsident Donald Trump kann man immer noch keinen roten Faden erkennen, der für die Märkte positive Impulse bringen kann. Er versinkt immer mehr in innenpolitischen Querelen. Für die anstehenden Brexit-Verhandlungen wird der Wind zwischen den Parteien zunehmend rauer. Die Aussagen erstrecken sich von Milliardenforderungen der EU bis hin zur Zahlungsverweigerung von Seiten Großbritanniens. Es kann also immer mal wieder zu Rücksetzern kommen, denn man sollte nicht vergessen, dass ein Crash zur Börse gehört wie die Hausse. Es spricht immer noch viel für Aktien, vor allem wegen den fehlenden Alternativen in Zeiten der Nullzinsen. Aktien mögen nicht mehr ganz billig sein, aber im Vergleich zu Anleihen auch nicht überteuert. Insbesondere in volatilen Zeiten sollten Anleger ihre Disziplin wahren.

Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge. Der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet, aber auch die Schwellenländermärkte bleiben als Beimischung interessant. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Nach einer markanten relativen Schwäche im Jahr 2015 konnten sich die Schwellenländermärkte in 2016 teilweise wieder erholen. Als Risikofaktor bleibt aber weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung (vorwiegend in US-Dollar). Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen. Wegen der weiter auseinanderstrebenden Notenbankpolitik Europas und der USA, kann eine temporäre Beimischung von in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen guter Bonität sinnvoll sein.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
Anlagekommentar als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Fondssparen – Gelassenheit und Geduld bringt Geld
Entscheidende Lebenssituationen beim Vermögensaufbau
Bei der Geldanlage nicht auf Modetrends reinfallen

Bildnachweis

Afrika – Eine langfristige Anlage

Vermögensaufbau

Bei den meisten deutschen Anlegern wird Afrika immer noch als Anlagemöglichkeit verkannt. Es dominieren zu sehr die politischen Umstände die Wahrnehmung. Zu Unrecht wie viele Experten aufzeigen. Langfristig sorgt der Kontinent für eine deutliche Bereicherung des Portfolios. Deshalb kann genauerer Blick auf den schlummernden Riesen nicht schaden.

Politische Umstände überschatten die Wirtschaftsdaten
Für die meisten Anleger ist Afrika immer noch als Anlagethema weitestgehend tabu. Gründe gibt es vermeintlich viele: Zu hohe Unsicherheiten, zu klein oder politisch zu instabil sind nur einige davon. Bei genauerer Analyse zeigt sich jedoch, dass trotz gegebener Risiken der afrikanische Kontinent durchaus für die Geldanlage attraktiv ist. Dafür sprechen mehrere Argumente. Der afrikanische Kontinent ist trotz Kriegen und Krisen im Aufbruch. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Wirtschaft seit dem Jahr 2000 deutlich am Steigen, einzelne Länder weisen sogar ein Wachstum von über 8% pro Jahr aus. Im gleichen Zeitraum konnten lediglich die asiatischen Tigerstaaten ein höheres Wirtschaftswachstum aufweisen. Nimmt man die von der UNO prognostizierte Bevölkerungsverdopplung bis 2050 in Betracht, so dürfte sich der Trend langfristig fortsetzen. Aktuell macht der afrikanische Anteil an der Weltbevölkerung circa 16% aber nur 2% der globalen Wirtschaftsleistung aus. Das sind starke Herausforderungen für den Kontinent, doch zeigen Beispiele wie Nigeria, Kenia, Ruanda oder Äthiopien, dass diese zu meistern sind.

Afrika: Ranking der 10 stabilsten* Staaten nach dem Fragile States Index 2016

Strukturwandel fördert Wachstumstreiber
Verantwortlich für das deutliche Wirtschaftswachstum waren unter anderem die sinkenden Rohstoffpreise und zunehmende Kapitalzuflüsse. Aber auch interne Faktoren spielten und spielen eine wichtige Rolle. So ist insbesondere – aber nicht nur – in den genannten Ländern ein Strukturwandel zu mehr Liberalisierung und Demokratisierung festzustellen. Zu den Wachstumstreibern zählt beispielsweise die Telekommunikation. Schon heute besitzen 60% der Bevölkerung ein Mobiltelefon und die Tendenz ist weiter steigend. Treten die Vorhersagen der UNO bezüglich des Bevölkerungswachstums bis 2050 tatsächlich ein, ergibt sich hier ein gigantischer Wachstumsmarkt. Weitere Chancen bieten sich durch die globale Vernetzung und Digitalisierung im IT-Sektor und bei Finanzdienstleistungsunternehmen. So hebt sich Kenia bereits jetzt ab und wird als „Silicon Savannah“ benannt.

Trotz aller Krisen und großer Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern entwickelt sich Afrika immer mehr zu einem interessantes Anlagefeld. Die Chancen sind durchaus attraktiv, auch wenn zu bedenken ist, dass es nur als langfristiges Investment zu sehen ist. Auch ist dies sicher kein Basisinvestment, sondern eher als Beimischung anzusehen. Die Nutzung eines regelmäßigen Sparplanes kann die Schwankungen durch politische Unsicherheiten minimieren. Im Rahmen einer Portfoliooptimierung hat dieser Markt das Potenzial, das Risiko/Chancen-Verhältnis deutlich zu verbessern.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Sicher ist sicher. Wirklich?
Entscheidende Lebenssituationen beim Vermögensaufbau
Attraktive Alternativen für armselig verzinste Tagesgelder

Bildnachweis