Microfinance – Rendite und soziale Wirkung verbinden

Vermögensaufbau

Die so genannten „nachhaltigen Anlagen“ sind längst nicht mehr nur ein Modetrend. Dieser Anlagebereich zeigt vielmehr, dass es möglich ist, Rendite und soziale bzw. ökologische Wirkung zu vereinbaren.
Bei der Weltbevölkerung sind gut zwei Drittel von der klassischen Kreditvergabe abgeschnitten, da sie entweder zu arm sind oder es an der notwendigen Infrastruktur fehlt. Mikrofinanzfonds füllen diese Lücke und vergeben Kredite an Kleinstunternehmen in Entwicklungsländern. Auch deutsche Anleger können davon profitieren, denn Mikrofinanzfonds erzielen eine stabile und marktneutrale Rendite. Wer an Kredite und Finanzierungen denkt, hat in der Regel Großbanken vor Augen. Doch abseits dieser sichtbaren Welt gibt es auch Institute, die sich mit der sogenannten Mikrofinanzierung beschäftigen. Sie sind in den Entwicklungs- und Schwellenländern tätig, wo sie Kleinstkredite an Privatpersonen oder kleine Unternehmen vergeben.

Entstehung der Mikrofinanz
Die Idee ist, dass Kleinstunternehmen und auch Privatpersonen kleine Kredite zur Verfügung gestellt werden, damit sie für ihre Entwicklung notwendige Projekte realisieren können. Diese sogenannten Mikrokredite sind ein Teil der Entwicklungspolitik und haben das Ziel, Menschen und Unternehmen zu fördern, die ansonsten keinerlei Zugang zum Kapitalmarkt haben. Das Konzept wurde ursprünglich in den Ländern des Südens eingesetzt, um deren Entwicklung durch die Gründung von Kleinstunternehmen zu fördern. Mikrofinanz existiert jedoch auch in Industriestaaten, wo es eine Antwort auf das Problem der finanziellen Ausgrenzung bietet. Neu ist die Idee nicht. So hat Friedrich Wilhelm Raiffeisen bereits vor 150 Jahren das Genossenschaftsmodell entwickelt, welches auf dem Selbsthilfe- und Solidaritätsprinzip beruhte. Und in den 70er Jahren wurden erste Projekte in Togo und Bangladesch erfolgreich umgesetzt. Der Erfolg gibt dieser Idee Recht. Mittlerweile hat sich dieser Sektor stark weiterentwickelt. Was ursprünglich als Non-Profit-Projekt gedacht war, hat es heute in sich: Das weltweite Kreditvolumen beläuft sich mittlerweile auf über 70 Milliarden USD – mit steigender Tendenz.

Mikrofinanzfonds Entwicklung

Funktionsweise von Mikrofinanzfonds
Sogenannte Microfinancefonds gehen hier sogar einen Schritt weiter und bieten Privatanlegern die Möglichkeit, von den Chancen dieses Sektors zu profitieren. Sie investieren in solche Unternehmen, die vor Ort Mikrokredite vergeben. Die Rentabilität dieser Mikrofinanzfonds ist langfristig stabil. Die Kreditnehmer sind loyal und nehmen in der Regel mehrere kurzlaufende Kredite nacheinander auf, um ihre Projekte Schritt für Schritt umzusetzen. Für Anleger hat das gleich mehrere Vorteile. Erstens erzielen sie mit ihrem Engagement eine soziale Rendite. Zweitens winkt eine stabile Rendite, die über dem aktuellen Festzinsniveau liegt. Und drittens ist die Rendite abgekoppelt von der allgemeinen Marktentwicklung. Im Rahmen einer Portfolio-Optimierung kann eine solche Anlage wertvolle Dienste leisten.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Silver Economy als Investmentidee

Während weltweit die Bevölkerungszahlen dramatisch ansteigen, haben Industrieländer mit rückgängigen Zahlen und einer zunehmenden Alterungsstruktur zu kämpfen. Der demographische Wandel führt auch zum Wandel in der Wirtschaft. Denn ältere Menschen brauchen andere Waren und Dienstleistungen. Einige Investments haben sich bereits auf dieses Segment spezialisiert.

Silver Economy – in den demografischen Wandel investieren
„Silver Economy“ lautet ein neues Thema in der Investmentbranche und ist einfach erklärt. Es handelt sich dabei um den Wirtschaftsbereich, der sich auf die Bedürfnisse älterer Menschen spezialisiert hat bzw. von der Änderung der Alterspyramide profitiert. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung ist gerade in Industrieländern ein wachsendes Problem. Dadurch entstehen einerseits enorme Herausforderungen für Gesellschaft und Unternehmen. So wird es nach Hochrechnungen der OECD bereits im Jahr 2025 mehr 60-jährige als unter 14-jährige geben. Andererseits bringt das aber auch interessante Chancen mit sich. Die zukünftigen Rentner gehören der sogenannten Baby-Boom-Generation an. Sie zeichnen sich durch eine hohe Kaufkraft mit entsprechendem Konsumpotenzial aus. So investieren sie beispielsweise überdurchschnittlich viel in Freizeit, haben aber auch ganz eigene Bedürfnisse, wie Gesundheit oder Sicherheit.

Prognose zur Entwicklung des Anteils der über 50-Jährigen Konsumenten

Interessante Wachstumsperspektiven
So entstehen spezielle Märkte für Bedürfnisse und Erwartungen von älteren Menschen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Bereich weiter expandieren wird, was für ein nachhaltiges Wachstumspotenzial bei solchen Unternehmen sorgen wird, die den Bereich „Silver Age“ abdecken. Bei den „Silver Agern“ verringern sich die Ausgaben für Bekleidung und Restaurantbesuche mit der Zeit. Ein größerer Teil wird dafür in Freizeitaktivitäten und Ferien investiert. Vor allem Kreuzfahrtanbieter dürften von dieser Entwicklung profitieren, da 66 Prozent der Nachfrage auf ältere Menschen entfällt. Aus Anlegersicht ist das eine mehr als interessante Möglichkeit, das Portfolio zu bereichern. So haben Unternehmen mit Fokus auf ältere Menschen zwischen 1996 und 2016 ein höheres Durchschnittswachstum erzielt als der breite Aktienmarkt.

Wichtige Erkenntnisse für Investoren zum demografischen Wandel
Hauptsächliche Nutznießer dieses Supertrends sind:

  • Online-Shopping-Anbieter, Lebensmittel-, Drogerie- und Detailhändler mit kleinen lokalen Geschäften, Anbieter von Smart-Home-Geräten, Hersteller von Elektrovelos, Freizeit- und Tourismusunternehmen, Glücksspielunternehmen und Casinobetreiber, Hersteller von Vitaminpräparaten, Nahrungsergänzungsmitteln, Körperflege- und Schönheitsprodukten, Brillen- und Kontaktlinsenhersteller
  • Pharmaunternehmen, die lipidsenkende Statine produzieren, Hersteller von künstlichen Herzklappen, Pharmaspezialisten für Onkologie und Biotechnologie
  • Anbieter von betreuenden Dienstleistungen, Betreiber von Seniorenheimen und Einrichtungen für Demenzkranke, Dienstleister in den Bereichen ambulante Pflege, Physiotherapie, Haushaltshilfe und Unterhaltung, Hersteller automatisierter Sicherheitseinrichtungen
  • Versicherungsunternehmen, Lebensversicherungen und Rentenversicherungen

Zusammenfassend kann man sagen, dass die zunehmende „Überalterung“ der Gesellschaft auch Chancen mit sich bringt . Anleger können von der Silver Economy profitieren, denn die demographische Entwicklung wird auch in Zukunft weiter anhalten. Im Rahmen einer Portfoliooptimierung kann dieses Thema ein interessanter Renditebaustein sein.

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Fondsidee des Monats Februar 2018

Anlageideen

Wohin steuern die Anlagemärkte im Jahr 2018? Welche Chancen haben Anleger und wie können sie die Risiken managen? Die Expertenmeinungen gehen hier teilweise deutlich auseinander. Fakt ist aber, dass dieses Jahr nicht einfach wird, wie die jüngsten Kursbewegungen gezeigt haben. In der Tat sind einige Risiken gegeben, die Turbulenzen nach sich ziehen könnten. So könnte beispielsweise die amerikanische Fed aufgrund steigender Inflation die Zinsen schneller anheben als es die Märkte erwarten. Das könnte zu einer Korrektur am US-Aktienmarkt führen mit Folgen für die weltweiten Märkte. Skeptiker sehen ohnehin eine deutliche Überbewertung im amerikanischen Aktienmarkt. Auf der europäischen Seite liegen die Risiken bei der EZB. Es wird zwar allgemein davon ausgegangen, dass das Anleihen Programm nicht zeitnah ausgesetzt wird. Sicher ist jedoch auch hier, dass ein Ende immer näher rückt.

Dabei gibt es auch Lichtblicke. In puncto Überbewertung der US-Aktien beispielsweise darf darauf hingewiesen werden, dass Gewinnbewertungen als Timingfaktor in der Vergangenheit nur selten funktioniert haben. Und die asiatischen Märkte zeigen tendenziell gute Aussichten So sieht das Investmenthaus DJE in einigen asiatischen Regionen attraktivere Aktienbewertungen als in Europa oder den USA. Ebenso sehen die DJE-Analysten China als eines der Zugpferde der globalen Wirtschaft. Real sei China bereits heute die größte Volkswirtschaft der Welt, was sich in Zukunft noch weiter verstärken dürfte.

Mit seinem Flaggschiff „Zins und Dividende“ berücksichtigt DJE diese Gegebenheiten. Aufgrund seiner flexiblen Strategie – immer den Absolut Return Gedanken vor Augen – agiert der Fonds benchmarkfrei und weitestgehend ohne Vorgaben. Das kommt Anlegern zugute, denn in der aktuellen Marktsituation ist ein flexibles Investment, welches global aufgestellt ist und verschiedene Anlageklassen berücksichtigt, die einzig sinnvolle Lösung. Der Fonds investiert global in verschiedene Anlageklassen. Aktien können einen Anteil zwischen 25 Prozent und 50 Prozent ausmachen. Dabei fokussiert sich das Fondsmanagement mit dem bewährten DJE-Dividendenansatz auf dividendenstarke Substanztitel. In seinem Selektionsprozess stehen Qualität und Stabilität der Unternehmen im Vordergrund.

Die Wertentwicklung des DJE – Zins & Dividende der letzten sieben Jahre zeigt die folgende Grafik:

DJE - Zins & Dividende - PA (EUR)

Der Anteil der Anleihen beträgt im Portfolio immer mindestens 50 Prozent. Das hauseigene Research selektiert aus allen Segmenten des Anleihenmarktes die aussichtsreichsten Anlageideen. Vornehmlich wird in Schuldtitel von öffentlichen Emittenten und Unternehmen mit guter bis sehr guter Bonität investiert. Dadurch schafft es der Fonds, nicht nur die Opportunitäten globaler Aktien- und Anleihenmärkte auszunutzen, sondern auch stetige Erträge zu erzielen. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar Februar 2018 – Steigende Zins- und Inflationserwartungen in den USA
Flexibilität ist für junge Sparer wichtig
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Anlagekommentar Februar 2018 – Steigende Zins- und Inflationserwartungen in den USA

Anlagetipp

Die Zinsen werden in diesem Jahr in den USA weiter angehoben. Auch wenn der Inflationsdruck derzeit noch moderat ist, so kann von einem Zinsschritt pro Quartal von der Fed ausgegangen werden. Eine Verschiebung der Markterwartungen hin zu einer restriktiveren Fed-Politik kann man auch seit einigen Monaten am steigenden Forward Rates ablesen. In Europa herrscht dagegen eine Aufbruchstimmung, denn die Wirtschaft wächst so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. In einer Zwischenprognose zum Wirtschaftswachstum in der EU veröffentlichte Anfang Februar die Europäische Kommission das Ergebnis, dass die Volkswirtschaften in Europa im Jahr 2017 mit 2,4 Prozent das schnellste Wachstum seit zehn Jahren verzeichneten.

Entwicklung der Anlagemärkte
Aus den entwickelten Volkswirtschaften kamen zum Jahresanfang gute Fundamentaldaten, wie beispielsweise die US-Steuerreform, positive Gewinnrevisionen und steigende Ölpreise, was für einen ausgezeichneten Jahresstart an den globalen Aktienmärkten sorgte. Der MSCI World-Index markierte ein neues Rekordhoch und schloss im Januar 2018 mit einem Plus von 5,2 Prozent ab. Der Antrieb dazu kam überwiegend von den US-Börsen, wo der S&P 500-Index um 5,6 Prozent und die Technologiewerte mit dem NASDAQ Composite-Index um 7,4 Prozent zulegten. Der Dow Jones Industrial Average hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 25.000 Punkten überschritten. Auch in Asien gab es gute Nachrichten vom chinesischen Aktienmärkt und der Shanghai Composite beendete den Monat Januar um 5,3 Prozent höher. Die europäischen Aktienbörsen wurden dagegen vom schwachen US-Dollar gebremst. Der teure Euro hat in vielen Unternehmen den Gewinn „verhagelt“, wodurch ein eher vorsichtigerer Ausblick erfolgte und dadurch wurden diese vom Markt entsprechend abgestraft. Der DAX einen Zuwachs von 2,1 Prozent und der europäische STOXX-600-Index legte nur 1,6 Prozent zu. Britische Aktien beendeten den Januar sogar im Minus, da sich die Brexit-Verhandlungen zunehmend schwieriger gestalten.

Obwohl kaum einen Grund für das Ende steigender Kurse zu sehen war, haben die übertriebene optimistische Stimmung der Anleger und die Realisation, dass sich die Makroentwicklung durch eine steigende Inflation ändert, die überfällige Korrektur Anfang Februar 2018 ausgelöst. Denn wenn Märkte schneller ansteigen als die zugrundeliegenden Wirtschaften potenziell wachsen können, korrigieren sie früher oder später. Seit 1945 gab es mehr als 22 Korrekturen von über 10 Prozent.

DAX Entwicklung

Ein Wandel an den Anlagemärkten liegt in der Luft
Die Zinsen und die Laufzeiten sind in den letzten fünf Monaten weltweit angestiegen. Auch kann man Vorboten einer anziehenden Inflation feststellen. Die erwarteten Leitzinserhöhungen in den USA werden zu Anleiheverkäufen führen, was den Aufwertungsdruck auf die Zinsen erhöhen wird. Während die EZB offenbar dabei ist, ihren Ausblick geringfügig anzupassen, sind die Markterwartungen für die Zinssätze relativ stabil geblieben und bewegen sich kaum. Mit einer ersten Anhebung der EZB-Leitzinsen kann man wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2019 rechnen.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Für die erste Jahreshälfte 2018 basiert die Strategie trotz des Einbruchs Anfang Februar weiter darauf, dass weiterhin von einem positiven konjunkturellen Szenario ausgegangen werden kann. Während der Zinserhöhungszyklus in den USA noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass die Konjunktur bereits sichtbar geschwächt wird, ist weiter von Bedeutung, dass der Aufschwung weiterhin breit abgestützt bleibt und auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen wird. Auch das globale Wirtschaftswachstum befindet sich weiter auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt unter anderem auch für den Euroraum. Bei den Gefahrenherden für 2018 bleibt die Liste weiter etwas länger als üblich. Neben einer möglichen Abkühlung der US-Wirtschaft steht wieder ein eventuelles negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im Raum, was wieder die Euro-Mitgliedschaft des Landes in Frage stellen könnte. Auch ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte oder eine invertierende Zinsertragskurve in den USA, was meist ein Vorbote schwächerer Finanzmärkte ist, sind als mögliche Stolpersteine für 2018 zu nennen. Allerdings ist deren Wahrscheinlichkeit derzeit als nicht hoch genug einzustufen, um die bisherige Anlagepolitik zu verändern. Insgesamt deutet das allgemeine Umfeld jedoch darauf hin, dass Risikoanlagen, d.h. Aktien und Unternehmensanleihen, weiterhin übergewichtet bleiben sollten.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Fondsidee des Monats Januar 2018

Anlageideen

Der Nordea 1 – Stable Return Fund wurde September 2016 für Neuanleger auf unbestimmte Zeit geschlossen, da sich das Fondsvolumen rasant bis auf 18 Milliarden Euro an Kundengeldern erhöht hat. Diese Maßnahme wurde vom Fondsmanagement zum Schutz der bis dahin existierenden Anleger vorgenommen und wird als Soft Closing bezeichnet. Im Dezember 2017 wurde das Soft Closing teilweise gelockert.

An der Spitze des Mischfonds der skandinavischen Fondsgesellschaft Nordea stehen seit 2005 die Fondsmanager Asbjorn Trolle Hansen, Claus Vorm und Kurt Kongstedt. Das Anlageteam setzt auf eine Strategie, mit der sie die Risiken im Portfolio gut austarieren möchte. Dabei ist es für sie nicht von Belang, in möglichst viele Anlageklassen zu investieren. Wichtig ist für das Anlageteam, dass der Nordea Stable Return Fund tatsächlich einen Diversifikationseffekt bietet. Sie investieren daher in Anlagen, die sich sowohl in der Hausse als auch in der Baisse gut entwickeln.

Der Nordea 1 – Stable Return Fund wurde im Jahr 2005, mit dem Ziel ins Leben gerufen, langfristige und stabile Erträge zu erwirtschaften. Mit einem Zuwachs von ca. 168 Prozent seit der Auflegung des Fonds, sind die Ergebnisse des Nordea 1 – Stable Return Fund beeindruckend. Nur wenige ausgewogene Mischfonds erzielten in dieser Zeit höhere Erträge. Dazu kommt, dass der Nordea 1 – Stable Return Fund auch sehr schwankungsarm ist, was kein vergleichbarer Mischfonds schaffte.

Die Wertentwicklung des Nordea  1 – Stable Return Fund der letzten zwölf Jahre zeigt die folgende Grafik:

Nordea 1 - Stable Return Fund

Beim Nordea 1 – Stable Return Fund handelt es sich um einen Long Only-Fonds mit moderatem Risiko, der Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente erfolgreich miteinander kombiniert. Dieser Fonds bietet einen langfristig stabilen Ertrag, indem er in nicht miteinander korrelierte Anlage-Klassen investiert. Gleichzeitig wird dadurch auch angestrebt, das Kapital zu schützen. Der Nordea 1 – Stable Return Fund eignet sich deshalb optimal für Anleger, die konstante, moderate Erträge wünschen und darüber hinaus auf der Suche nach einem Kern-Investment für ihr Portfolio sind. Dieser Fonds setzt einen konservativen Investmentansatz um und basiert auf einem bewährten und robusten Investmentprozess. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anlagekommentar Januar 2018 – Weltwirtschaft geht in ihr zehntes Aufschwungjahr

Anlagetipp

Die Weltwirtschaft sollte im Jahr 2018 insgesamt auf demselben Niveau wie im Jahr 2017 weiterwachsen. Bei der globalen Inflation, wird es getragen von etwas höheren Werten in den USA und in Asien eine moderate Zunahme geben. Für den Euroraum kann nach einem vergleichsweise soliden Wachstums von einer Fortsetzung ausgegangen werden. Die US-Wirtschaft dürfte ihre positive Dynamik beibehalten, wobei nur unwesentliche Impulse von den Steuersenkungen resultieren.

Entwicklung der Anlagemärkte
An den Börsen der Schwellenländer ging es zum Jahresende deutlich aufwärts. Der MSCI-Emerging-Markets-Index in US-Dollar erhöhte sich um 3,5 Prozent. Insbesondere die Börsen der asiatischen Tigerstaaten Indonesien mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent und Malaysia mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent machten von sich reden. Die europäischen Titel verabschiedeten sich uneinheitlich aus dem vergangenen Jahr. Der EuroSTOXX 50-Index gab um 1,9 Prozent nach. Die Börse in Madrid verlor im Dezember 1,6 Prozent, was auf den klaren Sieg der katalonischen Separatisten bei den Regionalwahlen zurückzuführen ist. Hingegen gab es getrieben durch die erzielten Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen einem kräftigen Kurszuwachs britischer Aktien, wodurch der STOXX-600-Index um 0,6 Prozent anstieg. Italiens Staatspapiere wurden durch die guten Konjunkturzahlen beflügelt, hingegen der Aktienindex FTSE MIB-40 wegen der Auflösung des Parlaments und den daraus resultierenden Neuwahlen 2,3 Prozent verlor.

Die europäische Zentralbank beließ den Leitzins und die Anleihekäufe unverändert. Die Wachstumsprognose wurde von der EZB für 2018 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent deutlich angehoben. In Deutschland stieg die Inflationsrate mit 1,8 Prozent auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Dadurch ging die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatstitel nach oben, woraus leichte Kursverluste resultierten.DAX EntwicklungEin langer Wirtschaftszyklus
Die Weltwirtschaft wird im Laufe des Jahres 2018 in ihr zehntes Jahr des Aufschwungs eintreten. In den meisten Ländern wurde der Höhepunkt der Rezession nach der Finanzkrise in der ersten Jahreshälfte 2009 erreicht. Die Länge des aktuellen Konjunkturzyklus ist historisch gesehen nicht untypisch. Jedoch bekommen viele Anleger Sorgenfalten, da der aktuelle Konjunkturzyklus bereits deutlich länger dauert als der vorherige. Dieser endete nach nur sechs Jahren und ging in Deutschland von 2002 bis 2008. Dabei wird oft vergessen, dass die Konjunkturzyklen in den 1980er und 1990er Jahren deutlich länger waren. Der gegenwärtige Aufschwung könnte sich sogar zum längsten Zyklus in der Nachkriegszeit entwickeln. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Grosse Rezession ungewöhnlich tief war. Dadurch dauert es länger bis wieder normale Beschäftigungs- und Produktionsniveaus erreicht sind.

 

Witschaftszyklenvergleich

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Für die erste Jahreshälfte 2018 basiert die Strategie darauf, dass weiterhin von einem positiven konjunkturellen Szenario ausgegangen werden kann. Nachdem Anzug des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2017, befindet es sich nun auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt unter anderem auch für den Euroraum. Von Bedeutung ist zudem, dass der Aufschwung weiterhin breit abgestützt bleibt und auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen wird. Allerdings gibt es auch Gefahrenherde für 2018, bei der die Liste ist etwas länger als üblich. Neben einer möglichen Abkühlung der US-Wirtschaft steht wieder ein eventuelles negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im Raum, was wieder die Euro-Mitgliedschaft des Landes in Frage stellen könnte. Auch ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte oder eine invertierende Zinsertragskurve in den USA, was meist ein Vorbote schwächerer Finanzmärkte ist, sind als mögliche Stolpersteine für 2018 zu nennen. Allerdings ist deren Wahrscheinlichkeit derzeit als nicht hoch genug einzustufen, um die bisherige Anlagepolitik zu verändern. Aber auch China sollte bezüglich wirtschaftspolitischer Fehltritte, wie beispielsweise der gescheiterten Renminbi-Abwertung im August 2015 im Auge behalten werden. Dies gilt ebenso für die NAFTA-Gespräche und die Entwicklung in Nordkorea. Insgesamt deutet das allgemeine Umfeld jedoch darauf hin, dass Risikoanlagen, d.h. Aktien und Unternehmensanleihen, weiterhin übergewichtet bleiben sollten.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Mit der Long-Short-Strategie unabhängig von der Marktentwicklung werden
Mit Fondssparen positive Renditen erzielen
Investmentsteuerreform 2018 – Licht im Dschungel

Bildnachweis

Mit der Long-Short-Strategie unabhängig von der Marktentwicklung werden

Ertrag

Bei schwierigen und volatilen Marktphasen am Kapitalmarkt sind alternative Lösungen gefragt. Um auch in solchen Marktphasen eine Rendite zu erzielen, ist die Long-Short-Strategie eine Möglichkeit. Die Stärke der Long-Short-Strategie liegt in der Unabhängigkeit vom Markt. Schwankende Aktienkurse, niedrige Zinsen und kaum Aussicht auf Ertrag. So könnten die Erwartungen für das Jahr 2018 zusammengefasst werden. Für Anleger entsteht dadurch ein Dilemma, denn höhere Erträge auf der Zinsseite sind nur durch höhere Risiken erzielbar, beispielsweise im High Yield Bereich. Aufgrund kaum gegebener Alternativen sind hier jedoch die Renditeunterschiede (Spreads) zu sicheren Staatsanleihen immer weiter am Sinken. Und auch die Aktienseite liefert keine Lösungen. Zwar sind die Aktienkurse im Jahr 2017 deutlich gestiegen, doch wie es jedoch 2018 weitergeht, kann niemand vorhersagen.

Alternative Anlageklassen können helfen
Um diesem Dilemma zu entgehen, bieten sich sogenannte marktneutrale Strategien an. Deren Wertentwicklung ist von den Märkten weitestgehend losgelöst. Hedgefonds-Strategien wie zum Beispiel Long/Short Equity, Convertible (Bond) Arbitrage, Global Macro oder Übernahme-Arbitrage sind eine solche Möglichkeit. Obwohl Hedgefonds-Strategien bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts angewendet werden, sind sie deutschen Privatanlegern erst seit einigen Jahren über klassische Publikumsfonds zugänglich. Eine solche Strategie stellt der Long-Short-Ansatz dar.

Long-Short-Strategie

Wie funktioniert Long/Short?
Anders als der Name suggeriert, ist die Funktionsweise vergleichsweise einfach. Im Gegensatz zu einem klassischen Aktieninvestment setzt diese Strategie sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse. Der Manager einer solchen Strategie kauft eine unterbewertete Aktie (Long-Position) und verkauft im Gegenzug eine überbewertete Aktie (Short-Position). Die Vorteile liegen auf der Hand. Selbst wenn die Kurse beider Aktien verlieren, steht im  Ergebnis ein positiver Ertrag – zumindest solange wie sich die Long-Position besser entwickelt als die Short-Position. Entspricht der Umfang der Long-Position dem Umfang der Short-Position, so spricht man von einem Pair Trade. Ein Long Bias (Short Bias) liegt vor, wenn ein Positionsübergewicht der Long-Position (Short Position) vorliegt. Damit ist theoretisch in jeder Marktsituation ein positiver Ertrag möglich.

Ob eine Long-Short-Strategie aber tatsächlich zum Erfolg führt, ist abhängig von der Fähigkeit des Managements, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen:

  • Long- und Short-Position richtig: Es wird ein positiver Ertrag erzielt
  • Long-Position richtig, Short-Position falsch: Beide Positionen heben sich gegenseitig auf, Ergebnis ist weitestgehend neutral
  • Long-Position falsch, Short-Position richtig: Beide Positionen heben sich gegenseitig auf, Ergebnis ist weitestgehend neutral
  • Long- und Short-Position falsch: Anleger erleidet massive Verluste

Zusammenfassend kann man sagen, dass in Zeiten gegebener Unsicherheiten Anleger gut daran tun, ihr Portfolio zumindest teilweise gegen starke Schwankungen zu schützen. Die Long-Short-Strategie liefert hierfür einen interessanten Baustein, da mit ihr eine marktunabhängige Rendite möglich ist. Dadurch kann eine Risikoreduktion  erreicht werden bei gleichzeitiger Erzielung einer positiven Rendite. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Manager einer solchen Strategie bei der Auswahl der Long- und Short-Position richtig liegt.

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Geldanlagen im 4. Quartal 2017 – Feuerwerk an den Börsen

Kursschwankungen

Im vierten Quartal hatten Anleger wie auch in den vergangenen zwölf Monaten Grund zur Freude, denn die Aktienmärkte legten mehr als deutlich zu und bescherten ihnen hohe Gewinne. Doch das Beste daran: Auslöser für diese Entwicklung waren gute Konjunktur- und Unternehmensdaten. Politische Risiken hingegen waren für die Börsen kein Hindernis.

Deutschland: Konjunkturerwartungen legen deutlich zu
Das vierte Quartal konnte fortsetzen, was sich bereits das ganze Jahr über gezeigt hatte: Weltweit stiegen die Kurse. So legte der DAX um rund 1 Prozent zu, der Dow Jones deutlich um rund 10 Prozent und auch Schwellenländerindizes konnten überzeugen. Eines stach dabei besonders hervor: Das weltweit synchrone Wachstum. Nur selten hat es dies vorher gegeben. Dafür gibt es gute Gründe. Sowohl in den Industrie- wie auch in den Schwellenländern waren die Wirtschaftsdaten insgesamt sehr positiv. China blieb auf dem Wachstumspfad und ist nach wie vor wichtiges Zugpferd. Für die Eurozone korrigierte die OECD ebenfalls mehrfach die Wachstumsprognosen nach oben. Mit Auswirkungen für Deutschland: Die gute Entwicklung im wichtigsten Absatzmarkt beflügelte die heimischen Unternehmen und sorgte hier für sehr gute Ergebnisse, die sich auch durch politische Unruhen nicht beeinflussen ließen. Ob Brexit oder Nordkorea: Nichts davon machte die Börsen nachhaltig nervös.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Ausgewählte Märkte im Überblick

Small Caps waren herausragend
Herausragend war die Entwicklung der Small Caps. Aufgrund guter Unternehmenszahlen gab es eine deutliche Kursentwicklung. Dem kam zugute, dass deutsche Mittelständler grundsätzlich äußerst gut aufgestellt sind und international nicht selten deutliche Wettbewerbsvorteile haben. Aber auch andere Small Cap Indizes, wie beispielsweise der US-amerikanische Russell 2000, entwickelten sich positiv.

Keine Blase trotz hoher Kurse
Befürchtungen, der starke Zuwachs könnte eine Blasenbildung hervorrufen, bestätigten sich nicht. Im Gegenteil: Die hohen Kurse sind gestützt durch fundamentale Unternehmensdaten. Auch in den USA lieferten in 2017 die konjunkturellen Daten und die Unternehmensbewertungen die notwendige Voraussetzung für das Börsenwachstum. Ob dies angesichts der Aktienhöchststände weiter anhalten wird, bleibt abzuwarten. Immerhin hat US-Präsident Donald Trump mit seiner unternehmerfreundlichen Politik die Weichen dafür gestellt. Die von ihm versprochene und umgesetzte Steuerreform dürfte sich mittelfristig positiv auf die Unternehmensgewinne niederschlagen.

Auch Rohstoffe positiv
Auch Rohstoffe lieferten 2017 positive Ergebnisse. Beim Erdöl beispielsweise legten die Kurse über das ganze Jahr betrachtet deutlich zu. Trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen konnte sich der Preis bei über 60 US-Dollar zum Jahresende stabilisieren. Bemühungen der OPEC –Staaten sowie der abfallende Angebotsüberhang waren die Hauptgründe dafür.

Erdöl Preisentwicklung (Brent, in USD)

Zentralbanken erfüllen Erwartungen
Die amerikanische FED ist in ihrer Einschätzung äußerst positiv und war somit ein weiterer Faktor für die positive Börsenentwicklung. Es ist durchaus bemerkenswert, wie sie es geschafft hat, die Zinswende geräuscharm über die Bühne zu bringen. Janet Yellen hat lehrbuchmäßig gezeigt, wie dies gelingen kann. Mehr noch: In ihrer Begründung sprach sie immer wieder die sehr guten Konjunkturdaten und die ebenso guten Aussichten an – sehr zur Freude der Börsianer. Die EZB hingegen zeigt sich fest entschlossen, von ihrer Nullzinspolitik zunächst nicht abzurücken. Erwartungsgemäß blieb der Hauptzins unangerührt. Auch wenn Mario Draghi das Anleihenprogramm sukzessive zurückfahren möchte, scheint sicher: Mit ihm wird es auch 2018 keinen Zinsschritt geben. Die EZB hat ganz klar signalisiert, dass 2,5 Prozent Wachstum p.a. und Inflation leicht über 1 Prozent nicht ausreichen, um Zinserhöhungen auch nur in Erwägung zu ziehen. Vereinfacht zusammengefasst: Die beiden Zentralbanken taten das, was die Märkte von Ihnen erwartet hatten.

Ausblick für das Jahr 2018
Wohin steuert das Jahr 2018? Wird die Dynamik der Märkte weiter anhalten? Auf der fundamentalen Bewertungsseite spricht im Moment nichts für eine Blase, so dass positive Erwartungen an das neue Jahr durchaus angebracht sind. Die FED wird die gute konjunkturelle Lage nutzen, um ihren expansiven Zinspfad weiter aufrecht zu erhalten. Bei der EZB ist eine Zinswende hingegen auch 2018 nicht zu erwarten. Sie wird zwar ihr Anleihenprogramm herunterfahren, den Leitzins jedoch voraussichtlich erst 2019 in den Fokus rücken. Das könnte dann Druck auf die Anleihenmärkte ausüben, die ohnehin schon stark gelitten haben.

Eine Ausnahme bilden hier Schwellenländeranleihen, die in näherer Zukunft ihre Attraktivität behalten dürften. Trotz guter Aussichten wird das Jahr 2018 auch Herausforderungen bringen. Politische Risiken wie der Nordkorea-Konflikt oder die anstehenden Wahlen in Italien, konjunkturelle Risiken oder die realökonomische Auswirkungen der expansiven Geldpolitik – all das gilt es im neuen Jahr zu meistern. Das dies gelingen kann, ist sehr realistisch. Beispielhaft zeigte sich bereits beim „Brexit“, dass sich Börsen durchaus von politischen Ereignissen abkoppeln können. Bei diesem Thema kann im Übrigen 2018 eine Lösung erwartet werden.

Fazit
Die robuste weltweite Konjunktur lässt in Verbindung mit relativ niedrigen Zinsen Aktien weiterhin attraktiv erscheinen.

Quartalsbericht Q4 2017

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Fondsidee des Monats Dezember 2017

Anlageideen

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten ist nach wie vor sehr schwankend und wer als Anleger bereits sehr gute Aktiengewinne erzielt hat, sollte nach einer Absicherungsmöglichkeit suchen. Eine solche Möglichkeit möchte ich nachfolgend etwas näher vorstellen. Es geht um die Bündelung vieler Strategien in einem Investmentfonds mit dem Ziel: Absolute Renditen.

Es handelt sich dabei um den Global Absolute Return Strategies (GARS) von Fondsgesellschaft Standard Life Investments und er soll ähnliche Renditen erwirtschaften, wie sie in der Vergangenheit traditionelle Aktieninvestments brachten, dabei jedoch ein deutlich geringeres Risiko eingehen.

Konkret verfolgt das Fondsmanagement von GARS das Ziel, über jeden beliebigen Drei-Jahres-Zeitraum um fünf Prozent pro Jahr über der Geldmarkt-Benchmark Euribor zu liegen und gleichzeitig einen Volatilitätskorridor von vier bis acht Prozent nicht zu überschreiten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Fondsmanagement 25 bis 30 voneinander unabhängige Strategien in den unterschiedlichsten Assetklassen parallel ein. Dazu gehören sowohl traditionelle als auch alternative Investments.

Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Strategien untereinander wenig korreliert sind. Denn dadurch sinkt das Risiko für das Gesamtportfolio. Bei der Zusammenstellung des Portfolios spielt also das Risikomanagement eine ganz entscheidende Rolle. Von den Spezialisten der einzelnen Anlageklassen und der volkswirtschaftlichen Strategieabteilung kommen viele gute Investmentideen, aber nicht alle finden den Weg in das Portfolio. Die Kombination von Risiko und Ertrag muss stimmen. Es ist wichtig, dass es sich um unterschiedliche Risikoquellen handelt: Auch beim Risiko setzt Standard Life Investments also gewissermaßen auf Streuung.

Die Wertentwicklung des Global Absolute Return Strategies (GARS) Fonds der letzten sieben Jahre zeigt die folgende Grafik:

Global Absolute Return Strategies (GARS)

Mit GARS liefert Standard Life Investments ein herausragendes Konzept, das auch unter schwierigsten Marktbedingungen seine Qualität bereits unter Beweis gestellt hat. Um seine Ziele zu erreichen, bemüht sich GARS um eine echte Diversifizierung durch die aktive Allokation in eine breite Auswahl an Engagements in Anlageklassen. So kann GARS neben traditionellen Anlagen in Aktien, festverzinslichen Anlagen und Immobilien auch durch Devisen, Zinsen und Volatilität Rendite erzielen. Moderne Absolute-Return-Strategien wie GARS bieten eine interessante Lösung, das Risiko der Kapitalanlage zu minimieren. Über eine breite Diversifikation von Strategien und das konsequente Management der Risiken leisten sie einen deutlichen Beitrag zur Stabilisierung des Portfolios. Der Fonds ist unter Umständen nicht für Anleger geeignet, die ihr Geld innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aus dem Fonds wieder zurückziehen wollen. Vor einer Anlage muss vom Anleger geprüft werden, ob seine Risikobereitschaft dem Risikoprofil dieses Fonds entspricht.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

 

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Anlagekommentar Dezember 2017 – Die Kapitalmärkte wieder im Bann der Politik

Anlagetipp

Für die Kapitalmärkte waren in den letzten Wochen die treibenden Kräfte auf beiden Seiten des Atlantiks von politischer Natur geprägt. In Europa war der belastete Aspekt der Abbruch der Jamaika-Koalitionsverhandlungen in Deutschland und in den USA wirkten die Hoffnungen und auch die letztendliche Verabschiedung der Steuerreform unterstützend auf die Börsen.

Überblick von der Entwicklung der Anlagemärkte
Die positiven Wirtschaftsdaten in den USA sorgten dafür, dass der S&P 500-Index den vergangenen Monat mit einem kräftigen Zuwachs von 2,8 Prozent abschlossen hat. Die Daten für die Industrieproduktion, Bauausgaben, Einzelhandelsumsätze und die Frühindikatoren fielen besser aus als erwartet. Dagegen verflachte sich jedoch die Zinsstrukturkurve merklich, da mit einer Leitzinserhöhung der FED im Dezember gerechnet wurde, welche dann auch in dem erwarteten Rahmen umgesetzt wurde. Auch die Wirtschaftsdaten in der Eurozone blieben im November stark. Die Einkaufsmanagerindizes, dass Verbrauchervertrauen, die Industrieindikatoren und der Ifo-Index markierten neue Mehrjahreshöchststände.

Auch die Erklärung des EZB-Präsidenten Mario Draghi zeigte eine Wirkung, dass eine Normalisierung der Geldpolitik nicht zu erwarten sei, solange die Inflation nicht nachhaltig auf die 2 Prozentmarke ansteige. Die europäischen Aktienindizes verbuchten dennoch deutliche Verluste. So gab der  STOXX Europe 600-Index 2,2 Prozent nach und der deutsche Aktienindex DAX wertete um 1,6 Prozent ab. Hierbei drückte vor allem der starke Euro die Kurse, wobei die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar 2,2 Prozent und zum japanischen Yen 1,2 Prozent auf wertete. Der schwedische Index OMX verlor aus Sorge vor einer Überhitzung des Häusermarktes überproportional um 3,7 Prozent. Auch der der Shanghai Stock Exchange Composite Index SSE gab um 2,2 Prozent nach. Die Kurse wurden belastet, durch die enttäuschenden Fundamentaldaten und die Bereitschaft der chinesischen Regierung, kurzfristig Wachstum zu opfern, um die ausufernde Kreditvergabe zu bremsen.

DAX Entwicklung

Die US-Steuerreform beherrscht die Schlagzeilen
Für Erleichterung an den Märkten sorgte die Nominierung von Jerome Powell als nächster Vorsitzender der US-Notenbank FED, denn der 64jährige steht für eine Kontinuität in der Geldpolitik und einer entschärften Bankenregulierung. Im Fokus stand jedoch die geplante und auch verabschiedete US-Steuerreform, denn sie sorgt für eine Senkung der Unternehmenssteuern auf 21 Prozent, eine Entlastung der meisten Bürger zumindest in den kommenden zehn Jahren, wobei Bezieher höherer Einkommen mehr sparen und die Abschaffung der Strafsteuer für US-Bürger ohne Krankenversicherung. Dies bedeutet allerdings auch eine Ausweitung des Staatsdefizits um 150 Mrd. US-Dollar jährlich. In der Bevölkerung kommt die Steuerreform jedoch nicht gut an, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Danach lehnen 55 Prozent das Reformwerk ab, nur 33 Prozent befürworten die Steuerreform.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Im Jahr 2018 sollte das Wachstum der Weltwirtschaft vergleichsweise hoch bleiben, denn es wird unterstützt von günstigen monetären Rahmenbedingungen, einer fortgesetzten Zunahme der Beschäftigung und einer guten Wirtschaftsstimmung. Auch der private Konsum bleibt voraussichtlich robust. Es kann eine weitere spürbare Zunahme der Investitionen und der Industrieproduktion erwartet werden, was von steigenden Unternehmensgewinnen und einer soliden Nachfrageentwicklung gestützt wird. Unter den wichtigen Volkswirtschaften könnte lediglich China mit einer etwas schwächeren Konjunktur aufwarten, da die Politik das Kreditwachstum weiter eindämmen wird. Die Schwellenländer profitieren generell von den vorteilhaften Kreditbedingungen und vergleichsweise stabilen Rohstoffpreisen. Das wichtigste wirtschaftliche Risiko bleibt jedoch eine Überhitzung des US-Arbeitsmarktes, was zu einer beschleunigten Straffung der Geldpolitik führen würde.

Die Anlagestrategie basiert deshalb weiterhin auf einem positiven konjunkturellen Basisszenario, wobei aber auch die Risiken klar im Auge behalten werden sollten. Obwohl das Wachstum der Weltwirtschaft vergleichsweise verhalten ist, befindet es sich dennoch auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dies gilt insbesondere für den Euroraum und auch das Weltwachstum ist breit abgestützt und wird nun auch von der Industrie und den Investitionen der Unternehmen getragen. An den meisten Wirtschaftstrends wird sich im Jahr 2018 aus wirtschaftlicher Sicht vergleichsweise wenig ändern. Viele Anleger betrachten jedoch mit dem Eintritt in das zehnte Jahr der Markterholung nach der Großen Rezession argwöhnischer die Märkte. Ein negatives Ergebnis bei den Parlamentswahlen in Italien im nächsten Jahr, oder ein starker Anstieg des Ölpreises, der den US-Konjunkturzyklus beenden könnte, sind mögliche Stolpersteine.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte bleiben weiterhin als Beimischung interessant. Nach einer markanten relativen Schwäche in 2015 konnten die Schwellenländermärkte sich in 2016 und 2017 weiter erholen. Hierbei gilt weiterhin Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
Anlagekommentar als eBook herunterladen

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