Anlagekommentar Dezember 2016 – Trumps Wahl bewegt die Aktienmärkte

Anlagetipp

Der Monat November hat an den Finanzmärkten für Turbulenzen gesorgt. Wie die internationalen Börsen von politischen und ökonomischen Faktoren verändert werden, hat Trumps Wahlsieg gezeigt und dabei Einflüsse der vergangenen Jahre deutlich in den Schatten gestellt. Vor der Wahl galt der neue US-Präsident bei der angelsächsischen Finanzaristokratie als immenses Übel für den Welthandel und die Kapitalmärkte. Nach der Wahl nahm die Gesinnung eine ganz andere Richtung ein. Aktuell spricht man von Trump in Form einer fiskalischen Stimulation und einem Synonym für die Deregulierung. Verantwortlich dafür sind die Kursbewegungen, die Hoffnung geben und die neue Legislaturperiode in einem ganz anderen Licht betrachten lassen. Ob sich die Hoffnung bestätigt oder ob es sich um ein kurzes Strohfeuer nach der Wahl handelte, werden die nächsten Wochen und Monate sowie de Zeit nach Trumps Amtsantritt zeigen.

Dividendenstarke Qualitätsaktien fahren Verluste ein
Die einzelnen Sektoren an den Aktienmärkten wurden von extremen Bewegungen geprägt und entwickelten sich mit unterschiedlichen Indexständen. Dividendenstarke Werte waren dem Ausverkauf preisgegeben, was sich vor allem in den Bereichen Pharma, Telekommunikation sowie Immobilien und Nahrungsmittel zeigte. Hingegen erlebten manche zyklischen Werte und Banken eine spürbare Aufwärtsdynamik in einem sehr kurzen und eigentlich für unwahrscheinlich gehaltenen Zeitraum. In den vergangenen Jahren hatten genau diese Aktien Kurseinbußen aufgezeigt und daher mit der Gegenbewegung besonders überrascht und für Aufmerksamkeit gesorgt.

DAX Entwicklung

Aufwirbelung der Zinsmärkte und dennoch keine Zinswende im Fokus
Nicht nur die Turbulenzen an den Börsen, sondern auch die Wahl Donalds Trumps zum mächtigsten Mann der Welt hat die Zinsmärkte aufgewirbelt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Renditen in den USA und in Europa angestiegen, doch ein leichter Abwärtstrend in den kommenden Monaten wird die Folge sein. Von einer nachhaltigen Zinswende ist anhand der privaten und öffentlichen Verschuldung nicht die Rede und die realen Zinsen zeigen sich größtenteils im negativen Bereich.

Ausblick:
Die Finanzmärkte richten sich weiterhin auf einen verbesserten Wachstumsausblick ein. Dieser wird getragen von besser ausgefallenen Wirtschaftsdaten, sowie von erwarteten Steuersenkungen und Ausgabenerhöhungen der neuen US-Regierung. Es bleiben dennoch beachtliche Unwägbarkeiten, wenn es um die Politik des neuen Präsidenten geht. An den Finanzmärkten ist seit Sommer 2016 ein Trend zum Umschichten in zyklische Aktienanlagen zu beobachten. Der japanische Aktienmarkt bietet für eine passende Anlagestrategie die Möglichkeit, sich taktisch zyklisch auszurichten.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
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Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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