Anlagetipps der Analysten sind häufig Rohrkrepierer

Betrachtet man die Börse und Ihre Expertenlieblinge etwas näher, so wird man schnell feststellen können, dass diese immer hinter den Marktentwicklungen etwas zurückbleiben. Von Profis abgelehnte oder nicht empfohlene Aktien sind meist besser für den Anleger geeignet.
Die Frage nach einer guten und wirklich lohnenswerten Aktie, stellt manchmal so manche Hürde in den Weg. Es ist nicht immer leicht gute Informationen diesbezüglich zu bekommen. Normalerweise, sollte man sich als Deutscher nach den unterschiedlichen Dax-Aktien mit den besten Analysten Empfehlungen orientieren.

Empfehlungen nicht Blind vertrauen
Analysten sind auch die eigentlichen Menschen, die Empfehlungen für die besten Aktien weitergeben, doch meist kann man auf diese Analysten nur wenig Vertrauen schenken. Vor allem in den Frühlingsmonaten kann man mit den Empfehlungen dieser „Experten“ in vielen Fällen einfahren. Meist sind jene Aktien die von den Experten verschmäht und beiseite geschoben werden, diejenigen die dann ein sattes Aktie Plus erreichen.
Mittlerweile zweifeln auch hochrangige Vermögensverwalter an dem Nutzen der jeweiligen Experten. Denn in derzeit 2 von 3 Fällen sind jene Empfehlungen der Analysten kaum zu trauen, vor allem auf den Finanzmärkten von Deutschland.

Exotische Märkte – Analysten vertrauenswürdig
Eine Ausnahme in diesen Bereichen bietet der exotische Aktienmarkt. Hier besitzen die verschiedenen Analysten noch einen guten Wissensvorsprung gegenüber anderen und können eine vertrauenswürdige Auskunft beziehungsweise Empfehlung geben. Laut Experten ist eine anhaltende erhöhte Rendite auf der Basis von Expertenmeinungen nicht möglich. In der Theorie vielleicht schon, doch in der Praxis kaum zu bewältigen.

Schuld daran ist auch das sogenannte „Herdenverhalten“ der unzähligen Analysten. Das bedeutet, dass es kaum noch Analysten auf dem Finanzmarkt zu finden gibt, die von einem Strom abweichen und sich gegen die Behauptungen und Informationen der anderen stellen. Geschädigt können in vielen Fällen auch Privat Anleger werden, welche sich auf den Finanzmärkten nur mäßig bis wenig auskennen. Wenn man auf Analysten vertrauen möchte, dann doch eher auf jene Aktien die bereits im Keller sind oder von den Experten verschmäht werden.

Rating und Ranking – verschiedene Anwendungen verunsichern Investoren

Rankings und Ratings versprechen Ihnen Hilfe bei geplanten Investitionen in der heute sehr unübersichtlichen Fonds- und Finanzwelt. Da jedoch diese beiden Begriffe in der Finanzwelt nicht einheitlich und damit missverständlich verwendet werden, ist Ihnen als privater Investor damit nicht unbedingt geholfen, wenn Sie beabsichtigen, das Rating und das Ranking der Fonds als Entscheidungshilfe vor einer Investition in Fonds zu verwenden.

Lernen Sie die Unterschiede zwischen Rating und Ranking kennen und verstehen
 Ratingund Ranking sollen Ihnen als Investor Hilfestellung bei der Auswahl leisten, bevor Sie in einen oder mehrere Fonds Kapital anlagen. Mit den Begriffen Rating und Ranking werden Benotungen der einzelnen von den verschiedenen Fondsgesellschaften angebotenen Fonds bezeichnet. Für die Benotung des Fonds werden verschiedene Kriterien herangezogen. Wenn Sie eine Fondsbewertung lesen, die sich auf die zukünftige Wertentwicklung eines Fonds bezieht, dann handelt es sich in diesem Fall um ein Rating. Um ein Ranking handelt es sich dagegen dann, wenn der betreffende Fonds in der Vergangenheit bezüglich ihrer Rendite verglichen und bewertet wurde. Sowohl Ratings und Rankings können Ihnen bei der Auswahl eines Fonds eine große Hilfe sein.

Verschiedene Bewertungskriterien führen zu unterschiedlichen Bewertungen und verunsichern private Investoren
Verwirrend für private Investoren wie Sie ist die Tatsache, dass so mancher Fonds, den Sie bereits in Ihre engere Auswahl genommen haben, unterschiedlich benotet wurde, was Ihnen die Entscheidung zur Investition in einen solchen Fonds eher erschweren kann. Ratings vergleichen die verschiedenen Fonds bezüglich des Risikos und der Rendite. Auch das Fondsmanagement sowie der Investmentprozess haben Einfluss auf das Rating. Meist bezieht sich ein Rating auf einen bestimmten Zeitraum, üblich sind beispielsweise drei Jahre, fünf Jahre oder auch zehn Jahre.

Die Begriffe Ranking und Rating werden nicht einheitlich angewendet
Nicht jedes Rating, welches als Rating bezeichnet hat, ist ein wirkliches Rating. Beim Morningstar-Rating handelt es zum Beispiel nur um ein Ranking, da nur quantitative Kennzahlen auf einen rollierenden Zeitraum über verschiedene Jahreszeiträume betrachtet werden.

Schwellenländer im Aufschwung – hohes Potenzial zu erwarten

In den letzten Jahren beeindruckten die verschiedenen Schwellenländer mit einer hohen und andauernden Wachstumsrate und dazu niedrige Verschuldungsquoten. In den kommenden Jahren sollte die Konjunktur in den Ländern rund um Brasilien, China, und auch Indien wieder an Aufschwung gelangen und die internationale Wirtschaft antreiben.

Vor rund einem Jahrzehnt noch waren diese Industrieländer in den Top 10 der Volkswirtschaften weltweit. Diese Spitzenposition, soll auch in den kommenden Jahren wieder zurückgewonnen werden können. Vor allem asiatische Länder wie allen voran China und Indien stehen in der Vormarsch Position und ringen gleich nach Amerika nach den Top Volkswirtschaften auf der globalen Erde. Dies liegt auch daran, dass sich die dort befindliche Bevölkerung sich stets mehr leisten kann. Blickt man nicht allzulange zurück, so wurden in diesen Ländern noch um Grundnahrungsmittel gerungen, wie Wasser, Nahrung und Unterkünfte. Die Mittelschicht wächst in diesen Schwellenländern rasant an und erfordert so neue Bedürfnisse, die gestillt werden müssen. Dies erreicht eine Kaufkraft von etwa 4000 – 17000 Amerikanische Dollar pro Kopf.

Enormer Wirtschaftswachstum im asiatischen Raum
Dabei wird das größte Wachstum im asiatischen Raum prognostiziert. In Industrieländern sollen aufgrund der demografischen Verhältnisse, die Mittelschicht weiter abnehmen, wobei in Asian diese stets an Zuwachs bereichert wird. Auch heutzutage ist Asien bereits wichtigster Handelspartner von Europa, Nordamerika, Lateinamerika und Afrika. Mit 60 Prozent hat Asien den höchsten Konsumabgang der Weltwirtschaft verzeichnet und aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte wird diese auch noch etwas höher in Zukunft prognostiziert.

Beispiel Auto – Wachstumspotenzial in Schwellenländern
An einem Beispiel eines Autos kann die Wachstumsphase der Schwellenländer verdeutlicht werden. In Europa besitzt in der Regel nahezu jeder Haushalt 1 Auto. In denSchwellenländern hingegen ist mit ständig steigender Mittelschicht, das Verlangen nach Autos höher als bei uns, denn schließlich besitzen noch nicht so viele Menschen ein Fahrzeug. Etwa 3,2 Prozent der Chinesen befinden sich in der glücklichen Lage ein Auto zu besitzen. Hier sieht man ein enormes Entwicklungspotenzial am Wirtschaftsmarkt und so gelten Schwellenländer als höchstes Potenzial der Zukunft.
Auch das fehlende soziale System in den Ländern führte in Asien zu einer hohen Sparquote. Doch auch hier bemerkt man die Tendenz einer positiven Entwicklung.

Ich wünsche ein schönes Osterfest!

Der Osterhase steht in den Startlöchern und uns erwarten ein paar wohlverdiente freie Tage. Genießen Sie die Zeit mit Ihren Lieben und tanken Sie Kraft und Energie für einen schönen Start in den Frühling.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Osterfest und entspannte Feiertage!

Olaf Kauhs
Ihr Geldmanager

Der deutsche Aktienmarkt auf dem Vormarsch

Der Jahreswechsel 2012 liegt bereits eine Weile zurück. Die Olympischen Sommerspiele und die Europameisterschaft im Fußball stehen an, politische Veränderungen und wirtschaftliche Geschehnisse sind liegen hinter uns und auch an den Finanzmärkten bewegt sich einiges. Die Banken schwimmen scheinbar im Geld, die Konjunktur ist in vollem Gange und viele Unternehmen präsentieren ihre ausgezeichneten Jahreszahlen aus 2011. Die positive Stimmung in Deutschland übertragt sich auch auf den deutschen Aktienindex, kurz DAX, und sorgte seit Jahresbeginn für kräftige Kursgewinne. Die Abwärtsspirale aus 2011 scheint vergessen und die Kehrtwende zum Guten möglich.

Finanzkrise lässt den DAX kalt
Nach einem Katastrophenjahr 2011, das durch die Sorge um die Rettung Griechenlands geprägt wurde, scheinen die Anleger ihre Ängste mit dem Jahreswechsel vergessen zu haben. Immer mehr Geld fließt in die Aktienmärkte, alle wollen auf den fahrenden Zug aufspringen. Doch was sind die Gründe für den Sprung über die 7000 Punkte Marke? Gründe die weiter anhaltende Konjunktur in Deutschland und die Gewinne vieler großer Unternehmen. Desweiteren arbeitet die europäische Regierung weiterhin mit Hochdruck an der Bekämpfung der Finanzkrise der Eurostaaten. Weitere Pleiten von anderen Ländern, wie die der Griechen, sollen verhindert werden und der Haushalt und die finanzielle Situation Griechenlands soll saniert werden.

Ausblick für den Privatanleger
Der Start in ein deutlich besseres Jahr 2012 ist gemacht, der DAX scheint sich zu stabilisieren. Auch wenn noch längst nicht alle Fragen geklärt sind und noch keine Gesamtlösung für die Finanzkrise in Europa gefunden ist, der Pfeil zeigt stark nach oben. Mit niedrigen Zinsen auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto werden kaum noch Gewinne und Zinsen oberhalb der Inflationsrate erzielt. Ihr Geld wird mit einer negativen Realverzinsung also Schritt für Schritt mehr an Wert verlieren. Da die Prognosen der Experten durchaus weitere Gewinne des DAX versprechen, sollen auch Sie sich eine Investition ernsthaft überlegen.

Quellensteuer – Storno als Falle für Anleger?!

Häufig liest man, dass ausländische Quellensteuer, sowie die inländische Abgeltungssteuer mit gewinnbringenden Anlagen eingebracht werden können. Viele Menschen sind diesem Irrglauben ausgesetzt, doch wie funktioniert es wirklich, dass das eigene Geld zurück an Sie gelangt? Häufig werden bis zu 50 Prozent an Steuerabzug beobachtet und so der eigentliche Gewinnbetrag bis auf ein Minimum reduziert. Viele unbescholtene Bürger sind von dieser Situation tagtäglich betroffen, wobei es sich hierbei um keinen Einzelfall handelt.  Anleger sind von einer Quellen- und und Pauschalsteuer wenig begeistert, da meist am Ende nur sehr geringe Beträge übrig bleiben. Dies liegt meist an den hohen Steuerzahlungen, die der jeweilige  Staat abverlangt, bevor dieser an ausländische Depots weitergeleitet wird.

Rückforderung durch den Anleger – eine Leichtigkeit!
Viele in der heimischen Bevölkerung wissen dabei jedoch nicht, dass ein großer Betrag wieder zurückgefordert werden kann, und es dabei einige Möglichkeiten gibt.  Denn wer in Auslandsaktien investiert, wird meist mit 2 unterschiedlichen Finanzverwaltungen konfrontiert.  Von Land zu Land ist die jeweilige Abgeltungs- und Quellensteuer unterschiedlich. Anleger sollten dabei genauestens informiert sein über die tatsächliche Steuerhöhe.  Einige Länder gelten als sehr gut wie zum Beispiel Großbritannien die völlig auf eine Quellensteuer verzichtet. Die Schweiz im Gegenzug verlangt bis zu 35 Prozent .

Tipps und Tricks für die richtigen Verwendung der Steuer!
Aus diesem Grunde ist es von äußerst hoher Wichtigkeit vor Investition einen Prozentvergleich anzustreben. Wird zum Beispiel bei 15 Prozent hoher Quellensteuersatz angegeben so wird im Normalfall diese Steuer mit der Abgeltungssteuer ausgeglichen. Sollte der Satz sogar darunter liegen, so wird nur die tatsächliche Auslandsabgabe für Sie fällig, auch wenn ein höherer Wert anrechenbar ist. Dies sind wertvolle Tricks, die Sie wissen sollten und bei Ihrem Handel mit Auslandsaktien beachten müssen. Wie Sie Ihre persönliche Situation einschätzen sollten, können Ihnen zuständige Seiten im World Wide Web bieten, die sich auf diese Art der Rückzahlung spezialisiert haben. Normalerweise wir das Geld innerhalb von 4 Wochen rückbezahlt und die hohen Einbußungen ausgeglichen.

Breite Risikostreuung zur Erhöhung der Sicherheit

Das Jahr 2011 brachte für Geldanleger zahlreiche wenig positive Überraschungen und zeichnete sich als besonders schwieriges Wirtschaftsjahr ab. Fukushima, politische Neuorientierungen im nahen Osten, sowie die Schuldenkrise in Europa und den USA sorgten für einen rapiden Kursabfall an den Börsen. Der Gang an die Börse wurde somit auch für versierte Anleger weniger attraktiv und barg zu viele Risiken.
Eine einseitige Investition oder Geldanlage ist aber auch ohne die gesunkenen Aktien nicht sinnvoll und keine dauerhafte Lösung. Weder die alleinige Anlage in Immobilien, noch eine Investition in Gold oder die Anlage von Festgeld sind als einzelne Lösung effizient. Unterschiedliche Anlageformen sichern die Rendite und mindern das Risiko.

Neue Möglichkeiten nutzen und 2012 profitieren
Der Wirtschaftsmarkt wird sich in der zweiten Jahreshälfte beruhigen und vorangegangene Turbulenzen ausgleichen. Anlagen in Unternehmen, Investitionen in Immobilien und eine breit gefächerte Verteilung der Anlagen bietet mehr Sicherheit als der alleinige Börsengang oder eine Anlage zur Altersvorsorge. Die Entwicklung auf dem Rentenmarkt hängt maßgeblich von der Schuldenkrise ab und steht daher derzeit noch auf der Kippe. Mit einer Risikostreuung und Investitionen in erneuerbare Rohstoffe oder zukunftsorientierte Unternehmen, sowie in geschlossene Fonds erzielen Sie nicht nur eine hohe Rendite, sondern sorgen für eine vielseitige und somit von geringem Risiko behaftete Investition und Geldanlage.

Geldanlagen in die Zukunft überzeugen
Als Aktionär oder Anleger sollten Sie den Wirtschaftsmarkt immer im Auge behalten und bestens über wachsende Unternehmen informiert sein. Nutzen Sie weiterführend die Möglichkeit von den derzeit besonders günstigen Immobilienpreisen zu profitieren, sowie einen Teil in Fonds anzulegen, entscheiden Sie sich für eine breite Streuung Ihrer Investition und wählen Anlagen mit geringem Risiken. Wollen Sie komplett sicher investieren, sollten Sie sich für vielseitige Anlagemöglichkeiten ohne vorkommende Verluste entscheiden und die Börse außen vor lassen. Im Jahr 2012 wird sich für Anleger viel zum Positiven wenden und die Renditen wieder steigen.

Erfolgreiches Investieren erfordert antizyklisches Handeln

Börse ist Psychologie. Hinter all dem Handeln der Marktteilnehmer, welches auf scheinbar rationalem Kalkül beruht und sich orientiert an Wirtschaftzahlen aus Amerika, aus Deutschland, aus Japan und all den anderen Industrienationen, welches ökonomischen Faktoren berücksichtig, fiskalpolitische Überlegungen, welches fundamentale Firmendaten analysiert und bewertet, welches Branchennachrichten und Ergebnisse abwägt und in Relation zur gesamten Marktlage setzt. Hinter all diesem scheinbar rationalem Kalkül steckt die maßgeblich beeinflussenden Emotion Angst; die Angst, Geld zu verlieren, und die Angst, an einem Gewinn nicht teilzuhaben. Die Börse ist ein riesiger Markt, auf dem sich eine große Menschenmasse trifft, um den finanziellen Wert eines Gutes festzulegen, und wie bei jeder Menschenansammlung unterliegt auch die Börse den Gesetzen der Massenpsychologie.

Die Auswirkungen der Masse
Der Markt, sei es ein Indize wie der Dow Jones, eine Währung wie der Dollar, ein Rohstoffmarkt wie Öl oder der Reismarkt, der bereits vor 300 Jahren in Japan gehandelt wurde, fluktuiert immerfort um den inneren, grundlegenden Wert eines jeweiligen Gutes, und dabei ist es unabhängig, ob man dies auf Minutenbasis verfolgt, auf Stundenbasis, Tagesbasis oder sogar Wochenbasis. Und je nach Marktstimmung fällt diese Fluktuation manchmal deutlicher Stärker aus, als dies fundamental zu rechtfertigen ist: Hysterische Käufer, die die Kurse vollkommen irrational nach oben treiben, wie dies bereits bei der der Tulpenmanie in den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts der Fall war, oder panikartige Verkäufer, die aus Angst Firmenanteile zu einem Bruchteil des wahren, inneren Wertes verschleudern, wie dies 1929 an den amerikanischen Börse der Fall war, als der Markt innerhalb von zwei Wochen fast 30 Prozent seines Wertes verlor. Und genau an dieser Stelle kann der kluge, ruhige Kopf, welcher sich der Massenhysterie bewusst ist, die jenen weltfremde, emotional Reaktion an den Börse hervorgebracht hat, viel Geld verdienen.

Wie kann man die irrationalen Handlungen der Masse als privater Anleger nutzen?
Wenn jeder an der Börse vom Weltuntergang redet und niemand mehr die Hoffnung hat, dass die Kurse jemals wieder steigen werden, sollte der antizyklisch agierende Investor seine Augen aufmachen und den inneren, wahren Wert von Unternehmens analysieren und gucken, wie weit diese von den tatsächlichen Kursnotierungen entfernt liegen. Ist die Differenz zwischen einem tatsächlichen, ermittelten Wert und dem Kurswert, der aktuell an der Börse gehandelt wird, erheblich, lohnt es sich, ein Investment bei dem entsprechenden Unternehmen ins Auge zu fassen. Ähnliches gilt, wenn jeder an der Börse denkt, die Kurse würden für immer steigen, weil zum Beispiel eine neue Technologie die Welt verändert hätte, die unendliches, ewiges wirtschaftliches Wachstum möglich machen würden, wie dies etwa gegen Ende des letzten Jahrtausends der Fall war, als jeder dachte, das Internet würde unerschöpfliches Wachstumspotential haben, was dem Dow Jones und vor allem der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq täglich zu immer höheren, schwindelerregenden Kursen verhalf. Am Ende brach auch diese gigantische Spekulationsblase zusammen.

 André Kostolany sagte einmal: „Börsengewinne sind Schmerzensgeld – erst kommen die Schmerzen, dann das Geld“ und  „Haben die Aktien Märkte dagegen erst einmal gedreht, geht es oft so schnell nach oben, dass man den Kursen nicht mehr nachspringen kann“.

Anleger sollten sich auf Inflation einstellen

Für Anleger stellt sich immer wieder die Frage, was es zu beachten gilt, um Geld einigermaßen sicher arbeiten zu lassen. Seit Jahresende ist nun die EZB dem Beispiel der amerikanischen Notenbank gefolgt und hat begonnen, verstärkt Liquidität auf den Markt einzubringen. Dies hat zum Ziel, die akute Krise in der Eurozone abzumildern.
Während es fraglich bleibt, ob diese Strategie die erhoffte Rettung für den Nationenverbund gewähren kann, ist jedoch zu Erwarten, dass sich die Inflation verstärken wird.

Eine steigende Inflation ist unabwendbar
Noch ist kein unmittelbarer Zeitpunkt bestimmbar, an dem man damit rechnen muss, das der Euro weniger Wert wird und eine steigende Inflation einsetzt. Jedoch ist es nach einfachen wirtschaftlichen Regeln voraussehbar, das eine erhöhte Liquidität, also ein größeres Angebot, eventuell zu einem Kursverlust führen muss. Das ist auch im Interesse der verschuldeten Staaten. Mit einer zunehmenden Inflation werden die Schulden automatisch vermindert.

Vorsicht beim Investieren in Staatsanleihen
Anleger sollten sich heute dieser Situation bewusst sein und einen Inflationsschutz in ihre Anlagestrategie einbauen. Anlagen in Bargeld sollten langfristig umgewandelt werden, um Kapitalverlust zu vermeiden. Dabei ist zu beachten, dass Staatsanleihen nur einen bedingten Inflationsschutz bieten, aber trotzdem keine hohe Rendite versprechen. Ebenso wie die Inflationsrate ist eine überschaubare Zinspolitik bei den Staatsanleihen in der Eurozone wünschenswert und zu erwarten. Einige Staaten, unter ihnen auch Deutschland, bieten inflationsgeschützte Papiere an. Hier ist der Zinssatz flexibel und richtet sich nach der Inflation. Diese Art von Staatsanleihen können eine Option für den Anleger darstellen, da sie zumindest einen Schutz gegen Kapitalverlust durch Inflation gewähren.

Nischenmärkte bieten Alternativen
Wer jedoch vor Staatsanleihen zurückscheut, tut gut daran, sich nach realen Anlageklassen umzusehen. Dazu gehören direkte Unternehmensbeteiligungen, Immobilienfonds, aber auch Schiffe, Agraginvestments oder Rohstoffe. Natürlich ist auch Gold immer wieder eine vielversprechende Anlageform in Krisenzeiten.
Der Aktienmarkt, der noch vor einer Dekade Anlegern hohe Gewinne einbrachte, ist heute starken Schwankungen ausgesetzt, die eine Anlage hier heute zu einem russischen Roulette machen.

115 Jahre Dow Jones

Der ehrwürdige Dow Jones Index, das älteste Marktmaß auf der Welt, ist 115 Jahre alt geworden. Der Dow Jones Index ist bekannt dafür, dass er im großen und ganzen sehr einflussreich auf die Evolution der amerikanischen Wirtschaft, seit mehr als einem Jahrhundert, Einfluss hatte.

Gegenwart
Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der einiges über die Finanzmärkte weiß, hat zu letzt, den 26. Mai, als Feiertag zu Ehren des ersten amerikanischen Index erklärt. Der DJIA und andere Dow Jones Indexe, sind bis zu 90% im Besitz der CME Gruppe. Nur 10% der Anteile gehören noch zum Dow Jones selber. Jedoch ist die große Wirtschaftsmacht der USA, durch die hohen Ausgaben für Kriege und Auffangkredite, in den letzten Jahren stark geschwächt worden und der Dow Jones befindet sich zur Zeit in einem Rekordtief.

Geschichte
Der Original 1896er DJIA, enthielt 12 Anteilhaber, heute sind es über 30 Aktionäre. General Electric ist der einzige, noch ursprüngliche, Anteilhaber. Die Gesellschaft von General Electric, waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, das bisher stabilste Unternehmen in ganz Amerika. Als Herr Dow, der leider im Jahr 1902 verstarb, 1896, den Dow Jones, als den Aktien Index einführte. Kam General Electric, im Jahr 1907, dazu und sind bisher das Unternehmen mit dem größten Umsatz in Amerika. Zusammen mit General Electric, wurden 12 weitere Gesellschaften, genannt „Amerikaner“ und die „U.S.“, mit in den Index aufgenommen. Diese 13 Unternehmen, stehen sogar heut zu Tage noch für die große wirtschaftliche Stärke der USA.

Wertentwicklung
Der Dow Jones Industrial Average erzielte eine Wertentwicklung von insgesamt knapp 30.000% oder 5,1% pro Jahr seit seiner Auflage am 26. Mai 1896. Er notierte erstmals bei 40,94 Punkten.

115 Jahre Dow Jones

 

Obwohl es viele Höhen und Tiefen im Verlauf gab, brachte die Investition in Aktien des Dow Jones für den Anleger einen stattlichen Wertzuwachs. Dies wird es auch in Zukunft tun, entscheidend ist die nötige Zeit und ein Einstieg nicht gerade beim Börsenboom.