Ausländische Fonds – Ausschüttend ist die bessere Wahl

Steuern und Abgaben

Das deutsche Steuerrecht hat keinen direkten Zugriff auf ausländische Fondsgesellschaften, wodurch es bei ausländischen thesaurierenden Investmentfonds zu einer Doppelbesteuerung kommen kann. Deshalb sollten Sie bei der Fondsauswahl genau prüfen, ob der Investmentfonds auch als ausschüttende Tranche zur Verfügung steht und eher diesem den Vorzug gewähren. Über die ISIN kann man ganz einfach erkennen, ob ein Investmentfonds ausländisch ist oder nicht. Wenn die ISIN nicht mit DE anfängt, handelt es sich um einen ausländischen Investmentfonds. Im „Key Investor Information Document“ (KID) – auf Deutsch „Wesentliche Anlegerinformationen“ erfährt man, ob ein Fonds ausschüttend oder thesaurierend ist.

Kein Steuereinbehalt bei ausländischen Investmentgesellschaften
Das deutsche Steuerrecht kann ausländischen Investmentgesellschaften keine Verpflichtung zum Steuereinbehalt, bzw. zur Zahlung auferlegen, wodurch der Einbehalt der Abgeltungssteuer auf die ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) an der Quelle unterbleibt. Für den Anleger steht auf der Fondsebene damit zwar der volle Ertrag zur Wiederanlage in den Investmentfonds zur Verfügung, dennoch sind die Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds in Deutschland abgeltungssteuerpflichtig. Am Geschäftsjahresende des Investmentfonds muss der Anleger die ihm zugerechneten ausschüttungsgleichen Erträge selbst in seiner Einkommensteuererklärung angeben und die Steuerschuld (Einkommensteuer bzw. Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) an das Finanzamt abführen.

Kapitaleinkünfte nach Alter 2009

Bei Veräußerung der Fondsanteile wird die (gesammelte) Steuerschuld einbehalten
Bei einem Depot im Inland wird der Steuereinbehalt bei einem ausländischen Investmentfonds auf die laufenden ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Rückgabe des Investmentfondsanteils quasi nachgeholt. Die Besteuerung wird dadurch für das Finanzamt sichergestellt. Es entsteht somit bis zur Auflösung des ausländischen Investmentfonds eine Steuerstundung. Dieser Effekt kann in Einzelfällen sinnvoll sein, wenn man als Anleger z.B. Erträge in die steuerlich günstigere Besteuerung als Rentner verschieben möchte.
Wenn man als Anleger die ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) in seiner Einkommensteuererklärung angegeben und somit versteuert hat, kommt es durch den oben dargestellten Steuereinbehalt bei einem inländischen Depot zu einer Doppelbesteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge. Im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung kann der Anleger dies dann wieder korrigieren, indem er nachweist, dass er die ausschüttungsgleichen Erträge ordnungsgemäß versteuert hat. Die einbehaltene Kapitalertragsteuer wird dann auf seine Steuerschuld angerechnet.

Quellensteuer- und Veranlagungsverfahren bei Depotführung bei einem inländischen Kreditinstitut

Quellensteuerverfahren Veranlagungsverfahren
Erträgnisausschüttung in- und ausländische Fonds X
Thesaurierung inländische Fonds X
Thesaurierung ausländische Fonds X
Rückgabe/Veräußerung von Fondsanteilen (Zwischengewinn und Veräußerungsgewinn nach deutschen Recht X
Vergütung zu viel bezahlter Abgeltungssteuer bei einem persönlichen Einkommensteuersatz von unter 25% X

Interessante Information zur Besteuerung von Investmentfonds finden Sie auch im Artikel Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung“

Anlagekommentar August 2013 – Steigende Konjunktur der Wirtschaft – mehr Sicherheit beim Wachstum?

In den vergangenen 6 Quartalen sank das Wirtschaftswachstum stetig, wie sich auch in den Ausführungen des Einkaufsmanagerindex zeigte. Nun hat sich das Wachstum zwar stabilisiert und zeigt zum ersten Mal steigende Tendenzen auf, doch dürfte sich aufgrund der schwierigen Finanzierbarkeit in den Krisenländern, wohl kaum eine ersichtliche und notwendige Erholung aufzeigen.

Der Einkaufsmanagerindex lässt Schlüsse zu
Um mehr über eine tatsächliche Erholung zu erfahren und herauszufinden, welchen Stand das eigene Unternehmen hat, dient der Einkaufsmanagerindex als optimale Grundlage und transparente Basis. Die Einkaufsmanagerindex weisen in der Industrie zum ersten Mal seit längerer Zeit, ein Ergebnis von über 50 Punkten auf (siehe Grafik) und zeigen so auf dem europäischen Markt, sowie in Großbritannien ein Wirtschaftswachstum auf. Die Aktienveranlagungen steigen und schaffen das erste Mal seit Längerem eine Möglichkeit zur Beurteilung, dass sich eine, wenn auch minimale, Erholung im Wirtschaftswachstum aufzeigt.

eurozone_einkaufsmanagerindex_2013

Worüber Unternehmensumfragen Aufschluss geben
Die aufgezeigten Ergebnisse aus Einkaufsmanagerindex ergeben sich aus Unternehmensumfragen, die in regelmäßigen Abständen erfolgen und so einen Schluss auf die tatsächliche Wirtschaft zulassen. In den vergangenen Jahren war die Performance auf dem europäischen Markt weitaus niedriger angesiedelt, als vergleichsweise in den USA. Derzeit ist eine konjunkturelle Stabilisierung deutlich erkennbar und kann als Indiz für ein Wirtschaftswachstum genutzt werden, welches auch in den folgenden Monaten nicht nur stabil bleibt, sondern sich nach und nach steigert. Der Einkaufsmanagerindex zeigt einen Durchschnitt des Wachstums aus verschiedenen Unternehmen, welche an den Umfragen teilgenommen und so einen Einblick in ihre Wirtschaft und deren Steigerung gegeben haben.

Neue Spielregeln für Offene Immobilienfonds

Am 22. Juli 2013 ist das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Kraft getreten. Damit wurde eine wichtige EU-Richtlinie zu den Offenen Immobilienfonds berücksichtigt. Diese bringt erhebliche Einschränkungen für die Anleger mit sich. Was Alt- und Neuanleger von Offenen Immobilienfonds jetzt wissen sollten: 

Für Bestandskunden:

  • Beim Kauf bis zum 21. Juli 2013 sind bis zu 30.000 EUR pro Halbjahr veräußerbar
  • 12 Monate Kündigungsfrist für darüber hinaus gehende Beträge

Für Neukunden:

  • Beim Kauf ab dem 22. Juli 2013 ist keine Verfügbarkeit innerhalb der ersten 24 Monate möglich
  • Einführung einer einjährigen Kündigungsfrist

Darüber hinaus führt die gesetzliche Neuregulierung zu Einschränkungen bei der Übertragung von Fondsanteilen bei Offenen Immobilienfonds. Diese sind in der folgenden Übersicht zusammengestellt:

Art des Übertrags Bestandsschutz Neue Haltefrist
Übertrag an ein Depot desselben Inhabers X  
Übertrag von Einzeldepot in Ehegattendepot   X
Übertrag im Rahmen von Erb-Angelegenheiten   X
Übertrag aus Schenkung   X
Übertrag aus Versicherung   X

Laufende Sparpläne und wiederangelegte Ertragsausschüttungen werden ab dem 22. Juli 2013 als Neu-Anteile gekennzeichnet und unterliegen damit den neuen Regelungen. Daraus resultiert, dass der Anleger ein Jahr vorher den Verkaufsauftrag abgeben muss, ohne jedoch zu wissen, zu welchem Verkaufspreis der Fondsverkauf 12 Monate später ausgeführt wird. Eine Veräußerung der Geldanlage wird dadurch zu einem Lotteriespiel.

Was ist zu tun
Noch nicht eingefrorene oder in Auflösung befindliche Offene Immobilienfonds sind als Anlage in der derzeitigen Niedrigzinsphase, immer noch ein gutes Anlageprodukt. Da Offene Immobilienfonds ausschüttende Anlagen sind, werden die zukünftigen Ertragsausschüttungen automatisch mit der Verfügbarkeitssperre von 24 Monaten belegt. Für Bestandskunden wäre eine einfache Option, die Ertragsausschüttungen nicht mehr im Immobilienfonds anzulegen, sondern als Barausschüttung in andere Investmentfonds neu anzulegen. So wird dies derzeit auch mit allen in Auflösung befindlichen Offenen Immobilienfonds gemacht und ist über alle gängigen Fondsplattformen umsetzbar.
Sparpläne sind in die Anlageform der Offenen Immobilienfonds nicht mehr zu empfehlen, denn es beginnt ja nach jedem Kauf erst einmal die Verfügbarkeitssperre von 24 Monaten und dies muss man dann für eine Verwendung des Anlagebetrages mit einfließen lassen.

Diese Überregulierung seitens der EU, wird sicher für die Anlageklasse der Offenen Immobilienfonds zu einem Nischenprodukt führen und sollte daher als Geldanlage für den normalen Anleger nicht mehr verwendet werden.

 

Anlagetipps Juli 2013 – Veränderungen der Marktsituation durch Fed-Kommunikation

Durch die schrittweise Abänderung der Anleihenkäufe bis 2014, werden Sie an die Marktsituation von 1994 erinnert. Auch wenn der Zinsanstieg der 10jährigen US-Treasuries noch nicht, wie damals bei 6% angekommen ist, lassen sich durchaus Parallelen ziehen und die Befürchtung aufkommen, das die Schwellenländer auch diesmal in Mitleidenschaft gezogen werden. Derzeit ist ein Anstieg von 1,6% auf 2,6% zu verzeichnen. Bis zum Jahre 2015 bleibt eine Leitzins Erhöhung aus, sodass ein Rentencrash wie vor fast 20 Jahren vielleicht zu umgehen ist.

Weitere Korrekturen an den Aktienmärkten
Temporäre Korrekturen in der Hoffnung einer restriktiveren Geldpolitik sind nicht außergewöhnlich. Eine Zinswende hat auch in der Vergangenheit nicht nur einmal stattgefunden und erfolgt im Zuge der Aussicht auf eine bessere Konjunktur. Ob sich allerdings die Geschichte wiederholt, bleibt bisher noch fraglich. Weder in Europa, noch in China ist ein gesteigertes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Derzeit ist die Korrektur an den Aktienmärkten noch nicht abgeschlossen, was auf der noch nicht ausreichend negativen Stimmung der Marktteilnehmer basiert. Eine Trendumkehr erfolgt immer dann, wenn der Kontra Indikator die Marktstimmung beeinflusst. Durch einen schrittweise erfolgenden Austritt aus der derzeit lockeren Geldpolitik wird erst bei verbesserten Konjunkturaussichten erfolgen, auch wenn der US-Dollar und der Euro bereits überverkauft sind. Stärkere Kursrückgänge sollten zum nachkaufen oder Aufbau neuer Positionen genutzt werden.

Wird sich die Börse ändern?
Aktuell ist es ratsam, die Aktienallokation auf die Industrieländer zu fokussieren (DWS Top Dividende oder AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B Euro). Die Schwellenländer sind noch nicht von einer Trendwende gezeichnet, sodass hier bei der Investition und dem Aktienkauf Vorsicht geboten ist. Langfristig ist von positiven Aussichten für Aktien der Schwellenländer die Rede, sodass auch die Börsen im Auge behalten werden können (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds – South East Asia Fund A) und es so möglich wird, bei Vorteilen der Marktsituation sofort zu reagieren und eine gezielte Anlagestrategie zu forcieren. Der US Aktienmarkt ist fundamental optimal gestützt, während die Märkte in Europa (Comgest Growth Europe Acc) dann aufholen werden, wenn die Konjunktur ansteigt und positive Tendenzen aufzeigt. Mittelfristige Unsicherheiten in Japan, lassen die Börse zwar nicht als Kerninvestment zu, zeigen jedoch die Möglichkeit auf, ergänzende Investitionen in Japan durchaus in Erwägung zu ziehen und ergänzend zu tätigen.

Bei der Investition in einzelne Aktien ist es weiterhin ratsam, sich auf zukunftsorientierte Branchen wie Konsumgüter, Technologie und Gesundheit (Janus Global Life Sciences Fund – A Euro acc) zu berufen. Auch die Investition in Energie (BGF World Energy Fund A2 EUR) sollten Sie nicht außen vor lassen und könnten die Option nutzen, da trotz geringem Branchenwachstum mit akzeptablen Dividenden zu rechnen ist. Hier spielt die politische Eskalation im nahen Osten eine nicht zu verkennende Rolle und wirkt sich positiv auf steigende Dividenden aus.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Renditeanstieg bei Anleihen sorgt für Talfahrt bei Rentenfonds

Im Monat Mai hat sich der Anleihenmarkt mit einer erschreckenden Talfahrt gezeigt. Während nur noch 41% aller Anleihen mit einem Wertzuwachs behaftet sind, haben 193 von 560 Fonds in den Anleihen global ein Minus von 2% zu verzeichnen. Bei einigen Portfolios betrugen die Einbußen sogar 5%. Die Ergebnisse resultieren aus einer Überwachung im 4-wöchigen Zeitraum. Bisher galt die Anleihe als sichere Investition. Diese Ergebnisse zeigen auf, das vor allem Anleihen mit hoher Bonität kaum noch Kupons abwerfen und selbst bei einem geringen Anstieg der Zinsen, zu einem hohen Kursverlust führen. Rentenfonds profitierten von sinkenden Zinsen und hoher Rentabilität. Global investierende Portfolios sorgten mit 8,4% pro Jahr für eine attraktive Rendite. Solche Wertsteigerungen, berichtet Morningstar, gehören durch das niedrige Zinsniveau der Vergangenheit an.

Die Rentenblase und ihre Auswirkungen
Warnungen vor der Rentenblase kursieren schon seit Monaten. Der Monat Mai war laut Angaben von Blomberg, der schlechteste Monat im Bereich Anleihen seit dem Jahr 2004. Auch Staatsanleihen haben im Mai ein Minus von 1,5% zu verzeichnen, wofür laut Experten das steigende Zinsniveau verantwortlich ist. Anfang Mai äußerte sich das Rekordtief mit 1,1%. In der Vergangenheit war bei den Anleihen mit einem Prozentsatz von 3,6% im Durchschnitt der letzten 20 Jahre zu verzeichnen. Auch wenn Sie immer häufiger vor der Rentenblase gewarnt werden, ist ein hoher Inflationsanstieg, welcher den Anstieg des Zinsniveaus rechtfertigen würde, derzeit noch nicht vorhersehbar. Die Notenbanken halten weiter an ihrer lockeren Geldpolitik fest, welche die Kurse von Anleihen stützt. Inwieweit sich der Anleihenmarkt in absehbarer Zukunft noch ändern wird und welche Auswirkungen die Rentenblase mit sich bringt, bleibt abzuwarten.

Staatsanleihen sind nicht risikolos
Die Schuld am niedrigen Zinsniveau tragen eindeutig die Notenbanken mit ihrer Form der Geldpolitik. Auf längere Sicht könnte sich die Zuwachsrate des nominalen BIP als Anhaltspunkt für langfristige Renditen ohne Risiko erweisen. In vielen Ländern hat die unorthodoxe Geldpolitik allerdings dafür gesorgt, das die Zuwachsrate unter dem Bruttoinlandsprodukt liegt. Die Renditen würden sich erhöhen, wenn das aktuelle Niveau bei Anleihen um 200 – 300 Basispunkte überstiegen würde. Nur wenn eine geldpolitische Änderung ansteht und die laxe Geldpolitik der Notenbanken in andere Bahnen gelenkt würde, haben die Anleihen wieder eine Aussicht auf Stabilität und attraktive Renditen. Bis dahin müssen Sie sich als Anleger damit sozialisieren, dass die Renditen der Anleihen nicht selten unter dem Wert der Inflation liegen und so durch niedrige Kurse mit Verlusten aufwarten können.

Anlagekommentar Juli 2013 – Schluss mit dem quantitative Easing in den USA

Der finanzpolitische Pfad für die kommenden 2 Jahre wurde dargestellt und zeigt auf, dass die bisher in enormer Höhe von 85 Milliarden Dollar pro Monat umfassenden Ankäufe von Anleihen sich dem Ende neigen. Schon ab dem 4. Quartal sollen Anleihenkäufe minimiert und bis Mitte 2014 zum Auslaufen gebracht werden. Dabei bleiben die Leitzinsen derweil annähernd bei Null. Wenn die Arbeitslosenquote auf 6.5% fällt, sowie die Inflation dem 2% Ziel der Notenbank entspricht, kann von einem Wachstum der Wirtschaft die Rede sein. Durch die massiven Anleihenkäufe in den letzten Monaten war ein Wachstum nicht in realer Darstellung erkennbar. Der Wachstumsausblick stellt sich laut US Notenbank optimistisch dar und soll im Jahr 2014 mit 3.0 bis 3.5 Prozent überzeugen. Durch Anleihenkäufe in Milliardenhöhe, hat die Geldpolitik der USA sich eher locker gezeigt. Bewahrheitet sich die Tendenz für 2014, dürfe eine Zinserhöhung in 2015 auf der Agenda stehen.

Orientierung der Anleihenkäufe am Wirtschaftsverlauf
Auch wenn die Prognosen für Anleihenkäufe und eine sicherere Geldpolitik gut stehen, merkte Fed-Chairman Bernanke an, dass die Finanzpolitik situativ bleibt und sich an aktuellen Zahlen orientieren wird. Verbessert sich die Konjunktur im kommenden Jahr ersichtlich und tatsächlich, wird die Bewertung von Aktien und der Anleihenkäufe wieder nach Fundamentaldaten und nicht mehr anhand von Anleihenkaufprogrammen der Notenbank erfolgen. Dieser Ausblick hat einige Akteure an den Aktien- und Anleihenmärkten enttäuscht und nicht die erwartete positive Rezension erbracht. Um mittelfristig mit Rentabilität zu überzeugen, benötigen Aktienmärkte ein Gewinnwachstum. Bleibt das Wachstum schwach, wird die derzeit praktizierte Finanzpolitik länger fortgeführt. Stärkt sich das Wachstum, werden höhere Gewinne von Unternehmen die Geldpolitik attraktivieren.

Was wird aus der lockeren Geldpolitik?
Für Europa ist keine Änderung der Finanzpolitik vorgesehen. Die schwache Konjunkturentwicklung macht es notwendig, weiter monatliche Anleihenkäufe zu tätigen und so der Volkswirtschaft auf die Sprünge zu helfen. In Japan hat die expansive Finanzpolitik erst Anklang gefunden, sodass hier noch kein Ende in Aussicht steht. Ein wirtschaftlicher Aufschwung und mehr Sicherheit auf dem Markt könnte dafür sorgen, dass Anleihenkäufe nicht mehr notwendig sind und sich die Wirtschaft von allein saniert und finanzpolitische Entscheidungen ändert.

Fazit für die Anlagestrategie
Nach den Aussagen von Fed-Chairman Bernanke sind die Rentenprodukte wegen der Zinserhöhungsängste stark gefallen. Mittlerweile haben sich die Kurse stabilisiert und steigen wieder an. Die Aktienprodukte haben ebenfalls unter der Unsicherheit durch die Aussagen gelitten. Die Kurse haben sich jedoch sehr schnell wieder nach oben bewegt, da die wirtschaftlichen Rahmendaten für den Aktienmarkt weiterhin positiv ist. Diese Kursschwankung spiegelt die enorme Abhängigkeit der Finanzmärkte von der Politik wieder. Die wirtschaftlichen Rahmendaten werden dann sehr schnell ausgeblendet. Aufgrund der derzeitigen Rahmendaten waren die Kursrückgänge jedoch eine gute Gelegenheit, Positionen bei Renten- und Aktienprodukten nachzukaufen.

Unsicherheit an der Börse mit ETF Indexfonds

Durch Sell Offs an den Börsen wurden auf dem Aktien- und Anleihenmarkt auch ETF Indexfonds unter enormen Druck gesetzt. Noch nie war ein so hoher Abzug von Milliardenbeträgen zu verzeichnen wie in den vergangenen Wochen. Durch den enormen Mittelfluss konnten ETF Anbieter kaum noch mithalten und mussten das Tempo verringern. Einige ETF Anbieter mussten die Rücknahme zeitweise aussetzen und konnten den Wunsch der Investoren nicht mehr bedienen. Brokern wurde unter dem Aspekt die Möglichkeit entzogen, ETF Anleihen der Kunden an die Unternehmen zurückzugeben, wie aus dem Bericht der Financial Times hervorgeht.

Kurseinbruch durch Aussetzung
Natürlich hatte die verweigerte Rücknahme Folgen für den Finanzmarkt und äußerte sich in rückläufigen Kursen. Der deutliche Abschlag vom Nettoinventarwert ließ Unsicherheit wachsen und den Wunsch vieler Investoren nach Rückgabe der Anleihen laut werden. US Kommunalanleihen und Anleihen von Schwellenländern sind besonders betroffen. Hier haben Anleger die Warnsignale riskanter und illiquider Märkte erkannt und den Bedarf sich von ETF Anleihen zu lösen besonders deutlich gespürt. Doch ließ die vorübergehende Aussetzung die spontane Lösung nicht zu, so dass Investoren mit großer Sorge um ihre Finanzen auf den Zeitpunkt der Rückgabe warteten. Derzeit ist für zahlreiche Kommunalanleihen der USA keine fortlaufende Bewertung möglich, da es zu wenig Nachfrage und Angebote gibt, anhand derer sich eine Tendenz für die Zukunft der ETF Anleihen aufzeigen ließe.

Warnsignale ernst nehmen
Ein Vermögensverlust ist beim Einbruch der ETF Märkte nicht zu befürchten. Trotzdem sollten Anleger die Warnsignale nicht auf die leichte Schulter nehmen und den Markt überwachen. Panische Reaktionen allerdings sollten ausbleiben, da eine sofortige Bedienung der Ansprüche von Anlegern sonst erneut zur Aussetzung gebracht würde. Der Anbieter von ETF Anleihen hat keinen Zugriff auf die Anlagen seiner Kunden, auch wenn er die ETFs sich in seiner Verwaltung befinden. Bei einem ETF handelt es sich um börsengehandelte Fonds für Aktien, Anleihen oder Rohstoffe. In der Vergangenheit konnte der Markt einen wahren Boom erleben und hat Anleger mit ansprechenden und überzeugenden Renditen entlohnt. Die Warnsignale sollten zur Obacht anhalten, keinesfalls aber panische Reaktionen im Bezug auf ETF Anleihen hervorrufen und zu vorschnellen und unüberlegten Handlungen animieren.

Bei ETFs handelt es sind um börsengehandelte Fonds, die meist passiv einen bestimmten Index abbilden. ETFs können Aktien, Anleihen, Rohstoffe sowie weitere Vermögenswerte enthalten. In den vergangenen Jahren erlebte der ETF Markt hauptsächlich unter den institutionellen Anlegern einen regelrechten Boom. Inzwischen verwalten ETFs weltweit ein Volumen von ca. 1,9 Billionen US-Dollar.


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Happy Birthday – Der DAX wird 25!

Der DAX hat in den 25 Jahren seines Bestehens viel durchgemacht. Es gab Aktieneuphorie, Crashs, schwere Krisen, unzählige Auf- und Abstiege von Unternehmen. Seit der Einführung zum 1. Juli 1988 mit 1.163 Punkten war das wichtigste deutsche Börsenbarometer eine Freude für deutsche und internationale Anleger. Mit einem satten Plus von 584 Prozent hat er sich bis heute fast versiebenfacht!
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Der älteste deutsche Aktienfonds
Für Fondsanleger gab es gleichermaßen die Möglichkeit daran zu profitieren. Zum Beispiel ist der am 30.10.1950 aufgelegte Fondak heute Deutschlands ältester Aktienfonds und einer der größten Fonds für deutsche Aktien. Er investiert in namhafte deutsche Unternehmen mit Substanzwert-Charakter und Dividenden-Fokus. Im gleichen 25-Jahreszeitraum wie der DAX, also vom 1. Juli 1988 bis zum 28. Juni 2013, erzielte der Fondak sogar eine Wertentwicklung von 611 Prozent und konnte damit die Benchmark des DAX knapp outperformen. Das aktive Fonds-Management hat also zumindest die Kosten eingespielt und damit das gängigste Argument gegen Fonds widerlegt. Unabhängig von der Anlageart, Direktinvestment in einen Aktienkorb oder Investmentfonds, war es wichtig, dass ein Anleger überhaupt investiert war! Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Mit Geduld und der nötigen Zeit kann selbst ohne aktive Gewinnmitnahmen, ein anständiger Ertrag erwirtschaftet werden. Beim Fondak liegt der Ertrag über die letzten 25 Jahre bei 8,56 Prozent pro Jahr und gehört noch nicht einmal zu den Spitzenfonds innerhalb seiner Anlageklasse. Die Spitzengruppe der Anlageklasse kommt auf über 9 Prozent pro Jahr.

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Der DAX besitzt eine große Bekanntheit und bietet auch in Zukunft eine Wertsteigerung
Der DAX hat es geschafft, nicht nur unter Fondsmanagern, Händlern und Finanzexperten beachtet zu werden, sondern auch in der breiten deutschen Öffentlichkeit als Symbol für die Börse zu stehen. Laut Umfragen kennen 70 Prozent aller Deutschen den DAX. Schade dabei ist, dass viele Anleger an der enormen Wertsteigerung des DAX in den vergangenen Monaten und Jahren nicht teilgenommen haben. Zu viele Anleger haben sich auf festverzinsliche Anlagen konzentriert und sind damit in eine Zinsfalle gerutscht, da die Guthabenzinsen nicht einmal mehr die Inflationsrate erreichen. Mit einer ausgewogenen Anlagestrategie von kurz-, mittel- und langfristigen Anlagen, kann man aus seinem Geld größere Mehrwerte erzielen.
Weltweit findet das Label „Made in Germany“ eine große Nachfrage. Mit seinen 30 enthaltenen Titeln stellt der DAX insbesondere die Exportorientierung der deutschen Wirtschaft dar und steht für eine hohe Qualität und Lieferzuverlässigkeit.

Anlagetipps Juni 2013 – Weiterhin Treibstoff für den Aktienmarkt

Fiskal- und Geldpolitik bilden für den kürzer fristigen Wirtschaftsverlauf entscheidende Parameter. Mit einem massiven fiskal- und geldpolitischen Stimulus versucht die japanische Regierung derzeit der Deflation und den negativen demographischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die japanische Notenbank (BOJ) will aus diesem Grund die Geldmenge verdoppeln. Weiter ist das Inflationsziel auf zwei Prozent angehoben worden. Seitens des Ministerpräsidenten werden bedeutsame Strukturreformen angekündigt, die Steuererleichterungen für Unternehmen, die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen und landwirtschaftliche Strukturreformen sowie einen Kündigungsschutz in Japan beinhalten. Derzeit zeigen diese Maßnahmen Wirkung, denn das Wirtschaftswachstum des ersten Quartals betrug hochgerechnet 3,5 Prozent. Langfristig ist der Erfolg dieser Politikmaßnahme nicht gesichert.

Guter Treibstoff für den japanischen Aktienmarkt
Als guter kurz- und mittelfristiger Treibstoff für den Aktienmarkt könnte sich der voraussichtlich schwächelnde Yen und die lockere Geldpolitik zeigen. Anleger, die spekulativ und mutig agieren, können über eine taktische Beimischung von japanischen Aktien als Ergänzungszulage nachdenken. Aus unserer Sicht eignen sich japanische Aktien nicht als Langfristposition. Das geringe Potentialwachstum aufgrund der überalterten Bevölkerung sowie die extrem hohe Staatsverschuldung argumentieren langfristig gegen ein starkes Engagement.

Fokus auf Aktien
Solange außerhalb des europäischen Raumes eine relative wirtschaftliche Stabilität zu beobachten ist, Unternehmensgewinne und globale Wirtschaftsleistung zulegen, bleiben Anlagestrategien auf Aktien ausgerichtet. Eine normale Aktiengewichtung ist empfehlenswert, auch wenn die Korrekturrisiken wegen den enormen Kursanstiegen der letzten Quartale erhöht sind. Im Aktienbereich bleibt der DWS Top Dividende Aktienfonds ein Basisinvestment, das um den Fidelity European Growth Fonds ergänzt werden sollte. Sobald in Europa das Rezessionsende absehbar ist, werden die europäischen Märkte besser abschneiden. Aktien aus Schwellenländern, besonders die aus Asien (Magna Emerging Markets Dividend Fonds und Fidelity South East Asia) bleiben trotz schwacher Performance seit dem Beginn des Jahres attraktiv. Ebenso gestaltet es sich mit der Beimischung der Schwellenländer-Anleihen (Invesco Emerging Markets Bond II).

Anleihen von Unternehmen
Trotz der niedrigen Rendite bleibt der Spängler Bond Corporate das Basisinvestment im Anleihenbereich. Unternehmensanleihen (Invesco Extra Income Bond) und Wandelanleihen (DWS Convertibles) versprechen ein größeres Renditepotential, sollten aber wegen den höheren Wertschwankungen nur eine begrenzte Doppelbeimischung darstellen. Kursrückgänge waren nach langer und guter Performance bei dem AC Risk Parity Fonds 12 zu verbuchen. Anzeichen vermehren sich derzeit, dass das Anleihenkaufprogramm des US-Notenbank reduziert wird. Anleihen- und Aktienmärkte, aber auch Fonds wurden deshalb belastet. Für die Straffung der Geldpolitik wird eine ausreichend starke Wirtschaftskraft vorausgesetzt, was gleichzeitig eine positive Entwicklung der Aktienmärkte impliziert. Die Schwächung des Anleihen- und Aktienmarktes sollte deshalb nicht langfristig sein, sodass der AC Risk Parity Fonds 12 weiter aussichtsreich bleibt.

wichtiger Hinweis:
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Attraktive Alternativen für armselig verzinste Tagesgelder

Nach der letzten Leitzinssenkung ist kaum noch Luft nach unten, auch was die Guthabenverzinsung bei Sparbüchern oder Tagesgeldern betrifft. So liegen die höchsten Tagesgeldzinsen bei nur rund 1,0 bis 1,5% pro Jahr! Bei einer angestrebten Inflation von 2% pro Jahr verschenkt der Anleger so jedes Jahr ein Stück seiner Kaufkraft. Attraktive Alternativen finden Anleger in defensiven Investmentfonds.

Wohin mit dem Geld damit die Kaufkraft erhalten bleibt
Große Tageszeitungen wie das Handelsblatt berichten dieser Tage mit Titeln wie „Wohin mit dem Geld?: Nie wieder Sparbuch“ über die Misere bei klassischen Tages- und Festgeldanlagen. Vielen Anlegern wird erst jetzt langsam bewusst, dass sie mit Einlagenkonten auf nicht absehbare Zeit ein Stück ihrer Kaufkraft verlieren. Zudem wurde spätestens seit Zypern deutlich, dass auch Einlagekonten keine 100%ige Sicherheit bieten können und somit ein gewisses Risiko bergen.

Defensive Investmentfonds bieten eine Alternative
Viele Anleger suchen daher attraktive Alternativen und sind darüber hinaus auch bereit ein moderates Risiko einzugehen. Entsprechende Alternativen finden Sie in defensiven Investmentfonds wie z.B. geldmarktnahen Fonds. Gerne stellen wir Ihnen daher 3 Produkte näher vor, die sich als Alternative zum Tages- und Festgeldkonto eignen:

  • Der Allianz TAARA Stiftungsfonds A – EUR (WKN: A0F416) überzeugt durch eine geringe Volatilität mit dennoch lukrativen Ertragschancen. So investiert der Fonds mindestens 80% in Rentenpapiere. Während einer Aktien-Hausse werden bis zu 20% direkt in Aktien investiert. Die Aktienquote kann je nach Marktlage auch komplett auf 0% reduziert werden. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, profitieren Anleger somit von stabilen Wertzuwächsen bei einer geringen Volatilität.
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  • Der Rücklagenfonds (WKN: A1JRP8) investiert im Schwerpunkt in einlagengesicherte Papiere, Pfandbriefe und Staatsanleihen. Das Zielportfolio wird weitgehend gegen Zinsschwankungen abgesichert. Potentielle Renditerisiken können aus starken Veränderungen der Risikoaufschläge von Kreditinstituten entstehen. Als Cash, Tages- und Festgeldersatz bei einem Anlagehorizont ab 6 Monaten geeignet.
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  • Der Carmignac Portfolio Capital Plus A EUR (WKN: A0M9A2) bewies ein hervorragendes Gespür für konservative und zugleich lukrative Anlageinstrumente. Obwohl die Anlagestrategie eher nach einem sehr konservativen oder fast geldmarktnahen Fonds klingt, konnte der Fonds durch die Expertise des Fondsmanagements seinem „Absolute Return“ Ansatz mehr als gerecht werden.
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Für persönliche Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Buchen Sie einfach hier Ihre persönliche Beratung oder kontaktieren Sie mich per eMail und profitieren Sie von meinen Insidererfahrungen. Es wird sich für Sie lohnen!