Anlagetipps Juni 2013 – Weiterhin Treibstoff für den Aktienmarkt

Fiskal- und Geldpolitik bilden für den kürzer fristigen Wirtschaftsverlauf entscheidende Parameter. Mit einem massiven fiskal- und geldpolitischen Stimulus versucht die japanische Regierung derzeit der Deflation und den negativen demographischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die japanische Notenbank (BOJ) will aus diesem Grund die Geldmenge verdoppeln. Weiter ist das Inflationsziel auf zwei Prozent angehoben worden. Seitens des Ministerpräsidenten werden bedeutsame Strukturreformen angekündigt, die Steuererleichterungen für Unternehmen, die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen und landwirtschaftliche Strukturreformen sowie einen Kündigungsschutz in Japan beinhalten. Derzeit zeigen diese Maßnahmen Wirkung, denn das Wirtschaftswachstum des ersten Quartals betrug hochgerechnet 3,5 Prozent. Langfristig ist der Erfolg dieser Politikmaßnahme nicht gesichert.

Guter Treibstoff für den japanischen Aktienmarkt
Als guter kurz- und mittelfristiger Treibstoff für den Aktienmarkt könnte sich der voraussichtlich schwächelnde Yen und die lockere Geldpolitik zeigen. Anleger, die spekulativ und mutig agieren, können über eine taktische Beimischung von japanischen Aktien als Ergänzungszulage nachdenken. Aus unserer Sicht eignen sich japanische Aktien nicht als Langfristposition. Das geringe Potentialwachstum aufgrund der überalterten Bevölkerung sowie die extrem hohe Staatsverschuldung argumentieren langfristig gegen ein starkes Engagement.

Fokus auf Aktien
Solange außerhalb des europäischen Raumes eine relative wirtschaftliche Stabilität zu beobachten ist, Unternehmensgewinne und globale Wirtschaftsleistung zulegen, bleiben Anlagestrategien auf Aktien ausgerichtet. Eine normale Aktiengewichtung ist empfehlenswert, auch wenn die Korrekturrisiken wegen den enormen Kursanstiegen der letzten Quartale erhöht sind. Im Aktienbereich bleibt der DWS Top Dividende Aktienfonds ein Basisinvestment, das um den Fidelity European Growth Fonds ergänzt werden sollte. Sobald in Europa das Rezessionsende absehbar ist, werden die europäischen Märkte besser abschneiden. Aktien aus Schwellenländern, besonders die aus Asien (Magna Emerging Markets Dividend Fonds und Fidelity South East Asia) bleiben trotz schwacher Performance seit dem Beginn des Jahres attraktiv. Ebenso gestaltet es sich mit der Beimischung der Schwellenländer-Anleihen (Invesco Emerging Markets Bond II).

Anleihen von Unternehmen
Trotz der niedrigen Rendite bleibt der Spängler Bond Corporate das Basisinvestment im Anleihenbereich. Unternehmensanleihen (Invesco Extra Income Bond) und Wandelanleihen (DWS Convertibles) versprechen ein größeres Renditepotential, sollten aber wegen den höheren Wertschwankungen nur eine begrenzte Doppelbeimischung darstellen. Kursrückgänge waren nach langer und guter Performance bei dem AC Risk Parity Fonds 12 zu verbuchen. Anzeichen vermehren sich derzeit, dass das Anleihenkaufprogramm des US-Notenbank reduziert wird. Anleihen- und Aktienmärkte, aber auch Fonds wurden deshalb belastet. Für die Straffung der Geldpolitik wird eine ausreichend starke Wirtschaftskraft vorausgesetzt, was gleichzeitig eine positive Entwicklung der Aktienmärkte impliziert. Die Schwächung des Anleihen- und Aktienmarktes sollte deshalb nicht langfristig sein, sodass der AC Risk Parity Fonds 12 weiter aussichtsreich bleibt.

wichtiger Hinweis:
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  1. Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit diesem Thema – hier vor allem mit herkömmlichen Geldanlagemöglichkeiten bzw. Sparformen. In Bezug auf die Geldanlage existiert eine immense Anzahl an möglichen Anlageprodukten. In der Regel wird jedoch oftmals auf die Grundprodukte – Sparbuch, Bausparen – vergessen. Gerade in solch turbulenten Zeiten wie wir uns derzeit befinden, gewinnen diese Produkte wieder mehr an Bedeutung. Im Bezug auf den Kapitalmarkt muss man feststellen, dass es die risikolose Rendite nicht gibt – nie gegeben hat – bei der aktuellen Zinslage, hier vor allem in Anleihenbereich,kann man von einem zinslosen Risiko sprechen. Die herkömmlichen Sparformen stellen deshalb aus meiner Sicht die wichtigsten Sparprodukte dar, die jedermann besitzen sollte – erst nachdem dies der Fall ist – kann / sollte in andere Asset-Klassen investiert werden!

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