Anlagekommentar Januar 2014 – Konjunkturausblick zur Weltwirtschaft in 2014

Das Wachstum wird sich in diesem Jahr näher an den historischen Durchschnitt bewegen und so die Schwächen der vergangenen Jahre ausgleichen. Auch im aktuellen Jahr gelten China und die USA als Säulen im Wirtschaftswachstum. Da sich die USA selbstragend zeigt und China trotz verschiedener Ungleichgewichte in seinem Anstieg nicht gedämmt wird, ist von einem 7 prozentigen Wachstum die Rede. Für Europa selbst gibt es keine einheitlichen Prognosen, da die Eurokrise die Konjunktur beeinflusst und für die Ungleichheiten am europäischen Markt und seinem Stand in der Weltwirtschaft verantwortlich ist.

Der Wandel zwischen Wachstum und Stagnation 
Im vergangenen Jahr hat Großbritannien sich wieder am Wachstum beteiligt. Westeuropa hingegen zeigt sich mehrheitlich auf dem normalen Pfad der Expansion. Auf unserem Kontinent ist Deutschland der Betreiber im Wachstum, während Frankreich, Italien und Spanien schwächeln und die Erholung der Eurozone auch in 2014 noch beeinträchtigen werden. Ohne Lösung zeigt sich auch immer noch die Verschuldung, welche sich zu einer großen und das Wachstum beeinflussenden Problematik entwickelt hat. In vielen Staaten werden Budgetdefizite aber rückläufig werden und ein Szenario wie seinerzeit in Japan ist unwahrscheinlich, aber nicht vollständig auszuschließen. Das Risiko steht aber nur in Teilen der Eurozone, nicht im gesamten europäischen Raum zur Debatte.

Beeinflussung der Eurozone von Arbeitslosigkeit 
Solange die Arbeitslosigkeit über dem Durchschnitt von 12 Prozent liegt (siehe Grafik), werden disinflationäre Kräfte in der Eurozone vorherrschen. Japans Wirtschaft profitiert von Reformen und einem schwächeren Yen, während in Schwellenländern kein genereller Trend als Prognose für das Wachstum gegeben werden kann. Das Jahr 2014 bleibt daher spannend, wobei größere Desaster nicht zu befürchten sind und man im Allgemeinen damit rechnet, dass die Problematik der Eurozone sich abschwächt. Auch wenn die USA und China die Nase vorn haben, lohnt sich die Beobachtung der Schwellenländer und verschiedener Wachstumsmärkte der Eurozone in diesem Jahr sicherlich.

Arbeitslosenrate von 1993 bis 2013

Bei Staatsanleihen auf diese Risiken achten

In der Vergangenheit galten Staatsanleihen als sicher. Doch seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sind diese mit verschiedenen Risiken behaftet und werden nicht mehr als sichere Anlagen gesehen. Auch wenn die Aufsichtsbehörden Sicherheit suggerieren, sieht die Realität anders aus.

Die Risiken bei Staatsanleihen
Bekannt sind 3 Risiken, die bei Staatsanleihen nicht zu unterschätzen und auch nicht schön zu reden sind. Das Durationsrisiko, das Kreditrisiko und das Notenbankrisiko sind dafür verantwortlich, in welchem Umfang Staatsanleihen Rendite erbringen oder sich als Fehlinvestition auszeichnen. Aufsichtsbehörden verweisen bei Staatsanleihen darauf, dass es praktisch kein Durationsrisiko gäbe. Höhere Laufzeiten können zwar für eine attraktivere Rendite sorgen, dabei aber auch die Risiken erhöhen. Verwiesen wird hierbei auf die US-Treasuries oder Bundesanleihen, bei denen sich seit den 90er Jahren kein Durationsrisiko gezeigt hätte. Wie sich Fed Präsident Bernanke äußert, ist das Risiko bei Staatsanleihen aber immer vorhanden und eine Komponente, die sich nicht von der Hand weisen ließe. Auch beim Kreditrisiko wird von Experten darauf verwiesen, dass dieses vor dem Fall der Lehmann Brothers nicht existent war. Das reale Risiko lässt sich aber kaum umschreiben, da sich die Messung ausschließlich auf Leistungen der Kreditausfallversicherungen bezieht und eine Differenzierung zwischen den Staatsanleihen der einzelnen EU Länder nicht vorgenommen wird. Seit Draghi mit seiner Rede zur Euro-Rettung die Gemüter beruhigte, wird dieses Risiko mit Bezugnahme zu den Berechnungen für Anleihen im Rückblick, gefährlich unterschätzt.

ntwicklung fünfjähriger Kreditrisikoversicherungen

Risiken überlagern sich
Während die oben aufgeführten Risiken durchaus präsent und ernst zu nehmen sind, werden diese aber von einem weitaus größeren Risiko überlagert. Die Notenbankpolitik im Krisenmodus trägt dazu bei, dass sich die Entwicklung der Märkte bei Staatsanleihen nicht mehr transparent abschätzen lässt. Kein Anleger kann politische Entscheidungen vorhersagen und so die Gewissheit erhalten, dass Staatsanleihen sich in der Rentabilität nicht ändern und auch auf lange Sicht als Anlage überzeugen. Die Unsicherheit über die Politik der Notenbanken ist der hauptsächliche Faktor, welcher die Rendite von Staatsanleihen in der Eurozone beeinflusst und durchaus als Risiko zu sehen ist. Da sich die Konjunktur erholt und auch in Irland, sowie Spanien mit einem Anstieg aufwarten, könnten die Strukturreformen durchaus für mehr Rendite sorgen und die Staatsanleihen in ihrer Performance wieder in den Fokus rücken lassen.

In der heutigen Zeit sollten Investitionen genau überlegt und vor der Entscheidung des Anlegers geprüft werden. Sie müssen nicht auf Staatsanleihen verzichten, sollten sich aber der Risiken bewusst sein und keinesfalls nur in diese Optionen investieren. Im Anlagenmix können sie aber beigemengt werden.

Anlagetipps Dezember 2013 – Konstanz auf dem Aktienmarkt

Fundamentale Überraschungen auf dem Aktienmarkt blieben aus und führen dazu, dass auch im 4. Quartal eine überwiegend positive Tendenz zu beobachten ist. Für 2014 wird ein höheres Wachstum als in den vergangenen Jahren erwartet, wobei China und die USA als Pfeiler des Wachstums in der Weltwirtschaft fungieren. In Europa zeigt sich die Aussicht nicht einheitlich, da Deutschland über ein relativ starkes, Frankreich, Italien und auch Spanien aber über ein schwaches Wachstum verfügen. Von einem moderaten Wachstum ist die Rede, lenken Sie den Blick auf die gesamte Eurozone.

Die Ausrichtung von Anlagen forcieren auf Aktien 
Primär sind also immer noch Aktien als optimale Strategie der Anlage zu betrachten. Durch die wirtschaftliche Stabilität und globale Leistung der Wirtschaft, können sichtbare Unternehmensgewinne verzeichnet und in die Anlagestrategie einbezogen werden. Die Aktienmärkte unterliegen einem Aufwärtstrend, wobei auch die Korrekturrisiken gestiegen sind. Dabei sind Korrekturen aber weiter als Kaufangelegenheit empfehlenswert. Die globale Diversifizierung der Aktienallokation generiert sich aus einer Kombination der lockeren Geldpolitik, sowie der anziehenden Konjunktur und sorgen für einen Profit beim Anleger. Europa ist übergewichtet  (Comgest Growth Europe Acc oder Fidelity European Growth Fonds) und daher noch immer ein gutes Kerninvestment auf dem Aktienmarkt. Aber auch globale Dividenden  (DWS Top Dividende) sollten nicht aus dem Fokus verschwinden und bieten dem Anleger attraktive Chancen auf eine hohe Rendite. Ebenso sind einige Schwellenländer (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A oder (Fidelity Funds – South East Asia Fund A) unterdes positiv bewertet und können nach langjähriger eher schwacher Performance, nun als interessante Option für mittel- und langfristig ausgerichtete Anlagen betrachtet werden.

Positive Performance bei Anlagen bevorzugen
Immer noch liegt der Fokus zwar in erster Linie auf Aktien, sollte aber auch eine Beimischung verschiedener Anlageformen beinhalten. Durch einen aktuellen Trend zum Wachstum der Schwellenländer, können Aktien aus Industrieländern durchaus auf der Agenda stehen und die sichtbar starken Aktien der Anlage unterstützen. Mittelfristig gute Perspektiven bieten die Sektoren Konsum, Technologie und Gesundheit (Invesco Global Health Care). Hier sind die Bewertungen sichtbar gestiegen. Auf dem Energiesektor (BGF World Energy Hedged) zeigt sich ein Erholungspotenzial und damit die Chance, attraktive Renditen aus Dividenden zu bevorzugen und auch diese in das Anlagepaket einfließen zu lassen. Die Risikostreuung ist noch immer ein sehr wichtiges Thema und sollte breit gefächert gewählt werden. Das Paket für eine optimale Anlage besteht aus starken und steigenden Aktien, aus Dividenden und verschiedenen Anlageprodukten mit Wachstumspotenzial. Auch Schwellenländer dürfen durchaus wieder einen Platz in der überzeugend gewählten Anlagestrategie finden.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen besinnliche und fröhliche Weihnachtstage und hoffe, Sie können sich abseits des Alltagsstresses mit Genuss und Gemütlichkeit verwöhnen lassen.

Für das neue Jahr 2014 wünsche ich allen von Herzen viel Glück und Zufriedenheit.

 

 

 

Anlagekommentar Dezember 2013 – Die Inflation in der Eurozone sinkt

Im Oktober wurde eine Senkung der Verbraucherpreise in der Eurozone bekannt. Die Verbraucherpreise sind mit 0,7 Prozent, die Kerninflation mit 0,8 Prozent beziffert. Die Trends variieren zwar in den einzelnen Länderebenen, wobei aber eine vollständige Senkung in der gesamten Eurozone zu beobachten ist. Bezugnehmend wurde die Tendenz für die vergangenen 18 Monate ermittelt, in denen die konstante Senkung unübersehbar war.

eurozone_inflationsrate_2013_10

Auswirkungen der Inflationssenkung
Die Inflationsrate in Deutschland zeigt sich im November 2013 mit 1,3 Prozent und in der Eurozone zum gleichen Zeitpunkt 0,9 Prozent. Auch hier ist eine Senkung zu beobachten, welche durch die bessere Wirtschaftsentwicklung und eine Senkung der Arbeitslosenzahlen begünstigt wurde. Auch wenn Deutschland über dem Durchschnitt der Eurozone liegt, handelt es sich bei diesen Kennzahlen um eine historisch sehr niedrige Inflationsrate. Durch den Rückgang der Inflation im Oktober hat die EZB erwogen, den Leitzins von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent zu senken. Hieraus resultierten Befürchtungen, dass die Eurozone von einer Deflation und unwirtschaftlichen Stagnation über einen längeren Zeitraum bedroht werden könnte. Als Vorlage für diese Befürchtung galt Japan, wo in Folge zu günstiger Zinsen genau dieses Szenario auf der Agenda stand. Auch wenn einige Teile der Eurozone von diesem Risiko betroffen sein könnten, handelt es sich nicht um ein Basisszenario für die gesamte Eurozone.

eurozone_kerninflationsrate_2013_10

Faktoren der Inflationsbremse
Hingegen vieler Verlautbarungen aus der Politik, ist eine dauerhafte Senkung der Arbeitslosigkeit und eine Trendwende am Arbeitsmarkt noch nicht in Sicht. Die hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone unterliegt einem weiteren Anstieg, sodass hier derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden kann. Aus genau diesen Gründen wird die EBZ den Leitzins weiter niedrig halten und an ihrer Nullzins Politik festhalten. Die sinkende Inflation hat also für die Banken der Eurozone einen positiven Begleitwert, welcher aber dem Verbraucher selbst nicht zugute kommt und weder die Negativ- noch die Positivzinsen in ansprechender Weise beeinflusst.

Eine neue Studie zur Aktienquote im Alter

In Zusammenarbeit des US amerikanischen Finanzprofessors Wade Pfau und des Vermögensverwalters Michael Kitces, zeigten die Experten in der Finanzwelt einen Trend auf, der so gar nicht den Mainstream Ansichten entspricht und traditionelle Kenntnisse zur richtigen Aktienquote aus dem Fokus streicht. Es gibt zwei Arten, sich den richtige Aktienanteil zu sichern. Zum Einen wird die Risikobereitschaft des Anlegers, zum Anderen die Altersberechnung: Aktienquote = 100 minus Lebensjahre, als Hilfe zur Entscheidung für das richtige Depot genutzt. Anleger mit risikoscheuer Ausrichtung investieren überhaupt nicht, maximal aber mit 30% in den Aktienmarkt. Beim Fokus auf das mittlere Risiko werden 30% bis 70% der Anlagen in Aktien getätigt. Nur sehr risikobereite Anleger gehen zu 100% auf Aktien und wünschen sich eine hohe Rendite. Da die Rendite dank wechselnder Kurse an der Börse schwanken kann, ist die Option auf die Risikobereitschaft keine sichere Basis für eine Entscheidung. Sicherer ist die Fokussierung auf die Lebensjahre.

Anlagehöhe vom Lebensalter abhängig machen
Im Alter kann eine zu hohe Risikobereitschaft und so eine zu hohe Aktienquote zu Problemen führen. Ein 65 Jahre alter Anleger sollte maximal 35% seines vorhandenen Vermögens spekulativ, den Rest aber sicher anlegen. Junge Anleger können die Aktienquote höher ansetzen, da hier noch mehr Zeit zum Ausgleichen von Kursschwankungen und finanziellen Einbußen bleibt. Schließlich soll das Budget nicht durch Crashs aufgezehrt und so nicht mehr zum Eigenverbrauch genutzt werden können. Auch Aktivitäten an der Börse haben das Ziel, Sicherheit zu schaffen und natürlich, das Vermögen zu vermehren. Die errechneten Zeithorizonte in Kombination mit dem Prozentsatz der Aktienquote, lassen zu hohe Risiken in der Investition ausschließen und eine überlegte, der Altersgruppe entsprechende Anlage zu. Zu Beginn des Ruhestands ist eine Aktienquote von 20% bis 40% ausreichend, während später ein Anteil von 50% bis 70% überzeugen kann. Bei regelmäßigen Entnahmen ist die Wahrscheinlichkeit trotzdem sehr hoch, dass das angesparte Vermögen sich über die gesamte Zeitspanne amortisiert und als ausreichend erweist.

Sinnvoll auf den zweiten Blick
Auf den ersten Blick erscheint diese Strategie eher unlogisch. Doch bei näherer Betrachtung erkennen Sie den Sinn dahinter. Wer sich der großen Gefahr, zu Beginn seines Ruhestands direkt durch einen Börsencrash oder fallende Aktienkurse sein Vermögen verliert, kann trotz langjährig optimierter Budgetierung, Opfer von Altersarmut werden. Reduziert der Anleger seine Aktienquote, kann er in der kurzen Zeitspanne keinen Verlust aufholen und wird den Verlust akzeptieren müssen. Auch wenn die Methode auf Forschungen und Kenntnissen der Marktentwicklung basiert, sollten Anleger die Risiken nicht unterschätzen und sich vor bösen Überraschungen optimal schützen. Da viele Anlagen in der heutigen Zeit kaum noch Rendite erbringen, steigt die Aktienquote durchaus wieder an und wird, wenn auch nicht immer mit einem guten Bauchgefühl, von Anlegern bevorzugt gewählt. Sich dabei auf Schwellenländer zu konzentrieren oder ein zu hohes Budget auf dem unsicheren Markt anzulegen, kann sich negativ auf eine sichere Budgetierung des Lebensabends auswirken. Auch wenn Sparanlagen kaum Zinsen erbringen und viele Investitionen eher als unrentable Aufbewahrung von Vermögen zu betrachten sind, sollte die Aktienquote die finanziellen Verhältnisse des Anlegers in keinem Alter überschreiten.

Anlagetipps November 2013 – Die Auswirkungen der Schuldenobergrenze auf den Aktienmarkt

Anfang Oktober war eine kurzfristige, aber unverkennbare Belastung am Aktienmarkt zu beobachten. Die Debatte zur Schuldenobergrenze in den USA dienten als Grundlage der Entscheidung, die Obergrenze bis 7. Februar außer Kraft zu setzen. Doch zeigen sich die Differenzen für einen mittelfristigen Budget Ausgleich weiterhin sehr hoch. Im Aktienausblick auf die kommenden 12-18 Monate, zeigt sich Europa weiterhin unverändert und profitiert von einer Kombination der tiefen Zinsen und eine wachsenden Konjunktur. Wenn Sie europäische Veranlagungen (Comgest Growth Europe Acc oder Fidelity European Growth Fonds) weiter favorisieren, zeigt sich in Ihrer Anlage eine unverkennbare Stabilität. Aber auch globale Aktienfonds (DWS Top Dividende oder AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B Euro), zeigen sich als Basis Investment auf dem Aktienmarkt positiv.

Verbesserte Anlagechancen auch in Schwellenländern
Die Kursentwicklung ist schwach, doch sind unterdes alle fundamentalen Probleme auf dem Aktienmarkt eingespeist. Die Anlagechancen zeigen eine deutliche Verbesserung, bei der vor allem die Industrieländer auf eine günstige Bewertung bauen. Mit einer Übergewichtung Asiens (Fidelity Funds – South East Asia Fund A) sind Anleger gut beraten, da hier die langfristigsten Wachstumsperspektiven erfolgen werden. Ebenso kann der global und in Schwellenländern veranlagende (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A) als optimale Perspektive mit Wachstumspotenzial in den Fokus rücken. Japans Börse zeigt sich aktuell mit überdurchschnittlichen Risiken, verfügt aber auch nach ihrer Seitwärtsbewegung noch über ausreichend Potenzial bei Anlagen auf dem Aktienmarkt. Das laufende Quartal zeigt sich mit einem positiven Trend. Eine Beobachtung des Marktes ist aber notwendig, da die Wirtschaftsdynamik derzeit nachlässt und hiervon sowohl die USA, als auch Europa betroffen sind.

Aktien nach wie vor hoch im Kurs
Primär bleibt die Anlagestrategie auf den Aktienmarkt forciert. Aktien zeigen sich sicherer als Anleihen und sind mit einem stabilen Trend zu beobachten. Auch wenn Staatsanleihen in der ersten Jahreshälfte einen Aufwärtstrend in Punkto Rendite aufzeigten, sinken sie aktuell auf den wichtigsten Märkten. In den folgenden 12-14 Monaten wird ein moderater Anstieg möglich sein, da sich die USA wirtschaftlich erholt. Ein europäischer Aufwärtsdruck ist anhand der Tatsache, dass die EZB die Geldpolitik weiter locker halten wird, nicht zu erwarten.  Festverzinsliche Anlagen aus Unternehmen mit positiver oder mittlerer Bonität, zeigen sich nach wie vor als solides Fundament einer Anlage. Auch die Beimischung von Depots mit hohem Potenzial zur Rendite ist ratsam. Hierbei sollten Anleger auf Unternehmen der Peripherie Europas, oder auf Schwellenländeranleihen (Invesco Emerging Markets Bond II) in Kernwährungen fokussieren. Hochverzinste Unternehmensanleihen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) liegen weiterhin bei den Risikoaufschlägen über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre und besitzen für den Anleger noch ein Aufwärtspotential. Ein gesunder Mix aus Aktien und Anleihen im Depot ist ratsam.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Warum der Euro die Krisenzeit überstehen wird

Kritiker des Euro finden im mangelnden Wirtschaftswachstum, der hohen Arbeitslosigkeit und staatlichen Schuldenlast, sowie den finanziellen Krisen in der Eurozone genug Material, um den Fortbestand des Euro in Frage zu stellen. Wachstumsdifferenzen innerhalb der Eurozone, sowie geringere Löhne für Arbeiter in schwachen Mitgliedsstaaten würden dafür sorgen, dass die Fiskalunion nicht von langer Dauer wäre. Doch hingegen aller Prognosen sei anzumerken, dass sowohl die EU, als auch die EZB bisher einen überzeugenden Job gemacht haben.

Die Kraftreserven der Währungsunion
Die wirtschaftliche Annäherung der Eurozone untereinander ist eine Herausforderung, die noch viel Zeit und Geduld erfordert. Eine übersichtliche Preisstabilität ist notwendig, egal ob Bürger und Finanzspezialisten in Deutschland oder Griechenland befragt werden. Als ehrgeizigste Idee aller Zeiten bezeichnet, hat die Währungsunion auf lange Bahn gesehen Vorteile gebracht, auch wenn das Risiko der Nachteile vielleicht ein wenig unterschätzt wurde. Wirtschaftliche Frühindikatoren weisen derzeit auf eine Erholung des Euro hin und sind als Zeichen zu werten, welches nun langsam beginnt, Früchte zu tragen und die grundlegenden strukturellen Reformen zu befürworten. Innerhalb der Eurozone herrscht immer mehr Gleichgewicht, welches ebenfalls für die richtige Entscheidung zum Erhalt des Euro als Gemeinschaftswährung spricht.

Sollen Krisenländer den Euro aufgeben?
Spekulativ wird überlegt, ob sich die Krisen in Irland, Griechenland oder Spanien bessern würden, wenn sie aus dem Euro austreten und zurück zur ursprünglichen Währung kehren würden. Der Preis für ein Ausscheiden aus der Eurozone wäre bei weitem höher als der Preis, den Krisenländer für eine Rettung der Wirtschaft und den Verbleib in der Eurozone zahlen müssen. Für Schuldenstaaten ist es trotz Proteste und Unruhen der Bürger im Land besser, im Euro zu verbleiben und die Hilfen der europäischen Union anzunehmen. Die EZB wird alles Notwendige tun, um eine Stabilität in der Geldpolitik zu begünstigen und trotz vermehrter Drucke von Banknoten, eine Steigerung der Inflation auszuschließen. Von weiteren unkonventionellen geldmarktpolitischen Maßnahmen ist die Rede, wie derzeit vom neuen LTRO Programm. Der politische Wille in der Eurozone ist so stark, dass trotz vieler Überlegungen und Gedanken bisher noch kein Mitgliedsstaat die EWU verlassen hat.

Ein starkes Europa wächst gemeinsam
Die hohe Arbeitslosigkeit ist derzeit die größte Sorge in der Eurozone. Vor allem in Krisenländern herrscht eine Flut an Arbeitslosigkeit, von der eine Menge Jugendlicher betroffen sind. Auch Sparmaßnahmen und gesunkene Löhne stoßen nicht auf die Akzeptanz, die sich innerhalb der Eurozone erhofft wurde. Doch trotz aller Unruhen und sozialen Einschränkungen steht es für die Politik der Krisenländer außer Frage, die Hilfen abzulehnen und zurück zur vor dem Euro präsenten Währung zu kehren. Dies begründet sich nicht allein in den bisher erhaltenen Hilfen, sondern vor allem in der realistischen Betrachtung der Tatsache, dass ein Ausscheiden aus der Eurozone keine Besserung der wirtschaftlichen Lage nach sich ziehen würde. Nun heißt es innerhalb der Eurozone, die schwachen Mitgliedsstaaten wirtschaftlich zu stärken und der Arbeitslosigkeit und Armut in diesen Ländern die Stirn zu bieten. Der Euro wird die Krise überleben und sich als stabile und dauerhafte Währung auf dem Markt behaupten, sowie Handelsbeziehungen und wirtschaftlichen Aufschwung weiter begünstigen.

Anlagekommentar November 2013 – Aktuelle Trends in der globalen Wirtschaft

Der hauptsächliche Träger des Wirtschaftswachstums der Industrieländer war in den vergangenen Jahren die USA. Hingegen dessen hat sich die Konjunktur in Europa abgeschwächt, was aufgrund der restriktiven Finanzpolitik absehbar war. Im zweiten Quartal 2013 war eine moderate Entspannung zu erkennen, welche als erstes Wachstum seit 2011 bezeichnet werden kann. Aber auch in den übrigen Regionen zeigen die Wirtschaftsdaten in den Sommermonaten eine positive Überraschung in Form steigender Tendenzen auf.

wirtschaftstrends_2013_11

Keine Dynamik in der Erholung in Sicht
Aufgrund der Frühindikatoren lässt sich bereits jetzt erkennen, dass die USA und Europa erneut an Schwung verlieren werden. Von einer dynamischen Erholung auf dem Wirtschaftsmarkt kann derzeit nicht die Rede sein. Hierbei spielt die dauerhafte Budget Debatte eine übergeordnete Rolle und beeinflusst den Markt ersichtlich. Der Wirtschaftsmarkt erholt sich, muss aber immer wieder mit Flauten und Rückschlägen rechnen. Im Gegensatz zu den USA und Europa hat die Wirtschaft in Japan einen deutlichen Aufschwung erlebt. Hier ist ein im April 2014 ein Test angestrebt, in dem die Umsatzsteuer von derzeit 5% auf 8% angehoben werden soll. In den Schwellenländern, in Asien und Lateinamerika, sowie in der Region EMEA zeigt sich das Wachstum schwächelnd. Der Tiefpunkt sollte unterdes aber erreicht sein.

Prognosen für 2014
Mit hoher Erwartung startet die Wirtschaft ins neue Jahr. Seit 2010 soll die Weltwirtschaft im kommenden Jahr das höchste Wachstum erzielen. Dennoch zeigt sich das globale Wachstum schwächer als bisher, da die Eurozone sich nur mühsam erholt und die Entwicklung in wichtigen Schwellenländern stagniert. Während diese im vergangenen Jahrzehnt sichtbar gewachsen sind, haben die Eurokrise und Finanzkrisen in Folge, dass die Wirtschaft dem Aufwärtstrend nicht so folgen kann wie bisher. Im Allgemeinen wird sich der Markt aber stabilisieren und durch ein erkennbares Wachstum auch wieder interessant für Anleger und Investoren mit einem geringen Risiko Bedürfnis werden.


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