Bei Staatsanleihen auf diese Risiken achten

In der Vergangenheit galten Staatsanleihen als sicher. Doch seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sind diese mit verschiedenen Risiken behaftet und werden nicht mehr als sichere Anlagen gesehen. Auch wenn die Aufsichtsbehörden Sicherheit suggerieren, sieht die Realität anders aus.

Die Risiken bei Staatsanleihen
Bekannt sind 3 Risiken, die bei Staatsanleihen nicht zu unterschätzen und auch nicht schön zu reden sind. Das Durationsrisiko, das Kreditrisiko und das Notenbankrisiko sind dafür verantwortlich, in welchem Umfang Staatsanleihen Rendite erbringen oder sich als Fehlinvestition auszeichnen. Aufsichtsbehörden verweisen bei Staatsanleihen darauf, dass es praktisch kein Durationsrisiko gäbe. Höhere Laufzeiten können zwar für eine attraktivere Rendite sorgen, dabei aber auch die Risiken erhöhen. Verwiesen wird hierbei auf die US-Treasuries oder Bundesanleihen, bei denen sich seit den 90er Jahren kein Durationsrisiko gezeigt hätte. Wie sich Fed Präsident Bernanke äußert, ist das Risiko bei Staatsanleihen aber immer vorhanden und eine Komponente, die sich nicht von der Hand weisen ließe. Auch beim Kreditrisiko wird von Experten darauf verwiesen, dass dieses vor dem Fall der Lehmann Brothers nicht existent war. Das reale Risiko lässt sich aber kaum umschreiben, da sich die Messung ausschließlich auf Leistungen der Kreditausfallversicherungen bezieht und eine Differenzierung zwischen den Staatsanleihen der einzelnen EU Länder nicht vorgenommen wird. Seit Draghi mit seiner Rede zur Euro-Rettung die Gemüter beruhigte, wird dieses Risiko mit Bezugnahme zu den Berechnungen für Anleihen im Rückblick, gefährlich unterschätzt.

ntwicklung fünfjähriger Kreditrisikoversicherungen

Risiken überlagern sich
Während die oben aufgeführten Risiken durchaus präsent und ernst zu nehmen sind, werden diese aber von einem weitaus größeren Risiko überlagert. Die Notenbankpolitik im Krisenmodus trägt dazu bei, dass sich die Entwicklung der Märkte bei Staatsanleihen nicht mehr transparent abschätzen lässt. Kein Anleger kann politische Entscheidungen vorhersagen und so die Gewissheit erhalten, dass Staatsanleihen sich in der Rentabilität nicht ändern und auch auf lange Sicht als Anlage überzeugen. Die Unsicherheit über die Politik der Notenbanken ist der hauptsächliche Faktor, welcher die Rendite von Staatsanleihen in der Eurozone beeinflusst und durchaus als Risiko zu sehen ist. Da sich die Konjunktur erholt und auch in Irland, sowie Spanien mit einem Anstieg aufwarten, könnten die Strukturreformen durchaus für mehr Rendite sorgen und die Staatsanleihen in ihrer Performance wieder in den Fokus rücken lassen.

In der heutigen Zeit sollten Investitionen genau überlegt und vor der Entscheidung des Anlegers geprüft werden. Sie müssen nicht auf Staatsanleihen verzichten, sollten sich aber der Risiken bewusst sein und keinesfalls nur in diese Optionen investieren. Im Anlagenmix können sie aber beigemengt werden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*