Crash oder Chance?

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An den Börsen ist es in den letzten Tagen zu einer deutlichen Börsenkorrektur gekommen. Auch der deutsche Aktienmarkt ist von der Abwärtsentwicklung betroffen. Nach dem Einbruch der Aktienmärkte kommen nun vielerorts die Crashpropheten aus der Versenkung und verkünden, dass quasi das Ende der Welt droht, wenigstens eine Halbierung der Kurse.

Panik ist der falsche Ratgeber
Die Börsenkorrektur war im Grunde genommen jedoch lange überfällig. Es sind in den vergangenen Monaten zu viele „zittrige Hände“ auf den Börsenzug, vor allem durch unökonomisch operierende Anlagevehikel wie ETFs, aufgesprungen. Es wird aktuell von den Höchstkursen ausgehend, mit einem potentiellen Korrekturumfang von 10 bis 15 Prozent gerechnet. Kurzfristig spielen jetzt wirtschaftliche Aspekte an der Börse nur eine sehr untergeordnete Rolle, auch wenn die Quartalsberichtssaison der Unternehmen inzwischen begonnen hat. Vielmehr dominieren Chartanalysesysteme sowie Abflüsse aus ETFs die derzeitige Marktsituation. Auch die neuralgische Frage, wie sich die amerikanischen Börsen weiterhin entwickeln werden, steht im Fokus. Alle europäischen und allen voran die Deutsche Börse werden kurzfristig stark von der Wallstreet beeinflusst.

DAX Entwicklung Oktober 2011 bis Oktober 2014

Wie immer machen nicht Wirtschaftsdaten die Kurse, sondern Menschen
Ökonomisch orientierte Anleger wissen, dass die recht hohen Dividendenrenditen bei anhaltender Nullzinspolitik die Aktien nach unten abfedern. An der Alternativlosigkeit der klug betriebenen Aktienanlage mit Fokus auf Qualitätsunternehmen und Unterbewertung hat sich in meinen Augen nichts geändert. Als ein größerer Risikofaktor bleibt die Wall Street, wo die Bewertungen höher liegen als in vielen anderen Ländern. Unwahrscheinlich aber nicht gänzlich auszuschließen ist auch eine leichte Zinsanhebung in den USA im Sommer 2015.

Die günstigen Kurse zum Kaufen nutzen
Als weitsichtiger Anleger sollte man die derzeitige Korrektur dazu nutzen, um bestehende Kassenquoten oder defensive Anlagen abzubauen. In den letzten Monaten konnte man viele Gewinne realisieren, so dass man die jetzige Situation zum Nachkaufen oder Neueinstieg nutzen sollte. Man tut daher gut daran, sich nicht von Crashpropheten mitreißen zu lassen. Es wird sicher in den nächsten Wochen noch ein Auf und Ab an den Börsen geben, aber Gründe für einen Crash gibt es derzeit nicht viele. Die konjunkturelle Lage in Richtung Jahresende dürfte sich vielmehr stabilisieren. Auch das weltweite Wachstum ist nach wie vor vorhanden.

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