Anlagekommentar Oktober 2014 – FED und EZB gehen unterschiedliche Pfade

Anlagetipp

Im September 2014 hat die Europäische Zentralbank (EZB) zu einem neuerlichen Rundumschlag ausgeholt und den Leitzins auf historisch niedrige 0,05 Prozent gesenkt. Binnen weniger Minuten schoss der Dax um 100 Indexpunkte hoch und der Euro fiel unter die Marke von 1,30 US-Dollar. Auch ein Ankaufprogramm für Kreditpakete (Asset Backed Securities, ABS) und Pfandbriefe wurde bekanntgegeben und soll substantiell noch mehr ausgeweitet werden. Was wird aus Niedrigzins-Europa? Über die immer weiter sinkenden Zinsen könnte man noch hinwegsehen, da sich hier ein wirklicher Einfluss auf das Wachstum oder die Inflation nicht zeigt. Doch ob die EZB die Abschwächung des Euro und damit die importierte Inflation und Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone herbeigeführt oder herbeigeredet hat, bleibt weiter offen. Für blumige Ansprachen und große Versprechen sind die EZB Notenbanker um Draghi bekannt, doch was am Ende wirklich eintritt und um Euroland eine bessere Performance erwartet, lässt sich im Augenblick nur mutmaßen. USD Entwicklung gen Euro USA-Arbeitsmarkt bestimmt weiteren Zinsverlauf Ein Blick auf die USA zeigt, dass der Verlauf der Zinsen dort auch weiter vom Arbeitsmarkt bestimmt werden. Eine weitere Lockerung der Geldpolitik ist nicht ausgeschlossen, sollte sich die aktuelle Performance nicht im gewünschten Maße erhöhen. Die Markterwartungen liegen weit unter denen der Notenbank, sodass eine Anpassung zur vorübergehenden Korrektur der Risikomärkte führen könne. Augenblicklich schein die Lage ruhig, beinahe zu ruhig nach den kürzlich heftigen Diskussionen um die Ankäufe von Staatsanleihen aus wirtschaftlich schwachen Euroländern und den damit verbundenen Risiken für Europa. Arbeitslosenrateentwicklung USA und Eurozone

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