Aktien Skandinavien – Mehr Licht als Schatten

Gewinn mit Geldanlagen

Die skandinavischen Börsen haben sich seit 2010 sehr gut entwickelt. Die Unternehmenswerte stiegen um sagenhafte 91,7 Prozent! Und auch im abgelaufenen Jahr war das Plus mit 19,2 Prozent vergleichsweise hoch. Spitzenreiter dabei sind die „Aktien Dänemark“. Diese Anlageklasse konnte in fünf Jahren sogar 137,8 Prozent zulegen.

Was sind die Gründe dafür?
„Made in Scandinavia“ war und ist ein Qualitätssiegel. Produkte mit diesem Aufdruck genießen weltweit einen hohen Vertrauensvorschuss und eine hohe Nachfrage – mit deutlich positiven Auswirkungen auf die Entwicklung der dortigen Börsen. Positiv fällt im Norden Europas die vielfältige Unternehmenslandschaft auf. Dänemarks Wirtschaft ist beispielsweise geprägt durch die Sektoren Gesundheitswesen und Transport, Schweden gekennzeichnet durch starke Industrie- und Informationsunternehmen. Finnland und Norwegen wiederum haben eine hohe Energie- und Rohstofflastigkeit.

Entwicklung Aktien Skandinavien seit 2014, 2013 und 2010

Doch bekanntlich hat jede Medaille zwei Seiten
Norwegen hängt sehr stark vom Erdölpreis ab, in Finnland wird über einen Austritt aus dem Euro debattiert, was dort die aktuelle Unzufriedenheit wieder spiegelt. Grund hierfür ist der vierte Wirtschaftsrückgang in Folge. Nichtsdestotrotz bieten sich Anlegern Chancen in den skandinavischen Ländern. Die Anlageklasse „Aktien Skandinavien“ bietet sich im Rahmen einer Portfoliooptimierung als Beimischung an. Ein klassisches Investment über Einzelaktien birgt hierbei jedoch ein zu hohes Auswahlrisiko. Aktiv gemanagte Aktienfonds von Investmenthäusern wie etwa Nordea, SEB oder Fidelity können hier eine Alternative sein.

Fazit:
Trotz derzeit negativer Nachrichten verfügen die skandinavischen Länder über ein sehr solides Fundament und haben damit nach wie vor ein attraktives Risiko/Ertrags-Profil. Ihr hoher Exportanteil in Schwellenländer stellt eine Chance für die Unternehmen und Börsen dar. Norwegen kämpft zwar aktuell mit dem niedrigen Ölpreis, hat aber enorme Reserven, die laufende Einnahmen und Unternehmensgewinne für die nächsten Jahrzehnte garantieren.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Skandinavien ist mit Sicherheit ein Geheimtipp! Was halten sie eigentlich von den Lachsfarmen. Mir fällt zwar gerade nicht der Name dieses einen bestimmten Unternehmens ein aber ich kann mich erinnern dass es ganz weit oben auf den Investorpräferenzen war vor wenigen Jahren

    • Aktien von Lachsfarmen sind ein lukratives, aber riskantes Investment. Sollte nicht das Basisinvestment sein.

    • Zumindest ist es eine gute Zeit zum investieren. Ob dies dann als Basisinvestment anzusehen ist, hängt von der Risikobereitschaft und von der vorhandenen Depotzusammensetzung ab.

  2. welches Potential siehst du noch für den DAX im Jahr 2016 aber vor allem darüber hinaus? Wär cool für ein gutes kurzes Statement Olaf! 🙂

    • Wegen der niedrigen Zinsen sind Aktien weiterhin interessant. Hauptsächlich in Bezug auf die Dividenden. Und da der DAX auch die Dividenden abbildet, wird es auch weiter, jedoch auch sehr schwankend und mit Rücksetzern aufwärts gehen.

      • Sehr interessanter Kommentar und entschuldige dass ich mich hier einmische in eure Diskussion! Aber willst du damit ausdrücken, dass der DAX unterbewertet ist schon alleine auf Basis der Grundlage, weil eben der DAX die Dividenden auch abbildet und eben andere Indizes nicht? Oder hab ich mich jetzt selbst mehr verwirrt als mir geholfen 🙂

        • Es ging nicht um die Frage, ob der DAX unterbewertet ist, sondern wie das Potential für 2016 noch ist. Wegen der niedrigen Zinsen profitiert der DAX davon, dass Aktien mit Dividendenzahlungen derzeit hoch im Kurs sind. Und da im DAX auch die Dividendenrendite eine Rolle spielt, ist dies ein Vorteil gegenüber einem reinen Kursindex.

  3. @Olaf also ich muss dir durchaus sagen, dass auch die Bewertungen der sog Divi kings nicht ganz der Realität entspricht. Gewinn pro Aktien wird gepusht durch billiges Geld und weil Unternehemn ihre eigenen Aktien aufkaufen und dadurch den EPS erhöhen!

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