Anlagekommentar Dezember 2015 – Sind Auswirkungen der Terroranschläge auf die Wirtschaft zu befürchten?

Anlagetipp

Kurzfristig haben sich die Terroranschläge in Paris nicht auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Das heißt nicht, dass mittel- und langfristige Folgen ausbleiben und der Terror, Kriege und Unruhen auf dem Kontinent ohne Folgen für die Gesellschaft, die Wirtschaft und den Finanzmarkt bleiben. Auf lange Sicht warnen Experten vor einer nachhaltigen Auswirkung auf das wirtschaftliche Wachstum und damit einhergehend auf unterschiedliche Anlageklassen.

Hoffnung auf den Aktienmärkten dominiert 
Die Aktienmärkte ließen im Monat November trotz Terror in Paris positive Tendenzen erkennen. Natürlich standen diese nicht im Zusammenhang mit den schrecklichen Anschlägen, sondern konzentrierten sich auf die Hoffnung auf Lockerungen in der Geldpolitik. Zusätzlich hat die marginale Zinserhöhung der US-Notenbank Fed für einen Weg aus der Unsicherheit gesorgt und Anlegern neue Sicherheit gegeben. Ein guter Jahresabschluss ist möglich, wie der saisonale Rhythmus und die Liquiditätsflut vermuten lassen. Allerdings stehen auch die schwachen Unternehmenszahlen und Konjunkturzahlen im Fokus, welche die expansive Geldpolitik derzeit noch überschatten und eine größere Veränderung an den Aktienmärkten ausschließen. Sollte die Fed weitere restriktive Maßnahmen erwähnen, könnte dies auf den Märkten dennoch zu einem Problem führen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, wenn die Leitzinsen weiter steigen und eine wirkliche Zinswende zielstrebig in eine Rezession geleiten.

Entwicklung der Inflation in USA

Bei Anleihen weiter auf Qualitätstitel achten
Die Preise weltweit gehandelter Güter befinden sich weiter unter Druck, da niedriges Wachstum und eine deflationäre Entwicklung einer steigenden Preisentwicklung entgegen wirken. Global bestehende Überkapazitäten werden aktuell noch nicht abgebaut und auch die Schwäche der US-amerikanischen Industrie wirkt sich derzeit noch auf die Dollarstärke aus. Auf den Rentenmärkten werden die Zinsen nicht steigen, auch wenn Europa selbst mit hochwertigen Staats- und Unternehmensanleihen präsent ist. Auch die Renditen für Bundesanleihen sind auf einem sehr niedrigen Niveau, was sich aufgrund der Anleiheankäufe der EZB so schnell nicht ändern wird. Dennoch überzeugen Anleihen aktuell mit einem sehr geringen Risiko, wodurch sie für Anleger interessant und als Alternative zum schwankenden Aktienmarkt überzeugend sein dürften. Wie es nach dem hoffnungsvoll aussehenden Jahresabschluss weitergeht, können Experten derzeit nur vermuten und zum aktuellen Zeitpunkt noch keine klare Tendenz zur Renditeentwicklung abgegeben.

Anlagestrategie
Da nun die erste Zinserhöhung in den USA umgesetzt wurde, lohnt sich ein Blick auf vergangene Phasen steigender Zinsen. Aus der Geschichte kann man schlussfolgern, dass die Anleihen-Renditen jeweils steigen, während die Aktienerträge positiv bleiben und das Risiko einer größeren Korrektur nicht höher ist als in übrigen Marktphasen. Die Aktienerträge sind allerdings in Phasen steigender Zinsen vergleichsweise tief, was in den kommenden 6-12 Monaten eher tiefere Erträge, insbesondere bei US-Aktien erwarten lassen. Somit kann man von einem schwachen, aber positiven, globalen Wachstum ausgehen. Von daher ist weiter eine Übergewichtung von Aktienanlagen hauptsächlich aus den Industrieländern sinnvoll.

Anlageempfehlungen

 Fondsname  Anlagebereich  max. Depotanteil
DWS Top Dividende Aktien Weltweit
Comgest Growth Europe Aktien Europa
Janus Global Life Sciences Fund  Aktien Gesundheit 5 %
Swisscanto Selection Energy Aktien Energie 5 %
Fidelity South East Asia Aktien Asien 20 %
FvS Bond Opportunities Anleihen Unternehmen 15 %
F&C Global Convertible Bond A Wandelanleihen 10 %
Edmond de Rothschild Emerging Bonds Anleihen Schwellenländer 10 %
Ethna-AKTIV – A Mischfonds Europa
Man AHL Trend alternative Investments 10 %

Fondschart

DWS Top Dividende LD

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