Sind Schwellenländer wieder attraktiv?

skyline shanghai

Im vergangenen Jahr brauchten Anleger bei Schwellenländerinvestments wieder sehr starke Nerven, denn 2018 war für Anleger, die in Schwellenländer investierten, kein einfaches Jahr. Die Emerging Markets verloren besonders stark und die dortigen Börsen gehörten zu den großen Verlierern. Die Draw Downs waren – wie in vielen anderen Märkten auch – jedoch weitestgehend unbegründet. Viele Marktteilnehmer erkennen die Chancen der Schwellenländer und positionieren sich entsprechend.

Schwellenländer haben eine starke Volatilität
Wie in vielen anderen Märkten waren die hohen Verluste der letzten 12 Monate übertrieben und unbegründet. So schichten beispielsweise viele Aktienfondsmanager aktuell zugunsten der Schwellenländer um. Bei Emerging Markets Investments kann sich der Wind schnell drehen. Waren diese Märkte 2017 noch die Stars an der Börse, entwickelten sie sich 2018 zum Problemfall. Nach +35 Prozent im Vorjahr verzeichnete der MSCI Emerging Markets Index – der relevante Leitindex – 2018 deutliche Verluste. Immerhin: Auch hier haben sich im weiteren Zeitablauf die Verluste relativiert und die Lage hat sich wieder beruhigt. Die Ängste an den Märkten waren übertrieben, auch wenn es einige Krisenherde gibt. Ein Problemfall ist beispielsweise die Türkei. Der Lira-Crash hatte eine Sogwirkung auch auf die anderen Schwellenländerwährungen.

An China geht der Handelskrieg mit den USA nicht spurlos vorüber
Auch China ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Das Land führt gerade einen Handelskrieg mit den USA, was zu einer Abkühlung der Wirtschaft führen kann. Und für alle Schwellenländer gilt: Die Zinspolitik der Fed ist eine Art Damoklesschwert. Je stärker die Zinsen in den USA steigen, desto mehr Geld fließt aus den Schwellenländern ab. Dennoch sehen viele Experten, wie beispielsweise Fondsmanager, aktuell gute Chancen in diesen Märkten. Zwar sind die genannten Probleme gegeben. Dennoch punkten diese Märkte mehrfach. China hat verschiedene Konjunkturprogramme aufgelegt. Die Staatsverschuldung der Schwellenländer ist im internationalen Vergleich insgesamt niedrig. Und trotz starker Verluste an den Börsen sind die dortigen Volkswirtschaften so stark gestiegen wie seit 2013 nicht mehr.

Deshalb ist jetzt ist eine gute Zeit für Schwellenländeraktien. Zumindest meinen das viele Fondsmanager und schichten entsprechend zugunsten dieser Märkte um. Tatsächlich deuten vielen Anzeichen in diese Richtung. So sind beispielsweise die Aktienbewertungen im Durchschnitt attraktiver als in den westlichen Märkten. Das kann sich positiv auf ein Anlegerportfolio auswirken. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass Emerging Markets heterogen sind. Nicht jeder Markt ist gleich attraktiv. Abhilfe können hier gut diversifizierte und aktiv gemanagte Aktienfonds schaffen.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Mit dem ESG-Ansatz erfolgreich investieren
Die drei Regeln bei der Kapitalanlage
Silver Economy als Investmentidee

Bildnachweis

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Schwellenländermärkte – Zeit zum Umdenken | KrausFinanz

  2. Pingback: Die Risiken im Portfolio sinnvoll managen | Geldanlage-Blog

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*