Anlagetipps März 2014 – Eskalation in der Ukraine hinterließ Spuren auf den Finanzmärkten

Die politische und wirtschaftliche Krise um die Halbinsel Krim ging an den Finanzmärkten nicht spurlos vorbei. Stark betroffen ist vor allem Russland, wo sowohl die Börse und Währung in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch die Preise für Erdöl und Erdgas, sowie Gold wurden angezogen und sind somit zwar immer noch ein sicherer, aber kein günstiger Hafen mehr. Die Ukraine selbst wird politisch für einige Zeit nicht zur Ruhe kommen. Für die Finanzmärkte wird der Einfluss aber erwartungsgemäß nur vorübergehender Natur sein. Eine Änderung der Anlagestrategie ist somit nicht unbedingt notwendig. Auf Fonds haben Währungsturbulenzen keinen nennenswerten Einfluss, wodurch diese unverändert attraktiv im Anlagemix bleiben.

Schwellenländer Aktienfonds – ja oder nein?
Durch die geringe Gewichtung der russischen und ukrainischen Papiere ist keine große Beeinträchtigung der Schwellenländer Aktien zu befürchten (Invesco Emerging Markets Bond II oder Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A). Da eine ausgeprägte Schwäche der Währung allerdings einige Abflüsse an Anlagekapital nach sich zog, sind die Fonds nicht vollständig unbeeinträchtigt geblieben. Auf lange Sicht bleiben sie aber interessant und müssen nicht von der Agenda entfernt werden (Fidelity Funds – South East Asia Fund A). Solange die Märkte im allgemeinen nicht stabilisiert erscheinen, ist die Übergewichtung aufstrebender Märkte nicht angeraten und ein Abzug von Geldern aus internationalen Anlagen nicht als sichere Strategie zu betrachten. Ein wichtiger Faktor der Finanzmärkte sind weiter die Notenbanken mit ihrer lockeren und selbst kreierten Geldpolitik. Anleihenkäufe durch die US Notenbank werden abgebaut und eine US Leitzins Erhöhung für 2015 ist derzeit im Gespräch. Derzeit ist eine Anlage in europäische Aktien zur Beimischung der Anlagestrategie (Comgest Growth Europe Acc oder Fidelity European Growth Fonds) als Zielrichtung optimal. Auch der Gesundheitssektor (Invesco Global Health Care) weiß mit einer guten Performance aufzuwarten. Die Basisanlage im Aktienbereich sollte grundsätzlich global ausgerichtet sein (DWS Top Dividende).

Renditen und Wachstum
Die Renditen auf Staatsanleihen sind im Frühjahr 2013 sichtbar gestiegen. Auf den wichtigsten Märkten kann durchaus von einer Stabilität gesprochen werden. Doch seit Jahresanfang 2014 ist ein leichter Rückgang außerhalb Europas zu beobachten. Dieser ist die Folge des schwächeren Wachstums. Deutsche Staatsanleihen mit 10 jähriger Laufzeit zeigen sich aktuell mit einer Rendite unter 1,7 Prozent. Hieran erkennt man das geringe Potenzial der Rendite, wenn man auf solide Euro Anleihen fokussiert. Lange Restlaufzeiten und möglich hohe Zinsänderungen sind weiterführend ein Grund, sich auf renditestärkere Anleihen zu fokussieren und einen Blick aus dem sicheren Hafen hinaus zu riskieren. Das Basisinvestment sollte im Anleihenbereich gewählt werden. Vor allem Unternehmensanleihen mit hoher Bonität (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) sind zu bevorzugen und halten die Risiken im Investment überschaubar gering. Anleihen mit sichtbaren Wertschwankungen sollten dabei nicht mehr als 10 Prozent der Gesamtanlage ausmachen. Nach hohen Renditen suchen, geht mit einer Unsicherheit in der Anlage einher. Alles was sicher ist und kaum ein Risiko nach sich zieht, ist in seiner Renditeentwicklung eher marginal und kann als Grundstock, nicht aber für den Aufbau von Vermögen gewählt werden. Ein Mix verschiedener Risikostrukturen kann sich als lohnenswerte Option erweisen.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Was ist die Günstigerprüfung?

Wer sich vom Finanzamt ungerecht behandelt fühlt und eine viel zu hohe Abgeltungssteuer auf seine Kapitalerträge entrichten muss, kann beim Fiskus die sogenannte Günstigerprüfung beantragen. Seit 2009 muss der Steuerzahler einheitlich 25 Prozent auf seine Kapitalerträge zahlen und sich damit abfinden, dass die Abgeltungssteuer direkt von der Bank ans Finanzamt überführt wird. Wer sich dagegen wehren möchte und einen persönlich günstigeren Steuersatz zahlen kann, wird seine Ersparnis über die Günstigerprüfung in Erfahrung bringen.

Was wird mit der Günstigerprüfung wirklich günstiger?
Vor allem Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen, aber auch Rentner würden durch die Günstigerprüfung sparen. Da die Bank die Steuern auf Kapitalerträge direkt ans Finanzamt abführt und den persönlichen Steuersatz ihrer Kunden nicht kennt, sind die abgeführten Beiträge in der Regel viel
höher als die Schuld, die dem Sparer durch seine Kapitalerträge über dem Freibetrag entsteht. Verdient man wenig oder bekommt nur eine schmale Rente, lässt sich der ungerechten Berechnung entgegenwirken und eine gezielte Abrechnung der anfallenden Steuern über die Steuererklärung beantragen. Bisher werden Sparer mit einem geringen Einkommen durch den zu hohen Steuersatz bestraft, ohne dass ihr geringes Einkommen zur Gegenrechnung hinzugezogen würde. Beantragt man die Günstigerprüfung, spielt das Einkommen eine wichtige Rolle in der Entscheidung zur Steuerschuld und kann den Abgeltungssteuersatz senken.

Rückzahlungen vom Finanzamt
Die Günstigerprüfung kann für einige Sparer zu einem erstaunlichen Ergebnis führen und einen großen Vorteil mit sich bringen. Ermittelt das Finanzamt einen Steuersatz unter 25 Prozent, erhält der Steuerpflichtige automatisch die zu viel gezahlten Steuern zurück. Den Antrag stellt man direkt über die Anlage KAP in der Steuererklärung. In Kombination mit dem zu versteuernden Einkommen und einem Selbstbehalt von 15.700 Euro für Alleinstehende, sowie dem doppelt möglichen Einkommen für gemeinsam veranlagte Ehegatten fällt die Entscheidung nach der Günstigerprüfung in der Regel für einen Steuersatz unter 25 Prozent aus.

Anlagekommentar März 2014 – Aktuelle Tendenzen auf dem Wirtschaftsmarkt

Westeuropa wandelt wirtschaftlich derzeit zwischen einer Genesung durch weniger Sparpakete und einer Stagnation durch hohe Zinsen für Bankkredite in Krisenländern. Die abnehmbare Belastung durch die nicht mehr ganz so strenge Fiskalpolitik wirkt sich positiv aus, doch die enorme Verzinsung bei Bankkrediten belastet einige Krisenländer enorm. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Zinsen von der EZB weiterhin niedrig gehalten werden, um die Zinsbelastung der Krisenländer nicht zu erhöhen. Im Allgemeinen kann man im Rückblick auf die letzten Monate eine konjunkturelle Überraschung im positiven Sinne beobachten, worauf Einkaufsmanager Indizes hinweisen.

eurozone_einkaufsmanagerindex_volkswirtschaften_2013-09

Konstanter Aufschwung oder wackelige Kurve?
Die Ergebnisse der Einkaufsmanager Indizes beruhen auf Umfragen bei Unternehmen. Wenn der PMI mit über 50 angegeben ist, haben die Hälfte der befragten Unternehmen in ihrem Geschäftsverlauf einen besseren Schnitt als im Vormonat beobachtet. In der Eurozone präsentiert sich der Wert in den letzten Monaten stabil über 50. Von Dezember bis Februar ist sogar ein leichter Anstieg, welcher auf einer Wachstumsbeschleunigung basiert, zu beobachten. Ebenso ist der PMI in Japan, Großbritannien und den USA deutlich über 50 angesiedelt. Die Schwankungen hier zeigen sich aber in einer enormen Kurve. In den USA kann man aufgrund der höheren Kaufkraft und steigenden Beschäftigung mit besseren Einkommen von einem selbsttragenden Aufschwung der Konjunktur sprechen.

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Politische Einflüsse auf den PMI
Wie sich in Chinas jüngster Auswertung zeigt, haben politische Diskrepanzen einen Einfluss auf den PMI. Hier weist die Tendenz auf eine Senkung der Industriekonjunktur hin. In einer freien Marktwirtschaft nimmt die politische Ausrichtung weniger Einfluss auf die wirtschaftliche Lage, als es in China der Fall ist. Die Wirtschaftspolitik hat weiter das 7 bis 7,5 prozentige Wachstum vor Augen und verfolgt diese Ausrichtung. Indien und Brasilien liegen ebenfalls knapp über einem PMI von 50 und können daher kein auffallendes Wirtschaftswachstum aufweisen. Aufgrund einiger struktureller Probleme liegen die Emerging Markets auf einigen Wirtschaftsmärkten unter ihren eigentlichen Möglichkeiten, wobei in den betroffenen Ländern nicht alle Ressourcen in ihrem Optimum eingesetzt werden.

Ratgeber für die Geldanlage vom Superinvestor

Buchtipp

Das Buch ist in den USA fast schon so etwas wie ein Klassiker. Der Originaltitel „The Warren Buffett Way“ erschien als erste Ausgabe 1994 und verkaufte sich mehr als 1,2 Millionen Mal. In der deutschen Übersetzung lautet der Titel „Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.“ Das Buch wurde von Robert G. Hagstrom geschrieben. Robert G. Hagstrom hat die Anlagestrategie von Warren Buffett sehr systematisch zusammengefasst, wovon sich nun auch die deutschen Leser in einer komplett überarbeiteten neuen Auflage überzeugen können.

Kurzinfo zum Buch

Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie. ist im Börsenbuchverlag erschienen. Es gibt auch von Warren Buffett natürlich kein Patentrezept für den Anlageerfolg. Um jedoch auch in schwierigen Zeiten Rendite zu erzielen, sind seine Tipps für Anleger auch heute noch Millionen wert. Anleger jeglicher Anlagengrößenordnung können hier erfahren, wie Investieren funktioniert. Die einfachen Prinzipien, welche Warren Buffett stets zur Basis seiner Anlageentscheidung macht, können so von jedem nachvollzogen werden.

Die goldenen Regeln des Investors Warren Buffett

  • gezielt auswählen
  • weniger ist mehr
  • viel auf Wenige setzen
  • langfristig denken
  • keine Panik

Mehr über das Buch

Anlagetipps Februar 2014 – Neue Entwicklungen auf den Aktien- und Anlagemärkten

Das Jahr 2014 wird in Punkto Wirtschaftswachstum eine Erhöhung aufzeigen und so eine aktive und erkennbare Steigerung auf den Kernmärkten nach sich ziehen. Für renditeorientierte Investitionen zeigen sich die Aktien- und Anlagemärkte mit positiver Tendenz und mit einem besseren Schnitt als Staatsanleihen. Somit bleibt der Fokus bei Anlagen auch weiter auf Aktien ausgerichtet und ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nicht. Derzeit eignet sich jeder größere Korrektur am Aktienmarkt als Zeitpunkt für den Kauf und als Gelegenheit, anhand des minderen Risikos einer Rezension zu reagieren.

Welche Risiken bei Aktien sind präsent?
Der Aktienmarkt gilt zwar als sicherste Quelle für Investitionen, zeigt sich aber nicht gänzlich frei von riskanten Einflüssen. Da die US Notenbank im Bereich Anleihenankauf abbaut, für 2015 eine Zinserhöhung zu erwarten und die Konjunkturschwäche in einigen Schwellenländern immer noch präsent ist, kann das höhere Wachstum in Industrieländern nicht vollständig kompensiert werden. Derzeit ist auf dem europäischen Aktienmarkt (Comgest Growth Europe Acc oder Fidelity European Growth Fonds) eine Beschleunigung der Konjunktur zu beobachten. Durch den uneinheitlichen Ausblick innerhalb Europas kann aber keine ganzheitliche Prognose gegeben werden. Somit empfiehlt es sich, den Fokus zwar auf Aktien und Aktienfonds zu lenken, dabei im Vorfeld aber die Performance zu beobachten und auch die globalen Märkte (DWS Top Dividende), vor allem China und die USA nicht außen vor zu lassen. Fast die Hälfte des globalen Wirtschaftswachstums kommt aus diesen beiden Ländern. Weiterhin gute Perspektiven bieten die Sektoren Gesundheit (Invesco Global Health Care) und Energie (BGF World Energy Hedged) mit Chancen auf attraktive Renditen aus Dividenden.

Entwicklung der Schwellenländer
In den Industrienationen zeigt sich ein höheres Wachstum. In den Schwellenländern ist derzeit kein genereller Trend auszumachen. Politische Unruhen in der Ukraine und in Thailand, aber auch der hohe Währungsdruck in der Türkei, in Argentinien und in Russland beeinflussen die Aktienmärkte nachhaltig. Relativ sicher kann man sich auf den Invesco Emerging Markets Bond II Fonds verlassen, da dieser von den Turbulenzen auf dem Währungsmarkt nicht direkt betroffen ist. Als Depotbeimischung im Anleihenbereich eignet sich dieser Fonds daher ganz gut und wirkt sich mittel- bis langfristig positiv auf die Investition aus. Emerging Markets Aktienfonds sind mit einer höheren Differenzierung zu betrachten. Hier nimmt eine Bodenbildung anhand der Kapitalabflüsse noch Zeit in Anspruch und lässt sich bisher nicht definitiv erkennen. Abwarten und den Markt beobachten kann sich lohnen, vor allem wenn auf die Schwellenländer (Fidelity Funds – South East Asia Fund A oder Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A) fokussiert wird.

Auf dem europäischen Markt ist die Konjunkturerholung nur leicht erkennbar und orientiert sich vorwiegend an mit guter Bonität ausgezeichneten Unternehmensanleihen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC). Ganz klar liegt der Fokus nach wie vor auf dem Aktienmarkt, sowie einer überlegten Beimischung verschiedener Anleihen von Unternehmen und auf einer breiten Streuung der Investitionen für ein geringer gestaltetes Investitionsrisiko.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Die Konkurssicherheit von Investmentfonds

Es sind besonders die Investmentfonds, die bei den Sparern sehr beliebt sind. Die Fondsgesellschaften verwalten insgesamt etwa zwei Billionen Euro direkt und indirekt für rund 50 Millionen Menschen in ganz Deutschland.

Vorteile von Investmentfonds
Investmentfonds bieten eine hohe Liquidität. In der Regel können Sie jederzeit beliebig viele Anteile kaufen oder auch zum aktuellen Rücknahmepreis an die Gesellschaft wieder zurückgeben. Bereits auch kleinere Summen können Sie breit streuen und in unterschiedlichen Anlagenformen, wie zum Beispiel Anleihen, die auch als Renten bezeichnet werden, Immobilien oder Aktien investieren. Auf diese Weise können Sie die Renditechancen besser nutzen und Risiken mindern. Mit einem monatlichen Sparplan, kann man die Schwankungen an den Anlagemärkten minimieren und von Cost-Average-Effect profitieren.

Wie sicher sind Investmentfonds?
Mit den Investmentfonds erhalten Sie einen maximalen Anlegerschutz der sich dahingehend äußert, dass im Rahmen umfassender gesetzlicher Regelungen genau festgelegt ist, was ein solcher Fonds darf und was er nicht darf. Die Gesetzeseinhaltungen werden durch eine entsprechende Aufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin), regelmäßig überwacht. Auch in den Fall dass die Investmentgesellschaft Konkurs anmelden muss, sind Ihre Anlagen ein gesetzlich geschütztes Sondervermögen. Für Sie bedeutet das im Einzelnen, dass im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft das Vermögen des Fonds nicht in die Konkursmasse eingeht. Ihr Vermögen bleibt eigenständig erhalten. Auf die Depotbank geht das Recht zur Verwaltung des Sondervermögens über. Diese kann den Fonds abwickeln oder auch den Erlös an die einzelnen Anleger verteilen, sowie bei Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) auf eine andere Kapitalgesellschaft übertragen.

Anlagekommentar Februar 2014 – Währungsturbulenzen durch Billig-Kapitalflüsse

Gelder zu absoluten Niedrigzinsen aus den USA, aus Europa und Japan haben in den vergangenen Jahren für Kapitalzuflüsse in Schwellenländern gesorgt. Doch als Resultat kehrte sich der Kapitalstrom letztendlich um und Probleme in der Struktur und im Wachstum haben eine weniger lockere Geldpolitik in den USA begünstigt. Als verwundbare Länder der Kapitalabflüsse fielen die Türkei, Indien, Indonesien, Brasilien und Südafrika auf. In der Volkswirtschaft wird diese Konstellation als „Fragile Fünf“ bezeichnet. In diesen Ländern sind Leistungs- und Bilanzdefizite (siehe Grafik), sowie Zwillingsdefizite zu beobachten.

grafik_defizite_leistungsbilanz_staatshaushalt_schwellenländer_2013_2014_2015

Sind höhere Zinsen sinnvoll?
Experten befassen sich derzeit mit der Thematik, ob verdoppelte Zinsen wie in der Türkei den Kapitalabfluss stoppen können. Die Türkei weist derzeit einen Leitzins von 10 Prozent auf. Doch der Erfolg ist eher zweifelhaft. Zurzeit erwachen Erinnerungen an die Krise in Asien in den Jahren 1997/98. Doch gibt es wesentliche Unterschiede zur damaligen Lage und eine erneute Krise mit den Ausmaßen eher unwahrscheinlich. Die Reserven an Devisen sind höher als damals, die Leistungsbilanzdefizite und Verschuldung geringer. Was besonders wichtig erscheint, im Gegensatz zu 1997/98 müssen keine Wechselkurse verteidigt werden. Trotz allem werden die Teilnehmer am Kapitalmarkt mit wachsamen Augen auf die Weltwirtschaft achten und vor allem die Entwicklung in den Schwellenländern beobachten.

Schwellenländer haben heute eine höhere wirtschaftliche Bedeutung
Eine erneute Krise mit den Ausmaßen der Asienkrise ist nicht in Sicht. Doch sind die Tendenzen in den Schwellenländern durchaus besorgniserregend und bedürfen einer stetigen Überwachung der Kapitalmarktteilnehmer. Denn die Wirtschaftsleistung der Schwellenländer betrug in den Neunziger Jahren nur ca. 20 Prozent und heute sind es ca. 40 Prozent. Deshalb ist die wirtschaftliche Bedeutung heute höher. Da eine höhere Verzinsung wie in der Türkei das Problem nicht lösen kann, erscheint diese Tendenz als wenig erfolgversprechend.

Vier einfache Regeln für ertragsorientiertes investieren

Die aktuelle Marktlage erfordert besondere Strategien und Anlagen mit hoher Streuung der Risiken. Diese 4 Tipps helfen dabei, dass Sie sich richtig entscheiden und Fehlinvestitionen ausschließen können.

Der diversifizierte Ansatz ist ein Muss
Erfolgsorientierte Investitionen sollten nie nur auf eine Asset Klasse ausgelegt sein. Man erhöht sein Risiko und kann so durchaus seine komplette Anlage verlieren. Das Liquiditätsrisiko gering halten können Sie, investieren Sie mit Kenntnis zum politischen, sowie dem Marktrisiko bei Aktien. Für erfolgreiche Renditen sollten Sie sich im Vorfeld zur Struktur der Aktie, sowie ihrem Stand in den vergangenen Monaten informieren und sich nicht auf einen zu kurzen Zeitraum fokussieren.

Qualitativ überzeugende Angebote mit nachhaltigen Erträgen fokussieren
Ein permanenter Verlust an Kapital ist ein Risiko, welches man unbedingt ausschließen und von der Agenda streichen sollte. Hoch verzinste Wertpapiere müssen nicht automatisch eine hohe Rendite nach sich ziehen und können zum Verlustgeschäft werden, informieren Sie sich nicht zur Kreditwürdigkeit des Emittenten und wählen ein Angebot, bei dem steigende Ertragsströme im Wirtschaftswachstum nicht gegeben sind. Nur mit Investitionen in wachsende Unternehmen ist es auf Dauer ertragreich, die Kombination mit hoher Verzinsung zu wählen und dabei auf die Kreditwürdigkeit und den Bestand auf dem Markt vertrauen zu können.

Weltweite Ressourcen einbinden und flexibel bleiben
Gerade im Hinblick auf die Eurokrise tendieren Anleger dazu, sich auf den Heimatmarkt zu orientieren und wichtige Investitionen im Ausland unbeachtet zu lassen. Da die Preise für Anlagen schwanken, kann man mit globaler Ausrichtung durchaus hohe Renditen erzielen und seine Investition weiträumig streuen. Die Prüfung der Investitionen ist natürlich auch hier im Vorfeld vorzunehmen, sodass man ausschließlich sichere und wirtschaftlich gut situierte Aktien wählt. Die Schwankungen in den einzelnen Asset Klassen sind normal und begleiten die Investition über den Wirtschaftszyklus. Das sollte den eigenen Ansatz nicht beeinflussen und nicht zu übereilten und vorschnellen Handlungen verleiten. Der Ansatz muss flexibel sein und darf keiner Einschränkung unterliegen. Nur so lassen sich Schwankungen problemlos ausgleichen und auf den richtigen Zeitpunkt warten.

Risikomanagement 
Im Aktiengeschäft lassen sich Risiken nicht gänzlich ausschließen. Wohl aber können Sie die Risiken gering halten und sich für ein Management entscheiden, mit dem Sie etwaige Risiken von vornherein kalkulieren und so nicht überstürzt handeln und dabei Fehler machen werden. Orientieren Sie sich an der Kreditwürdigkeit und der Stabilität der Investments, ehe Sie auf Ihr „Pferd“ setzen und dabei global suchen, sowie die ansprechende Rendite über eine breite Streuung der Anlagen anstreben.

Anlagetipps Januar 2014 – Starke Zulagen auf den Aktienmärkten der Industrieländer zu beobachten

Die Weltwirtschaft hat mit verminderten Risiken im Jahr 2013 ein Marktgeschehen geprägt, welches auf den Aktienmärkten vor allem in Industrieländern für stärkere Zulagen gesorgt haben. Als negatives Pendant waren die Erträge auf Kernmärkten, wie den USA, eher gering. Die Performance auf dem Aktienmarkt wurde von der Wachstumsabschwächung in Schwellenländern geprägt und spiegelt sich vor allem in den betroffenen Staaten wider.

Zukunftstrends auf dem Aktien- und Anleihenmarkt
Da sich die Wirtschaft zwischenzeitlich erholt, ist in den kommenden ein bis zwei Jahren mit steigenden Renditen auf dem US amerikanischen Anleihenmarkt zu rechnen. In der Eurozone ist kein Aufwärtsdruck zu beobachten, da vor allem Südeuropa derzeit noch nicht mit einer konstanten Erholung der Konjunktur aufwarten kann. Die EZB wird die Zinsen noch länger bei praktisch Null halten, gibt die US Notenbank bekannt. Die Strategie für Anleihen zeigt sich also weiter unverändert. Unternehmensanleihen stehen besonders im Fokus und sind als Basis Investment zu bevorzugen. Vor allem solvente Unternehmen mit maximaler Bonität werden hier bevorzugt. Die Renditen von BBB Unternehmensanleihen siedeln sich aktuell weiter über dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre an (siehe folgende Grafik). Der Aufwärtstrend ist unverkennbar und lässt die Unternehmensanleihen in ihrer Attraktivität vor Staatsanleihen auftauchen. Wandelanleihen (DWS Convertibles), hochverzinste Anleihen von Unternehmen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC), sowie Anleihen aufstrebender Länder in Hartwährung (Invesco Emerging Markets Bond II) prägen die Strategie und zeigen sich rentabler als Staatsanleihen in der Ergänzung zum Basis Investment.

renditeaufschläge_von_bbb_unternehmens_anleihen_letzte_30_jahre

Analyseerwartungen und Realität 
Die von US Notenbanken kreierte Liquidität hat den Finanzmarkt beeinflusst. Anleihenankäufe befinden sich im Abbau, sodass eine erhöhte Volatilität an den Börsen in den kommenden Monaten vorherrschen dürfte. Die konstanten und nicht von Zulagen behafteten Unternehmensgewinne (DWS Top Dividende) im vergangenen Jahr sorgen sowohl in den USA, als auch in Europa (Comgest Growth Europe Acc oder Fidelity European Growth Fonds) für viel Optimismus bezüglich der Erwartungen laut Analyse. Rezessionen sind eher kaum zu befürchten, wodurch von einer Minderung der Risiken gesprochen werden kann. Aktien werden auch in diesem Jahr besser abschneiden als Staatsanleihen, sodass die primäre Ausrichtung der Anlagestrategie auf dem Aktienmarkt Bestand haben sollte. Im Bereich der aufstrebenden Volkswirtschaften bleibt der Blick auch in diesem Jahr auf Asien gelenkt. Um die Aktienmärkte mit Übergewichtung zu bedenken, ist es allerdings zu früh. Dies kann geschehen, wenn das Wachstum in den Schwellenländern (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A oder (Fidelity Funds – South East Asia Fund A) den Anlass gibt und vorteilhafte Veränderungen auf dem Aktienmarkt nach sich ziehen würde. Solange heißt es, mit Bedacht anlegen, Aktien bevorzugen und Staatsanleihen am besten außen vor lassen. Die Veränderungen zum Vorjahr zeigen sich in der Anlagestrategie derzeit jedoch noch äußerst marginal.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Gegenmaßnahmen bei Marktmanipulationsskandalen

Das Vertrauen in Banken hat seit der Finanzkrise im Jahr 2008 gelitten. Informationen über Skandale geben sich die Klinke in die Hand und, kaum dass sich die Ruhe in einem Skandal eingestellt hat, ereilt den Bürger schon die nächste Hiobsbotschaft. Das Resultat ist ein Image, welches die Banken als wenig seriösen Wirtschaftszweig auftreten und den Bürger misstrauisch reagieren lässt.

Manipulationen auf dem Finanzmarkt
Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und Asien laufen derzeit Untersuchungen zum LIBOR Zinssatz. Hierbei stehen vor allem die Kreditausfallversicherungen, die Preise für Edelmetalle, sowie Strompreise und Devisenkurse im Fokus der Überprüfung. Die Investmentbank Goldman Sachs kämpft mit dem Vorwurf, die Preise für Aluminium beeinflusst und hier hohe Gewinne erzielt zu haben. Der Verbraucher selbst gewinnt schnell den Eindruck, dass die Preisfindung und Preisbestimmung längst kein Faktor aus Angebot und Nachfrage, sondern vielmehr die Willkür der großen Banken ist. Finanzberater haben im Zuge dessen mit einem besonders schlechten Image zu kämpfen und müssen sich generell kriminelle Praktiken nachsagen lassen. Deutschland stuft laut Umfragen jede dritte Bank und Versicherung als unseriös ein. Auch wenn sich die Situation nicht kurzzeitig ändern und für den Verbraucher entschärfen lässt, ist diese Verurteilung und der Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit nicht immer richtig.

Können sich Verbraucher und Unternehmer schützen?
Die Prüfung der Banken und Versicherungen, denen man sein Geld anvertraut, sollte die Grundlage jeder Entscheidung sein. Auch wenn die Auswirkungen großer Manipulationen auf ein einzelnes Produkt sehr gering sein dürften, muss das Vertrauen erst wieder aufgebaut werden. Das Handeln der Bänker ist verwerflich, für den Anleger und Investor aber nicht immer von Nachteil. Fonds in Rohstoffen liegen in ihrer Rendite etwa bei Null, sodass der Anleger eventuell sogar von der Manipulation profitiert haben könnte. Jede Manipulation auf dem Finanzmarkt ist eine Option, die Risikostreuung neu zu überdenken und in seinen Anlagen mit Flexibilität zu agieren. Eine breite Risikostreuung lässt ausschließen, dass sich ein Betrugsfall eines Investmentgebers oder Vermittlers auf die gesamte Anlage auswirkt und so zu einem wirklichen Verlust des Geldes führen kann.

Der Verbraucher kann sich zwar nicht vor dem Betrug in der Finanzwirtschaft, doch aber vor den Folgen für seine Person schützen. Wer kein hohes Risiko eingehen möchte, sollte vor allem von Versprechungen sehr hoher Rendite abweichen und sich auf die Anlagen berufen, die in ihrer Struktur realistischer, wenn auch mit einem niedrigeren Zinssatz oder nur einer kleinen Rendite seriös angeboten werden.