Gegenmaßnahmen bei Marktmanipulationsskandalen

Das Vertrauen in Banken hat seit der Finanzkrise im Jahr 2008 gelitten. Informationen über Skandale geben sich die Klinke in die Hand und, kaum dass sich die Ruhe in einem Skandal eingestellt hat, ereilt den Bürger schon die nächste Hiobsbotschaft. Das Resultat ist ein Image, welches die Banken als wenig seriösen Wirtschaftszweig auftreten und den Bürger misstrauisch reagieren lässt.

Manipulationen auf dem Finanzmarkt
Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und Asien laufen derzeit Untersuchungen zum LIBOR Zinssatz. Hierbei stehen vor allem die Kreditausfallversicherungen, die Preise für Edelmetalle, sowie Strompreise und Devisenkurse im Fokus der Überprüfung. Die Investmentbank Goldman Sachs kämpft mit dem Vorwurf, die Preise für Aluminium beeinflusst und hier hohe Gewinne erzielt zu haben. Der Verbraucher selbst gewinnt schnell den Eindruck, dass die Preisfindung und Preisbestimmung längst kein Faktor aus Angebot und Nachfrage, sondern vielmehr die Willkür der großen Banken ist. Finanzberater haben im Zuge dessen mit einem besonders schlechten Image zu kämpfen und müssen sich generell kriminelle Praktiken nachsagen lassen. Deutschland stuft laut Umfragen jede dritte Bank und Versicherung als unseriös ein. Auch wenn sich die Situation nicht kurzzeitig ändern und für den Verbraucher entschärfen lässt, ist diese Verurteilung und der Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit nicht immer richtig.

Können sich Verbraucher und Unternehmer schützen?
Die Prüfung der Banken und Versicherungen, denen man sein Geld anvertraut, sollte die Grundlage jeder Entscheidung sein. Auch wenn die Auswirkungen großer Manipulationen auf ein einzelnes Produkt sehr gering sein dürften, muss das Vertrauen erst wieder aufgebaut werden. Das Handeln der Bänker ist verwerflich, für den Anleger und Investor aber nicht immer von Nachteil. Fonds in Rohstoffen liegen in ihrer Rendite etwa bei Null, sodass der Anleger eventuell sogar von der Manipulation profitiert haben könnte. Jede Manipulation auf dem Finanzmarkt ist eine Option, die Risikostreuung neu zu überdenken und in seinen Anlagen mit Flexibilität zu agieren. Eine breite Risikostreuung lässt ausschließen, dass sich ein Betrugsfall eines Investmentgebers oder Vermittlers auf die gesamte Anlage auswirkt und so zu einem wirklichen Verlust des Geldes führen kann.

Der Verbraucher kann sich zwar nicht vor dem Betrug in der Finanzwirtschaft, doch aber vor den Folgen für seine Person schützen. Wer kein hohes Risiko eingehen möchte, sollte vor allem von Versprechungen sehr hoher Rendite abweichen und sich auf die Anlagen berufen, die in ihrer Struktur realistischer, wenn auch mit einem niedrigeren Zinssatz oder nur einer kleinen Rendite seriös angeboten werden.

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