Anlagekommentar März 2017 – Wahlen und politische Entscheidungen sind Einflüsse auf den Finanzmarkt

Anlagetipp

Westeuropa kann sich aktuell über einen Aufschwung und den deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote freuen. Auch der Beschäftigungsanstieg, die Erhöhung des gesamtwirtschaftlichen Einkommens und der höhere Konsum sind klare Indizien für ein Wachstum, die derzeit ein erhöhtes Risiko auf dem Finanzmarkt ausschließen. Anders verhält es sich mit den in Europa getroffenen politischen Entscheidungen und den Einflüssen der Wahlen, die in den Niederlanden, in Frankreich und in Italien sowie in Deutschland bereits anstanden oder im Verlauf des Jahres anstehen werden. Von Sicherheit und dem Moment des Aufatmens kann in der Eurozone dennoch keine Rede sein, da gerade die Wahlen und politische Einflüsse maßgeblich auf den Finanzsektor einwirken und Spuren hinterlassen.

Wachstum und Risikofaktoren fokussiert auf fundamentale Trends
Die US-amerikanischen Einkaufsmanager Indizes sind im Wachstumsbereich angesiedelt und auch die Anzahl neuer Stellen präsentiert sich mit ca. 200.000 pro Monat solide. Kapazitätsengpässe sind derzeit nicht erkennbar und auch die Löhne zeigen sich mit allein 2,5 Prozent im Januar moderat. Das Wachstumspotenzial ist ersichtlich und es verwundert, dass die neue US-Regierung um Donald Trump derzeit noch keine Details zu Fiskal-Planungen bekanntgab. Ein höheres Budgetdefizit wird weiterhin nur im begrenzten Spielraum vorherrschen und der Fokus liegt deutlich auf dem 2018er Haushalt. Im aktuellen Jahr sind nur noch wenig „Trumponomics“ spürbar, was nicht zuletzt mit der Erholung der globalen Konjunktur in den vergangenen Monaten zusammenhängt. Sowohl in der Industrie wie im Bereich Dienstleistungen sind die Einkaufsmanager-Indizes gestiegen und erreichten ihren Höchststand seit 2011.

DAX Entwicklung

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Die Unternehmensgewinne bleiben weiterhin positiv und unterstützen Risikoanlagen auf dem Aktien- und Unternehmensanleihenmarkt. Auch wenn die Korrektur-Risiken in den letzten Wochen wieder gestiegen sind und noch einige Wahlen bevorstehen, sind keine neuen Trends erkennbar. Die US-Wirtschafts- und Handelspolitik bleibt weiterhin ein Risikofaktor, da bisher noch keine klare Linie zu erkennen ist. Die anstehenden Wahlen in Europa sorgen weiter für politische Unwägbarkeiten, wobei der Ausgang der Wahl in den Niederlanden für eine gewisse Entspannung gesorgt hat. Die Zinserhöhung der FED war erwartet worden und hat sich positiv für den Aktienmarkt ausgewirkt. Vielmehr liegt der Fokus weiter auf fundamentalen Maßnahmen und kommt mit einem überschaubaren Risiko, das weitgehend unabhängig von aktuell politischen Entscheidungen ist.

Dividendenwerte sorgen für eine gute Ertragsausschüttung. Der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA, aber auch die Schwellenländermärkte bleiben als Beimischung interessant. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Nach einer markanten relativen Schwäche im Jahr 2015 konnten sich die Schwellenländermärkte in 2016 teilweise wieder erholen. Als Risikofaktor bleibt aber weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung (vorwiegend in US-Dollar). Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen. Wegen der weiter auseinanderstrebenden Notenbankpolitik Europas und der USA, kann eine temporäre Beimischung von in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen guter Bonität sinnvoll sein.

Anlagemärkte Entwicklung

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Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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