Die expansive Geldpolitik fordert Tribut

Mit der lockeren Geldpolitik der Notenbanken ist es zunächst gelungen, eine Eindämmung der Krise zu erreichen. Doch diese Maßnahmen sind mit starken Kosten für die Notenbanken und für die Sparer verbunden.

Kosten der expansiven Geldpolitik
Spezialisten schreiben in ihrem aktuellen Berichten, dass die Periode seit Beginn der Finanzkrise geschichtsträchtig sein könnte, denn in dieser Zeit glaubten die Investoren und auch Politiker, dass alle wirtschaftlichen Probleme mit einer expansiven Geldpolitik zu lösen seien. De facto ist es jedoch den Notenbanken zu verdanken. Diese haben sich in der jüngsten Vergangenheit als verantwortliche Akteure bewiesen, die dafür Sorge trugen, dass die Krise nicht vehementer ausfiel. Doch die Maßnahmen der Zentralbanken werden nach den Expertenmeinungen nicht ohne Kosten bleiben, auch wenn zunächst alles danach aussehen mag.

Expansive Geldpolitik schwächt Signalfunktion der Preise
Kosten von großem Ausmaß könnten für die Anleger entstehen, die sich auf konservative Anlagen spezialisiert haben. Somit stehen diese Sparer auf der Minusseite dieser expansiven Geldpolitik.  Davon sind insbesondere die Sparer in Deutschland betroffen, denn in Deutschland ist der Anteil der konservativen Anlagen sehr hoch. Durch die expansive Geldpolitik werde auch die Signalfunktion der Preise geschwächt. Unserer Meinung nach besteht die Gefahr, dass die Risiken de facto weniger vergolten werden, wenn die expansive Geldpolitik länger betrieben wird. Die Folge dieser expansiven Geldpolitik könnte die Tatsache sein, dass  Anleger immer größere Risiken eingehen, die nicht tragbar sind und zu einer neuen künstlichen Blase am Finanzmarkt führen könnten. Verluste oder Einbußen wären die Folge dieser expansiven Lösung.

Wachstumspotential kann mittelfristig geschwächt werden
Die Zentralbanken tragen nach der  Beurteilung von Spezialisten und Experten zu einer Stützung der Realwirtschaft bei. Das ist eigentlich eine positive Folge der Geldpolitik: Mittelfristig jedoch kann das Wachstumspotential beeinträchtigt werden, was nicht ohne Nebenwirkungen bleiben wird. Die Zentralbanken tragen durch das günstige Geld dazu bei, dass der Status Quo lediglich kurzfristig erhalten wird. Mittelfristig und langfristig jedoch kann eine Verkrustung der Wirtschaftsstrukturen die Folge sein, so konstatieren die Experten. Die expansiven Kosten der Geldpolitik treffen auch die Notenbanken. Es ist zwar noch nicht festgeschrieben, dass die Unabhängigkeit der Notenbanken leidet, aber es ist abzusehen, dass das Ende der expansiven Geldpolitik Schaden verursachen kann.

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