Anlagekommentar Juni 2015 – Kapitalmärkte sorgen derzeit für Unsicherheiten bei Anlegern

Anlagetipp

Für Anleger sind die Turbulenzen am Aktienmarkt und im Bereich der Staatsanleihen ein großes Problem, da eine Orientierung beinahe unmöglich erscheint und die neue Realität vor ganz neue Probleme stellt. Vor allem bereitet die hohe Volatilität Schwierigkeiten und kommt mit einer stetigen Veränderung der Korrelationen und Zusammenhänge. Das Wachstumspotenzial scheint in einen immer engeren Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung, aber auch strukturpolitischen Aspekten zu treten und die Unübersichtlichkeit zu erhöhen.

Geringes Wachstum und massive Manipulation als gefährlicher Cocktail
Nicht allein die Alterung der Bevölkerung, die exzessive Verschuldung im großen Stil und die Globalisierung, sowie falsche Handlungen der Politik beeinflussen das Wachstum und den Markt an sich. Niedrige Inflationsraten und eine unübersehbare Manipulation der Zahlen von Seiten der Politik und Zentralbanken verbessern die Lage nicht. Mit dem dringenden Wunsch der „Lebenserhaltung“ des Systems wird Liquidität erkauft und dabei vergessen, dass keine Änderung eintritt, sondern nur auf Zeit gespielt und eine klare Linie herausgeschoben wird. Experten zweifeln die gelingende Anpassung schon lange an und gehen von Enttäuschungen und Marktverwerfungen aus. Aber auch eine gewisse Skepsis zu der Behauptung, dass der Aktienmarkt bereits eine Blasenbildung aufweist, bleibt vorhanden. Die Manipulation der Zinsmärkte zeigt sich aktuell als eines der größten Probleme und hat vor allem für den Anleger gravierende Folgen. Der Aktienmarkt ist beinahe alternativlos, wodurch riskante Anlagen für den Wunsch nach Rendite derzeit die einzige Möglichkeit zu sein scheinen.

Fakten zum Aktienmarkt
Halten und zukaufen scheint sich derzeit als gängige Praxis zu behaupten und den Aktienmarkt zu prägen. Der US-amerikanische Markt zeigte sich im Mai mit einer Seitwärtstendenz, während der europäische Markt langsam nachgab. Aufgrund der Alternativlosigkeit und der moderat wachsenden Gewinne auf den Aktienmärkten steht das Halten zur Zeit im Vordergrund und es ist kein Anlass erkennbar, den Verkauf der Aktien in den Fokus zu stellen. Kursrückschläge sind im Moment technischer Natur und können nicht auf Verkäufe von Investoren zurückgeführt werden. Eine Änderung könnte eintreten, wenn ein starker Zinsanstieg erfolgt und gleichzeitig die Gewinne von Unternehmen fallen oder geopolitische Ereignisse den Markt beeinflussen. Eine positive Entwicklung erlebt derzeit der asiatische Markt, wobei hier Japan primär in den Fokus gelangt.

Staatsanleihen Deutschland Renditen

Ausverkauf bei Staatsanleihen
Bei Staatsanleihen findet derzeit ein Ausverkauf statt, welcher beinahe an die Schnäppchenangebote im Sommerschlussverkauf erinnert. Geprägt von einem kurzfristigen Renditeanstieg, aber auch mit der Aussicht bei 10-jährigen Bundesanleihen aus Deutschland auf 1% Rendite Anfang Juni sind Staatsanleihen in den Blickfang geraten. Die Renditen werden wieder sinken, wie Experten verkünden und dabei auf das längerfristig vorherrschende niedrige Zinsniveau in Europa verweisen. Auch die den Prognosen nicht entsprechend wachsende Wirtschaft auf dem US-Markt könnte eine Orientierung auf deutsche Staatsanleihen begründen, doch inwieweit sich dieses Angebot im Bezug auf die Rendite lohnt, bleibt leider noch fraglich.

Anlagestrategie
Es bleibt für Aktien-Anlagen weiter die positive Ausrichtung bestehen Diese wird auch weiterhin durch die globalen Makro-Aussichten und den Notenbank-Strategien unterstützt. Als kurzfristige Risiken ergeben sich die Probleme in Griechenland und das schwache globale Wachstum in Kombination mit hohen Aktienbewertungen. Für eine langfristige Prognose reichen diese Risiken jedoch nicht aus, die grundsätzlich positive Sicht zu ändern. Deshalb sollten Korrekturen an den Aktienmärken zum Wiederaufbau von Positionen genutzt werden.

Der Makro-Ausblick und die Risiko-Ertragsüberlegungen sprechen weiterhin für die Aktienmärkte der entwickelten Märkte. Die USA und Europa bleiben weiter im Fokus und die Schwellenländermärkte (insbesondere Asien) bleiben als Ergänzungsanlage weiter interessant. Aufgrund des immer noch tiefen Ölpreises beginnen die fundamentalen Trends in den Schwellenländern an zu divergieren. In Asien profitieren eine Reihe von Ländern von tieferen Ölpreisen und sinkenden Notenbankzinsen, was langfristig weiterhin für diese Region spricht. Die lockere Geldpolitik der Notenbanken bietet auch den alternativen Investments wieder eine sehr gute Entwicklung, da durch die Marktentwicklung die Anlageinstrumente gut steuerbar sind.

Anlageempfehlungen

 Fondsname  Anlagebereich  max. Depotanteil
DWS Top Dividende Aktien Weltweit
Comgest Growth Europe Aktien Europa
Janus Global Life Sciences Fund  Aktien Gesundheit 5 %
Swisscanto Selection Energy Aktien Energie 5 %
Fidelity South East Asia Aktien Asien 20 %
FvS Bond Opportunities Anleihen Unternehmen 15 %
F&C Global Convertible Bond A Wandelanleihen 10 %
Edmond de Rothschild Emerging Bonds Anleihen Schwellenländer 10 %
Ethna-AKTIV – A Mischfonds Europa
Man AHL Trend alternative Investments 10 %

FondschartJanus Global Life Sciences Fund - A Euro accwichtiger Hinweis:
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