Sind Bonds noch für die Geldanlage sinnvoll?

Bonds: Für und Wider
Staaten, aber auch Unternehmen, leihen sich Geld von Anlegern und dafür bezahlen sie Zinsen. Das galt lange Zeit als sehr sicher, denn man konnte davon ausgehen, dass die Industrienationen die Anleihen immer zurückzahlen würden. Das ist heute anders durch die Überschuldungskrise in einigen Ländern. Griechenland, Portugal und Irland z. B. kommt es bezüglich der Anleihen sehr wahrscheinlich zum Zahlungsausfall. Auch bei spanischen und italienischen Bonds könnte Ihr Geld weg sein.

Deutsche Anleihen gelten dagegen als sicher, weil Deutschland seine Schulden abbaut und wirtschaftlich nach wie vor wächst. Ein Wermutstropfen ist bei deutschen Anleihen allerdings dabei: Sie kriegen wenig Ertrag, zwischen 0,5 % und 1,8 % je nach Dauer der Anleihe. Zinspapiere aus Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Finnland, bringen dagegen etwas mehr. Das liegt daran, dass auch ihnen eine gute Bonität bescheinigt wird, seitens der Ratingagenturen, wie auch der Anleger.

 Anleihen nach wie vor sinnvoll
Bei allem Für und Wider gilt, dass Anleihen trotz der Krise für den Vermögensaufbau ein gutes Instrument sind. Wenn nämlich die Staaten solvent bleiben, können Sie eben die Erträge aus Ihren Anleihen präzise berechnen. Denn, wenn Sie die Anleihen bis zur Fälligkeit halten, erhalten Sie die Rendite, die Sie sich mit Ihrem Kurs beim Kauf gesichert haben. Außerdem müssen es ja nicht nur Staatsanleihen sein. Anleihen der Bundesländer oder von Förderbanken wie der staatlichen KfW bringen etwa einen halben bis einen Prozentpunkt mehr Rendite und gelten als genauso zuverlässig wie Anleihen des Bundes.

Weitere Anleihemöglichkeiten sind Bonds von Unternehmen und Anleihen von Schwellenländern. Sie haben häufig eine niedrige Verschuldung und hohe Wachstumsraten.

Fazit – sind Bonds sinnvoll?
Ja, Bonds sind für die Diversifikation des Anlagedepots weiterhin geeignet. Auch in Zeiten der Krise sind Anleihen von Staaten und Bundesländern sinnvolle Werkzeuge zum Vermögensaufbau, denn sie sind kalkulierbar. Bonds von Unternehmen und Schwellenländern bilden hierbei eine mögliche Ergänzung.

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