Warum hebt der Goldpreis trotz Euro-Krise nicht ab

Gold gilt bereits seit einigen Jahren als die Geldanlage schlechthin. Das Edelmetall ist vielen Leuten als die sicherste Anlageform bekannt. Mittlerweile hat sich das Blatt des Goldes jedoch ein wenig gewendet.

Warum der Goldkurs trotz Eurokrise fällt
Ein fallender Euro-Kurs ging bisher stets mit einer steigenden Beliebtheit des Goldes einher. Mit der heurigen Griechenland-Krise kam es in Bezug auf die Währung der EU abermals zu Unsicherheiten. Doch trotz des sinkenden Euro-Kurses steigt die Beliebtheit des Edelmetalls seit 2011 nicht an. Aus diesem Grund kann kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Wert der Währung und dem Preis des Goldes bestätigt werden.
Für den sinkenden Kurs des gelben Metalls wird nämlich der so genannte disinflationäre Einfluss verantwortlich gemacht. Hierunter wird ein verringerter Anstieg des Preisniveaus verstanden, was sich auch auf den Wert des Goldes negativ auswirkt. Der Preis desselben richtet sich nämlich oftmals nach den herkömmlichen Regeln des Marktes, weshalb dieser ebenso etwaigen Schwankungen unterworfen ist.
Prognosen besagen jedoch, dass es auf Grund von Machtverschiebungen und Wettbewerbsdruck bald zu einer erneuten Inflation kommen wird. Dadurch wird auch der Goldpreis wieder steigen.

Stellt Gold weiterhin eine sichere Geldanlage dar?
Das Edelmetall ist nach wie vor bei vielen Anlegern beliebt. Auf Grund der jüngsten Schwankungen ergaben einige Analysen allerdings, dass Gold oftmals eine Übergangslösung darstellt. Man sollte demnach vor allem in Krisenzeiten zu jener Anlageform greifen. Hierbei kann das Metall als lohnenswerte Alternative zu Aktien bezeichnet werden.
In einer stabilen Wirtschaftlage sind die Kursschwankungen des Goldes in etwa genauso stark, wie die der Wertpapiere. Aus diesem Grund kann das gelbe Metall als Geldanlage noch immer empfohlen werden.

Wer sich für Goldankauf interessiert, sollte sich im Vorfeld genau über diese Anlageform informieren. Mittlerweile bieten viele Finanzinstitute diesbezüglich ein kostenloses Beratungsgespräch an. Wer unangenehme Situationen und unvorhersehbare finanzielle Auswirkungen vermeiden will, sollte dieses unbedingt in Anspruch nehmen.

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Goldpreis geriet unter den Druck des starken US-Dollars. Es wird aber klar, dass die Krise langfristig sein wird. Die Nachfrage nach Gold steigt wieder, was den Anstieg des Goldpreises verspricht. Die Anlage in Gold lohnt sich sowieso, soll aber nach der Beratung mit einem Experten erfolgen, wie es im Artikel steht.

  2. Hallo Olaf,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinem Blog. Bei Gold sollte man immer zwei Seiten betrachten. Einerseits ist Gold sicherlich zur Risikostreuung interessant und als Zusatzposition immer angesagt.

    Andererseits kann man aber Gold auch nicht essen und es gab auch Zeiten wo Gold von Regierungen verboten wurden oder auch mit Zwangsabgabe belegt. Soll heißen, es gibt für mich nie die „sichere Einbahnstraße“ in Geldanlage. Alles hat seinen Reiz zu bestimmter Zeit. Neben dem aktiven Traden beschäftige ich mich mit Aktien mit einer „Monatlicher oder quartalsweisen Ausschüttung der Dividende.“ So wie Olaf geschrieben hat, kommt es hier zur richtigen Entfaltung, wenn man langfristig agiert. Durch das Reinvestieren der Dividenden, grüßt einen dann auch der Zinzeszins-Effekt. Allerdings geben viele Menschen schon vorher auf.

    In diesem Sinne, Willkommen in den Finanzblogs im Internet.

    Gruß

    René

    • Hallo René,

      vielen Dank für Deinen tollen Kommentar.

      Kann Dir nur zustimmen, dass man Gold nicht essen kann und Gold auch kein Allheilmittel ist, denn Goldbesitz wurde zu Krisenzeiten auch schon vom Staat „eingezogen“.

      Dividenden gehören ebenfalls in ein ausgewogenes Depot. Dies habe ich ja im Blog schon behandelt.

      Das wichtigste ist sicher, dass die Anlageprodukte zur persönlichen Anlagestruktur passen und immer breit gestreut wird.

      Viele lassen sich von den Anbietern zu Trendprodukten verleiten und kaufen zum falschen Zeitpunkt und verkaufen auch wieder zum falschen Zeitpunkt.

      Viele Grüße
      Olaf

  3. Ich habe gelesen das der Goldpreis dieses Jahr auf 1800$ pro Feinunze steigen soll. Momentan liegt er glaub ich bei 1600$. Ich habe mir schon 10 Gramm Gold vor 2 Monaten gekauft.

  4. Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ich beschäftige mich gerade auch intensiv mit dem Thema Gold! Gold wurde in so kurzer Zeit vom „beliebtesten“ zum meist „gehassten“ Investment. Immer wenn ich so etwas lese, reizt es mich noch mehr in solch Asset Klassen zu investieren. Der aktuelle Goldpreisrückgang ist charttechnisch gesund … ich befürchte sogar, dass ein bewusster Kursrückgang erfolgen musste / sollte / soll … Gold wurde im letzten Jahrzehnt einfach zu stark, beinahe kann man es als Gegenpol zum herkömmlichen Papiergeldsystem verstehen. Zur aktuellen Goldpreisentwicklung kommt der prophezeite Fed-Gelddruck-Ausstieg auch gelegen … bevor ich diese Ansage jedoch glaube, will / muss ich es erst sehen. Schlussendlich finde ich selbst, dass ein bewusster „geringer“ Prozentsatz an Edelmetallen, hier vor allem Gold, in keinem Depot fehlen sollte … sei dies auch nur als Absicherung gegen das Schlimmste – Gold muss man wie eine Versicherung sehen – man hofft ganz einfach, dass der Extremfall nicht eintritt – und wenn doch, kann man auf Gold / die Versicherung zurück greifen.

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