Ankauf oder Ausstieg – Welche Rolle spielt der Kaufzeitpunkt für den Anleger

Günstig kaufen und mit ansprechender Rendite verkaufen ist der Aspekt für einen erfolgreichen Aktienhandel. Doch wie erkennen Sie den richtigen Zeitpunkt für den Kauf und wissen, wann Sie aussteigen sollten? Da die Differenz zwischen Hoch und Tief mitunter enorm ist, spielt der Kaufzeitpunkt bei Aktien und Rohstoffen, aber auch bei verschiedenen Renditepapieren eine übergeordnete Rolle. Bei allen Anlageformen mit schwankenden Kursen ist es notwendig, vor der Kaufentscheidung den Markt zu beobachten und sich einen Überblick zu beschaffen. Da die Zinsen auf risikolose Anlagen so niedrig sind, investieren immer mehr Sparer direkt in die Börse und versprechen sich eine hohe Rendite. Im ersten Halbjahr 2013 entschieden sich 7,5 Prozent der Bundesbürger für Aktien als Direktanlage und 6,5 Prozent für Fonds. Durch den derzeit konstanten Anstieg ist es ratsam, mit einer Entscheidung nicht länger zu warten und so die Chance auf ansprechende Rendite nicht zu verpassen.

Die Marktbeobachtung vor dem Aktienkauf
Bei jeder Aussicht auf Rendite sollten Sie als Anleger aber auch vor Augen haben, dass Sie mit Verlusten rechnen müssen. Je variabler die die Kurse sich zeigen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, nicht immer einen attraktiven Gewinn zu erzielen. Wissen Sie durch eine intensive und langfristige Beobachtung des Markes über die Wertentwicklung bescheid, können Sie den Markt timen und das Verlustrisiko mindern.
Eine Chart- und Fundamentalanalyse geben Auskunft über das Wirtschaftswachstum und die künftige Wertentwicklung. Viele wissenschaftliche Studien befassen sich mit der Rentabilität der Modelle und ihrem Konsens für Privatanleger. Es gibt Zeiten in denen es gelingt und Zeiten bei denen der Anleger daneben lag. Denn eine Garantie kann bei Investitionen an der Börse nie gegeben werden. Eine zuverlässige Vorhersage zur Marktentwicklung ist unmöglich. Daraus ergibt sich eine gleiche Chance für erfahrene, aber auch für unerfahrene Investoren an der Börse.
Der Kaufzeitpunkt spielt deshalb nicht unbedingt die Hauptrolle, denn das Ziel sollte die langfristige Kursentwicklung sein. Nach drei oder vier Jahren sollten die Titel bei normalen Börsenphasen mehr wert sein.

Wie viel Strategie ist gut?
Strategien spielen im Kontext zur Börse eine wichtige Rolle. Allerdings sollten diese so eingesetzt werden, dass Sie als Anleger eine breit gefächerte Diversifizierung der Gelder anstreben. Teilen Sie das eingesetzte Budget in Aktien und Anleihen, sowie in Rohstoffe und Zinspapiere auf und mindern so Ihr Anlagerisiko. Erzielen Sie in einer Anlageklasse Verluste, können die durch Gewinne in einer anderen Anlageklasse ausgeglichen und kompensiert werden. Eine umfassende Information über das Unternehmen in welches Sie investieren dient als Grundlage. Je umfangreicher Ihre Informationen und Kenntnisse sind, umso besser können Sie die Beobachtung in Ihre Strategie einfließen lassen und sich bei einer Anlage von vergangenen Aspekten leiten lassen.
Als Anleger sollte man in diesem Anlagebereich bereit sein, langfristig zu investieren. Gerade derzeit sollte dies beachtet werden, denn nach dem Ende der lockeren Geldpolitik wird erwartet, dass bei Aktien- und Rentenanlagen die Kurse erst einmal fallen werden. Wer über mehrere Jahre investiert bleibt, kann solche Kursschwankungen aussitzen, bzw. bei Fonds durch einen monatlichen Sparplan die Kursschwankungen als günstigen Nachkauf nutzen. Da die Börse keine Einbahnstraße ist, sollte man bei steigenden Kursen nicht vergessen, rechtzeitig die Gewinne zu realisieren. Der nächste Abschwung zum einsteigen kommt bestimmt.

Anlagetipps Oktober 2013 – Noch immer sind Aktien die beste Anlagestrategie

Eine Orientierung auf Aktien ist nach wie vor hoch im Kurs. Durch eine relative wirtschaftliche Konstanz zeigt sich der Aktienmarkt stabil und erlaubt Investitionen, die sich durch moderate Unternehmensgewinne lohnen. Aktien schneiden nicht nur besser ab als Anleihen, sondern beinhalten weitaus geringere Risiken als diese. Die ungelösten Schuldenfragen in den USA wirken sich negativ auf den Anleihenmarkt aus.

Kursgewinne im 3. Quartal verzeichnet
Die Rezession auf dem Aktienmarkt hat sich im 3. Quartal dem Ende geneigt. Rund zweieinhalb Jahre dauerte die Phase, in welcher europäische Aktien schwächelten und eine ungünstige Entwicklung im Vergleich zu amerikanischen Papieren aufzeigten. Eine Diversifizierung bleibt auch weiter angeraten  (DWS Top Dividende), wodurch sich das Risiko mindern und sich auf eine Kombination von regionalen Aktienallokationen und europäischen Aktienfonds (Comgest Growth Europe Acc) fokussieren lässt. Die schwache Performance der Schwellenländer hat sich zum Positiven verändert. Mittel- und langfristig orientierte Anleger können sich an der günstigen Bewertung von Schwellenländer Aktien (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds – South East Asia Fund A) orientieren und davon profitieren. Auch Investitionen in Industrienationen mit hohem Umsatz- und Gewinnanteil an den Wachstumsmärkten lohnt sich. Besonders auf dem Gesundheitssektor (Invesco Global Health Care) hat sich im Bereich Aktien einiges getan. Ebenso kann der Konsumsektor mit überdurchschnittlichem Wachstum und so mit einem hohen Gewinn der Investition überzeugen. Der Technologiesektor zeigte sich bisher mit Schwächen, weist aber unterdes eine gute Performance auf.

Lohnenswerte Aktien und Anleihen in der Wirtschaft
In die Industrie oder den Energiesektor (BGF World Energy Hedged) zu investieren führt ebenfalls zu einer sicheren und renditestarken Entscheidung. Wer trotz einer gewissen Instabilität nicht auf Anleihen verzichten möchte, sollte die Bonität des Unternehmens als hauptsächliches Kriterium betrachten. Besonders auf den europäischen Randmärkten zeigen Anleihen durch niedrige Risikoaufschläge eine interessante Option als Beimengung bei einer Streuung der Anlage. Hochverzinste Anleihen von Unternehmen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC), Wandelanleihen (DWS Convertibles) und Emerging Markets Anleihen (Invesco Emerging Markets Bond II) lohnt sich der Fokus auf eine Anlage. Mit einem tieferen Kursniveau als im Frühjahr ist es möglich, die Anleihen derzeit besonders günstig zu erwerben und die ausbaufähige Position zu nutzen. Kurzfristige Investitionen in Anleihen sind abgeraten, da hierfür die Performance nicht ausreicht und eine hohe Rendite ausschließen lässt. Für mittelfristig oder auf lange Sicht geplante Investitionen geht der Trend ganz klar zu einem vielseitigen Mix aus verschiedenen Papieren.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

Anlagestrategie in einem Umfeld negativer Realzinsen

Staaten gehen in unterschiedlichen Varianten mit zu hohen Staatsschulden um. Hier kann zum einen die Sparpolitik, aber auch die Wachstumsförderung durch Reformen der Struktur, sowie das zulassen einer höheren Inflation (finanzielle Repression) auf der Agenda stehen. Negative Realzinsen gehen mit der Inflation einher und sorgen dafür, dass durch Schulden Guthaben entwertet werden. Die aktuelle deutsche Inflationsrate liegt derzeit bei rund 1,4 Prozent (siehe Grafik unten), der Leitzins in der Eurozone demgegenüber nur bei 0,5 Prozent. Der Zins liegt unter der Inflationsrate, was gerade auf dem Anlagenmarkt für Unmut sorgt und eine attraktive Anlage bei den Realzinsen zu einer schwierigen Entscheidung werden lässt. In der Theorie gibt es auch hier verschiedene Optionen, die in der Praxis aber häufig von einem hohen Risiko begleitet und somit nicht für jedermann als Strategie zu einer effizienten Anlage geeignet sind. Die Schuldenkrise wird noch einige Jahre vorhalten, sodass sich im Bereich Realzinsen auch in absehbarer Zukunft wenig ändern oder gar verbessern wird.

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Kann man den negativen Realzinsen entgehen?
Bei normalen Sparanlagen und Anleihen von Euro-Kernländern ist die Umgehung negativer Realzinsen derzeit unmöglich. Egal wie viel Geld Sie anlegen, die negativen Realzinsen sind unter der Inflationsrate angesiedelt und lassen selbst ausgeklügelte Anlagestrategien eher ineffektiv erscheinen. Als Polster der Liquidität haben Sparanlagen allerdings nicht an Wert verloren und sind trotz niedriger Realzinsen derzeit als alternativlos zu betrachten. Auch wenn sie weniger attraktiv sind, hält sich das Risiko in Grenzen und der Sparer hat die Sicherheit, dass das auf der Bank deponierte Geld nicht verspekuliert wird. Möchte man den niedrigen Realzinsen entgehen und sein Sparguthaben mehren, kommt man aufgrund der aktuellen Lage nicht um Emerging Markets Anleihen umhin. Die hochverzinsten Unternehmensanleihen gleichen den Defizit der negativen Realzinsen aus und sind als Beimischung einer Anlage auch mit einem vertretbaren Risiko erhältlich. Vor allem beim Fokus auf verhältnismäßig sichere Anleihen von kapitalstarken Firmen besteht die Möglichkeit, die minderen Zinsen der Absicherung zu kompensieren und sich für eine vorteilhafte Anlage mit Geldvermehrung zu entscheiden.

Anlagen in Gold und andere Edelmetalle
Edelmetalle stehen nach wie vor hoch im Kurs. Auch wenn die Realzinsen auch an der Investition in Gold nicht spurlos vorübergehen, weiß Gold mit regelmäßigen Erträgen und Dividenden zu überzeugen. Ganz ausschließen sollte der Anleger das Risiko aber nicht, da sich alle Formen von Sparanlagen und Vorsorgemöglichkeiten für den Lebensabend erst dann wirklich rentabel zeigen, werden die negativen Realzinsen durch spekulative Anlagen ausgeglichen und das Risiko in Kauf genommen. Geld anlegen und ohne Aktien und Anleihen agieren bietet zwar Sicherheit, lässt aber ein Wachstum der Finanzen durch die Inflation vollständig ausschließen.

Anlagekommentar Oktober 2013 – Die Wirtschaft in Europa erholt sich breit aber langsam

Die Rezession in den vergangenen 6 Quartalen hat ein Ende. Ein wirtschaftlicher Aufschwung in der Eurozone ist erkennbar. Deutschland und Frankreich gelten als Vorreiter der Erholung. Aber auch Spanien und Italien rappeln sich langsam auf und dürften mit einer Beendigung der Rezession im dritten Quartal rechnen. Eine amtliche Bestätigung der aktuellen Einkaufsmanager-Indizes bestätigen diese Aussage und weisen auf die Erholung hin. Mit 51,3 Punkten konnte sich die Industrie im August behaupten. Aber auch die Dienstleistungsbranche präsentiert sich mit 51 Punkten über der Wachstumsschwelle.

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Alle großen Volkswirtschaften in der Europa sind in die Erholung integriert und dürfen langsam, aber mit stetiger Konstanz aufatmen.

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Die Belastung durch die Fiskalpolitik nimmt ab
Eine nachlassende Belastung im Bereich Fiskalpolitik, sowie ein angestiegenes Vertrauen der Konsumenten auch in Südeuropa sorgen dafür, dass der Aufschwung sich in breiter und nachhaltiger Struktur präsentiert. Eine kleine Einschränkung ist allerdings vorhanden, da der Zugang zu Krediten in den Krisenländern der Eurozone auch weiterhin eingeschränkt bleibt. Durch die in den vergangenen Jahren präsente Wachstumsschwäche vor allem in Irland, Portugal und Spanien hat zu niedrigeren Löhnen und damit einhergehend zu einem Rückgang der relativen Lohnstückkosten beigetragen. Doch ist in diesen Staaten eine Verbesserung der Leistungsbilanzen verzeichnet. In Frankreich und Italien hingegen ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit noch nicht in Sicht. Hier bleibt noch einiges zu tun, um die wirtschaftlichen Schwächen auszugleichen und die Krise zu bewältigen.

Eine Umsetzung der Banken Union in Europa
Die Banken Union, sowie weitere Fakten in der Integration innerhalb der Eurozone sind Maßnahmen, welche angestrebt werden und so einer Verbesserung der Lage auch in Krisenländern sorgen soll. Der Aufschwung ist aber ein Lichtblick und Anfang, positiv in die Zukunft zu blicken und zu erkennen, dass sich die schwächende Wirtschaft zwar langsam, dafür aber konstant erholen und endlich wieder wachsen wird.

Die sinkende Risikobereitschaft und ihre Risiken

Seit verschiedenen Markt-Crashs und den damit einhergehenden Verlusten für Anleger hat sich die Bereitschaft zum Risiko minimiert. Doch mindert die geringe Risikobereitschaft der Anleger die Probleme nicht, sondern sorgt für eine Verschärfung. Weniger Risiko eingehen heißt, sich auf eine Finanzierungslücke zwischen den zukünftigen Verpflichtungen und den Einkünften zu begünstigen. Das Vermögen vieler Anleger ist geringer geworden, wobei die Finanzkrise aber nicht für eine Verringerung der zukünftigen Verpflichtungen beigetragen hat. Minirenditen bei sicheren Anlageformen helfen nicht dabei, die Lücke in der Finanzierung zu schließen und eine adäquate Altersvorsorge zu schaffen.

Unvermeidliche Risiken unbewusst eingehen
Die sogenannten sicheren Häfen sind in der Realität gar nicht so sicher, wie es dem Verbraucher und Anleger suggeriert wird. Inflationsrisiken steigen durch die explosionsartige Vermehrung des Geldes, was eine langfristige Planung des Wohlstands mit vermeintlich sicheren Anlagen unmöglich erscheinen lässt. Fallende Zinsen bei Anlagen mit geringem Risiko mindern deren Attraktivität und wirken sich negativ auf eine Ansparung für den Lebensabend aus. Auch ein verkürzter Anlagehorizont ist zu beobachten, welcher ebenfalls Einfluss auf die Rendite nimmt und daraus resultiert, dass Anleger ihr Geld in greifbarer Nähe behalten und es nicht langfristig aus der Hand geben möchten. Für die Vorsorge ist es nicht ratsam, sich auf Niedrigzins-Anlagen ohne offensichtliches Risiko zu berufen. Denn auch hier ist das Risiko in Form der Inflation gegeben, wobei es sich noch negativer auf den Anleger auswirkt, als es bei riskanteren aber mit höherer Rendite versehenen Anlagen beobachten lässt. Mit einem auf die Anlageziele gestalteten Anlagenmix lässt sich das Risiko kalkulieren und gleichermaßen ein sicherer Hafen, aber auch ein Horizont für hohe Rendite ansteuern. Ohne eine taktische Diversifikation sind Anlagen in der aktuellen Zeit wenig rentabel und bringen meist geringere Zinsen, als das Geld durch die Inflation an Wert verliert.

Zweifel am Diversifizieren tauchen auf
Anhand der jüngsten Entwicklungen auf dem Markt gewinnt Risikomanagement immer mehr an Bedeutung. Als viele Anlagekategorien gleichzeitig an Wert verloren, kamen vielleicht Zweifel am Wert der Diversifizierung hoch, doch langfristig bleibt sie ein wesentliches Werkzeug zum Risikomanagement. In Bausteinen anlegen und hier einen richtigen Mix für ein sicheres und ertragreiches Fundament finden ist eine Strategie, die vorrangig gewählt werden sollte. Auch bei der Vorliebe zur Anlage in scheinbar sichere Immobilien ist es angeraten, eine Streuung des Risikos zu wählen und sich nicht nur auf eine Schiene zu forcieren. Verschiedene Anlagen beinhalten verschiedene Risiken, sodass eine Rendite erzielt werden und sich auch beim Einbruch einer Anlagestrategie das Vermögen nicht relativieren muss. Im Risikomanagement wird nicht auf eine Vermeidung der Risiken spekuliert, sondern eine Abwägung der Chancen und Risiken angestrebt. Wichtig ist die Erkenntnis zu Anlagen, die in langer perspektivischer Betrachtung dem Wachstum unterliegen und sich so positiv auf eine Anlage auswirken. Je überlegter und weitreichend gestreuter eine Anlage gewählt wird, umso geringer ist das Risiko und umso höher die Chance, eine attraktive Vorsorge für den Lebensabend zu wählen und wirklich überlegt anzulegen.

Anleger sollten kaufen, wenn die Kanonen donnern und verkaufen, wenn die „Bild“ berichtet.

Anlagetipps September 2013 – Weiterhin allgemein positive Gesamtaussicht auf den Aktienmärkten

Auch wenn saisonal und geopolitisch bedingt Korrekturrisiken vorherrschen, ist der globale Aktienmarkt derzeit verhältnismäßig stabil und zeigt sich positiv. Zumal auch der September als historisch schwächster Börsenmonat fast überstanden ist. Emerging Markets sind derzeit in der Gunst von Anlegern gesunken, da hier die Sorge um eine Straffung der Geldpolitik für die Angst vor einem höheren Risiko sorgt. Langfristige Schwellenländer Aktienanlagen hingegen bieten gute Aussichten und zeigen sich unverändert intakt (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds – South East Asia Fund A). Da die Volkswirtschaften der Schwellenländer eine wichtige Quelle für Gewinne auch in Deutschland und den USA ist, spiegelt sich die Profitabilität auch in den Aktien wider und sorgt bei Anlegern für eine hohe Akzeptanz. Nicht nur globale, sondern auch gezielt europäische Aktienfonds stehen nach wie vor hoch im Kurs und werden nicht als riskante Anlage betrachtet (DWS Top Dividende oder AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B Euro).

Wachstum und Aktien im Zusammenhang
Emerging Markets Währungen aus Indien, Indonesien, Brasilien, Südafrika, aber auch der Türkei sind derzeit von einer ausgeprägten Schwäche gezeichnet. Hier kann der Anleger aber nicht unmittelbar von einem dauerhaften Kursrückschlag ausgehen, sondern wird sich in diesen Bereichen auf einen kurzfristigen Kursrückschlag forcieren (Invesco Emerging Markets Bond II). Das lässt die Anlagen vor allem bei einer mittel- bis langfristigen Planung in den Fokus rücken und interessant wirken. Durch als allmählich steigende Weltwachstum, welches vor allem von Europa, den USA und China getragen wird, bleibt der Aktienmarkt trotz der Schwächung in Schwellenländern stabil. Eine primäre Fokussierung auf Aktien eignet sich als optimale Anlagestrategie, wobei Anleihen eher hinten an stehen sollten. Einen Aufholbedarf zeigen derzeit vor allem europäische Aktien, die sich aufgrund der Eineinhalbjährigen Rezession zu einem moderaten Wachstum entschließen (Fidelity European Growth Fonds oder Comgest Growth Europe Acc).

Der Einfluss der lockeren Geldpolitik auf die Anleihenmärkte
Ein starker Renditeanstieg auf dem US-Anleihenmarkt war erkennbar, wobei durch die lockere Politik der Notenbanken nun eine Einpreisung erfolgt ist. Auch in den Kernmärkten Europas dürfte ein Aufwärtstrend überschaubar bleiben, da eine langsame Erholung der Konjunktur einen rasanten Anstieg der Renditen ausschließen lässt. Unternehmensanleihen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) sollten weiterhin gegenüber Staatsanleihen bevorzug werden. Neben Anleihen aus den Emerging Markets (Invesco Emerging Markets Bond II) sind auch Wandelanleihen (DWS Convertibles) interessante Depotbeimischungen. Bei den High Yield Bonds sollte man nur noch Neuanlagen mit einem hohen Anlagerisikoprofil tätigen, sicherheitsorientierte Anleger sollten langsam aus bestehenden Anlagen die Gewinne mitnehmen.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.

 

 

 

Wiederholt sich die asiatische Wirtschaftskrise von 1997?

Seit Mai 2013 sind viele asiatische Währungen gegenüber dem US Dollar stark an Wert gesunken. Kritiker haben die Wirtschaftskrise Asiens aus dem Jahre 1997 vor Augen und Experten meinen, dass eine Wiederholung auszuschließen sei. Allerdings wäre eine restriktive Geld- und Fiskalpolitik notwendig. Die Gründe für das Misstrauen zu asiatischen Finanzmärkten sind vielseitig. Ein in den USA erfolgter Zinsanstieg sorgte für einen Stimmungsumschwung und den Kapitalabfluss. Aber auch ungünstige Handelsbilanzen, das schwächere Wachstum und die schwächelnden Rohstoffpreise Asiens spielen ebenfalls eine Rolle.

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Handelsdefizite und Subventionen
In der Binnenwirtschaft hat Asien mit verschiedenen Haushaltsdefiziten und Subventionen zu kämpfen. Private Haushalte sind stärker verschuldet, was vor allem auf dem Immobilienmarkt Auswirkungen zeigt. Auch das Sparaufkommen ist gering, da die negativen Kapitalmarktzinsen für weniger Interesse an Geldanlagen sorgen. Hohe Forderungen internationaler Banken an den asiatischen Kapitalmarkt führen ebenfalls zu einer Minderung der Liquidität.

Anpassungszwang durch schlechte Landesbonität
Mit einer guten Bonität warten Malaysia, die Philippinen und Thailand auf. Leistungsbilanzdefizite ins derzeit in Indien und Indonesien in hohem Maße zu beobachten, sodass hier ein stärkerer Anpassungszwang zum Tragen kommt. Doch sind auch hier noch keine ernsthaften Engpässe in der Zahlung zu erwarten, da die Reserven noch höher sind als die kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten. Die Auslandsschulden zeigen in Gegenüberstellung zu den Deviseneinnahmen und den Schuldendienstquoten noch keine kritischen Werte auf. Asiatische Schuldner sind in eigener Währung, nicht wie in den Jahren 1997-98 in ausländischer Währung verschuldet. Das Wirtschaftswachstum wird sich um rund 5% mindern, nicht aber wie von Kritikern angesprochen, vollständig einbrechen und für eine erneute Asienkrise am Finanzmarkt sorgen.

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Anlagekommentar September 2013 – Eine Metapher die sich auf dem Kapitalmarkt bewahrheitet

Karl Marx zog den Vergleich zwischen dem Kapital und einem scheuen Reh. Was damals noch verwunderte, beweist sich in der heutigen Zeit vor allem in den Schwellenländern. Da die US-Notenbank nicht länger ein Spielball der lockeren Geldpolitik sein möchte, hat sie ihren Ausstieg angekündigt und möchte die Anleihenkäufe herunterfahren. Derzeit ist ein Rückfluss der Liquidität aus den Schwellenländern auf den Kapitalmarkt der USA zu beobachten.

Unvorhersehbarkeit auf den Finanzmärkten
Wie die aktuelle Studie des IWF („Capital Flows are Fickle: Anytime, Anywhere“) aufzeigt, gestalten sich internationale Kapitalflüsse wenig vorhersehbar. Somit scheut das Reh nicht nur, sondern ist unberechenbar und variabel. Eine bessere Abschätzung ist bei Staaten möglich, die besonders gefährdet sind und sich mit hohen Leistungsbilanzdefiziten auf den Kapitalmärkten präsentieren. Da hier eine hohe Abhängigkeit von ausländischem Kapital vorherrscht, wird ein Ausbleiben dieser Zuflüsse oder sogar ein Kapitalabfluss dafür sorgen, dass die Währung geschwächt wird und ein Zinsanstieg in Folge eintritt. Auch Kursrückgänge an den Anleihenmärkten würden in Folge daraus resultieren. Dies würde einen unübersehbaren und deutlich spürbaren Einfluss auf die lokalen Aktienmärkte nehmen.

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Leistungsbilanzdefizite und ihre Auswirkungen auf den Kapitalmarkt
Hohe Defizite in der Leistungsbilanz sind derzeit insbesondere in Indien und Indonesien, sowie in manchen lateinamerikanischen Staaten, der Türkei und in Südafrika zu beobachten. Auch wenn eine Eskalation im Stile der Asienkriese aus den Jahren 1997/98 unwahrscheinlich anmutet, lassen sich die Auswirkungen auf diese Länder nicht von der Hand weisen. Die Auslandsschulden sind geringer als damals und die Devisenreserven zeigen sich höher, aber eine Entspannung des Kapitalmarktes ist nicht zu erkennen. Emerging Markets Anleihen sollten daher ausschließlich in Hartwährung in Frage kommen, da offenkundige Neuengagements in Aktien derzeit noch nicht aktuell sind. Eine strategische Beimengung von Emerging Markets Aktien ist bei einer Investition aber durchaus eine attraktive Möglichkeit und sollte nicht gänzlich von der Agenda gestrichen werden.

High-Yield-Fonds – Eine interessante Beimischung für das Portfolio

Erste Stimmen sprechen bereits von einer Rentenblase, dennoch kann man die Anlagekategorie „Renten bzw. Anleihen“ nicht vollständig als Anlageinstrument ausblenden. In der Zukunft wird der Auswahlprozess der richtigen Rentenfonds von entscheidender Bedeutung sein. Als eine interessante Anlagekategorie sind die Investmentfonds, welche in den Bereichen Corporate Bonds und dabei insbesondere im Segment der High-Yields anlegen, zu sehen.

Die expansive Finanzpolitik sorgt für eine hohe Nachfrage
Durch die expansive Finanzpolitik seit der Finanzkrise und gezielte Regulierungen im institutionellen Anlagesegment, wurde eine hohe Nachfrage im Rentenmarkt ausgelöst. Da die Anlagen aus Sicherheitsaspekten verstärkt nachgefragt werden oder nachgefragt werden müssen (z.B. deutsche Lebensversicherer), sind die Renditen von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit Investmentgrade gefallen. Es ist damit zu rechnen, dass diese Nachfrage in den nächsten Jahren nicht stark abnehmen, sondern wenn es nach der amerikanischen und japanischen Notenbank geht, mindestens konstant bleiben, oder gar noch ausgeweitet werden.

High Yield Anleihen haben noch ein interessantes Rendite-Risiko-Verhältnis
Alternativ zu Investmentgrade-Anleihen lohnt sich ein Blick auf High Yield Anleihen. Obwohl diese naturgemäß in der Vergangenheit auch eine höhere Volatilität aufwiesen, ist das Rendite-Risiko-Verhältnis weiterhin äußerst interessant. Die Ausfallraten im High Yield Segment lagen Ende 2009 noch bei 11 Prozent, so sind diese bis heute auf ca. 2 Prozent gesunken. Auf einem historischem Durchschnittsniveau bewegen sich die Spreads und liegen damit deutlich über den negativen Realverzinsungen von Anlagekonten.

Auswahl von High-Yield Fonds als interessante Anlagemöglichkeit
In den letzten Jahren haben vor allem Unternehmen aus den Schwellenländern ihre Hausaufgaben gut gemacht. Sie profitieren von guten Wirtschaftsdaten der lokalen Regionen, aber auch von der niedrigen Fremdkapitalverzinsung. Folgende Investmentfonds sind für die Anlage in High Yield Anleihen zu empfehlen:

Sparinvest Emerging Markets Corporate Value Bond
Der Investmentfonds ist zwar noch nicht so lange am Markt, doch Sparinvest verfügt über eine exzellente und bewährte Expertise im Segment der Corporate Bonds und vor allem im Value-­Investment-Ansatz. Das Fondsmanagement hat bei der Titelauswahl bisher eine hervorragende Arbeit geleistet. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern und ein nachhaltiger und erfolgreicher Value Ansatz versprechen auch in Zukunft interessante Anlagemöglichkeiten. Geeignet ist der Investmentfonds als Beimischung für eine wachstumsorientiertes Anlageportfolio.

Weitere Informationen zum Investmentfonds finden Sie hier: mehr ››

Nordea 1- European High Yield Bond Fund
Mit dem Investmentfonds partizipiert das Anlageportfolio an den positiven Wachstumschancen europäischer Unternehmen. Das Fondsmanagement von Nordea versteht es dabei, attraktive Hochzinsanleihen ausfindig zu machen und eine möglich geringe Ausfallquote zu wahren. Geeignet ist der Investmentfonds daher als wachstumsorientierte Beimischung auf der Rentenseite.

Weitere Informationen zum Investmentfonds finden Sie hier: mehr ››

Allianz High Yield Bond Extra 2017
Der Investmentfonds beteiligt sich insbesondere in hochverzinslichen Anleihen aus Europa und den USA. Dabei sollen nur Anleihen erworben werden, deren bestes verfügbares Bonitäts-Rating mindestens der Note B- (in der S&P-Systematik) entspricht. Der Anteil von Schwellenlandanleihen ist dabei auf 20 Prozent begrenzt. Die mittlere Restlaufzeit des Portfolios wird grundsätzlich auf das vorgesehene Laufzeitende am 15. November 2017 ausgerichtet. Der Investmentfonds hebt sich im Gegensatz zu anderen Laufzeitfonds dadurch ab, dass ein Kauf- bzw. Verkauf während der Laufzeit weiterhin möglich ist.

Weitere Informationen zum Investmentfonds finden Sie hier: mehr ››

Anlagetipps August 2013 – Eine lockere Geldpolitik positiv für Aktienmärkte?

Die Spatzen riefen es bereits von den Dächern, nur Fed-Präsident Bernanke hüllte sich in Schweigen. Die Geldpolitik in den USA und in Europa wird in den kommenden Jahren locker bleiben und so für die Finanz- und Aktienmärkte als positiver Faktor erhalten bleiben. Auch wenn die US Wirtschaft im vergangenen Quartal an Schwung eingebüßt hat, geht man von einem Aufschwung im kommenden Quartal aus und sieht positive Tendenzen.

Zukunftsmusik im Wirtschaftswachstum
Für die kommenden eineinhalb Jahre wird der Wirtschaft in der Eurozone eine weiter sinkende Tendenz bescheinigt (Comgest Growth Europe Acc). Im Anschluss soll es aber zu einem wirtschaftlichen Aufschwung kommen, wie sich Kenner der Finanz- und Aktienmärkte äußern. Mit einem Basisinvestment für Industrieländer (DWS Top Dividende), kann man sehr gut daran partizipieren. Investoren die jetzt neu an der Börse agieren möchten, sollten zumindest mit kleinen Beträgen oder einem Sparplan beginnen und nicht erst den Aufschwung der Aktienmärkte im vierten Quartal abwarten. Die Tendenz laut Statistik (siehe Grafik) der letzten 20 Jahre zeigt auf, dass die Sommermonate für die Aktienmärkte eher lau verlaufen, sich zum Jahresende aber wieder mehr Action zeigt und so eine rechtzeitige Investition sinnvoll ist. Es lohnt sich aber, derzeit vor allem die Aktienmärkte der Schwellenländer nur mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn sich die Performance nicht erschreckend zeigt, ist doch eine kleine Schwäche der Aktienmärkte von Schwellenländern zu erkennen (Danske Invest – Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds – South East Asia Fund A). Mit einem monatlichen Sparplan kann man dennoch in den Schwellenländermarkt investieren, um von den gefallenen Kursen und derzeitigen Kursschwankungen zu profitieren. Hier erfolgte eine günstige Bewertung der Aktienmärkte, ohne aber eine Aussicht auf ein wirtschaftliches Wachstum benennen und so auf eine fundamentale Wende verweisen zu können.

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Der Aktienmarkt ist derzeit eingepreist
Hohe Anstiege der Rendite sind aktuell nicht zu erwarten. Der US Markt hat nach einem Hoch der Renditen nun einen stabilen Lauf, da die lockere Geldpolitik die Aktienmärkte im US Bereich nun eingepreist hat. Im volkswirtschaftlichen Betrachtungswinkel sind europäische Anleihen (Templeton Global Bond) schwächer als US amerikanische Anleihen, sodass hier kein klarer Aufwärtstrend in der Rendite anzunehmen wäre. Ein Fokus auf die Aktienmärkte der Schwellenländer sollte nicht gänzlich ausgeschlossen werden und eignet sich vor allem für Aktionäre, die in der Laufzeit Geduld haben und so nicht auf eine schnelle und hohe Rendite spekulieren müssen. Selektive Optionen zum Kauf bieten sich derzeit in Schwellenländer Anleihen (Invesco Emerging Market Bond), sowie in Anleihen von Unternehmen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) die aktiv im wirtschaftlichen Wachstum sind und expandieren.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.